UN-Blauhelme statt Blackwater-Söldner in die Ukraine!

Eine russische Site will aus ukrainischen Geheimdienstquellen erfahren haben, dass Kiew u.A. Söldner der US-Firma Blackwater in den Osten des Landes geschickt habe um die „Russische Revolution“ dort schnell, massiv und wirksam zu beenden.

Keine Ahnung, ob diese Information stimmt!

Sicher dürfte aber sein, dass Extreme aller Lager und Seiten derzeit in der Ukraine ihr Süppchen kochen können und selbst der kleinste Radikale eine beträchtliche Hebelwirkung entfalten kann, wenn er nur im richtigen Moment das Falsche tut!

Das ist ein brandgefährlicher und darum inakzeptabler Zustand, der zum Dauerzustand zu werden droht.

Die russischen Minderheiten im Lande Ukraine werden nach Putin und der Krim als 5. Kolonne wahrgenommen. Sie werden eher ihrer Rechte beraubt, als diese in föderalen Strukturen bestätigt oder gar erweitert zu bekommen. Kiew ist weder legal noch objektiv sondern ein Teil des Problems. Unter solchen Umständen sollten eigentlich keine fairen und freien Wahlen erwartet werden können? Aber der Westen kann es kaum erwarten, seine gepushten Putsch-Zöglinge durch Wahlen legalisiert zu bekommen.

Sollte man in einer solchen Situation nicht an die zeitlich begrenzte Entsendung von UN-Blauhelmen in die Ukraine denken?

Sie sollten beauftrag werden, die kämpfenden Parteien in den verschiedenen Landesteilen voneinander zu trennen und sie sollten freie Wahlen gewährleisten helfen. Kiew könnte sich dann überlegen – ohne dabei parallel direkte Partei in Straßenkämpfen zu sein – wie man die Ukraine föderal gestalten könnte (und müsste!) um die russische Minderheit einzubinden und fair zu behandeln.

Gleichzeitig könnte man den westlichen Scharfmachern, die ständig nach der NATO schreien, die Argumente nehmen…

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21 Responses to UN-Blauhelme statt Blackwater-Söldner in die Ukraine!

  1. Leo Brux sagt:

    Eine föderale Struktur wäre der Ukraine angemessen; es spricht nicht für die jetzige Regierung in Kiew und nicht für die EU, dass man auf diesen konstruktiven Vorschlag von Putin nicht eingegangen ist.

    Werden die Wahlen im Mai sauber sein – und nicht so verdächtig wie die Wahl von Janukowitsch 2010? – Wir werden sehen. In diesem Punkt ist die EU als Überwacher aber weniger problematisch als Russland. Für Russland gehört das Fälschen von Wahlergebnissen zur Normalität.

    Wie stark ist die Bewegung in der Ostukraine, die weg von der Ukraine und hin zu Russland strebt? – Ich vermute, es ist eine Minderheit. Selbst die meisten früheren Unterstützer von Janukowitsch wollen – meines Wissens – wohl keinen Anschluss an Russland. Aber über Wahlen bzw. Referendum ließe sich meine Annahme verifizieren oder falsifizieren, und wenn es eine klare Mehrheit für eine Unabhängigkeit einen Anschluss an Russland gäbe, läge es nahe, dies in einem vernünftigen, an die Separation von Tschechien und der Slowakei angelehnten Prozess zu realisieren.

    Putin könnte durch einen Einmarsch seiner Armee über den Willen der (von mir vermuteten) Mehrheit der Bürger der Ostukraine hinweggehen; die Kosten dafür würden allerdings um einiges höher ausfallen als die Kosten im Fall der Krim.

    Da hat der Westen – so scheint es mir – klug dosiert. Er hat praktisch akzeptiert, dass die Krim nun eben jetzt zu Russland gehört (auch wenn man es noch nicht völkerrechtlich ratifiziert hat), und er hat die Sanktionen auf eher symbolische Akte beschränkt. Die eigentlichen Sanktionen werden die beträchtlichen geschäftlichen Verluste sein, die Russland und seine Oligarchen in Kauf nehmen müssen: Es wird sehr viel weniger investiert werden in Russland, sehr viel mehr russisches Kapital wird sich in den Westen flüchten, der Westen wird sich unabhängiger von russischem Öl und Gas machen. (Insofern war der DIREKTE Griff nach der Krim irrational; Russland hätte es auf dem indirekten Weg im Laufe von zwei oder drei Jahren auch geschafft, die Krim zu bekommen, da es dort eine klare Mehrheit für den Anschluss an Russland gab; natürlich nicht die lächerlichen 96,5%, die das gefälschte Referendum ergeben hat, aber doch wohl etwa zwei Drittel.)

    Sollte Putin seine Armee in der Ostukraine einmarschieren lassen, dürften die Sanktionen gegen Russland so stark ausfallen, dass sie die Basis seiner Herrschaft, das Geld aus dem Export von Öl und Gas, anknacksen und damit ihn selbst gefährden. Die russische Ökonomie ist ohnehin leistungsschwach und in Gefahr, immer weiter im Sumpf von Korruption und Inkompetenz zu versacken, auch die Kapitalflucht ist schon seit einiger Zeit ein Riesenproblem. Außer dem Export von Öl und Gas und noch einigen anderen Rohstoffen hat die russische Wirtschaft nicht viel zu bieten; die ineffiziente Struktur sorgt dafür, dass es immer noch schlimmer wird.

    Ich halte Putin für wenigstens so weit rational, als er seine eigene autokratische Herrschaft nicht durch einen Einmarsch in der Ostukraine gefährden wird. (Ein Einmarsch, der natürlich von der desinformierten russischen Öffentlichkeit durchaus bejubelt werden würde; das dicke Ende käme dann aber schon noch nach: die immensen materiellen Kosten.)

    Schauen wir mal, ob mein diesbezüglicher Optimismus berechtigt ist.

    Die eigentliche Gefahr sehe ich längerfristig darin, dass sich die russische Ökonomie auf einen Kollaps zubewegt – und dass dann politische Panikreaktionen der aggressiven Art zu erwarten sind.

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    • almabu sagt:

      Das sehe ich weitgehend genauso, Leo!
      Ich sehe auch keine drohende Gefahr des Einmarsches der Russen in die Ostukraine! Die Dinge liegen dort nicht nur anders als auf der Krim. Die Krim-Aktion, die trotz aller faktischen Akzeptanz grundsätzlich ein völkerrechtwidriger Akt war, kann so von Putin nicht einfach wiederholt werden. Er würde damit die NATO förmlich zum Handeln zwingen. Eine geteilte Ukraine kann auch nicht in seinem Interesse sein, denn er will ja eigentlich einen Puffer zwischen NATO und Russischer Armee haben. Bei einer Aufteilung der Ukraine gäbe es keinen Puffer. Aber die Pläne der NATO im Schwarzen Meer sind für Putin interessanter. Gäbe es NATO-Marine-Häfen in der Nähe der Krim, so würde deren Wert relativiert…

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  2. Jakobiner sagt:

    Gibt es denn schon einen Vorschlag, UN-Truppen in die Ukraine zu entsenden? Davon habe ich weder seitens der UNO, noch von einem der UN-Sicherheitsratsmitglieder, noch sonstiger Staaten gehört.Auch nichts von den Grünen oder der Linkspartei.Da bleibt es verdächtig still.Ist denn eine UNO-Truppen Verhandlungsgegenstand bei den Gesprächen zwischen Lawrow und Kerry, bzw. den USA und Russland? Könnte hier nicht das Weimarer Dreieck aktiv werden?

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    • almabu sagt:

      Meines Wissens bin ich der Erste, der dies vorschlägt? Dieser eigentlich naheliegende Vorschlag wird indess wenig Freunde gewinnen, denn die Kontrolle der Ukraine, bzw. einzelner Gebiete davon, wären dann nicht mehr einfach gewaltsam möglich. Das gälte für die Rechten vom Maidan ebenso wie für die Kiewer Regierung aber auch für die russischen Rebellen in der Südost-Ukraine. Es wäre eine Chance so langsam wieder Recht und Ordnung Gehör zu verschaffen und die Gewaltakte aller Seiten zu beenden. Russen und Ukrainer müssen wieder dazu kommen gleichberechtigt in EINEM Staat leben zu können und zu wollen!

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  3. almabu sagt:

    Interessant auch die eigenständige Haltung Israels in der Ukraine- bzw. Krim-Frage, die sich doch sehr deutlich von derjenigen der USA, der NATO und der EU unterscheidet:
    In der UN-Vollversammlung stimmte Israel nicht mit ab, wie z.B. auch der Iran! Hier bei uns wird medial gerne darüber hinweg gesehen, dass dieser Resolutionsantrag bezüglich der Ukraine von fast der Hälfte der Länder dieser Erde (100/93) NICHT angenommen wurde!

    Israel hat eine große Bevölkerung mit russischen Wurzeln bezüglich Herkunft, Sprache und Kultur. Bis zum Ende der UdSSR wurde die genaue Herkunft nicht statistisch erfasst. Danach halten sich Russen und Ukrainer etwa die Waage. Ähnlich vorsichtig operiert die israelische Regierung in dieser Frage. Den Antisemitismus
    schätzt sie aber in Russland und der Ukraine etwa gleich ein…

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  4. Leo Brux sagt:

    Off topic – aber ich nehme an, dass dich das faszinieren wird, almabu:

    http://blog.initiativgruppe.de/2014/04/06/die-woche-in-der-turkei-15-06-04-12-04-2014/

    Seymour Hersh belegt, dass Erdogan hinter dem Giftgasangriff in Damaskus letzten Sommer stand.

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    • almabu sagt:

      In der Tat faszinierend, aber mehr noch Besorgnis erregend, denke ich? Seymour Hersh bringt wie immer eine anscheinend gut recherchierte Geschichte aus dem Geheimdienstumfeld, die wie immer nicht überprüfbar ist. So bleibt es letztlich beim „Glauben“, bei der eigenen Einschätzung. Hierbei fällt es mir schwer zu glauben, dass Erdogan es wagen sollte Obama zu verarschen, zu manipulieren?

      Die in der Türkei mit Nervengas aufgeflogenen Islamisten, die so verdächtig schnell aus den Medien heraus waren, sind aber ein starker Hinweis darauf, dass die Geschichte so stimmig sein könnte. Probleme habe ich damit, dass ein solcher Versuch Erdogans die USA zu manipulieren von anderen Geheimdiensten, wie z.B. den Russen oder Israelis oder meinetwegen auch dem BND nicht erkannt und gemeldet wird?

      Was für Schlüsse wären daraus zu ziehen, wenn Hershs Geschichte stimmte? Erdogan wäre jetzt nach den Wahlen noch immer nicht fertig mit Assad. Erdogan könnte sich Ende diesen Monats für das chinesische Raketenabwehrsystem entscheiden. Die in Aussicht gestellte Einigung und Annäherung an Israel könnte weiter auf sich warten lassen. Deutschland müsste bezüglich türkischer Einmischung in Deutschland mit ganz anderen Maßnahmen rechnen, als es das bisher tat. Wenn also die USA wegen der NATO-Rolle der Türkei quasi zu Erdogans Gefangenen werden, dann sollte die EU sich nicht beeilen, auch in diese Abhängigkeit geraten zu wollen?

      Der türkische Wunschtraum zum Energie-Hub im Nahen Osten zu werden, könnte dann auch Maßnahmen gegen South-Stream denkbar werden lassen, wenn Erdogan offenbar so weit zu gehen bereit ist? Letztlich alles Spekulation…

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      • Leo Brux sagt:

        Putin hofft darauf, dass am Ende Erdogan die Türkei in seinen Block einbeziehen kann; auch Erdogan hofft – trotz Syrien – auf eine Annäherung an Russland. Wenn er Autokrat werden will, gibt es kaum eine Alternative dazu.

        Also hat Russland einen guten Grund, Erdogan nicht bloßzustellen. Einmal angenommen, die russischen Medien (die ja alle Staatsmedien und von Putin gelenkt sind), würden Hershs Darstellung übernehmen, wäre die für Russland wünschenswerte Allianz mit Erdogans Türkei keine Option mehr – der Büyük Lider müsste sich wieder mehr an die USA anlehnen.

        Für die USA ergibt sich aus Erdogans Verwicklung in den Gasangriff von Damaskus eine Erpressungsmöglichkeit.

        Natürlich wissen wir nicht sicher, ob Sy Hersh es richtig getroffen hat. Aber in der Regel lag er bisher schon immer richtig, oder?

        Erdogan contra Obama? – Wer steht denn letztlich hinter all den Enthüllungen seit Dezember 2013? – Die Gülen-Bewegung macht das ja wohl nicht allein. Ich gehe davon aus, dass die USA mithelfen; wenn es nicht sogar im Auftrag der USA geschieht. Drum bricht bei Erdogan auch immer wieder Wut gegen die USA durch, bei seinen Medien sowieso. Da ist die USA eine der Türkei feindliche Macht, gegen die sich das Land in einem zweiten Befreiungskrieg befindet.

        Mir kommt es so vor, als ob Erdogans außenpolitische Position verdammt prekär geworden ist. Mit fast allen liegt er überquer. An keinen kann sich die Türkei mehr anlehnen. (Ok, an den Qatar schon noch. Und Japan lässt sich auch kein Geschäft entgehen. Der europäischen Erdogan-Türkei-Lobby geht es jetzt allmählich nass ein, nachdem immer deutlicher wird, dass Erdogan trotz seines relativen Wahlerfolgs keine Stabilität bringen wird. So wird es mit Investitionen und Kreditaufnahmen schwieriger und schwieriger werden für die Türkei. Das wird sich mit der Zeit bemerkbar machen.)

        Dass die Türkei ernsthaft (und gegen den Willen der USA) an einen Einmarsch in Syrien denken, ist durch das belauschte und geleakte Gespräch im Sicherheitszentrum offenbar geworden. Assads Truppen haben im Moment Oberwasser und könnten größere Teile des kaputten Landes zurückerobern. Das könnte noch einmal Anlass für einen türkischen Einmarsch werden, um einen Teil Syriens für die Sunniten zu „retten“. Was ja wiederum nur im Bündnis mit der von der Türkei und Qatar bisher massiv unterstützten alQaida-ähnlichen Al-Nusra-Front denkbar wäre … Das wollen weder die USA noch Russland/Iran/Hezbollah.

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        • almabu sagt:

          Das ist zwar alles völlig verwickelt, klingt aber trotzdem nicht unlogisch. Könnte auch erklären, warum sich die Türkei nicht – wie von den USA erwünscht – als Schutzmacht der Krimtataren ins Spiel brachte und sich nicht gegen Putin in Stellung bringen ließ? Trotzdem hat Russlands Außen-Lavrov die Türkei ja indirekt verdächtigt als Hüterin des Vertrages von Montreux (Meerengen-Vertrag) hin und wieder ein Auge zugekniffen zu haben, bei Vertragsverletzungen der USA in letzter Zeit.

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  5. Jakobiner sagt:

    Zu Almabu:

    „Es wäre eine Chance so langsam wieder Recht und Ordnung Gehör zu verschaffen und die Gewaltakte aller Seiten zu beenden.“

    Naja, UNO-Friedenstruppen haben sich andererseits aber auch nicht als besonders effektiv erwiesen, wenn es zu Gewaltätigkeiten zwischen verschiednen ethnische Gruppen kam: Bestes Beispiel Screbrenica oder Ruanda, wo die UNO-Truppen den Massakern einfach zusahen.Auch die UNO-Friednestruppe unter österreichischer Führung hat sich inzwischen aus den Golanhöhen verabschiedet, da ihnen der Konflikt in Syrien zu heiss wurde.

    Interessant wird sein, ob Putin bis zu den Neuwahlen abwartet.Diese könnten ja mal als Test für die Stimmung im Lande sein und einer neuen Regierung auch die geforderte Legitimität geben.Soweit ich sehe, setzt Putin hier mehr auf Michael Dobkin, dem neuen starken Mann in der Partei der Regionen.Zu erwarten ist auch ein Wahlsieg Poroschenkos–über dessen politische Rolle und dessen Positionen früher und jetzt liest man aber sehr wenig.Ich fand auf Russia Today nur einen älteren Artikel, in dem dieser für seine moderate Rolle gelobt wird–in deutlicher Abgrenzung zu seinem damaligen antirussischen Vorgänger.

    Der russische Vorschlag einer Föderalisierung des ukranischen Staatswesen wird ja auch von westlichen Politikern geteilt.
    Der wesentliche Unterschied ist, dass Putin eben auch die „aussenwirtschaftliche Autonomie“der Regionen fordert, was aber die Angliederung der Ostukraine an die russische Zollunion, bzw. die Eurasische Union durch die Hintertür bedeuten kann.

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  6. Jakobiner sagt:

    Nun, die Anzeichen scheinen sich zu mehren, dass Erdogan in Syrien einmarschieren will–sei es nun der you tube-Mitschnitt des Geheimgesprächs zwischen Davotoglu, dem Chef des MIT und des Generalstabs, seien es jetzt Seymour Hershs Veröffentlichungen.
    Innerhalb Syrien hätte Erdogan wohl die Unterstützung der Muslimbrüder (die er in Syrien wie auch Ägypten und Palästina-Hamas-unterstützt) und der FSA, vielleicht auch einige Zeit der Dschihhadisten, bevor dann die Islam State of Iraq and Syria eigene Wegen gehen will.Erdogan will Assads Sturz jedoch nicht aus humantiären Gründen oder um eine Demokratie zu errichten, sondern um seinen Traum von einem neoosmanischen islamischen Reich auch militärisch zu erreichen.Bezeichnend, dass man seitens der NATO oder westlicher Regierung oder Medien kaum einen Aufschrei über derartiges Kriegsgezündel des NATO-Mitglieds Türkei findet.Aber vielleicht wäre Erdogan nach einem Einmarsch in Syrien dann wieder der Gute angesichts des bösen, bösen Assads.

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  7. Jakobiner sagt:

    Ganz interessant zu Erdogans Türkei ist folgende Anektode: Ein mit mir befreundeter US-Theologe wurde mit anderen christlichen Vertretern Anfang dieses Jahres zum „Dialog mit dem Islam“ auf AKP-Kosten in die Türkei eingeladen.Flug, Hotel, Spesen alles von türkischer Seite bezahlt.Es gab dazu eine Kreditkarte im Wert von 200 US-Dollar für Einkäufe. Man liess sich das Ganze also etwas kosten.Schwerpunkt der dann stattfindenden Symposien war der islamische Denker Said Nursi, der als moderater Vertreter seiner Religion dargestellt wurde, die Nurculukbewegung und später auch die Milli Görus beeinflusste, aus der die AKP hervorging und angeblich einen „Djihad des Wortes“präferierte.Über den angeblich so harmlosen Said Nursi ist aber auch zu lesen:

    „Ziel Said Nursis und seiner Bewegung war ein panislamischer Staat mit Mekka und Medina als Zentrum und der Scharia als Rechtsordnung.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nurculuk

    Wie es aussieht scheinen Erdogans neoosmanische Träume ähnlich gelagert zu sein und ob es bei einem „Djihad der Worte“bleibt, um einen panislamischen Staat zu verwirklichen, ist angesichts seiner Handlungen um Syrien doch sehr fraglich.

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  8. Jakobiner sagt:

    Da ist sie: Die erste deutsche Facebook-Generation-Friedensbewegung. In 19 Städten in Deutschland.Der Initiator Lars Mährholz, Fallschirmspringer und ehemaliger Eventmanager kann nicht sagen, wer die Gruppe ist, äussert in dem Interview auch nur grossteils allgemeinen Blubberquatsch ala Piraten, Occupy und betont, dass er wie alle anderen auf Facebook ein „ganz normaler Bürger“ist.Ich habe selten soviele Leer- und Allgemeinplätze gehört wie in dem Interview mit ihm.“Inhaltlich“ ist er für den Frieden–wer ist dies nicht- und schuld an den Krtiegen haben nur die Zentralbankensysteme, die zu zuviel Staatsverschuldung führen und die Fed und die Zentralbanken bräuchten alle 50 Jahre einen Krieg/Weltkrieg, damit das System funktioniert.Schafft die Zentralbanken ab, die die Welt kontrollieren und es gibt keine Kriege mehr.Was er anstelle des Zentralbankensystems setzen will, wird klar, wenn er den Libertären Ron Paul, US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner erwähnt, der für die Zerstörung der Fed ist und das Geld privatisieren will, wie auch sonst Sozialstaat und Staat überhaupt abschaffen will. So sieht heute Friedensbewegung und Antikapitalismus/Kapitalismuskritik aus: Es leben Radikallibertäre wie Ron Paul und Ayn Rand!Aber schau dir dies selbst einmal an:

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  9. Jakobiner sagt:

    Diese neue deutsche Friedensbewegung von Lars Mährholz ist ein recht konfuser Haufen. Elsässer jubelt sie hoch, wird dann aber als Redner ausgeschlossen und schreit Verra.Dafür dann Pro Deutschland, Die Freiheit, Reichsbürgerbewegung und eine Jugendgruppe des Bloschoitheaters, das dort für Putin tanzt. Ken Jebsen wird wiederum eingeladen und dann ein SPDler, obwohl die Bewegung eigentlich parteienunabhängig sein will. Doch seht selbst, wie es auf diesen Berliner Montagsdemos (jetzt wird die BRD fallen wie einst die DDR nach den Montagsdemos)der neuen deutschen Friedensbewegung zugeht:
    Ein SPDler spricht, der zuviel Oliver Stones JFK gesehen hat:

    Die Jugendgruppe des Bolschoitehaters tanzt zu Russlandflaggen:

    Und die Freiheit und Pro Deutschland halten auch noch Reden:

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    • HESSE sagt:

      @Jakobiner

      1. Die Ballerinas sind entzückend…

      2. Bitte um eine INHALTLICHE Erläuterung!

      …der „konfuse Haufen“ ist weshalb „konfus“?
      .
      HESSE
      .

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  10. almabu sagt:

    08.04.2014: Moskau. Russisches Außenministerium behauptet Kiev schicke US-Söldner der Blackwater-Tochter Greystone zur Austandsbekämpfung in den Osten der Ukraine. Diese rund 150 Söldner seien in Uniformen der Sondereinheit Sokol gekleidet. Es warnt vor der Gefahr eines Bürgerkrieges.

    08.04.2014: Kiew. Die illegale Regierung bestreitet die Beteiligung ausländischer Söldner an der Aufstandsbekämpfung in der Ost-Ukraine.

    09.04.2014: Washington. EX-Abgeordneter Dennis Kucinich hält die Präsenz von Söldnern in der Ukraine für unzulässig. Sie verfolgten private Wirtschaftsinteressen und hätten ein ökonomisches Interesse an der Ausweitung von Konflikten. Er fragt, nach der Herkunft des Geldes mit dem diese Söldner bezahlt würden. Die Ukraine hänge doch am Tropf des IMF, als derzeit einzigem Finanzier des Landes. Die Blackwater-Tochter Greystone Ltd. ist im Steuerparadies Barbados registriert und wirbt im Web damit, jederzeit, überall, an jedem Punkt der Erde die besten Soldaten der Welt zur Verfügung stellen zu können…

    09.04.2014: Washington. US-Außenminister Kerry sagt, Washington habe keine Beweise für ein Engagement von Greystone in der Ukraine! Ein Dementi klingt anders…

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  11. almabu sagt:

    http://www.commondreams.org/view/2014/04/09-3

    Wann ist ein Putsch ein Putsch? Diese sehr berechtigte Frage stellt der Autor dieses Artikels. Sehr Lesenswert (in englisch)!

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    • HESSE sagt:

      Hallo almabu,

      • Nachrichten aus dem Putsch-Paralleluniversum… :-)
      ——————

      1. Was ist Robert Parrys „news“ hinter der „news“?

      Der „lack of reality“ der amerikanischen Mainstream Medien (MSM) wird NICHT zufällig, sondern systematisch entlang eines politischen narrativs generiert…

      Artikelzitat Robert Parry:

      „It apparently has reached the point where the MSM is so tangled up in its propagandistic narrative that it can’t give American readers anything close to an objective reading of what is actually going on in Ukraine or many other places, for that matter. …
      The U.S. reporting on crises in Iraq, Syria, Iran and now Ukraine reveal a nearly complete disconnect from the real world, as if the MSM is operating in a parallel universe. …
      Now, we see what looks like a competition between government officials and mainstream journalists to produce the most extreme distortion of the truth. …“

      (QUELLE: R. Parry: „When Is a Putsch a Putsch? (The US False Narrative about Ukraine Continues). Secretary of State John Kerry accuses Russia of a ´contrived crisis` in Ukraine as the U.S.-backed coup regime in Kiev sends troops to crush resistance in the ethnic-Russian east. But the most ´contrived` element of this crisis may be the false narrative in Washington“, in: „Consortium News“, published April 9, 2014.
      http://www.commondreams.org/view/2014/04/09-3
      .

      2. Was ist ein „Public diplomacy team“?

      Parry hat bereits 1996 in Santa Monica (CA) die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass es ein System der politischen Nachrichtenkontrolle gibt, in dem so genannte „Public diplomacy teams“ direkt Einfluss auf die Berichterstattung nehmen.
      Konkret bedeutet das dann, dass Texte vor der Veröffentlichung einer politischen Endredaktion unterliegen, umgeschrieben werden, oder in den Reisswolf wandern.

      Parry, der Mitte der in den 80´ern noch für AP (Associated Press) in Washington arbeitete und für Zentral- und Lateinamerika zuständig war, berichtete, dass seinerzeit ein „Public diplomacy team“ des NSC (National Security Council) direkt bei AP tätig war.
      Während in Zentralamerika die von der CIA ausgebildeten Todesschwadronen unter der indigenen Bevölkerung wüteten und die USA geradezu von Drogen aus Südamerika überschwemmt wurden, blockierten (zensierten!!!) die „Public diplomacy teams“ der US-Geheimdienste und der Regierung die Presseberichte, die auf das Zusammenwirken von CIA, Reagan-Regierung, südamerikanischen Drogenproduzenten und Helfershelfern wie Manuel Noriega (Absolvent der berüchtigten „school of the Americas“) hinwiesen.

      Es sollte mehr als nur zu Denken geben, dass nur ein „Fehler“ bei AP dazu führte, dass die Machenschaften der Reagan-Regierung (Iran-Contra-Affäre) ans Licht kamen.
      Ein Übersetzungsdienst bei AP hatte „irrtümlich“ angenommen, dass einer der gesperrten Berichte Parrys -vom zentralen „head desk“ bei AP- zur Veröffentlichung bestimmt sei, den Text auf spanisch übersetzt und publiziert! Die story war damit „per accident“ (so Parry) in der Welt. Auf Spanisch.

      ———
      3. Das Problem besteht häufig nicht darin etwas zu recherchieren, sondern es einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln!

      http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Parry_(journalist)
      („page was last modified on 31 January 2014 at 04:54.“)
      Ebenfalls des Lesens wert und den meisten „Politikverstehern“ :-) möglicherweise noch nie vor die entzündete Linse gekommen:

      http://en.wikipedia.org/wiki/October_Surprise_conspiracy_theory
      (Konspiration eines relevanten Teils der CIA gegen die Carter-Administration…)

      http://en.wikipedia.org/wiki/Iran-Contra
      (Regierungspolitik entgegen den bindenden(!) Vorgaben des US-Kongresses)

      http://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Webb
      (Enthüllung des Kokain- und Crack-Drogenhandels der CIA, etc. etc.!)
      Der geselbstmordete Gary Webb (2 Schüsse in den Kopf) steht neben Robert Parry für die Aufdeckung zahlreicher krimineller Aktivitäten amerikanischer Regierungs- und Geheimdienststellen.

      ——-
      NACHTRAG:

      Was machst Du als Journalist bei AP, wenn Deine sauber und gut belegte story „aus politischen Gründen“ zu heiss ist, um veröffentlicht zu werden?
      Was machst Du, wenn Dir bekannt ist, dass das NSC (National Security Council“) ein „Public diplomacy team“ unterhält, das die kriminell-clandestinen Aktivitäten eines Oliver North (auch Mitglied des NSC) gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit abschirmen und mißliebige Presseveröffentlichungen verhindern soll?

      Folgende Videos sind bei Youtube.com (früher googlevideo) spurlos verschwunden:
      („Cocaine & the Contras“, Richard Parry & Gary Webb am 03. Dezember 1996 im „Midnight Special Bookstore“ in Santa Monica, California; (1/4), 21.01 min.)
      („Cocaine & the Contras“, Richard Parry & Gary Webb am 03. Dezember 1996 im „Midnight Special Bookstore“ in Santa Monica, California; (2/4), 30.10 min.)
      („Cocaine & the Contras“, Richard Parry & Gary Webb am 03. Dezember 1996 im „Midnight Special Bookstore“ in Santa Monica, California; (3/4), 32.05 min.)
      („Cocaine & the Contras“, Richard Parry & Gary Webb am 03. Dezember 1996 im „Midnight Special Bookstore“ in Santa Monica, California; (4/4), 26.14 min.)

      Nur diese Vorschau ist noch vorhanden:
      .

      .
      (Video: „Preview: Cocaine & The Contras“, 5.04 min.)
      ———

      4. FAZIT:

      Das auf Gleichschaltung der Öffentlichkeit bedachte Muster der vermeintlich „objektiven Berichterstattung“ ist sattsam bekannt!

      THESE: Die Einordnung, Deutung und Interpretation bestimmter Ereignisse von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung wird -auch- in den USA als systemrelevant (!) erachtet.
      Geradezu naiv erscheint hingegen die Vorstellung, dass Staatsmedien und hochkapitalisierte Medienkonglomerate der „Lust und Laune“ politisch unberechenbarer Redakteure überlassen sein könnten!

      Das gilt analog für alle „demokratischen“ Staaten, in denen die Berichterstattung einer politischen Zensur und Endredaktion unterliegt und in denen die Geheimdienste ihr Unwesen treiben!
      .
      HESSE
      .

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  12. Jakobiner sagt:

    1) Der Sturm auf Parlament und das Übergehen des Kompromisses von Janukowitsch, der Opposition und des Weimarer Dreiecks war klar ein Putsch. Aber was Putin jetzt abzieht, ist eben Maidan mal auf russisch, organisert vom FSB, und dem GRU. Genauso wie die EU/NATO ide Ukrianie unter ihre Vorhererschaft bringen wollen, so auch Putins Russland.Da ist keiner besser als der andere. Daher, wenn eine neue Friedensbewegung, dann unter dem Slogan „Für eine neutrale Ukraine–für den Frieden“.

    2)Zu Hesse: „Konfus“ist es, weil hier libertäre und rechtsradikale Ansichten versuchen sich zu verbinden.Die einen wollen eher einen Staat ala Putin, die anderen gar keinen Staat ala Ron Paul.
    Interessant ist ja auch, dass sich der Organisator Lar Märholz als gescheiterten “Eventmanager” outet.Er will scheinbar neue Events organsieren, diesmal eben Politdemos mit vermeintlich fortschrittlichen Slogans und da hat er eben inhaltlich aufgesaugt im Internet, was die “Hirnsturms”so alles mit”Like-It-Klicks” am meisten verbreiten.Aber der Mährholz ist bezeichnend für diese ganze Internetgeneration, die zum einen meist unpolitisch ist oder wenn sie politisch werden will, sich zumeist an Internetverschwörungsseiten hält.Diese Trottel dürften auch Fans von Stefan Raab sein–TV total und dann immer der Aufruf an diese Deppen “Wählen gehen!”, obwohl sie keinen blassen Schimmer haben von den politischen Inhalten der Parteien.
    Für die Mährholuze der Welt gibt es dann eben “Facebook total” und “Infokrieg TV total”, wo sie vermeintliche “Wahrheiten”konsumieren. Wohlgemerkt wollen diese Ultraideologen ihrem Selbstverständis nach immer “ideologiefrei”und “jenseits von links und rechts”sein.Ich schätze mal diese Deppen vom arabischen Frühling, die uns als Twitterrevolte präsentiert wird, waren sich auch nicht klar, welches Unheil sie eigentlich lostreten und die Islamisten hochbringen. So besteht eben auch die Gefahr, dass dieser vermeintlich „undieologische“Märholz die Rechtsradikalen hochbringt mit seiner Art der „Twitter-/Facebook-„Montagsdemorevolutioon. Aber das dürfte Hesse ja gearde gefallen, solch einen nützklichen Idioten zu haben.

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    • 08oo sagt:

      Wo sind denn die Beweise, dass Putin „Maidan mal auf russisch, organisert“?

      Die gleiche Frau, Propagandistin aus dem US Außenministerium, hatte schon die Lügen über angebliche Todesschützen Yanukowitschs verbreitet und lügt nun über russisches Militär in der Ukraine – mit Fotos aus Georgien 2008 : http://friendsofsyria.co/2014/04/23/the-us-government-caught-with-fake-photos-again/

      Und selbst *wenn* es so wäre – wieso sollte die USA „unkonventionelle Kriegsführung“ (Details siehe: Syrien bei http://enk894.wix.com/us-wars ) machen dürfen und Putin nicht gleichermaßen reagieren dürfen.? Auf einen Angriff nicht reagieren dürfen, das ist Verbot von Notwehr ! Sehr sonderbar und sicher nicht friedenserhaltend.

      Klar ist nur, dass durch die US-Politik Terrorismus in zig Länder eingeführt wurde: Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan, Somalia, Jemen, Tschetschenien, (Kosovo), Sudan, Mali – naja eigentlich ganz Afrika + Nahost + westliche ehem. Ostblockteile.

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  13. Jakobiner sagt:

    „Erdogan contra Obama? – Wer steht denn letztlich hinter all den Enthüllungen seit Dezember 2013? – Die Gülen-Bewegung macht das ja wohl nicht allein. Ich gehe davon aus, dass die USA mithelfen; wenn es nicht sogar im Auftrag der USA geschieht.“

    Siehe mal einer an, dann ist der sonst so als „paranoid“ verrufene Erdogan, der von einer Verschwörung spricht,eben doch nicht so paranoid, sondern eben nur machtbewusst, weil er diese Verschwörung durchblickt und dagegen vorgeht.

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