BURAK BEKDİL schreibt in einem Kommentar in der englischsprachigen Hurriyet Daily News, dass die Ottomanen zwar 1683 vor Wien gescheitert seien, aber bald wieder vor den Toren, genauer am Himmel Europas auftauchen würden.
Zum Stolz von Millionen Türken habe das staatliche Forschungsinstitut TÜBITAK kürzlich die Herstellung der ersten komplett türkisch gefertigten Rakete mit einer Reichweite von 1.500km noch für dieses Jahr angekündigt. Zwei Jahre später schon soll dann eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von 2.500km verfügbar sein. Ein Ingenieur sagte im Fernsehen TRT, „die türkischen Raketen seien moderner als die der USA und Deutschlands!“ (Ich wusste gar nicht, dass wir welche bauen?)
BURAK BEKDİL prüfte dann die Weltkarte und stellte dann erstaunt die hypothetische Frage, welche der folgenden Städte als potentielle Ziele der türkischen Raketen dienen könnten:
Athen, Amsterdam, Barcelona, Berlin, Beirut, Brüssel, Genf, Algier, Jeddah, Kairo, Kopenhagen, Kiev, London, Mailand, Moskau, Paris, Rom, Stockholm, Damaskus, Teheran, Tel Aviv, Tripolis, Warschau, Wien, Zürich und Amman.
Er fragte sich, welche dieser Städte eine Bedrohung für die Türkei darstellen könne, so dass es sie anzugreifen lohne?
Er kam zu dem Schluß, dass dieser Schritt wohl eine logische Folge einer außereuropäischen Zukunft der Türkei außerhalb auch der NATO-Strukturen sein müsse.
Die Türkei folge damit mit einigen Jahrzehnten Verspätung dem Beispiel von Ländern wie Nordkorea, Libyen und dem Irak. Momentan seien New York, Peking, Seoul, Brasilia, Ottawa und Tokio noch sicher von türkischen Raketen. Aber man müsse Erdoğan nur zehn Jahre Zeit geben, dann würde die Türkei wohl über Interkontinental-Raketen mit 15.000km Reichweite verfügen, Wow!
http://www.hurriyetdailynews.com/turkish-missiles-over-brussels-paris-berlin-rome-and-others-.aspx?PageID=238&NID=11855&NewsCatID=398
