Hilfe, unsere Exporte brechen ein! Jammern auf hohem Niveau…

“Wir” haben bei den Exporten die Billionen-Marke geknackt, das sind tausend Milliarden Euro, und leider wieder nur für 900 Milliarden Euro Waren und Dienstleistungen eingeführt.

“Wir” haben hingegen rund 160 Milliarden Überschüsse in die Weltmärkte gepresst, die größte deutsche Offensive seit dem Russland-Feldzug und mittlerweile ähnlich gefürchtet. Unsere hochverschuldeten Nachbarn auf der ganzen Welt haben jetzt 160 Milliarden neue Schulden bei uns! Ob “wir” die wohl zurückbekommen? Sonst müssen “wir” einspringen und die Schulden aus deutschen Steuermitteln an unsere Exportindustrie bezahlen. Das nennt man Geld wechseln!

Und jetzt? Schrecken, Panik, Grauen: Unsere Exporte sind im Dezember 2011 eingebrochen, sind um rund fünf Prozent zurückgegangen, Deutschland steht vor dem Untergang!

Bevor es uns der Herr Hundt sagt, sage ich es lieber, denn ich kann es inzwischen schon auswendig:

Wenn die Lage der deutschen Exportindustrie so schlimm ist, dann sollten “wir” schnellstens Löhne und Gehälter kürzen, die hochqualifizierten Stammbelegschaften abbauen und bei Bedarf als Hungerlohn-Leiharbeiter zurückholen! Das bliebe in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur neutral und mit dem Export ginge es wieder nach oben. Auf geht’s Exportweltmeister! (Na, wie war ich Herr Hundt?)

http://www.focus.de/finanzen/news/rekord-deutschland-knackt-beim-export-die-billionen-marke_aid_711871.html

2 Antworten zu Hilfe, unsere Exporte brechen ein! Jammern auf hohem Niveau…

  1. Lechmann sagt:

    Ja, wer hätte das gedacht, das wir mal so tief sinken würden…

    Neusprech – Wirtschaftswunderland.

    Jahnke hatte sich die Mühe gemacht, den Export Zirkus mal genauer unter die Lupe zu nehmen und erklärt, warum wir diese Dumpinglöhne haben. Sehr interessant. Das erklärt auch, warum wir stetig mit Versprechungen über Sparen und mit diesen Dummhaltereien zugedröhnt werden.

    Wachstum steigern, so wie es die FDP-bald-1-Prozent Partei erklärt, hat enorm wenig Inhalte. Naja, deren Döring erklärt ja auch, das die hohe Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent in Griechenland mit den zu hohen Mindestlöhnen zu tun hat…kopf->tisch…

    Die kurzfristige neoliberale Denke, die keine Zukunftspläne für das eigene Volk zulassen will, weil sie an Gewinnmargen orientiert und nur das Finanzkapital begünstigt, wird uns alle noch hart treffen. Der seit Jahren eingeprügelte Sparkurs am Volke, die ewige Drückerei auf die Löhne und der Abbau des Binnenmarktes, weil Konsumenten keine Kohle haben, ist und bleibt eine Einbahnstrasse. Nur, begreifen das immer noch zuwenige Bürger.

    Durch die Schwächung ausländischer Partner unseren Export weiter anzukurbeln, wird unserem Land nicht gut tun, weil das eine Art Großmachtschauvinismus ist, der auch im Inneren zu Unruhe führt.

  2. almabu sagt:

    Und dieses Modell möchte Monsieur le president, Nicolas Sarkozy mit der selbstlosen Unterstützung seiner Busenfreundin Angela Merkel, in Frankreich auch einführen? Die spinnen, die Franzosen!

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