Mas rettet seinen Arsch mit Hilfe der PSC!

In vollem Galopp die Pferde und die Richtung zu wechseln, das zählt zu den Spezialitäten des Artur Mas. Leider findet er auch immer einen Dummen, der ihm dabei hilft. Diesmal sind es die katalanischen Sozialisten der PSC des farblosen Miquel Iceta, die Mas dabei helfen, nicht einmal eine Woche nach dem Pseudo-Wahl-Debakel vom 9-N seinen Arsch aus der Schusslinie zu retten…

Mas, die CiU und die PSC von Ictea sind wegen der verheerend schlechten Umfragewerte an vorgezogenen Neuwahlen nicht interessiert. Seine Ex-Verbündeten und Separatisten von ERC und die Grünen wollen genau diese vorgezogenen Neuwahlen zum 15. Februar.

Da Mas mit seiner Minderheitenregierung von der Duldung durch die ERC abhängig war, war er auch von Junqueras in gewisser Weise erpressbar. Dass er dabei war, sich davon frei zu machen, deutete sich bereits an, als er vor dem 9-N, den Eintritt der ERC in die Regierung ablehnte, den er zuvor lange gefordert und diese verweigert hatte.

Neben der ERC würden auch die zivilgesellschaftlichen Organisationen der Separatisten, ANC und Òmnium Cultural von Artur Mas kurzerhand abgehängt werden. Das wäre dann der endgültige Beweis, wo die Prioritäten des Artur Mas liegen.

Wie es scheint, wurden sich Mas und Iceta in vertraulichen Hinterzimmergesprächen darüber einig, dass sich die PSC bei der Abstimmung über den Haushaltsentwurf im katalanischen Parlament der Stimme enthalten wird, ebenso die konservative PP, die auch wegen schlechter Wahlperspektiven die Einhaltung der gesamten Wahlperiode fordert.

Damit würde die bisher entscheidende, die Stimme der ERC irrelevant und Oriol Junqueras stünde einmal mehr als tumbe Heulsuse da…

Der PP des MP Mariano Rajoy in Madrid hat Artur Mas ja einen „permanenten Dauerdialog“ zum Thema Katalonien angeboten, was einer Aufschiebung des Separatismus-Projektes gleich käme!

Auch im Stadtrat Barcelonas herrschen zwischen des Bürgermeisters Trias CiU und der PSC des Oppositionführers Collboni, ganz neue, kollaborative Töne inklusive Enthaltung beim ersten Haushaltsentwurf.

Auch beim Korruptionsausschuss über den Expräsidenten Jordi Pujol i Soley wird dessen ehemalige „rechte Hand“ Artur Mas von der PSC auffällig geschont.

Könnte das vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, zumindest bis zur nächsten Volte des Artur Mas?

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One Response to Mas rettet seinen Arsch mit Hilfe der PSC!

  1. almabu sagt:

    Artur Mas, der das französische Lyzeum in Barcelona besuchte, als betont francophon gilt und die Sprache des großen Nachbarn Kataloniens und Spaniens fließend beherrscht, scheint nun auch politisch Anleihen bei den Franzosen zu nehmen?

    Er hat ja das grundsätzliche Problem, ein Neoliberaler zu sein dessen sezessionistische Partner weitgehend Links, extrem Links oder Grün waren. Über die reine Abspaltung der Autonomie Katalonien von Spanien hinaus verbindet die praktisch nichts!
    Deshalb tragen weder Linke noch Grüne seinen Soziale-Einschnitte-Sparhaushalt mit. Dafür braucht es dann die staatstragenden Sozialisten von der PSC und Rajoys katalanische Splittergruppe PPC.

    Sein Gegenspieler Mariano Rajoy und dessen PP in Madrid stehen ihm eigentlich politisch näher als seine Freunde der Unabhängigkeit Kataloniens. Artur Mas ist vor zwei Jahren in einer politischen Notlage auf den Zug des Sezessionismus aufgesprungen und hat sich über die Zeit tragen lassen, aber die Zeit des Wechsels, der Trennung scheint nun wieder gekommen zu sein?

    Dabei ist Artur Mas bereit, buchstäblich über Leichen zu gehen und auch das Bündnis CiU, das Katalonien über die Jahrzehnte unter Pujol und Mas regierte, zur Disposition zu stellen.

    Er ließ durchaus das Modell einer sogenannten Einheitsliste der Sezessionisten durchspielen unter der Bedingung, dass sein Name ganz oben auf dieser Wahlliste stehen würde. Der seiner von Korruptionsskandalen geschüttelten CiU tauchte dann gar nicht erst auf! Es wäre für ihn auch deswegen eine elegante Lösung, weil der zu erwartende Absturz der CiU von 64 über 50 auf jetzt 32 Sitze nicht mit seinem Namen verbunden wäre! Es ist ungefähr so, als wenn Helmut Kohl unter „Kohl“ kandidiert hätte und die CDU dabei nicht einmal genannt worden wäre.

    Mas schwebt dabei so etwas wie die UMP in Frankreich vor, eine Vereinigte Volksbewegung, die Jaques Chirac und später Nicolas Sarkozy an die Macht gebracht hat und heute schwächelt. Sie wäre historisch unbelastet und ganz auf den Strahlemann an der Spitze zugeschnitten, auf Artur Mas.

    Es würde aber einen ganzen Haufen Verlierer geben auf diesem Weg, wie in Sergio Leones Italo-Western „Leichen pflastern seinen Weg!“ Gilt auch für den flinken, voltenschlagenden Artur Mas der alte Waidmann-Spruch „viele Hunde sind des Hasen Tod“?

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