Hilfe, böse Russen verkaufen Gas an Chinesen!

26. März 2014

Nachdem die USA sie monatelang zu den bösen Schurken erklärt haben, nachdem sie die gefährliche Abhängigkeit ihrer europäischer Untertanen und Wettbewerber vom Russengas reklamiert haben, nachdem sie die Russen mit Sanktionen überzogen und als ängstliche, zweitklassige Regionalmacht geschmäht haben, keifen die USA jetzt empört, dass sich die Russen den Chinesen zuwenden und künftig zunehmend die eurasische Karte spielen wollten! Das reinste Irrenhaus, diese USA!

China will in den kommenden Jahren für über 350 Milliarden Dollar Russengas kaufen, wenn gleich auch die beiden Länder das Geschäft natürlich nicht in US-Dollar abrechnen werden!

Die USA seien auch nach dem heimischen Fracking-Öl-Boom auf Öl-Importe angewiesen und keinesfalls unabhängige Selbstversorger wie manchmal zu lesen war. Das meiste kam in den letzten Jahren aus Tiefsee-Vorkommen vor Westafrika und Brasilien.

China hat im vergangenen Monat eine Rekordmenge Russenöl importiert, 2,72 Mio t oder einen Supertanker, alle drei Tage!
China hat seinen Import im letzten Jahrzehnt verdreifacht und Russenöl hat jetzt einen 12% Anteil an Chinas Versorgung mit steigender Tendenz.

Die Zuwendung der Russen zum asiatischen Markt hat nicht mit der Ukraine-Krise angefangen, aber das Sanktionsgetöse Obamas und die entsprechenden hohlen Sprüche von Frau Merkel haben mit dazu beigetragen, diese Tendenz zu verstärken und zu beschleunigen.

Deutschland hat derzeit keine realistische Alternative zum Russengas und schon gar nicht zu vergleichbaren Preisen. Merkels Sprüche werden uns also teuer zu stehen kommen!

Russland fördert und liefert als weltgrößter Öl- und Gasproduzent jährlich Öl im Wert von über 160 Milliarden Dollar. Ein knappes Drittel davon, im Wert von etwa 50 Milliarden Dollar, geht an die EU.

Die USA haben in 2013 ihre Importe aus Russland um 4 % weniger als in 2012 und um 25% weniger als in 2010 reduziert.

Russland hat für den strategischen Markwechsel nach Asien derzeit noch zu wenig Pipeline-Kapazitäten, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Es konkurriert derzeit mit mittelöstlichen und afrikanischen Lieferanten bei den Chinesen. Hat es seine Pipeline-Verbindungen einmal hergestellt, dürfte es sich um die sichersten Energiewege nach China handeln.

So hat China bereits klug in russische Firmen investiert, die an der Exploration und Distribution von Energie beteiligt sind. Große Verträge mit Laufzeiten von 10 und 25 Jahren sind abgeschlossen worden, die Russland zum größten Lieferanten der Chinesen machen werden. In Kürze wird China Deutschland als größten Einzelabnehmer von russischen Energien ablösen. Wir Deutschen können und dann an den warmen Worten von Frau Merkel wärmen und wegen Frau Merkel bibbern!


Noch’n Glückwunsch im Angebot!

31. Dezember 2013

Allen Lesern, Kommentatoren, Gelangweilten, Genervten und Empörten, die meinem Blog in diesem Jahr 2013 trotzdem gefolgt sind, verleihe ich symbolisch meine total pazifistische Tapferkeitsmedaille!

Für 2014 wünsche ich euch allen da draussen Frieden, Glück, Gesundheit, zumindest aber Zufriedenheit und denen, die unbedingt Geld brauchen, einen fetten Lottogewinn.

Wer aber spezielle, individuelle Glückwünsche wünscht, der kann es über die Kommentarfunktion probieren, zumindest so lange, bis die übliche, exzessiv-Orgienartige Sauerei Feierei* beginnt.

Was ich mir für 2014 wünsche:

Obama, Merkel, Erdogan,
stellt euch bitte hinten an!

Ahoi, Rajoy, hier spricht der Mas,
wann trinken wir ein Friedens-Glas?

Wann hält dieser Putin, bei der EU den Hut hin?

Warum unser Bundespräsident
im Februar nicht nach Sotschi rennt:

Bei den USA sei, also ich glaub’ das nicht,
in Sotschi sogar Schwulsein Pflicht!

__________
*(Mir wurde sogar angedroht, dass ich tanzen müsse!)


Wer war und wer war nicht?

10. Dezember 2013

Frage: Was haben Putin, Netanyahu, Peres, Erdogan, Xi Junping, der Dalai Lama, Elisabeth II, Juan Carlos, Rohani, der Papst und Christina Fernández de Kirchner mit Angela Merkel gemeinsam?

Antwort: Sie waren nicht bei Nelson Mandelas Trauerfeier in Südafrika…


Venezuela bietet Snowden Asyl an!

6. Juli 2013

„Im Namen der Würde Amerikas habe ich entschieden Edward Snowden humanitäres Asyl in Venezuela anzubieten!“

Nicolas Maduro, President of Venezuela.


Chile: Geheimtreffen zwischen IM-Erika und Margot H.?

30. Januar 2013

Die Gerüchteküche brodelt. Ein Foto, das die beiden Ex-DDR-Bürgerinnen mit so unterschiedlichem Fortune zusammen zeigt, gibt es bisher nicht. Es wäre sonst auf allen Titelseiten. Einfach abwarten und mal sehen, ob dazu noch etwas kommt…


Frankreichs gut geplante, spontane Rettungsaktion in Mali.

15. Januar 2013

Sepp Aigners sehr empfehlenswerter Blog „kritische massen“ verlinkte auf zwei Artikel zum Thema Mali von „German Foreign Policy“ und von „Hintergrund“, welche über die reine Tagesaktualität weit hinausgehen und die Hintergründe ausleuchten.

Kurz zusammengefasst:
Die USA und Frankreich haben in Westafrika jahrelang konkurriert. Die Welt- gegen die Ex-Kolonialmacht, sozusagen! Geputscht wurde von einem Soldaten, der drei Jahre in den USA ausgebildet worden war. Aber es war dieser Putsch, der den militanten „Islamisten“  den Weg frei machte zur Eroberung und geplanten Abtrennung des Nordens von Mali.

Frankreich preschte vergangenen Freitag anscheinend selbstlos vor, als die Einnahme von Bamako und damit ganz Malis durch die Islamisten drohte. Dabei musste das französische Handeln militärstrategisch und logistisch ganz unspontan, lange und gründlich vorbereitet worden sein.

Hinter den Kulissen streiten die USA, der Weltsicherheitsrat, die Nato, die EU, Chinesen und die EU-Partner Großbritannien und Deutschland um Macht und Einfluß. Präsident François Hollande, “die Schildkröte”, hat Fakten geschaffen. Die anderen müssen jetzt reagieren und das tun sie auf unterschiedliche Weise:

Spanien will ein Transportflugzeug stellen und rund 30 Ausbilder für Malis Armee.

Dänemarks Parlament stimmt heute ab über die dreimonatige Entsendung eines Transportflugzeuges C-130 Hercules. Es kann bei parlamentarischer Zustimmung sofort abfliegen.

Belgien prüft die Verlegung einer C-130 Hercules oder von Medizinern aus dem nahen Kongo.

UK und Kanada wollen zusammen drei große Frachtmaschinen des Typs C-17 für diese Woche zum Transport von Militärgütern von Frankreich nach Mali zur Verfügung stellen. Hier sieht man das generelle Fehlen von nennenswerten Lufttransportkapazitäten im Langstreckenbereich der europäischen Armeen.

Die EU will insgesamt rund 250 Ausbilder und 300 Soldaten zu deren Schutz nach Mali entsenden.

Die USA wollen Aufklärungsdaten und evtl. Drohnen stellen.

Deutschland überlegt noch! Eine Lösung müsse politisch sein, sagt der Außenminister. Aber Westerwelle und Niebel waren kürzlich in Mali. So überrascht von der Entwicklung und den Verhältnissen in Westafrika sollten die Deutschen also nicht sein?
Das heisst im Klartext: Deutschland eiert herum, zwischen seinen politischen und wirtschaftlichen Ansprüchen und militärischen Möglichkeiten und der Angst von einer faktischen Entente zwischen Frankreich und England ausgeschlossen zu sein und so auch in Europa Einfluss zu verlieren. Vermutlich war Frau Merkel die Letzte, die von Hollande informiert wurde?

Niemand ausser Frankreich, also weder die UN, die EU oder die NATO möchte sich diese Mission zu Eigen machen, sie unterstützen sie aber verbal und konkret auf Bilaterale Weise.

In Mali gibt es Gold, und es wird Öl, Gas und Uran vermutet.. Ausserdem ist das Land strategisch zum Schutz des Uranabbaus in Niger durch französische Firmen von Bedeutung. Ausserdem soll es in Mali einen relativ unbekannten Flughafen geben, auf dessen mehrere Kilometer langen Piste Drogen-Jumbos aus Südamerika landen. Mali sei ein wichtiger Drogenumschlagplatz mit dem Ziel Europa.


Banken verursachen Einkommensverluste wie Weltkrieg!

5. Januar 2013

Ein Banker spricht Klartext: Andrew Haldane, Direktor für Finanzstabilität bei der Bank of England sagt, dass Wut und Ärger der Öffentlichkeit über die Banken völlig gerechtfertigt seien und die Einkommen in der Finanzindustrie noch immer zu hoch seien!

Der Mann spricht mir aus der Seele! Sein freimütiges Statement wurde schon vor einem Monat im THE TELEGRAPH publiziert, aber ich bin erst heute zufällig darauf gestossen und leider ist es nach wie vor hoch aktuell.

Haldane weiter:
Wenn wir Glück haben, werden die Kosten dieser Krise von unseren Kindern abbezahlt werden. Wahrscheinlicher ist, dass noch unsere Enkel sie abbezahlen!

In den 80er Jahren verdiente ein durchschnittlicher Investmentbanker soviel wie ein durchschnittlicher Anwalt oder Arzt. 2006 bekamen die Banker hingegen vier Mal so viel (im Durchschnitt, wohlgemerkt!).

Er sieht die Banken sogar als eines der Haupthindernisse für eine wirtschaftliche Erholung, denn sie hätten den Vertrauensverlust der Investoren in das gesamte Bankensystem noch nicht überwunden.

Wird es mit der Konjunktur noch weiter abwärts gehen? Er hält dies für möglich!

Es ist ein seltener Fall, dass ein hoher Insider des Finanzsystems so kritische Statements formuliert. Ich will es nicht beschwören, weil ich natürlich keinen vollkommenen Überblick habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern Andrew Haldanes Erkenntnisse in der deutschen Presse gelesen zu haben. Ein Zufall oder das Verschweigen eines unerwünschten Nestbeschmutzers?

Vielleicht sollte man künftig nicht von der “Finanzindustrie” sprechen, sondern für die Zeit ab 2007 den Begriff “Finanzanarchie” wählen?

http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9719300/Loss-of-income-caused-by-banks-as-bad-as-a-world-war-says-BoEs-Andrew-Haldane.html


Hugo Chavez erneut in Kuba zur Behandlung!

28. November 2012

Hugo Chavez, Präsident Venezuelas, hat die Nationalversammlung um Erlaubnis ersucht, das Land für mehr als fünf Tage verlassen zu dürfen, wie der Parlamentspräsident Diosdada Cabello mitteilte.

Chavez reiste Gestern (am 27.11.2012) nach Kuba um sich dort einer „Spezialbehandlung“ zu unterziehen. Vor sechs Monaten hatte er dort zuletzt eine Strahlentherapie gegen Krebs erhalten.

Im den letzten eineinhalb Jahren war Chavez dreimal auf Kuba an Krebs operiert worden. Seit seiner Wiederwahl am 7. Oktober hatte er seine öffentlichen Auftritte minimiert. Seit dreizehn Tagen ist er überhaupt nicht mehr öffentlich aufgetreten. Seit dem ersten November schweige Chavez auch auf Twitter, wo er normalerweise ziemlich aktiv sei.

Er kündigte an, am 10. Januar 2013, vor der Nationalversammlung seinen Plan für die Regierungsperiode 2013-2019 vorzulegen.

http://www.elmundo.es/america/2012/11/27/venezuela/1354038343.html


Beeinflussen Latinos in den USA die Geschicke Israels?

15. November 2012

Michael Freund schreibt in seinem Kommentar in der JP vom 14.11.2012 zur demographischen Veränderung in den USA, ihrem Einfluss auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl und die Schlüsse, die Israel daraus ziehen müsse.

Zum dritten Mal seit 2004 (George W. Bush) und 2008 (Barack H. Obama) hätten die Latinos auch in 2012 (Barack H. Obama) die US-Präsidentschaftswahl entscheidend mit beeinflusst.

In den wahlentscheidenden Staaten Florida, Virginia, Colorado und Nevada hätten Umfragen nach der Stimmabgabe ergeben, dass Latinos den Unterschied zwischen Obama und Romney ausmachten.

Latinos stellten bei der Wahl 2012 erstmals 10 Prozent der Wählerschaft in den USA. In den vergangenen vier Jahren registrieren sich vier Millionen Latinos als neue Wähler in die Wahllisten.

Israel hat die Zeichen der Zeit erkannt und seine Lobby-Organisationen AIPAC und AJC aufgefordert, sich neu auszurichten und dem Umstand Rechnung zu tragen, dass diese Latinos in wenigen Jahren in den Rängen der US-Administration aufsteigen und noch mehr Einfluss auf allen Ebenen der Regierung, aber auch der Wirtschaft gewinnen würden.

Die am schnellsten wachsende Minderheitengruppe der Latinos hat in den letzten zwanzig Jahren ihre Kopfzahl auf 50 Millionen verdoppelt! Jeder sechste US-Bürger hat inzwischen Latino-Wurzeln. Bei den unter 18-jährigen ist gar jeder vierte Latino.

In den vergangenen zehn Jahren sei die Anzahl der Latinos im Mittleren Westen, dem Herzland der USA, um 49 Prozent gestiegen, mehr als das 12-fache des Anstiegs der Gesamtbevölkerung von 4 Prozent.

Das Gesicht der USA verändere sich rapide und so sollte sich auch die Zielrichtung von Israels Lobyarbeit den geänderten Gegebenheiten inhaltlich und formal anpassen. Dazu sind in der Vergangenheit bereits wichtige Initativen gestartet worden.

Glücklicherweise verfüge Israel über spanischsprachige Immigranten in großer Zahl, so dass die gezielte Kommunikation mit der Latino-Welt und deren Medien kein größeres Problem darstellen sollten.

Dabei dürfe man nicht übersehen, dass die Latinos, wie dieser Sammelbegriff es vermuten lassen könnte, keineswegs eine homogene Gruppe seien und dass zwischen Mexikanern, Puerto Ricanern und Kubanern zum Beispiel  subtile sprachliche, kulturelle und soziale Differenzen bestünden, die es für eine gelungene Ansprache zu berücksichtigen gelte…

http://www.jpost.com/Opinion/Columnists/Article.aspx?id=291882


Zwei Rabenvögel schlucken Pinguin!

29. Oktober 2012

Ein Rabe und eine Dohle haben sich einen Pinguin einverleibt, bzw. die Absicht bekundet, genau dies in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu tun!

Der Rabe (Corvidae) hat den Deal eingefädelt und die Dohle (Corvus Monedula) wird ihn ausführen.

Wenn das Ganze erfolgreich über die Bühne gegangen ist, wird keine Krähe mehr krähen nach dem alten Pinguin…

„…Einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge sind Raben und Krähen die Vögel mit der größten Intelligenz. Beispielsweise zeigen sie in Experimenten die Fähigkeit, komplexe Handlungen im Voraus zu planen. ..“ (Zitat: Wikipedia).