9/11 in Barcelona: LA DIADA Riesenerfolg, sagen Veranstalter!

Rot und Gelb uniformierte Menschenmassen ziehen ostwärts in Richtung Frankreich und Europa durch die Hauptverkehrsachsen Diagonal und Gran Vía Barcelonas, treffen am Platz Les Glòries aufeinander und verursachen einen Riesenstau! Es sind mindestens, wenn nicht noch mehr! Ein ganz klares Bekenntnis gegen Spanien, sonst wären diese ferngesteuerten Polit-Lemminge doch westwärts marschiert, Spanien entgegen?

Skeptiker würden wohl sagen, soviel Leute sind im Zentrum Barcelonas jeden Tag auf den Straßen unterwegs, okay, aber doch nicht Rot-Gelb-uniformiert und in eine Richtung marschierend?

Nun muss der Artur Mas, der als Präsident ALLER Katalanen zumindest offiziell nicht Partei ergreifen darf, schweigend hinter seiner Frau her stapfen! Die anderen herausgehobenen Separatisten geben sich indess voll dem Bad in der Menschenmenge hin. Ja, das hat schon auch Nachteile, so als Präsident!

Hunderttausende Pkws, über tausend Busse, die Metro, die RENFE und natürlich TV3 werden für das große Ziel der Separatisten missbraucht, denn diesen Einsatz bezahlen natürlich auch diejenigen Katalanen, die mit einer Abspaltung Kataloniens von Spanien nichts am Hut haben. Sie bezahlen ja auch permanent die Parallelstrukturen, welche die Generalitat systematisch aufbaut, Botschaften in aller Welt und die Medienagenturen, die dieses Projekt international verkaufen sollen.

Wenn dieser trotzig-verbockte Rajoy in Madrid und seine abhängigen kleinlichen Gerichte die berühmt-berüchtigte Volksbefragung, geplant für den 11/9 (gemerkt? Kein Zahlendreher, Absicht!) verbieten, dann müssen Alternativen her.

Die Spielverderber von ABC in Madrid melden heute, dass der echte Steuervermeider Jordi Pujol i Soley einst als Autonomie-Präsident die DIADA auf den falschen Tag gelegt hätte, wie peinlich!

Es soll ja der Niederlage der Stadt Barcelona von 1714 gegen die spanischen Truppen im Erbfolgekrieg (einem Bürgerkrieg) gedacht werden.

Nur: Die Schlacht habe zwar tatsächlich am 11.9. begonnen, Barcelona habe aber erst am 12.9. Mittags verloren und erst am 14.9.1714 offiziell kapituliert, so sagen es Historiker, die keine Hysteriker von der UAB sind…

Seit dem Lapsus von Jordi Pujol in den 80er-Jahren feiern die Katalanen also ihre Niederlage stets an einem falschen Datum, aber was soll’s?

Da die für den 11/9 angestrebte „Volksbefragung“ kaum Chance auf den verfassungsrechtlichen Segen des Gerichtes hat und deshalb wohl von diesem verboten werden wird, will Artur Mas vorgezogene Neuwahlen ausrufen und so seinen eigenen Untergang und den des Bündnisses CiU ausrufen. Er hat ja schon bei der letzten Wahl seine Sitze im Parlament halbiert. Ja, so sehen Sieger aus!

Wenn man bedenkt, dass Mas praktisch nichts erreicht hat ausser sozialen Kürzungen und seinen cervantescen Windmühlenkämpfen um die katalanische Unabhängigkeit, dann darf man ihm getrost das Ende seiner politischen Karriere prophezeihen! Der Dicke von der ERC grinst sich derweil einen ins Fäustchen…

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3 Responses to 9/11 in Barcelona: LA DIADA Riesenerfolg, sagen Veranstalter!

  1. almabu sagt:

    Die Straßenprozessionen sollen aus der Luft ein riesiges „V“ darstellen mit der Bedeutung: (O-Ton-Katalan) Willen, Wählen, Sieg!
    „La lletra simbolitza tres paraules: voluntat, votar i victòria.“

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  2. almabu sagt:

    Nach dem „Riesen-V“ nun die übliche Debatte, wieviel Teilnehmer denn nun daran teilgenommen hätten. Normalerweise unterscheiden sich die Zahlen der Polizei und der Veranstalter um etwa hundert Prozent, kein Witz, ehrlich!
    Diesmal ist aber alle viel krasser:
    Die Delegation der spanischen Regierung in Barcelona spricht von etwa 470.000 Teilnehmern, eine weit geringere Zahl als in den letzten Jahren. Die Veranstalter sprechen aber von 1,8 Millionen, das ist ein Unterschied von fast 400%:

    „En cambio, la Delegación del Gobierno español en Catalunya dice que han asistido a la V de la Diada entre 470.000 y 520.000 personas…

    …Las cifras de la Via Catalana 2014: 1,8 millones!

    Den Vogel abgeschossen hat zweifellos die spanische Nachrichtenagentur EFE, die ein Bild von Teilnehmern an der Diada mit der Bildlegende textete: Hunderte Teilnehmer versammelten sich in Barcelona!

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  3. almabu sagt:

    Eine 16-jährige Teilnehmerin am „Riesen-V“ formulierte es geradezu revolutionär und brachte es so auf den Titel der LA VANGUARDIA:

    „La voz del pueblo está por encima de lo que opine un tribunal partidista de Madrid“

    „Die Stimme des Volkes steht über der Meinung eines parteiischen Gerichtes in Madrid!“

    Das hört sich ganz zweifellos gut an, für einen Alt-68er besonders, aber es bedeutet auch, dass dies für die Meinung des gesamten spanischen Volkes gelten muss und dass nur dann, nämlich über eine Verfassungsänderung, die Linie des Verfassungsgerichtes verändert werden kann und nicht durch die einseitig-anarchistische Nichtzuständigkeitserklärung eines in der Form nicht existierenden katalanischen Volkes! Dieses ist nämlich kreuz und quer verwandt und verschwägert mit Restspanien und Nordafrika und als eigenständiges Volk* nicht existent.

    (Die völkische Argumentation macht mir sowieso Kopfschmerzen)

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