Die spanischen Finanzinstitute, die öffentliche Mittel, sprich Steuergelder kassiert haben um ihre Liquidität zu erhalten, mussten sich im Gegenzug dazu verpflichten, die Gehälter, Boni, Gratifikationen und Pensionsregeln ihrer Top-Manager bis zum Jahresende offen zu legen. Dies ist bisher in keinem einzigen Fall geschehen!
Vier Arbeitstage vor dem Jahresende und dem Ablauf dieser Frist versuchen die Betroffenen einen gemeinsamen Ausweg aus der eingegangenen vertraglichen Verpflichtung zu finden. Sie wollen sich anscheinend auf den Datenschutz berufen!
Die Top-Banker fürchten die Offenlegung ihrer Einkommen wie der Teufel das Weihwasser. Eines der von ihnen jetzt in Erwägung gezogenen Modelle sieht vor, die Gesamteinkünfte des Topmanagements in Summe, also in einer einzigen Zahl zu veröffentlichen. Aber auch das würde vermutlich zu einem Aufschrei führen!
Die Spanische Zentralbank verlangt die individuelle Offenlegung der Einkünfte um der öffentlichen Empörung zu begegnen, die die skandalösen Boni- und Pensionsregelungen zuletzt bei CAM, Nova Caixa Galicia und der Caixa Penedès ausgelöst hatten.
Bisher ist keines der dazu vertraglich verpflichteten Geldinstitute dieser Pflicht nachgekommen. Sie pokern, warten ab, wollen sehen was die Anderen machen…
Dabei handelt es sich um Bankia, Nova Caixa Galicia, Catalunya Caixa, Banca Cívica, Unnim, BMN und Caja España.
Sie wollen sich auf einen Passus berufen, der da harmlos sagt, im Falle von realen Personen unterliegen die Auskünfte dem Datenschutzgesetz. Dieses schreibt die Einwilligung der Betroffenen in die Veröffentlichung ihrer Einkünfte vor. Hier beisst sich dann die Katze, bzw. der Banker in den eigenen Schwanz…
http://www.lavanguardia.com/economia/20111223/54243264341/cajas-ayudas-quieren-evitar-publicacion-sueldos-direccion.html
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