EHEC-Epidemie: Wann meldet sich die Pharma-Industrie?

Als Laie ohne chemische, biologische oder medizinische Kenntnisse stolperte ich über einen Leserbrief zu einem Artikel in der Neuen Züricher Zeitung von Heute, Mittwoch, den 1. Juni 2011:

Wann meldet sich die Pharma-Industrie?
Es ist doch seltsam, dass die Pharma-Industrie sich zum Auftreten des EHEC-O104:H4 Bakteriums nicht zum Wort meldet? 
Dieses Bakterium ist nämlich so etwas wie der „Volkswagen“ mit dem Gen-manipulierte Medikamente hergestellt werden. 
Mir scheint es möglich, dass ein solcher Stamm frei geworden ist, der z.B. Antibiotika ausscheidet. Seine Antibiotika-Resistenz wäre damit schon einmal klar!
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ehec_infektion_hus_1.10783269.html?nl=Top-News+am+Abend&ticket=ST-342274-TmD40zITsBlx5MQcNrrWwDBQprSIPVbv5nU-20

Wie oben schon erwähnt, kann ich die Wahrscheinlichkeit dieser Hypothese nicht beurteilen. Dass ein paar verunreinigte, spanische Gurken in ganz Europa praktisch nur in Hamburg Schaden anrichten sollen, das erscheint mir aber als mindestens ebenso hinterfragbar?

Wenn die Leserbriefmeinung bezüglich des „Volkswagens“ sachlich richtig sein sollte, dann muss man sich schon fragen wer und warum dann eine Spur zu spanischem Gemüse legte?

Wären Medikamente oder Medikamentenhersteller – welche könnten das sein – eine mögliche Ursache für eine Epidemie die mit dem Großraum Hamburg verbunden ist?

NACHTRAG:

Wie eben in der ARD-TAGESSCHAU gesagt wurde, befände man sich bezüglich der Quelle der Epidemie (und damit auch bezüglich des Verbreitungsweges?) wieder ganz am Anfang!

Da die Infektionsquelle noch immer unbekannt ist, steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Dazu SPON: Erneut steigt die Zahl der Ehec-Infektionen sprunghaft an. Das Robert Koch-Institut (RKI)meldete am Mittwoch 365 neue Ehec-Fälle. Vor allem in Hamburg und Niedersachsen haben sich die Fallzahlen erneut deutlich erhöht (EHEC/HUS):

Hamburg 668/124, Niedersachsen 334/68, Deutschland gesamt 1064/470, das sind 26% mehr als am Vortag!

Anmerkung: Diese genannten Zahlen scheinen in sich nicht stimmig zu sein? Das Verhältnis von EHEC- zu HUS-Fällen betrüge demnach in Hamburg 18 %, in Niedersachsen 20%, bei den Deutschland-Werten, die im wesentlichen die Summe von Hamburg und Niedersachsen darstellen und die deshalb ebenfalls um 20 % liegen müssten, ergibt sich aber eine Relation von 44%, also über das Doppelte des zu erwartenden Wertes?

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5 Responses to EHEC-Epidemie: Wann meldet sich die Pharma-Industrie?

  1. almabu sagt:

    Wie eben in der ARD-TAGESSCHAU gesagt wurde, befände man sich bezüglich der Quelle der Epidemie (und damit auch bezüglich des Verbreitungsweges?) wieder ganz am Anfang!

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  2. almabu sagt:

    Da die Infektionsquelle noch immer unbekannt ist, steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Dazu SPON: Erneut steigt die Zahl der Ehec-Infektionen sprunghaft an. Das Robert Koch-Institut (RKI)meldete am Mittwoch 365 neue Ehec-Fälle. Vor allem in Hamburg und Niedersachsen haben sich die Fallzahlen erneut deutlich erhöht (EHEC/HUS):

    Hamburg 668/124, Niedersachsen 334/68, Deutschland gesamt 1064/470, das sind 26% mehr als am Vortag!

    Anmerkung: Diese genannten Zahlen scheinen in sich nicht stimmig zu sein? Das Verhältnis von EHEC- zu HUS-Fällen betrüge demnach in Hamburg 18 %, in Niedersachsen 20%, bei den Deutschland-Werten, die im wesentlichen die Summe von Hamburg und Niedersachsen darstellen und die deshalb ebenfalls um 20 % liegen müssten, ergibt sich aber eine Relation von 44%, also über das Doppelte des zu erwartenden Wertes?

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  3. almabu sagt:

    Gibt es eigentlich Erkenntnisse über Ansteckung durch Angehörige oder im Krankenhaus- und Pflegebereich?
    Wenn zu erhöhter Hygiene aufgerufen wird, könnte man das vermuten? Dann könnte nach der ursprünglichen Infektionsquelle die Krankheit durch Kontakt von Mensch zu Mensch weitergegeben werden?

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  4. almabu sagt:

    Jetzt soll es sich um ein neues, nie zuvor gesehenes EHEC-Bakterium handeln, eine Mutation zweier bekannter Formen, mit besonders viel Giftstoffen. Das merkt man nach zwei Wochen?

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    • almabu sagt:

      Die Suche nach der Infektionsquelle und den Verbreitungswegen müsste eine polizeiliche Ermittlung sein! Gemeinsamkeit der Erkrankten, räumliche und zeitliche Überschneidungen herauszufinden, wird dann auch der Wissenschaft konkretere Ansätze zur Suche geben, sprich den sprichwörtlichen „Heuhaufen“ zu einem Heubüschel verkleinern.

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