Die Gerüchteküche brodelt. Ein Foto, das die beiden Ex-DDR-Bürgerinnen mit so unterschiedlichem Fortune zusammen zeigt, gibt es bisher nicht. Es wäre sonst auf allen Titelseiten. Einfach abwarten und mal sehen, ob dazu noch etwas kommt…
Frankreichs gut geplante, spontane Rettungsaktion in Mali.
15. Januar 2013Sepp Aigners sehr empfehlenswerter Blog „kritische massen“ verlinkte auf zwei Artikel zum Thema Mali von „German Foreign Policy“ und von „Hintergrund“, welche über die reine Tagesaktualität weit hinausgehen und die Hintergründe ausleuchten.
Kurz zusammengefasst:
Die USA und Frankreich haben in Westafrika jahrelang konkurriert. Die Welt- gegen die Ex-Kolonialmacht, sozusagen! Geputscht wurde von einem Soldaten, der drei Jahre in den USA ausgebildet worden war. Aber es war dieser Putsch, der den militanten „Islamisten“ den Weg frei machte zur Eroberung und geplanten Abtrennung des Nordens von Mali.
Frankreich preschte vergangenen Freitag anscheinend selbstlos vor, als die Einnahme von Bamako und damit ganz Malis durch die Islamisten drohte. Dabei musste das französische Handeln militärstrategisch und logistisch ganz unspontan, lange und gründlich vorbereitet worden sein.
Hinter den Kulissen streiten die USA, der Weltsicherheitsrat, die Nato, die EU, Chinesen und die EU-Partner Großbritannien und Deutschland um Macht und Einfluß. Präsident François Hollande, “die Schildkröte”, hat Fakten geschaffen. Die anderen müssen jetzt reagieren und das tun sie auf unterschiedliche Weise:
Spanien will ein Transportflugzeug stellen und rund 30 Ausbilder für Malis Armee.
Dänemarks Parlament stimmt heute ab über die dreimonatige Entsendung eines Transportflugzeuges C-130 Hercules. Es kann bei parlamentarischer Zustimmung sofort abfliegen.
Belgien prüft die Verlegung einer C-130 Hercules oder von Medizinern aus dem nahen Kongo.
UK und Kanada wollen zusammen drei große Frachtmaschinen des Typs C-17 für diese Woche zum Transport von Militärgütern von Frankreich nach Mali zur Verfügung stellen. Hier sieht man das generelle Fehlen von nennenswerten Lufttransportkapazitäten im Langstreckenbereich der europäischen Armeen.
Die EU will insgesamt rund 250 Ausbilder und 300 Soldaten zu deren Schutz nach Mali entsenden.
Die USA wollen Aufklärungsdaten und evtl. Drohnen stellen.
Deutschland überlegt noch! Eine Lösung müsse politisch sein, sagt der Außenminister. Aber Westerwelle und Niebel waren kürzlich in Mali. So überrascht von der Entwicklung und den Verhältnissen in Westafrika sollten die Deutschen also nicht sein?
Das heisst im Klartext: Deutschland eiert herum, zwischen seinen politischen und wirtschaftlichen Ansprüchen und militärischen Möglichkeiten und der Angst von einer faktischen Entente zwischen Frankreich und England ausgeschlossen zu sein und so auch in Europa Einfluss zu verlieren. Vermutlich war Frau Merkel die Letzte, die von Hollande informiert wurde?
Niemand ausser Frankreich, also weder die UN, die EU oder die NATO möchte sich diese Mission zu Eigen machen, sie unterstützen sie aber verbal und konkret auf Bilaterale Weise.
In Mali gibt es Gold, und es wird Öl, Gas und Uran vermutet.. Ausserdem ist das Land strategisch zum Schutz des Uranabbaus in Niger durch französische Firmen von Bedeutung. Ausserdem soll es in Mali einen relativ unbekannten Flughafen geben, auf dessen mehrere Kilometer langen Piste Drogen-Jumbos aus Südamerika landen. Mali sei ein wichtiger Drogenumschlagplatz mit dem Ziel Europa.
Banken verursachen Einkommensverluste wie Weltkrieg!
5. Januar 2013Ein Banker spricht Klartext: Andrew Haldane, Direktor für Finanzstabilität bei der Bank of England sagt, dass Wut und Ärger der Öffentlichkeit über die Banken völlig gerechtfertigt seien und die Einkommen in der Finanzindustrie noch immer zu hoch seien!
Der Mann spricht mir aus der Seele! Sein freimütiges Statement wurde schon vor einem Monat im THE TELEGRAPH publiziert, aber ich bin erst heute zufällig darauf gestossen und leider ist es nach wie vor hoch aktuell.
Haldane weiter:
Wenn wir Glück haben, werden die Kosten dieser Krise von unseren Kindern abbezahlt werden. Wahrscheinlicher ist, dass noch unsere Enkel sie abbezahlen!
In den 80er Jahren verdiente ein durchschnittlicher Investmentbanker soviel wie ein durchschnittlicher Anwalt oder Arzt. 2006 bekamen die Banker hingegen vier Mal so viel (im Durchschnitt, wohlgemerkt!).
Er sieht die Banken sogar als eines der Haupthindernisse für eine wirtschaftliche Erholung, denn sie hätten den Vertrauensverlust der Investoren in das gesamte Bankensystem noch nicht überwunden.
Wird es mit der Konjunktur noch weiter abwärts gehen? Er hält dies für möglich!
Es ist ein seltener Fall, dass ein hoher Insider des Finanzsystems so kritische Statements formuliert. Ich will es nicht beschwören, weil ich natürlich keinen vollkommenen Überblick habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern Andrew Haldanes Erkenntnisse in der deutschen Presse gelesen zu haben. Ein Zufall oder das Verschweigen eines unerwünschten Nestbeschmutzers?
Vielleicht sollte man künftig nicht von der “Finanzindustrie” sprechen, sondern für die Zeit ab 2007 den Begriff “Finanzanarchie” wählen?
Hugo Chavez erneut in Kuba zur Behandlung!
28. November 2012Hugo Chavez, Präsident Venezuelas, hat die Nationalversammlung um Erlaubnis ersucht, das Land für mehr als fünf Tage verlassen zu dürfen, wie der Parlamentspräsident Diosdada Cabello mitteilte.
Chavez reiste Gestern (am 27.11.2012) nach Kuba um sich dort einer „Spezialbehandlung“ zu unterziehen. Vor sechs Monaten hatte er dort zuletzt eine Strahlentherapie gegen Krebs erhalten.
Im den letzten eineinhalb Jahren war Chavez dreimal auf Kuba an Krebs operiert worden. Seit seiner Wiederwahl am 7. Oktober hatte er seine öffentlichen Auftritte minimiert. Seit dreizehn Tagen ist er überhaupt nicht mehr öffentlich aufgetreten. Seit dem ersten November schweige Chavez auch auf Twitter, wo er normalerweise ziemlich aktiv sei.
Er kündigte an, am 10. Januar 2013, vor der Nationalversammlung seinen Plan für die Regierungsperiode 2013-2019 vorzulegen.
http://www.elmundo.es/america/2012/11/27/venezuela/1354038343.html
Zwei Rabenvögel schlucken Pinguin!
29. Oktober 2012Ein Rabe und eine Dohle haben sich einen Pinguin einverleibt, bzw. die Absicht bekundet, genau dies in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu tun!
Der Rabe (Corvidae) hat den Deal eingefädelt und die Dohle (Corvus Monedula) wird ihn ausführen.
Wenn das Ganze erfolgreich über die Bühne gegangen ist, wird keine Krähe mehr krähen nach dem alten Pinguin…
„…Einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge sind Raben und Krähen die Vögel mit der größten Intelligenz. Beispielsweise zeigen sie in Experimenten die Fähigkeit, komplexe Handlungen im Voraus zu planen. ..“ (Zitat: Wikipedia).
Der Zeitfaktor: Wie Argentinien die Falkland-Inseln trotzdem kriegt!
14. September 2012Es ist wieder ruhiger geworden um die Falklands, oder Las Malvinas, nachdem der Jahrestag der Invasion 1982 friedlich verstrichen ist.
Da schaffen die Zahlen eines Zensus neue Unruhe auf den Inseln. Die Bevölkerung ist seit der letzten Umfrage 2006 nicht gewachsen, aber stark gealtert. Wenn man die britischen Militärs und Zivilangestellten und deren Familien abzieht leben gerade 2.563 Falkländer auf dem Archipel. Der Anteil der über 65-jährigen ist seit 2006 um 14 Prozent gewachsen.
Positiv: Die Arbeitslosenquote beträgt 1 Prozent. Das Einkommen der Insulaner ist etwa dreimal so hoch wie das der Südamerikaner auf dem Kontinent.
Negativ: 20 Prozent der Falkländer benötigen mehr als einen Job. Größter Arbeitgeber ist mit 28 Prozent die Regierung. Die prosperierende Offshore Öl- und Gasindustrie beschäftigt hingegen nur 26 Insulaner, da denen meist die benötigte Qualifikation fehlt.
Diese Zahlen zeigen, dass die Falklands als Gesellschaft ein britisches Kunstprodukt sind, eine camouflierte Kolonie lautet der argentinische Vorwurf, die ohne London wahrscheinlich nicht lebensfähig wäre.
Die Falkländer wollen auch weiterhin gerne unter sich bleiben und leisten sich deshalb eine sehr restriktive Immigrationspolitik. Weniger als ein Drittel sieht sich als Briten, knapp 60 Prozent verstehen sich als Falkländer und die fehlenden zehn Prozent fühlen sich als… nein, nicht doch etwa als Argentinier?
Einbürgerung kann nur beantragen, wer mehr als sieben Jahre auf den Inseln gelebt und gearbeitet hat. Dies auf der Basis von wiederholten Zeitverträgen. Nur vierzig (40!) Einbürgerungsanträge sind pro Jahr erlaubt, von denen nicht alle angenommen werden.
Nur 70 Prozent oder 1.973 der Zivilisten auf der Insel sind Falkländer. Weitere 4,3 Prozent oder 121 haben eine permanente Aufenthaltsgenehmigung die Voraussetzung für den Einbürgerungsantrag ist.
Obwohl den Verantwortlichen die bevölkerungspolitisch kritische Situation klar ist, lähmt die Angst vor dem Einsickern von Argentiniern die Offiziellen. Aber auch am Willen der Briten, die Inselgruppe im Südatlantik ernsthaft zu entwickeln, wird inzwischen gezweifelt.
Es gibt viele Pläne die Inseln zu entwickeln, aber keine verfügbaren arbeitenden Menschen diese Pläne zu realisieren.
70 Prozent der Menschen leben in der Inselhauptstadt Stanley, der Rest ist weit verstreut auf abgelegenen Farmen, zu denen oft nicht einmal Straßen führen, was Kleinflugzeuge und Boote zu normalen Verkehrsmitteln macht.
Wenn nur ein Bruchteil der Erlöse aus der Förderung der Offshore-Energie-Ressourcen auf der Insel landete, dann könnten die paar Falkländer reicher als Saudi-Arabische Ölscheichs werden, falls sie so alt werden, dies zu erleben…
http://www.guardian.co.uk/uk/2012/sep/13/falkland-islands-census-british-identity
Aua, Merkel schlägt sie alle!
22. August 2012Ein berühmtes US-Magazin hat wie jedes Jahr wieder die Liste der mächtigsten Frauen der Welt erstellt.
Das sind sie:
1) Angela Merkel, alternativlose deutsche Bundeskanzlerin.
2) Hillary Clinton, noch US-Aussenministerin.
3) Dilma Rouseff, brasilianische Präsidentin.
4) Melinda Gates, Frau von Bill Gates.
5) Jill Abramson, Direktorin der New York Times.
6) Sonia Gandhi, Präsidentin der indischen Kongress-Partei.
7) Michelle Obama, Frau von Barack Obama.
8) Christine Lagarde, die Frau vom IMF.
9) Claudia Roth, Frau von den Grünen
10) Sheryl Sandberg, Facebook Managerin.
Korrektur:
Keine Ahnung wie Claudia Roth es mal wieder geschafft hat, sich auf diese Liste zu schmuggeln und dann nur auf Platz 9? War wohl nicht ihr bester Tag?
Richtig muss es heissen:
9) Janet Napolitano, secretaria de Seguridad Nacional de EEUU
Rafael Correa, Präsident von Ecuador, stellt sich gegen die Stiefel der britischen Gestapo: „Wir sind keine Kolonie!“
17. August 2012Ein Artikel von Paul Craig Roberts
Ein Feigling stirbt viele Tode; ein tapferer Mann stirbt nur einmal
Die einst stolze britische Regierung, die jetzt zur untertänigen Hure Washingtons herabgesunken ist, zog ihre Gestapostiefel an und erklärte, dass britische Sturmkommandos die Botschaft von Ecuador mit militärischer Gewalt erstürmen und Assange herauszerren würden, wenn diese den Gründer von WikiLeaks Julian Assange nicht freiwillig herausrückt. Ecuador blieb hart. „Wir wollen sehr deutlich sein – wir sind keine britische Kolonie,“ erklärte der ecuadorianische Außenminister. Weit davon entfernt, eingeschüchtert zu sein, reagierte der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, mit der Gewährung von politischem Asyl für Assange.
Die einst gesetzestreue britische Regierung schämte sich nicht anzukündigen, dass sie gegen die Wiener Konvention verstoßen und die ecuadorianische Botschaft stürmen würde, gerade wie die islamischen Studenten in der Khomeini-Revolution 1979 im Iran die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika übernahmen und die Botschaftsangehörigen als Geiseln hielten. Unter dem Druck ihrer Herren in Washington haben die Briten sich für die Vorgangsweise eines Pariahstaates entschieden. Wahrscheinlich sollten wir uns Sorgen machen bezüglich der Atomwaffen des Vereinigten Königreichs.
Es muss klar gesagt werden, dass Assange kein Flüchtling vor der Justiz ist. Er ist in keinem Land wegen irgendeines Verbrechens angeklagt. Er hat keine Frauen vergewaltigt. Es existieren keine schwebenden Verfahren gegen ihn an irgendeinem Gericht, und nachdem keine Anklage gegen ihn erhoben worden ist, hat das schwedische Auslieferungsgesuch keine Gültigkeit. Es ist keineswegs normal, dass Menschen für Einvernahmen ausgeliefert werden, überhaupt wenn wie in Assanges Fall dieser seine völlige Kooperation für eine weitere Einvernahme durch schwedische Beamte in London angeboten hat.
Worum geht dann der ganze Zirkus? Zuerst wurde Assange von zwei schwedischen Frauen, die auf der Jagd nach Berühmtheiten waren, aufgegabelt und in ihre Wohnungen und Betten gebracht. Aus unbekannten Gründen beschwerte sich eine später, dass er kein Kondom benutzt habe, und die andere beschwerte sich, dass sie eines angeboten habe, er aber zwei genommen habe. Ein schwedischer Staatsanwalt sah sich die Geschichte an und befand, dass nichts dran sei und schloss den Fall.
Assange reiste nach England. Daraufhin eröffnete ein anderer schwedischer Staatsanwalt, eine Frau, indem sie sich auf eine mir unbekannte Autorität berief, wieder den Fall und erließ einen Haftbefehl für Assange. Das ist eine dermaßen unübliche Vorgangsweise, dass sie ihren Weg durch das gesamte britische Gerichtssystem bis zum Höchstgericht und dann zum obersten Berufungsgericht machte. Am Ende tat die britische „Justiz,“ was der Herr in Washington befahl und entschied zugunsten des merkwürdigen Auslieferungsantrags.
Assange, der mitbekam, dass die schwedische Regierung ihn an Washington ausliefern würde, wo man ihn unbefristet anhalten, foltern und als Spion behandeln würde, suchte Schutz bei der Botschaft von Ecuador in London. So korrupt die Briten auch sind, war die Regierung des Vereinigten Königreichs doch nicht bereit, Assange direkt an Washington auszuliefern. Durch die Auslieferung an Schweden konnten die Briten das Gefühl haben, dass ihre Hände sauber sind.
Schweden, einst ein ehrenwertes Land wie Kanada, wo amerikanische Kriegsgegner Asyl bekommen konnten, wurde verleitet und unter Washingtons Daumen gebracht. Vor kurzem wurden schwedische Diplomaten aus Belarus ausgewiesen, wo sie Washington dabei behilflich gewesen sein sollen, eine „Farbenrevolution“ zu orchestrieren, nachdem Washington weiterhin versucht, mit seinen Stützpunkten und Vasallenstaaten tiefer in das traditionelle Russland vorzustoßen.
Die ganze Welt einschließlich Washingtons unterwürfiger Handlangerstaaten hat kapiert, dass, sobald Assange in den Händen Schwedens ist, Washington einen Haftbefehl erlassen wird, den die Schweden, anders als die Briten, befolgen werden. Ecuador weiß das natürlich. Außenminister Ricardo Patino gab bekannt, dass Ecuador Assange Asyl gewährt, weil „es Hinweise gibt, die annehmen lassen, dass es um politische Verfolgung geht.“ In den Vereinigten Staaten von Amerika, so Patino, würde Assange kein faires Verfahren bekommen und könnte in einem Schauprozess mit der Todesstrafe konfrontiert sein.
Der Marionettenstaat der Vereinigten Staaten von Amerika Groß(!)britannien kündigte an, dass Assange nicht die Erlaubnis bekommen werde, das Reich ihrer Majestät zu verlassen. Wenn die Briten nicht in die Botschaft Ecuadors eindringen und Assange tot oder in Ketten herauszerren, dann ist die britische Vorstellung, dass Assange sein Leben in der ecuadorianischen Botschaft in London verbringen wird. Laut der New York Times gewährt das Asyl Assange „Schutz vor Verhaftung nur auf ecuadorianischem Territorium (welches die Botschaft einschließt). Um aus der Botschaft nach Ecuador zu kommen, würde es die Zusammenarbeit brauchen, von der Britannien gesagt hat, dass es sie nicht anbieten wird.“ Wenn es um das Geld Washingtons geht oder um ehrenhaftes Verhalten in Übereinstimmung mit dem Internationalen Recht, ist die britische Regierung auf der Seite des Geldes zu finden.
Die angloamerikanische Welt, die vorgibt, das moralische Antlitz der Menschlichkeit zu sein, hat jetzt für alle sichtbar enthüllt, dass hinter der Maske die Fratze der Gestapo steckt.
Artikel erschienen am 16. August 2012 auf > Paul Craig Roberts Website Archiv > Artikel von Paul Craig Roberts auf antikrieg.com Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!
Ya esta: “El Huffington Post” debütiert in Spanien!
14. Juni 2012Heute startet Arianna Huffington zusammen mit “El Pais” das Online-Portal “huffingtonpost.es” in Madrid. Beide sind mit 50 Prozent beteiligt.
Huffington erreicht mit ihrem Portal inzwischen 48 Millionen Menschen pro Monat und das genügt ihr anscheinend immer noch nicht! 350 Millionen spanisch-sprachige Menschen auf der Welt sind folglich die neue Zielgruppe.
Die sieben Journalisten und ihr Newsroom sind beim 50-Prozent-Partner EL-PAÍS untergebracht. Chefredakteurin ist die Journalistin Montserrat Domínguez. Als Blogger konnten die Filmemacher Alex de la Iglesia und Santiago Segura, sowie Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón und der baskische Ministerpräsident Patxi López gewonnen werden.
Die Online-Zeitung “El Huffington Post” , die aus einem bunten Mix aus journalistischen Inhalten, Promi-Blogs und Leserbindungsaktionen besteht, ist bereits die vierte Neugründung nach Kanada, Frankreich und Großbritannien. Als nächster europäische Ableger soll im September zusammen mit der italienischen Tageszeitung “La Repubblica” die italienische Version präsentiert werden.
Die Neugründung ist auch ein Zeichen dafür, dass der angelsächsische Politik-, Wirtschafts- und Kultur-Raum Europas Krisenländer medial nicht sich selbst überlassen, sondern kräftige, eigene Fingerabdrücke hinterlassen will. Spaniens Medienlandschaft wird verändert.
PS: Vor etwas über zwanzig Jahren versuchte der Springer Verlag zusammen mit dem spanischen Partner ABC das BILD-Konzept von Deutschland nach Spanien zu übertragen. Es misslang spektakulär! Die Tageszeitung CLARO wurde nach wenigen Monaten eingestellt. SPRINGER soll damals rund 100 Mio DM in den spanischen Sand gesetzt haben, so war damals zu hören…
Verfasst von almabu 
