26. Dezember 2010
(M)ein Kommentar im sehr lesenswerten BlogIG der Initativgruppe:
Die Migranten dienen heute als Sündenböcke und Blitzableiter für den „Volkszorn“. Die Menschen erkennen, dass eine ganze Gesellschaftsschicht verarmt, „verhartzt“! Es ist die scheinbar einfachste Lösung, die Schuld daran bei den Konkurrenten um die knapper werdenden Dinge, wie Arbeit und Einkommen zu suchen.
Die Oberschicht bedient sich dieser Vorurteile, muss andererseits aber aus Eigeninteresse den sozialen Frieden erhalten. Ausserdem kommt es international, nach Aussen nicht gut an, wenn in unserem „Exportweltmeister“-Staat beinahe Pogrom-Stimmung herrscht. Wie halbherzig und zwiespältig dies geschieht, zeigten die Reaktionen auf die „türkische Ministerin“ und das „Der-Islam-gehört-dazu“-Zitat des Bundespräsidenten. Es wurde sofort bis an die Grenze des Erträglichen relativiert.
Ich persönlich habe als überzeugt offen und kommunikativ auftretender Vater (so hoffe ich zumindest!) aber durchaus selbstgewählte Abgrenzung von Muslimen in Kindergarten und Grundschule erlebt, trotz Migrantenanteil von über 70 Prozent. Jetzt, am Gymnasium, stellt sich diese Erfahrung nicht mehr. Die meisten Muslime wurden durch die sozialen und kulturellen Realitäten in diesem Land „aussortiert“ und die verbleibenden sind „weltoffene Hochleister“!
Ich fürchte aber, dass Huntingtons „Clash Of Civilizations“ immer noch als Globaloption der Politik am Leben gehalten wird. Auch auf globaler Ebene werden Sündenböcke gesucht. Wenn schon unsere Bundeswehr künftig Resourcenkriege führen soll, wissen wir, es geht wieder um Verteilungskämpfe!
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Verfasst von almabu
24. Dezember 2010
Die Feiertage sind dies Jahr ja derart arbeitgeberfreundlich plaziert, dass fast ein “stinknormales” Wochenende daraus geworden ist. Trotzdem hat der Feiertag-Vorfreude-Stress nun ein Ende!
Wer christlichen Glaubens ist, dem wünsche ich Frohe Weihnachten und dem Rest ein schönes, eisfreies Wochenende!
almabu.
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Verfasst von almabu
21. Dezember 2010
Schon wieder kam es zu einem Haifisch-Zwischenfall am Roten Meer. Und wieder war ein deutscher Tourist darin verwickelt. Diesmal aber war alles anders:
Als der gefrustete, rücktrittsbedrohte Partei-Chef einer deutschen Lobbyistengruppe von gefühlten 15 Prozent, ein gewisser Guido W., genannt “das Guido”, gerade trübsinnig ins Meer pupste, da kam einer dieser Haie daher geschwommen, die in letzter Zeit dort so von sich reden machten. Als der Hai “das Guido” so da stehen sah, setzte er voller frugaler Vorfreude sein FvuzG-Lächeln, früher einmal Haifischlächeln genannt, auf. Das hätte er besser gelassen!
Mit einem irren Schrei stürzte sich “das Guido” auf den verdutzten Raubfisch und biss und kniff und trat und spuckte! Augen- und Ohrenzeugen berichteten später, der absonderliche deutsche Tourist habe dabei rund ein dutzend männliche deutsche Vornamen gebrüllt. “Karl-Theodor, …” die ganze Litanei halt!
Als das Meer sich wieder beruhigte trieben nur noch die Gräten eines Haifisches vor dem Strand von Sinai…
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Verfasst von almabu
20. Dezember 2010
Der Winter, medial “die Schneekatastrophe” genannt, stellt die Luftfahrt in Europa ja schon vor genug Probleme. Aber da sind ja auch noch die zeitraubenden Sicherheitsanforderungen in den seit Ewigkeiten andauernden Zeiten des Terrorismus.
Die Nichtakzeptanz des Nacktscanners brachte den Verkehrspsychologen der CSU und Bundesstrassenverkehrsminister Ramsauer auf eine Idee, die ebenso genital wie einfach ist: Alle Inlandsflüge finden künftig als sogenannte “Saunaflüge” nackt statt!
Aufwendige Sicherheitskontrollen entfallen dann völlig! Dienstags ist immer Frauensauna-Flugtag. Muslimas dürfen selbstverständlich Kopftuch tragen. Um jegliches rudimentäre Schamgefühl zu unterdrücken hat der Verkehrsminister das Nacktflugverbot ab 22 Uhr ersatzlos gestrichen.
So heisst es jetzt: “Lufthansa 123 nach München: Alle Passagiere werden zum Aufguss 23 gebeten!”
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Verfasst von almabu
20. Dezember 2010
IN EIGENER SACHE:
Irgendwann in den nächsten Stunden wird mein Hobby-Blog die 100.000er Marke bei den Aufrufen überschreiten. Als ich im August 2009 damit begann, hatte ich keine Ahnung was dies für ein zeitaufwendiges Hobby werden würde. Ich hatte allerdings auch keine Ahnung, wieviel Spaß das mitunter machen, wieviel Einsichten und Erkenntnisse man in der Netzgemeinde gewinnen kann. Alle in der Familie, die Freunde und Bekannten die ich deswegen mitunter etwas vernachlässigt habe, bitte ich um Verzeihung, danke für die Nachsicht, und verspreche Besserung wenn der Reiz des Neuen (irgendwann?) nachlässt;-)
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Verfasst von almabu
19. Dezember 2010
Das Valle de los Caídos, mit vollem Namen Monumento Nacional de Santa Cruz del Valle de los Caídos (Nationalmonument des Heiligen Kreuzes im Tal der Gefallenen), ist ein Monument bei Cuelgamuros in der Nähe von El Escorial in der Sierra de Guadarrama in Spanien, in dem sich die Grabstätten des Diktators Francisco Franco und des Gründers der faschistischen Bewegung Falange Española, José Antonio Primo de Rivera, befinden. Es gilt als eines der größten neueren Mausoleen der Welt und als das bedeutendste architektonische Symbol der Diktatur Francos. “Der Sieger Franco ließ es sich zu seinen Lebzeiten und zur fortdauernden Verherrlichung der Falange-Diktatur erbauen. (Zitat Wikipedia)
An diesem Wochenende (18.12.1975) jährte sich zum 35. Mal der Todestag des kleinen, fetten Diktators. Gleichzeitig wurde die wegen Renovierungs- bzw. Sicherungsarbeiten eine zeitlang gesperrte Kapelle mit zwei Gottesdiensten wiedereröffnet, die beide “ausverkauft” waren. Leider waren unter den Teilnehmern nicht nur die Alten, sondern durchaus auch die mittlere und jüngere Generation vertreten. Sie bekannten freimütig, dass sie nicht wegen des Gottesdienstes gekommen seien, sondern weil man dabei hier “unter sich” sei!
Der Ibero-Faschismus lebt! In Zeiten steigender Wirtschaftsprobleme, Krisen, Massenarbeitslosigkeit könnte sich nun rächen, dass der Übergang vom Francismus zur Demokratie damals mit dem faulen Kompromiss begonnen werden musste, den Mantel des Schweigens über diesen Teil der jüngeren spanischen Geschichte zu decken. Die Täter und ihre Beute blieben unangetastet.
Eine sozialistische Regierung Zapatero ist gerade eifrig dabei die Linke insgesamt zu diskreditieren. Und damit sind die Zutaten für einen braunen, übelriechenden Eintopf wohl vorhanden. Jetzt muss sich nur noch ein Koch finden, der das alles zusammenfügt… (Und Aznar droht schon einmal mit Rückkehr in die Politik!).
Aber die Sache mit dem Alarmzustand, der Aufsicht des Militärs über die Fluglotsen, das dürfte Franco gefallen haben!
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19. Dezember 2010
Gut, dass’ Wochenende iss! So gibt die Schneekatastrophe, früher einmal schlicht Winter genannt, dem öffentlichen Leben eine kleine Frist, sich auf den morgigen Berufsverkehr, die sogen. Verkehrskatastrophe, vorzubereiten, bevor dann wieder alles im großen Frust für Stunden zusammenbricht!
Aber wat dem Einen sein Katastrophe, iss dem Anderen sein Schantze, äh… also Schangse:
Mein Nachbar, zum Beispiel, der ist Maler. Der machte sich heute in aller Herrgottsfrüh, als ich noch am Tunnel buddeln war von der Haustür zur Straße, mit Pinsel, Farbroller und Eimer mit seinem Malermobil auf die Taiga-Rollbahn, äh… also auf unsere Kreisstrasse!
Auf meine peinliche Befragung hin sagte er mir, er wolle nach Frankfurt, zum Flughafen.
“Wat willste da denn?” wollt ich wissen.
“Da lauert das Geschäft meines Lebens”, antwortete er mir begeistert, “da werden heute hunderte Flüge gestrichen!”
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19. Dezember 2010
Während ihr Partei-Vorsitzender leider nicht zurücktreten kann, da er mit seinem Hintern durch einen unerklärlichen Arbeitsunfall, bei dem eine Tube Pattex eine haftende Rolle spielt, an seinem Chefsessel festklebt, sorgen sich die Völlig Asozialen Demokraten, ehemals FDP schon um den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt.
Ausländische Zeitarbeitsfirmen sollen nach ihrer Vorstellung für ihre nach Deutschland verliehenen Hungerlohnsklaven keinesfalls deutsche Mindestlöhne bezahlen müssen! Eher schwebt der VAD, ehemals FDP ein Modell „Ukrainischer Mädchenhandel“ vor, bei dem die Entsandten erst einmal ihre „Unkosten für den Verleiher erarbeiten müssen, bevor sie Geld sehen.
Da wird sogar der Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt zum Arbeiterführer (verrückte Welt!):
Er fordert, dass die von ausländischen Verleihfirmen nach Deutschland entsandten Arbeitskräfte deutsche Mindestlöhne erhalten müssten!
Ob Hundt schon der Gewerkschaft beigetreten ist (IG Metall vermutlich?), das ist nicht bekannt!
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Verfasst von almabu
18. Dezember 2010
Die hohen Popularitätswerte von “dem Guttenberg (“Ken”) sein Blondie (“Barbie”)” in den Medien und bei der Truppe vor Ort haben das Merkel veranlasst sich ihrerseits in den gefleckten Hosenanzug zu zwängen und der Bundeswehr am Hindukusch einen Besuch abzustatten! Damit das ganze Licht der medialen Aufmerksamkeit ungeschmälert auf sie fallen kann, ließ sie ihren Kanzlergemahl einfach zuhause. Der ist vielleicht Sauer!
Das ist vielleicht der einzige, der wahre Zweck des Einsatzes: Deutschen Politikern ein entferntes, exotisches Reiseziel zu bieten, mit Kriegskulissen, Tarnnetz, Stahlhelm und Splitterschutzweste. Es soll sich beim Merkel-Besuch um den 41. (den einundvierzigsten!) Informationsbesuch deutscher Politiker in diesem Jahr gehandelt haben. Ja, hat die Bundeswehr denn kein Berichtswesen, oder glauben die Politiker den Generalen kein Wort mehr, oder umgekehrt?
41 Politikerbesuche? Das heisst, ausser in den Ferien (die sind den Politikern heilig) war praktisch jede Woche eine Delegation da zu Besuch! Mit Vor- und Nachbereitung geschätzte drei Tage Arbeit für die Bundeswehr. Da ist es doch wirklich kein Wunder, wenn die kaum noch Zeit zum ausrücken und kämpfen, Verzeihung, zum Schulen und Brunnen bauen hat! Ausserdem, so las ich kürzlich in einem Blog, hätte Afghanisten im deutschen Sektor die höchste Schulen- und Brunnendichte der Welt…
Ob Merkel zur Truppenbelustigung einen Table-Dance wagt oder ob sie die berüchtigte Feldwebel-Sauna besucht, das wird aus Geheimhaltungsgründen nicht vorher bekannt gegeben.
Obamas Vize, Joe Biden, hat übrigens die völlig vermasselte deutsche Polizeiausbildung als mitverantwortlich für die Lage in Afghanistan bezeichnet. Sagt Wikileaks. Er hat einem Engländer (Cameron?) etwas erzählt was der gerne hört und worin die beiden sich an den letzten Resten der “special relationship” ergötzen können. Nicht verbindet eben so, wie ein gemeinsamer Feind…
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Verfasst von almabu
17. Dezember 2010
Eigentlich hätte man von selbst drauf kommen können. Es ist so offensichtlich, es lag direkt vor unserer Nase, aber wir wollten es nicht sehen! Den Automatismus, dass die Kreditzinsen unten bleiben, wenn nur die EU Irland mit Milliarden aus dem Rettungspaket zuschüttet, der war nur ein frommer Wunsch, den gibt es so nicht:
Zitat NZZ:
“…Trotz den Milliarden aus dem EU-Rettungsfonds bewertete Moody’s das hochverschuldete Land nur noch mit Baa1, fünf Stufen unter der bisherigen Note Aa2. Die Agentur kündigte sogar an, dass die Bonitätsnote noch weiter sinken könnte…”
Das ist ein starkes Stück! Gerade gab der IMF den Iren 22 Milliarden frei. Zusammen mit dem drakonischen Sparpaket sollte der Kapitalmarkt wieder Vertrauen fassen in das Land der Iren. Aber das Gegenteil geschieht!
Offenkundig konnte da die Gier nach höheren Zinsen trotz reduzierten Risikos nicht gezügelt werden. Wer spricht hier eigentlich noch von Markt?
Praktisch bedeutet dies, dass die ganze Rettungsschirm-Arie aus Milliarden Steuergeldern womöglich wirkungslos bleiben könnte. Wozu machen wir das dann eigentlich?
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Verfasst von almabu