Gemein: Russisches U-Boot verletzt schwedischen Luftraum!

19. Oktober 2014

Zurück in die Zukunft, Teil IV? Im Kalten Krieg wurde fast jede Woche die Hysterie von den russischen U-Booten in den Schären vor Stockholm bemüht. So kamen mir fast die Tränen der Rührung, als ich diese Meldung bei SPON las. Dass ich das noch erleben durfte!

Aber die Russen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren… Ein russisches U-Boot, das tagsüber in einer stark befahrenen Wasserstraße in Schweden auftaucht und in Klartext nach Kaliningrad funkt? Also, “Roter Oktober” scheint es nicht zu sein?

Früher haben die Schweden bei diesen Anlässen auch schon Mal ganz cool mit Wasserbomben um sich geworfen. Heute geraten sie statt dessen in Panik! Davon habe ich bisher noch gar nix gehört, aber es muss natürlich auch noch eine dramaturgische Steigerung möglich sein…

Aber wer weiss, vielleicht ist es ja Putin, im Präsidenten-U-Boot, auf der Flucht vor Merkel ein ruhiges Plätzchen suchend?

Auf jeden Fall sollten die Amis dem “neutralen Verbündeten” Schweden sofort Hilfe leisten, zum Dank für das Brechen des schwedischen Luftraumes durch US-Aufklärer auf der Flucht vor russischen U-Booten, ups?


US-Kongressabgeordnete fordern Referendum in Gibraltar!

1. Oktober 2014

Acht Abgeordnete des US-Kongresses unterstützen eine Resolution, die für die Britische Kronkolonie Gibraltar das Selbstbestimmungsrecht(!) fordert. Der Affenfelsen am nördlichen Eingang des Mittelmeeres ist ein ewiger Zankapfel zwischen den EU- und NATO-Partnern der USA, den Monarchien United Kingdom und dem Königreich Spanien.

Das Referendum soll aber nur in eine Richtung führen, nämlich den Status Gibraltars vom aktuellen Status einer Britischen Kronkolonie auf den höheren eines Britischen Übersee-Territoriums zu verändern und das Steuer-, Spieler- und Schmugglerparadies so zum festen Teil des UK zu machen und Spaniens Ansprüche endgültig abzuweisen!

Als Begründung geben die Herren US-Kongressabgeordneten die strategische Bedeutung der Halbinsel an, speziell bei der aktuellen Lage in Nordafrika und dem Nahen Osten, sowie die Tatsache, dass die US-Navy dessen Hafen zahllose Male genutzt habe und das UK der “treueste Verbündete der USA überhaupt” sei.

Mit keiner Silbe erwähnt wird in diesem Antrag Spanien. Spanien ist über die NATO ebenfalls ein enger Verbündeter der USA, der diesen permanent Häfen und Flughäfen in viel größerem Maßstab zur Verfügung stellt, als Gibraltar dies je könnte!

Für eine spanische Regierung stellte sich so zwangsläufig die Frage nach dem Verbleib der US-Marine und -Marineflieger auf spanischem Territorium in Rota, Andalusien. Hier unterhalten die USA seit 1953 auf Basis eines mit dem Diktator Franco in Vor-NATO-Zeiten geschlossenen Vertrages einen 23km2 großen Marine- und Marinefliegerstützpunkt, der zu 80% von den USA belegt wird. Hier ist seit Februar 2014 der modernste Lenkwaffen-Zerstörer der Aegis-Klasse zur Raketenabwehr und Unterstützung der VI. Flotte im Mittelmeer stationiert, sowie U-Boote, RoRo-Schiffe und Kommunikationseinrichtungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Marinebasis_Rota). In Torreta de Guardamar am Mittelmeer unterhält und betreibt die US-Navy, ferngesteuert aus Rota, einen Längstwellensendemast zur Kommunikation mit getauchten U-Booten, der das höchste Gebäude Spaniens und das zweithöchste Gebäude Europas darstellt. Spanien ist also gewiss nicht von geringerem strategischen Wert als der Affenfelsen? Wenn da nicht diese engen, nordatlantischen “USA-liebt-UK-Gefühle” wären…

Bisher hat sich die US-Regierung in der Frage Gibraltar strikt neutral verhalten. Dies könnte sich jetzt ändern? Das Procedere sieht vor, dass die Resolution von einem Kongress-Gremium „auf Herz und Nieren“ geprüft und im positiven Fall als Antrag dem US-Kongress vorgelegt wird und dort zur Abstimmung kommen wird.

Die website „GovTrack.us“, die systematisch allen Initiativen, Aktivitäten und Abstimmungen des US-Kongresses folgt, sieht eine Wahrscheinlichkeit von 21% für das Zustandekommens dieses Antrages. Das ist größer als 1:5 und viel größer als die Chance auf einen Lotto-Hauptgewinn von 1:140 Millionen…

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Zur Vertiefung der Freundschaft der NATO-Alliierten USA und Spanien der folgende Clip (ohne Garantie seiner Echtheit):

Radio conversation between a US navy ship and the north west of Spain, with English subtitles. Enjoy!
Conversación de radio entre un barco americano y la costa de Galicia, España


Spanischer Verteidigungsminister droht Katalanen in Katalonien mit Armee!

24. September 2014

Vor einer Militärakademie in Lleida (Lerida), in der Autonomie Katalonien, zeigte Pedro Morenés den Separatisten kaum noch diplomatisch verhüllt die Krallen, den „Einsatz des Militärs als wesentliches Werkzeug zum Schutze der Verfassung!“

Dieses gerade in diesem Moment sowie auf dem Territorium der Autonomie Katalonien zu tun, kann und soll wohl durchaus auch als Drohung verstanden werden?

„Die Probleme Spaniens und die Instabilität des Landes seien nicht sehr weit entfernt“, fügte Morenés hinzu. Der spanische Aktienmarkt wird ihm solche Sprüche wohl nicht danken?

Zum Schluss erinnerte er sein Auditorium an das gruselige Motto der Militärakademie aus alten Franco-Zeiten: „Für Spanien, dienen bis zum Tod!“


Erdogan baut seinen Polizeistaat aus. EU und USA lamentieren!

11. September 2014

Im Schnelldurchgang bekam das Telekommunikations-Direktorat TIB am Montag Abend vom türkischen Parlament die gesetzliche Möglichkeit Internet Service-Providern binnen 4 Stunden und ohne Gerichtsbeschluss das Sperren von Websites vorzuschreiben, wenn von TIB (ohne Beweise!) behauptet wird, dass

– die nationale Sicherheit

– die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung

– die Verhinderung der Verübung eines Verbrechens

gewährleistet werden müsste. Diese Gummi-Paragraphen erlauben TIB praktisch jeden Mißbrauch!

Die USA(!) kritisieren weiter, dass TIB den Internet Datenverkehr ohne Gerichtsurteil abhören könne.

Die EU beklagte besonders den Vertrauensbruch, dass während eines Besuches der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes in Istanbul in der vorigen Woche dieses Gesetz nicht einmal von ihrem Gesprächspartner, dem Kommunikationsminister Lütfi Elvan erwähnt wurde. Sie fühlt sich zu Recht von den Türken verarscht…

Den Protestierenden von Gezi soll unter der Anklage eines geplanten und versuchten Staatsstreiches der Prozess gemacht werden, was für Demonstranten lebenslängliche Haft bedeuten könnte!

Wollen wir so ein Land in der EU haben? Genauso wenig wie die Ukraine! Glaubt noch jemand, dass sich die Türkei sogenannten demokratischen Normen annähern wird, um in die EU aufgenommen zu werden? Träumt weiter…


Neue EU-Sanktionen oder Gnade für Putin?

9. September 2014

Sie wurden nach tagelangem Feilschen von 28 Staaten in NATO und EU beschlossen und dann.. wanderten sie in die Schublade. Keiner spricht offen darüber, erst einmal. Lustvoll räsoniert die gleichgeschaltete NATO-Presse über die Daumenschrauben, die man Putin anzulegen gedenkt, wenn.. Sie werden weh tun, sehr weh! Fragt sich nur wem?

Jetzt will man ein paar Tage abwarten. Der Irre Schoko-Poro und sein Nazi-Jaz in Kiew und ihre US-Herren im Hintergrund haben es nun in der Hand, ob Putin strafwürdig ist und bestraft werden muss.

Ein paar Zwischenfälle beim Waffenstillstand lassen sich mit einem Anruf inszenieren und die NATO-Kampfmedien stehen bereit das Lied vom „Haltet den Dieb, Wladimir Putin“ zu singen, ach was, zu kreischen!

Sollte man aber „Gnade vor Recht“ ergehen lassen, dann kann man sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, denn dann hat bereits die Androhung der schrecklichen EU-Sanktionen gewirkt und Putin ist vor uns eingeknickt!

Es ist wie immer eigentlich, eine win-win-Situation, zwar nicht für die EU, sondern – wie immer – für die USA..


Welche Folge wird die Ukraine-Krise für unsere Medien haben?

6. September 2014

Ich habe mich selten so geärgert, wie während der plumpen NATO-Kampagne unserer Propagandamedien während des letzten halben Jahres. Man war täglich von Lügen umzingelt, die ständig gegenseitig zitiert und über alle verfügbaren Kanäle in unsere Hirne gepresst werden sollten.

Gefühle relativer Hilflosigkeit wechselten sich ab mit Gefühlen der Wut und dann der Hoffnung, denn es wurde recht schnell klar, daß es einen wachsenden Widerstand der Menschen gegen diese Kriegstreiberkampagnen gibt.

Immer mehr Leute äußerten öffentlich, dass sie die Zwangsgebühren-Propagandamedien nicht mehr konsumieren.

Das ist zwar zunächst nur ein passiver Akt, wird aber irgendwann zu fallenden Werbeeinnahmen führen und wenn’s ans Geld geht, dann versteh’n die das auf einmal ;-)

Die schamlose Übertreibung und die Verdrehung der Tatsachen wirkt kontraproduktiv: Die Menschen kommen sich verarscht vor!

Viele Medien verkünden sowieso hauptsächlich die News einiger Agenturen. Dieser Umstand ist vielen imAlltag nicht bewusst, obwohl in den Artikeln die Agenturen als Quelle offen angegeben werden müssen.

Jetzt erleben die Medienkonsumenten aber täglich, daß sogenannte Nachrichten ungeprüft als unscharfe Web-Smartphone-Wackelbildchen ohne eigene Aussagekraft von weit entfernten Korrespondenten mit aufgeregter Stimme und weit aufgerissenen Augen im Garten von Luxushotels in Form von Kommentaren verlesen werden, denn Fakten gibt es nicht, nur Behauptungen!

Vielen Menschen ist klar, dass diese Form von Nachrichten nicht nur wertlos sind im Sinne einer journalistischen Information, sondern sogar gegenteilig wirken. Bei schlichten Gemütern lösen sie vielleicht Angst aus?

Hier kommen unsere Politiker ins Spiel, die auf Basis solcher „Schein-News“ ihrerseits kommentieren und agieren. Immer deutlicher wird dabei, dass sie nicht unsere Interessen vertreten.

Im Gefolge der Medienkrise wird es also eine politische Glaubwürdigkeitskrise geben und eine noch geringere Wahlbeteiligung.

Die Medienhuren sind Komplizen bei der Aufbauschung selbstgeschaffener Krisen. Dies gilt für ISIS im Irak und Syrien ebenso wie in der Ukraine. Sie sollen das propagandistische Feld für Maßnahmen bereiten, die nicht im Interesse der Menschen, ihrer Finanzen, ihres Rechtssystems und ihrer Sicherheit sind. So wie es die Teilnahme und der faktische Beitritt der Ukraine in die NATO unter Aushebelung deren  vertraglich-gesetzlichen Rahmens und der Finanzierung einer korrupten kriminellen Putsch-Regierung durch öffentliche Mittel der EU und ihrer Nationalstaaten bedeuten.

Ich bin kein Hellseher und weiss nicht was kommen wird. Ich weiss aber, wer heute für das was morgen kommen wird, die Verantwortung trägt…


Kiew einnehmen? Putin nimmt sich Barroso zur Brust: Dementi!

5. September 2014

Aus EU-Barolos Nähe, wenn nicht gar durch ihn selbst, wurde der angebliche Inhalt eines Telefonates zwischen Barroso (der angerufen hatte) und Putin öffentlich bekannt und die Medien stürzen sich begierig darauf.

Putin soll demnach gesagt haben, “wenn er wolle, dann könne er Kiew in 14 Tagen einnehmen!”

So bei böser, aggressiver Putin aber auch, wir haben es ja immer gewusst! Da es unter westlichen Politikern inzwischen Mode geworden ist, Informationen aus trüben Quellen ungeprüft als Fakten hinaus zu trompeten sofern sie gerade ins propagandistische Wunschbild passen, ging die “Kiew-einnehmen-Story” sofort rund um die westliche Hemisphäre.

Putin gefiel dies gar nicht. Er sagte, dass diese Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen worden sei und dadurch sinnentstellt wurde. Er wies darauf hin, dass Vertrauenbrüche dieser Art bisher nicht zu den diplomatischen Gepflogenheiten gezählt hätten. Dann verlangte er von Barolo eine Klarstellung und kündigte an, andernfalls einen kompletten Mitschnitt dieses Gesprächs zu veröffentlichen. Barolo wandt sich wie ein Aal und nach einem Tag fiel er um.

Wie wir aus dem WALL STREET JOURNAL erfahren müssen, weil die gleichgeschaltete deutsche NATO-Kampfpresse so etwas natürlich nicht klar stellt, hat die EU-Kommission Putins Darstellung bestätigt, sich für den Vertrauensbruch entschuldigt und angekündigt die Quelle des Lecks (wenn es nicht dieser Barolo selbst war) intern zu ermitteln und den Rest auf diplomatischen (weil bekanntlich vertraulichen;-)  Kanälen mit den Russen regeln zu wollen…