2011 Jahr der Integration?

31. Oktober 2010

Die Integration von Migranten ist bekanntlich eine Aufgabe für beide Seiten. Anstatt jetzt seit Monaten im Sarrazin-Hype wie besessen auf die Gesamtheit der Migranten einzuprügeln und sie unter den Generalverdacht der Integrationsverweigerung zu stellen, sollten wir lieber über ein Zeichen des Verständnisses und der Versöhnung nachdenken!

Wie wäre es zum Beispiel in diesem Jahr mit der Übertragung der Silvester-Programme von ARD und ZDF exklusiv in türkischer Sprache (mit arabischen Untertiteln?) einmal ein Zeichen des guten Willens zu setzen?

Wie integrierend wirkte etwa “Dinner For One” auf Migranten? Wir erinnern uns: Ein sturzbetrunkener Mann bedient servil eine trinkfeste, unmoralische Dame und stolpert dabei ständig über eine gefährliche Bestie um schließlich von ihr (der Dame!) abgeschleppt zu werden.

Dann spielen wir uralte, alte Witze und tanzen ausgelassen Polonaise! Das muss unsere Neubürger doch ansprechen, verdammt noch mal?
Das ist sie, die deutsche Leidkultur…


Türkei: Armee brüskiert Gül!

31. Oktober 2010

Die iranische Nachrichtenagentur IRIB meldet, dass türkische Militärvertreter der Veranstaltung zum Nationalfeiertag ferngeblieben seien, da Güls Ehefrau mit (dem verbotenen) Kopftuch aufgetreten sei. Auch ein Oppositionspolitiker sei der Veranstaltung ferngeblieben.

In der jüngsten Vergangenheit gab es stets zwei Empfänge, einen für das Militär, einen für die Politik, um diese Konfrontation zu vermeiden.
Die Regierung glaubte vermutlich darauf verzichten zu können, da sich das Kräftegleichgewicht zugunsten der Regierung verschoben habe.

Die Militärs sahen das anscheinend anders! Man kann sich natürlich auch fragen, warum die Politik das Militär unbedingt vorführen wollte…


Katalonien: Riesenpuff kein Puff für Riesen!

31. Oktober 2010

Nicht allzu weit entfernt von der Stelle, wo in den letzten fünf Jahren ein Club-Med-Feriendorf bis zum letzten Stein zurückgebaut wurde, ist Katalonien jetzt um eine “Riesen-Attraktion” reicher geworden. In La Jonquera, gleich an der Grenze zu Frankreich, wurde der angeblich größte Puff Europas eröffnet, wie die Presse stolz mitteilte.

Der Club Paradise liegt wenig romantisch in einer ehemaligen Lagerhalle und soll 160 bis 200 Prostituierte und deren Kunden gleichzeitig beherbergen können. Ein “Stossgeschäft” dieser Dimension muss in der nahegelegenen Erdbebenwarte doch schon seismische Erschütterungen auslösen?

Die Gemeinde La Jonquera versuchte das Riesenpuff zu verhindern, wurde aber vom höchsten Gericht Kataloniens gezwungen das Etablissement zu legalisieren, da es bei der Beantragung und Genehmigung formal korrekt zugegangen sei. Dann zögerte eine Brandstiftung die Eröffnung noch ein wenig hinaus, aber jetzt geben sich geile Männer aus ganz Katalonien und Südfrankreich, sowie durchziehende Fernfahrer und Touristen die Klinke in die Hand…

(Zitat LA VANGUARDIA:)
Moreno ya estaba imputado por el mismo delito desde 2008. Pese a ello, el Tribunal Superior de Justicia de Cataluña dictó en febrero una sentencia en la que obligaba al alcalde de La Jonquera, Jordi Cabezas (CiU), a concederle las licencias de actividad y apertura del local.

Gegen den Puff-Betreiber, den “Braunen José” sind seit 2008 mehrere Untersuchungen wegen Menschenhandel anhängig. Er soll einem Ring angehören, der Mädchen aus Brasilien zur Prostitution nach Spanien einschleust. Diese müssen dann die Reisekosten “abarbeiten”. José M. bestreitet dies natürlich vehement. Er war Ende September festgenommen worden und befindet sich mit Auflagen in Freiheit aber schon bei der ersten Razzia nach wenigen “Puff-Arbeitstagen” wurden fünf illegale Frauen entdeckt. Die Damen wurden wegen Vergehens gegen das Ausländerrecht verhaftet. Ihnen droht Strafe, Internierung oder Ausweisung. Der Puff-Besitzer, der noch weitere Bordelle in Girona betreibt, darf vermutlich weiterhin auf das Wohlwollen und Verständnis der Justiz hoffen?

Die Einwohnerschaft von La Jonquera ist gespalten, denn es gibt durchaus auch GewinnerProfiteure des Puff-Tourismus:
…El Paradise no es el único macroburdel en esa zona fronteriza. A tan solo un par de kilómetros hay otro local similar con unas 60 habitaciones. En La Jonquera los vecinos mantienen opiniones encontradas: empresarios de peluquerías, perfumerías y restaurantes, por ejemplo, defienden su actividad porque a su juicio genera riqueza para el pueblo….

Für Freunde der katalanischen Sprache:
http://www.diaridegirona.cat/tema-dia/2010/10/31/bordell-que-podria-arruinar-jonquera/442484.html


Israel bedroht die Türkei?

30. Oktober 2010

Die Türkei hat erstmals seit 1949 den Staat Israel als Bedrohung der nationalen Sicherheit benannt! Das berichtet HAARETZ mit Bezug auf CHANNEL 10.

Gleichzeitig und vermutlich in Konsequenz der neuen türkischen Aussenpolitik “der guten Nachbarschaft”, wurden Russland, Griechenland, der Iran, der Irak und Syrien von der Liste der offiziellen Bedrohungen der Türkei genommen. Das macht die Bewertung Israels noch auffälliger. Zumindest könnte kein anderer Nachbar (ausser Russland natürlich!) den Türken mit Atombomben drohen. Die Türkei bezeichnet Israel als destabilisierenden Faktor für die ganze Nahost-Region.

(Zitat HAARETZ:)
The Channel 10 report on Saturday, citing Turkish media outlets, said Turkey’s National Security Council rectified an amendment to Ankara’s central policy paper, nicknamed the “secret constitution,” defining Israel as “a central threat to Turkey.”


Katalonien: Costa Brava wird zurück gebaut!

30. Oktober 2010

Rückläufige Touristenzahlen und suboptimale Hotelsünden der 60er bis 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts lassen die katalanische Regierung zu drastischen Mitteln greifen. Man will den deutsch-britischen Komasäufertourismus endgültig stoppen und die ganze “Wilde Küste” für den gehobenen russischen “mit-Geldbündeln-aus-Plastiktüten-Bar-zahlenden” Tourismus der sanften Art remodellieren. Um keine Panik aufkommen zu lassen wird strikte Geheimhaltung geübt!

In den letzten Jahren wurde die Realisierbarkeit der Maßnahme an einem ganzen Dorf erprobt, das Stein für Stein zurück gebaut wurde und an dessen ursprünglicher Stelle heute ein scheinbar unberührter Nationalpark liegt. Es handelt sich um den in den 60er Jahren erbauten Club Med am Cap de Creus auf dem Gebiet der Gemeinde Tudela.

Nachdem die Club-Anlage, in der Generationen francophiler Menschen ihren Urlaub in grandioser Mondlandschaft verbracht haben, spurlos verschwunden ist, hat man bei der Generalitat Blut geleckt. Sollte die Regierung nach den Regionalwahlen noch die selbe sein, dann wolle man die gesamte Costa Brava nach diesem Modell erneuern, so hört man unter der Hand. Beginnen will man mit Brennpunkten wie Lloret de Mar oder Calella.

Den Bewohnern dieser Orte wird empfohlen, des Morgens als erstes einmal bei google-maps nachzusehen, ob die eigene Gemeinde noch zu sehen ist! Wie gesagt, es ist alles so streng geheim, dass bisher nur der Namen der Operation durchsickerte: COSTA LINDA

Nachtrag:
Am 12. Dezember diesen Jahres, also in rund sechs Wochen, findet eine Besichtigung des “Nichts” am Ort des Rückbaues statt!
Auskünfte erteilt die Abteilung für Umwelt: Les rutes es poden consultar www.gencat.cat/parcs


Gemein: USA erschlagen Taliban jetzt mit Geld!

30. Oktober 2010

Diesen bösen Amis fällt doch jeden Tag eine neue, fiese Gemeinheit ein. Wie üblich ist es ein Verstoss gegen die Menschlichkeit, das Folterverbot, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Schurkenstaaten, der Geldwäsche, der Umweltverschmutzung und vieler anderer mehr…

Anstatt mit Bomben schmeissen die Amis die Taliban jetzt mit Dollars zu! Vorteile: Es gibt viel mehr davon. Sie können jederzeit nachgedruckt werden. Zu tonnenschweren Bündeln auf Paletten verpackt und eingeschweisst, töten sie ebenso zuverlässig wie Smart-Bombs und die überlebenden Angehörigen von Hochzeiten und anderen Familienfeiern brauchen die Entschädigung nur am Boden einzusammeln. Kurz: Fies und genial zugleich, Amis eben…


S-21 Lösung in Sicht: Bindet Mappus an de hendere Wage na!

30. Oktober 2010

Auf de schwäbsche Eisenbahne

das Lied zu den Schlichtungsgesprächen:( vom SPIEGELFECHTER veröffentlicht und zur Verbreitung empfohlen!)

Auf de schwäbsche Eisenbahne
gibt´s gar viele Haltstatione,
Stuttgart, Ulm und Biberach,
Meckenbeuren, Durlesbach – Trulla, …

An manchen dieser Haltstationen
bräuchten wir ein paar Millionen
und dann hätte – ach juchhee! -
Markdorf bald auch ein W.C. – Trulla,…

Auf gar vielen schwäb´schen Strecken
trödeln Züge wie die Schnecken.
Droht die Bahn auch zu verrecken,
Geld fehlt hier an allen Ecken. – Trulla,…

Woll`n wir das Klima nicht riskieren,
müssen wir schlau investieren,
Nahverkehr gut ausgestalten
und in Durlesbach auch halten. – Trulla,…

Mit neuen Oberleitungstrassen
würd´ man den Anschluss nicht verpassen.
In Lindau, Ulm und auch in Singen
würd´ kein Diesel mehr erklingen. – Trulla,…

In Stuttgart wird viel Geld vergraben,
Nutzen wird das keinen haben,
höchstens für die Bauwirtschaft,
der Denkmalschutz wird abgeschafft. – Trulla,…

Milliarden wollen sie versenken,
den Schwaben gibt das schwer zu denken.
Hier bei uns bringt´s doch viel mehr
für den Eisenbahnverkehr.-Trulla,…

Ein Hauptbahnhof im Untergrund
ist alles and´re als gesund:
Acht Gleise nur noch an der Zahl
sind für die Zukunft echt fatal! – Trulla,…

“Es einundzwanzig” wird´s genannt,
doch wir finden´s hirnverbrannt,
viel zu teuer und zu doof
ist der Hauptstadt-U-Bahnhof. -Trulla,…

Neuerdings gilt generell
ein Kopfbahnhof als provinziell.
München, Rom und auch Paris
beweisen, dass das Schwachsinn is´! – Trulla,…

Der Widerstand wird plattgebügelt,
weggespritzt und weggeprügelt.
Tränengas und Pfefferspray
findet Mappus auch okay. – Trulla,…

Zum Schluss des Liedes die Moral:
Denkt dran, bei der nächsten Wahl
schieben wir mit Schwabenfleiß
den Mappus auf ein Abstellgleis! – Trulla,…

(Verfasser unbekannt, Weiterverbreitung erwünscht)

Wer das Original, gesungen von Willy Reichert, noch nicht kennt oder einmal wiederhören möchte,
ein Idyll, wertvoll wie der Juchtenkäfer, das Mappus und Grube zerstören wollen, des schnöden Mammons wegen:

Auf de schwäbsche Eisebahne

© Spiegelfechter für den Spiegelfechter, 2010.


Der amerikanische Albtraum lebt: Immer mehr Millionäre werden Tellerwäscher!

29. Oktober 2010

Beim sehr empfehlenswerten Blog “kritische massen” von Aigners Sepp, fand ich diesen Link zum Tagesanzeiger in Zürich.

Er zeigt die ungeliebte Kehrseite des amerikanischen Traums, den amerikanischen Albtraum vom Absturz, der (fast) jeden treffen kann!
Die Unterschicht sowieso, die Mittelschicht wackelt inzwischen auch sehr bedenklich und die Amis spielen das Spiel ohne Netz unter dem Trapez!


Die Wirtschaft misstraut Roland Koch!

29. Oktober 2010

Nu isses raus! Der Koch geht in die Wirtschaft. Nein, nicht in die Kneipe, in die richtige Wirtschaft! Roland Koch wird “Mänätscher”.
Arbeitslos seit Ende August, hat er doch relativ schnell was Neues gefunden. Er geht jetzt als “Oberbaulöwe” zum Baukonzern Bilfinger Berger.

Super, wieder ein Arbeitsloser weniger! Merkels Schröders Aufschwung steht!
Und hungern muss der Koch künftig auch nicht. Von “roundabout” 1,5 Mio Euro p.a. ist die Rede plus Prämien und Spesen! Das dürfte so ca. das vier- bis fünffache seines Schmerzensgeldes als Hessen MP sein, schätze ich mal?

Anfangen als Vorstandsvorsitzender will er aber erst im kommenden März. Bis dahin gönnt er sich aus seiner Loge das Merkel-Debakel.

Die Wirtschaft hat auf diese Veränderung des Unions-Top-Mannes übrigens sofort reagiert:

Die Bilfinger Berger Aktie fiel nach Bekanntgabe der Personalie sofort um fünf Prozent!

Willkommen in der Wirtschaft, Roland Koch!


Großes Schmierentheater: Merkels Euro-Show!

29. Oktober 2010

Was war sie wieder hart, die “Eiserne Kanzlerette”! Was hat sie wieder gepokert, die Jungs alle auf’s Kreuz gelegt! Was hat sie wieder geschleppt, ihren großen, schweren Sack mit den Gipfelergebnissen! Was, sie hat nicht geschleppt? Der Sack sei leer gewesen? Sie habe gar nichts erreicht?

Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass Merkel von Gipfeln aller Art mit Schein-Ergebnissen zurück kommt und sich dafür von den Claqueuren ihrer Kaffeetanten-Konzernmedien medial abfeiern lässt. Doch ihre Polit-Orgasmen sind nur vorgetäuscht. Besser als nix denkt Mann wohl bei der CDU und feiert die Überkanzlerin…

Realistischer berichtet die NZZ und zitiert den Luxemburger Premierminister Jean-Claude Juncker:

Zufrieden mit dem Ergebnis des EU-Gipfels ist Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. «Der Stimmrechtsentzug und dessen Behandlung ist auf die lange Bank geschoben», sagte er.

Ohne Merkel oder Sarkozy namentlich zu nennen, sagte er, die Notwendigkeit eines permanenten Krisenmechanismus sei stets unbestritten gewesen: «Man muss also nicht dafür kämpfen, um eine Entscheidung des Europäischen Rates herbeizuführen», sagte Juncker.

Auf die Frage, ob der Gipfel viel Lärm um Nichts gewesen sei, sagte er: «Wir haben wenig Lärm um nicht viel erlebt.»