Das kommt mir jetzt echt Spanisch vor!

3. Mai 2016

Spanien wird von der EU gerügt, mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten extrem weit hinter den mit Brüssel vereinbarten Zahlen zurück zu liegen. Woran mag das liegen? An den Spaniern anscheinend nicht, wenn man einer neuen CIS-Studie glaubt, die in den vergangenen drei Monaten über 6.400 Spanier detailliert zu allen Themen von Interesse befragte.

CIS-Studie, Frage 11:

Manche glauben, daß es sehr positiv sei wenn in einem Land Menschen verschiedener Herkunft, Kulturen und Religionen zusammen leben (=0 auf einer Skala von 0-10). Andere glauben, daß dieses Zusammenleben die Werte und Kultur des Landes gefährden (=10 auf einer Skala von 0-10). Wo würden Sie sich einordnen?

0 = 12,0% sehr positiv
1 = 08,0%
2 = 14,5%
3 = 11,6%
4 = 07,2%
5 = 20,6% Neutral
6 = 06,9%
7 = 07,2%
8 = 05,3%
9 = 02,1%
10= 2,4% sehr negativ

Summe positiver Einschätzungen = 53,3%
Summe negativer Einschätzungen = 23,9%
Summe positiver + neutraler Einschätzungen = 73,9%

Das bedeutet, daß knapp dreiviertel der Spanier keine negative Meinung über Flüchtlinge oder Migranten haben und erklärt, warum die extreme Rechte bisher in Spanien kein Bein an den Boden bekam. Es gibt keine Pegida, keine AfD, kein Flaams Belang, keine Front National und keine FPÖ in Spanien, noch nicht zumindest!

 

 

 

 


Katalanisches Kaleidoskop…

2. Mai 2016

Ein antikapitalistische Demo anläßlich des 1. Mai in Barcelona endete mit der Besetzung des alten „La Lonja“ Gebäudes im Carrer d‘ Avinyó. Auf dem Weg zur Hausbesetzung verschönerten die „antisistemas“ Gebäude mit Malereien, Grafitti und Parolen und zerstörten einige Geldautomaten, frei nach dem Motto „die hässlichsten Tomaten sind die Geldau-Tomaten!“

Da Ada Colau, die gegenwärtige Bürgermeisterin Barcelonas, selbst aus genau dieser Hausbesetzer-Szene kommt, griffen die Mossos de Escuadra, die autonome katalanische Polizei, ganz entgegen ihrer sonstigen handfest-ruppigen Art nicht ein und ließen die „antisistemas“ unbehelligt gewähren. Auch aus anderen Stadtteilen berichten Anwohner, daß in, vor und um  besetzten Häusern – völlig unbehelligt von der Polizei – allnächtliche Parties stattfänden, die die Nachbarn um den Schlaf brächten. Entsprechende Anrufe oder Anzeigen hätten keinen Erfolg. Die Polizei habe offenbar klare Anweisungen NICHT einzugreifen?

Ada Colau hat wichtigeres zu tun. Im Moment versucht sie einen Hundestrand* am Stadtstrand Barcelonas einzurichten und eine Steuer für Tagestouristen einzuführen, die bisher der Besteuerung des Tourismus durch die Lappen gehen. Eintrittsgeld für Barcelona! /*(Hunde sind an den Stränden in der Zeit zwischen Ostern und Ende September bei sehr hohen Geldstrafen verboten!)

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
„Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ hat der neue katalanische Autonomiepräsident Carles Puigdemont (=Karle Putschdämon!) seine dreitägige Belgien- und Brüsselreise als großen Erfolg gefeiert, obwohl ihm alle Oberen der EU die Tür vor der Nase zuschlugen und sich dahinter verbarrikadierten!

Da nützte es ihm nichts, daß er noch vor kurzem mit der sofortigen Aufnahme von 5.000 Flüchtlingen durch die spanische Autonomie Katalonien geprahlt hatte, um ins Gespräch zu kommen. So bestritt der Putschdämon einfach, daß er sich um entsprechende Termine intensivst bemüht, um nicht zu sagen geweint und gebettelt hatte.

Er habe sozusagen nur mit seinem glatzköpfigen „Außenminister für katalanische Angelegenheiten und Gedöns“ Raül Romeva, einem Charnego** aus Madrid, eine vergnügliche Tour zu den Kollegen der belgischen Separatisten vom Flaams Belang gemacht und das auf Kosten ALLER spanischen Steuerzahler. /**( Charnego, auch Xarnego = abfällige, ursprünglich rassistische Bezeichnung für alle nicht in Katalonien Geborene oder Kinder, bei denen nicht beide Eltern „reinrassige“ Katalanen sind, was aber im Prinzip auf mehr als die Hälfte aller Katalanen zutreffen dürfte!)

Blöd nur, daß EU-Quellen bestätigten, daß EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sich geweigert habe den Putschdämon zu empfangen. Da ein anständiger katalanischer Separatist immer einen Schuldigen braucht für Fehlschläge und Misserfolge des politischen Lebens, schob man die Schuld den Briten mit ihrem Brexit-Referendum in die Schuhe, welches derzeit die EU-Spitzen ganz „wuschig“ und nervös mache, weshalb es sowieso besser sei entsprechende Gespräche später in aller Ruhe, vielleicht nach den Sommerferien, oder gar erst im Herbst, wenn Spanien vielleicht eine ganz neue Regierung haben wird, zu führen…

Metamorphose von Nationalkatalanisten zu Nationalsozialisten?
Der katalanische Separatismus lahmt, der Schwung scheint irgendwie raus zu sein?  Nicht, das ich das bedauern würde, keineswegs! Die Profiteure des Nationalkatalanismus fürchten aber um ihre Pfründe und haben ihr selbstgestecktes Ziel ja nicht erreicht, wie selbst Artur Mas, der Ex-Präsident, es öffentlich eingesteht, seit er nicht mehr im Amt ist: Man habe keine Mehrheit, müsse diese erst erringen! Nun war die CiU des Artur Mas ja nicht gerade eine soziale Partei, sondern eine Art neoliberale FDP mit rassistischen Einsprengseln. Damit holt man keine weiteren unzufriedenen Katalanen auf die Straße für die Sache des Separatismus. Man muss seine Kreise unter den Unzufriedenen erweitern, an deren misslichen Lage man allerdings selbst den Allergrößten Anteil trägt, wenn man Artur Mas heisst, die letzten fünf Jahre die Autonomie Katalonien missregiert hat und soziale Kürzungen in Millardengröße verantworten muss! Doch die Menschen haben ein kurzes Gedächtnis. Das wird ihnen immer wieder zum Verhängnis.

So kam man bei der von den Separatisten finanzierten, Schein-Zivilgesellschaftlichen ANC auf die glorreiche Idee, daß man sich radikalisieren müsse, um die Leute weiter zu motivieren und bei der Stange zu halten. Man müsse Initiativen und Organisationen mit sozialen Anliegen, linke Kreise eben, unterwandern und für die Interessen der Separatisten gewinnen. Die Nationalkatalanisten wollen sozusagen zu Nationalsozialisten werden, Prost Mahlzeit!

Spanien teilt Europas Lasten schon irgendwie.. aber auf seine Art halt!
88.300 unbegleitete Minderjährige kamen 2015 als Flüchtlinge nach Europa. Nach Spanien kamen davon 25, das sind, ähm.. etwa 0,000283 oder 28/10.000 von ihnen!
Dass sie es überhaupt bis nach Europa schafften lag vielleicht daran, dass es sich bei 80.353 von ihnen, das sind 91%, um körperlich fitte, junge Männer zwischen 16 und 17 Jahren handelte! Für Sprachkurse, Schul- und Berufsausbildung kein schlechtes Alter, übrigens!

 

 

 


Respekt für spanische Ultra-Rechte?

27. April 2016

Ultra-Rechte spanische Parteien gründeten am 23. April im katalanischen El Vendrell, Tarragona bei Anwesenheit von deutschen PEGIDA- und französischen FN-Mitgliedern neues Ultra-Rechts-Bündnis RESPETO!

Bisher hat die spanische Presse nicht allzu viel darüber veröffentlicht. Präsident dieses neuen Bündnisses soll ein Rafael Ripoll sein. Der nennt als Ziele dieses Bündnisses RESPETO (=Respekt):

– Die nationale Souveränität Spaniens. (EU, NATO)
– Die Identität Spaniens. (Gegen Migration, Islam)
– Die Rechte der Mittelschicht und der Arbeiterklasse. (Interessanter Unterschied!)
– Der Austritt Spaniens aus der NATO.

Gebildet wurde RESPETO aus den Ultra-Rechten Parteien:

– PLATAFORMA PER CATALUNYA, PxC
– ESPANA 2000
– PARTIDO POR LA LIBERTAD, PxL

Es hat den Anschein, als ob hier eine Art von Rechtem-Retorten-BÜNDNIS nach existierenden PEGIDA- und FN-Mustern geschaffen werden sollte? Vertreter dieser deutschen und französischen Rechten waren anwesend. Man distanzierte flugs sich von MANOS LIMPIAS nach der Verhaftung dessen Vorsitzenden Miguel Bernad wegen Erpressung und anderer krimineller Delikte.
RESPETO soll auch Kontakte zu den Belgiern von VLAAMS BELANG und den Österreichern der FPÖ haben. Da wäre ja dann fast die ganze braune Suppe versammelt?

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Enge Mitarbeiter aus dem Umfeld der FN-Vorsitzenden Marine Le Pen seien übrigens in den Panama Papers als mit Briefkastenfirmen verbandelt genannt worden, die mit einem komplexen System von Offshore-Firmen in Hongkong, Singapure, den Jungfrauen Inseln und Panama systematisch Gelder aus Frankreich schleusten…


In letzter Sekunde: Linkes Regierungsbündnis in Spanien?

26. April 2016

Unmittelbar vor Ablauf der zur Regierungsbildung verfügbaren Zeit und inmitten der Gespräche des Königs mit den Repräsentanten der einzelnen politischen Kräfte im spanischen Parlament, dem Kongress, scheint es einen letzten Versuch zu geben Neuwahlen zu vermeiden:

Ein Mitte-Links Bündnis von PSOE, C’s, PODEMOS, IU und COMPROMIS unter Leitung der PSOE unter einem Präsidenten Pedro Sánchez steht im Raum. Man habe sich in 27 von 30 Punkten bereits geeinigt. Es soll eine Regierung gebildet werden, mindestens zwei Haushalte sollten verabschiedet werden, bevor sich Sànchez 2018 einer Vertrauensfrage stellen wolle. Sánchez wird wohl heute Nachmittag dem König Felipe VI seinen Vorschlag vorstellen?

Erster NACHTRAG 26. April:
Die Ciudadanos, C’s, die für das versuchte Mitte-Links-Bündnis unersetzlich sind, lehnten den Vorschlag von COMPROMIS definitiv ab. Damit ist diese Variante aus dem Spiel und für andere langen die Additionen nicht einmal ansatzweise an die magische Zahl von 176 Sitzen im Kongress heran!

Die Nachricht von diesem Scheitern eines potentiellen Linksbündnisses wird die PP, Spaniens Wirtschaft und die EU wohl nicht ungern hören? Dann also definitiv Neuwahlen? Sieht ganz so aus…

Zweiter NACHTRAG 27. April:

Der spanische König hat seine dritte Gesprächsrunde mit den Repräsentanten der Parteien abgeschlossen und festgestellt, daß es keinen realisierbaren Plan einer Regierungsbildung gibt. Damit werden am 2. Mai Neuwahlen ausgerufen, terminiert für den 26. Juni (26-J). Da die Regierungsbildungsphase nach dieser neuen Wahl, zur dann 12. Legislaturperiode(?), genauso lange dauern könnte wie die vergangene, nämlich 4 Monate, könnte diese bis Ende Oktober, also bis in den Herbst hinein andauern?
Jetzt läuft die Phase der aufgeregten Schuldzuweisung an und es wird über Kandidaten, Köpfe, Bündnisse und interne Partei-Vorwahlen diskutiert werden. Die Schuld am Scheitern wird dem ausgesprägten Individualismus, der mangelnden Kompromissfähigkeit der spanischen Politik gegeben und als Gewinner (durch Nichstun, durch Aussitzen!) wird von konservativer Seite (und natürlich von ihm selbst) der Interimpräsident Mariano Rajoy Brey gesehen. Er hatte zwar die Wahlen des 20-D mit einer riesigen Klatsche verloren, war jedoch immer noch mit großem Abstand der Führer der derzeit größten parlamentarischen politischen Kraft in Spanien, der Partido Popular, PP. So lag es eigentlich nahe, daß er den Versuch einer Regierungsbildung unternommen hätte, doch er tat es nicht und lässt sich jetzt für diese Taktik feiern! Eine mögliche GroKo á la Merkel/Gabriel kam für die Spanier nicht in Frage. Früher spielten die Katalanen oft in solchen Situationen das Zünglein an der Waage und ließen sich dies stets teuer bezahlen. So bestritt Jordi Pujol praktisch seine gesamte Regierungszeit mit wechselnden Partnern in Madrid. Da die Nationalkatalanisten aber ein verfassungswidriges Referendum und im Hintergrund die Separation, den Bruch mit Spanien fordern, bleibt dieser Weg der Problemlösung künftig wohl versperrt? Leider deuten Umfragen an, daß Neuwahlen nicht unbedingt klare Verhältnisse brächten. So könnte Spanien, das 5. größte Land der EU in eine längere Phase der Unregierbarkeit rutschen und Manuel Rajoy Brey zum „ewigen Interimpräsidenten“ werden, der sich dem jeweiligen Kongress gegenüber nicht als verantwortlich und damit als nicht als rechenschaftspflichtig sieht?


Frankreich und Spanien verbieten Scheibenbremsen an Rennrädern!

26. April 2016

Sie gelten als Statussymbol. Selbst Mountainbikes für Kinder sind inzwischen oft damit ausgerüstet. Auf dem Schulhof genügt den Kids meist ein Blick auf die Bremsen um die Bikes einzuordnen. Scheibenbremsen wurden eingeführt, weil sie bei Regen, bei Nässe allgemein den Felgenbremsen mit Gummi deutlich überlegen sind und die Bremswege verkürzen. Bei geringem Gesamtgewicht, keinen langen Abfahrten und normalem Tempo wird dies wohl auch so sein?

Nun hat es aber Zwischenfälle und in der Folge Tests gegeben, die unter bestimmten Bedingungen ein völlig anderes Bild der Scheibenbremse ergaben. Sie stellte sich dann als mögliches Sicherheitsrisiko heraus!

Es handelte sich um Rennräder, die relativ hohe Geschwindigkeiten ermöglichen, um lange Abfahrten mit schleifender Bremse oder um ein hohes Gesamtgewicht von Fahrrad und Fahrer. Ihnen allen ist gemein, daß hier ein hohes Maß an Geschwindigkeit und bewegter Masse und/ oder durch lang andauerndes Bremsen in Wärmeenergie verwandelt werden muß. In diesen Fällen sollen bestimmte Bremsen sich geradezu aufgelöst haben, während entsprechende Felgenbremsen die Strapazen klaglos überstanden. Dies ist der technologische Aspekt, bedingt durch die Wirkungsweise der Scheibenbremse.

Der Internationale Radsportverband UCI  verbot sie für alle professionellen Radrennen nach dem Unfall von Fran Ventoso, Movistar Team, beim Klassiker-Rennen Paris-Roubaix im April diesen Jahres. Bei diesem Unfall hatte sich nach einem Sturz die Scheibenbremse am Rad eines Wettbewerbers wie eine Kreissäge durch sein linkes Bein gefräst und zu schlimmeren Verletzungen geführt wie der eigentliche Sturz.

Die Federación Española de Ciclismo, der spanische Fahrradverband, hat Scheibenbremsen an Rennrädern für jede mögliche Veranstaltung, ob Radrennen, Promotionen oder geführte Touren grundsätzlich verboten. Wer trotzdem damit angetroffen wird, ist automatisch disqualifiziert und wird aus dem Rennen genommen ebenso, wie wenn er ohne Radhelm unterwegs wäre.

Die Scheibenbremse kann also nicht nur unter bestimmten, oben genannten  Bedingungen unzuverlässig beim Bremsen sein, sondern stellt auch ein latentes Verletzungsrisiko für tiefe Schnitte, abgetrennte Finger oder Zehen für Dritte oder den Radfahrer selbst dar, wenn es ganz dumm läuft…
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http://www.tour-magazin.de/service/so_testet_tour/video-praxistest-scheibenbremsen/a30097.html

http://www.elperiodico.com/es/noticias/ciclismo/uci-suspende-utilizacion-frenos-disco-competicion-tras-accidente-fran-ventoso-ciclismo-5053361

http://kettentour.de/vorsicht-beim-rennradkauf-ist-die-scheibenbremse-vor-dem-aus/

Scheibenbremsen am Rennrad sind gefährlich


Keine Chance für NATO-Erweiterung in naher Zukunft, weil diese Russland destabilisieren könnte, was keiner will!

25. April 2016

Diesen Spruch haute kein geringerer als der US.Botschafter bei der NATO Douglas Lute heraus, wie die NYT bereits am 22. April berichtete.

Nur ganz ungewöhnliche Umstände am Ende des Kalten Krieges hätten zur heutigen Ausbreitung der NATO geführt (die man eigentlich fast gar nicht wollte?). Praktisch bedeute dies, er bezweifle, daß es in den nächsten Jahren – vielleicht sogar länger – Raum für weitere NATO-Expansionen gäbe! Dies sagte er vor dem ASPEN SECURITY FORUM in London.

Er denke, Russland spiele eine bedeutende Rolle im strategischen Umfeld der NATO und dieses strategische Umfeld würde die NATO-Erweiterung ausbremsen (Die üblichen russischen Spielverderber halt!).

Wenn man den Voraussagen über Russland innere Instabilität, seinen ständigen Abstieg, den nahenden Zerfall glaube, dann mache es keinen Sinn diesen Prozess zu beschleunigen oder gar zu destabilisieren (Man ist ja schließlich kein Unmensch!).

Noch im letzten Dezember hatte die NATO Montenegro eingeladen, was erheblichen Ärger von russischer Seite produzierte. Die Russen akzeptierten keine weitere Ausdehnung der NATO in Osteuropa, in (wie war noch mal der Name dieses Landes?) der Ukraine oder ehemaliger UdSSR-Staaten, wie dieses… äh, Georgien (Ätsch, Sackarschwilli!).
Späte, aber wahre Erkenntnis von Douglas Lute!

Die NATO gab also in den letzten Jahren großzügige Versprechen auf Mitgliedschaft, von denen sie jetzt wieder aus eigener Erkenntnis deutlich abrückt (wegen der wackligen Russen!).

Kandidaten seien derzeit Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Ukraine und Georgien. Die Tür zur NATO stünde zwar prinzipiell offen, aber da alle 28 Mitgliedstaaten einstimmig zustimmen müssten sei diese Wahrscheinlichkeit sehr gering. Es gäbe in absehbarer Zeit keine Chance auf einen Konsens über die Aufnahme von zum Beispiel Georgien oder der Ukraine.

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Übrigens, die NYT berichtet auch darüber daß Obama in Hannover die Ausdehnung und Erhöhung der Mannschaftsstärke des US-Militärs in Syrien angekündigt habe, speziell von Kommandotruppen. Kann mich gar nicht erinnern, das in unseren Medien gelesen zu haben?

 

 

 


Bundeswehr macht sich in Türkei breit!

25. April 2016

So sind sie die Deutschen. Kaum lässt man sie mit einem symbolischen Einsatz von 6 musumsreifen Tornado-Aufklärern, zunächst noch ohne RECCE-Kameras,  und einem A310 MRT Tankflugzeug an der illegalen Besetzung Syriens zum Ziel der Vernichtung dessen gewählter Regierung teilnehmen, schon gehen sie mit deutscher Gründlichkeit zur Sache:

Laut SPON und HURRIYETDAILYNEWS nehmen sie 65 Mio Euros in die Hand um den sieben Fliegern, ihren Besatzungen und insgesamt rund 200 Soldaten Begleitpersonal ein einigermaßen komfortables Dasein auf der türkischen Airbase Incirlik zu gewährleisten.

Über die Hälfte, nämlich 34 Millionen gehen für ein ordentliches Befehlszentrum drauf!

Zehn Millionen sind für die Garagen, pardon Hangars, für die Flattermänner, zum Schutz gegen den fiesen türkischen Regen.

15 Millionen sind für ordentliche Unterkünfte für 400(!) Soldaten vorgesehen. Will man etwas verdoppeln? Immerhin, für 37.500 Euro pro Soldat wird sich in der Türkei, wohl ein ordentliches Einzimmerappartment bekommen, mit allem Komfort und Kita und so’n Gedöns*

Ein Café und Freizeitaktivitäten lässt man sich 4,5 Mio Euros kosten. Schließlich muss man die NATO-Vorgabe von 2% des BIP für den Verteidigungsetat erfüllen!

Und wenn man die Panzer-Uschi erst von der Leine lässt, dann verhandelt die gleich mit den Türken über ein längeres Stationierungsabkommen für die Bundeswehr. So sind sie, die Deutschen…
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(*O-Ton Schröder!)
http://www.hurriyetdailynews.com/germany-plans-to-build-fixed-location-in-turkish-air-base-for-65-mln-euros-.aspx?pageID=238&nID=98323&NewsCatID=351