Die Katalanen: Genies, von der Welt verkannt?

Wie jedes totalitäre System überschreiten auch die CAT-SEP’s beim Bemühen ihre Einzigartigkeit darzustellen, zuweilen die Grenzen der Lächerlichkeit. In Katalonien bastelt sich das INSTITUT NOVA HISTÒRIA (sic!) emsig und unbeirrt eine phantasievolle katalanische Geschichte „á la carte“.

Da ist natürlich die Umschreibung der Historie dieser nordostspanischen Grafschaft. Aber da ist auch die beliebte „Umdeutung“ historischer Personen, die zu Katalanen erklärt und so vereinnamt werden.

Nachdem schon Christoph Kolumbus, Erasmus von Rotterdam, Leonardo da Vinci und Miguel de Cervantes (Miquel de Servent) zu Katalanen erklärt wurden, habe ein Katalane (Francesc Vicent de Segorb) im15. Jahrhundert, also nach rund tausend Jahren des Schachspiels, die (modernen) Schachregeln erfunden und den alten, indischen Quatsch überarbeitet!

Charakteristisch ist dabei auch die Vereinnamung von historischen Persönlichkeiten durch die Ausweitung des katalanischen Gebietes auf Teile Frankreichs und Italiens, sowie Valencias, die alle „irgendwie zu Katalonien gehören“ und damit auch deren Persönlichkeiten.

Selbst wenn den CAT-SEP’s die Unabhängigkeit gelänge, wäre damit keineswegs der Frieden eingekehrt, denn natürlich müssen diese Gebiete, die „derzeit noch“ zu Spanien, Frankreich und Italien gehören „schnellstens Heim, in’s Reich geholt werden!“
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https://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus_von_Rotterdam
https://de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_da_Vinci
https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Kolumbus
https://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_de_Cervantes
https://de.wikipedia.org/wiki/Artur_Mas

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6 Responses to Die Katalanen: Genies, von der Welt verkannt?

  1. 253 sagt:

    Mist, jetzt schreibe ich ja doch noch mal.
    Die Katalanen hätten als gute Nazis inzwischen wirklich mal bessere Autobahnen mit weniger Maut verdient. Keine Ahnung wer da geschlampt hat.
    Wäre ich Katalane würde ich am 27S auf jeden Fall CUP wählen. Mit ihrem Parteiprogramm der Paisos Catalans müsste man( oder mensch aus Gendergleichberechtigung-CUP-Perspektive) ihnen eigentlich die absolute Mehrheit geben, um mitzuerleben wie David Fernandez dann mit politischen Winkelmanövern Valencia, die Balearen, Sardinien, Perpignan etc. okkupiert und Katalonien einverleibt beim Münchner Abkommen 2.0. mit Noam Chomsky oder Michael Bloomberg in der Rolle des Mussolini oder als militärischer Oberbefehlsbehaber wie in uralten Zeiten als die Staatschefs noch selber an der Spitze des Heeresbatallions standen.

    Der Typ, der immer gekleidet ist, wie ein Obdachlosenzeitungverkäufer in der Metro, der Rato mit einem Schuh bedroht hat und spanische Eltern hat und von daher ja eigentllich vor dem Nationalkatalanismus flüchten müsste. Schon ein Bild für die Götter sich das nur vorzustellen, obwohl eigentlich Quim Arrufat und Marc Crosas meine Idole sind.

    Dass ERC und CUP Katalonien wirtschaftlich ruinieren würden ist andererseits natürlich ein Teufelskreis. So wird man die neoliberale Politik, Vetternwirtschaft und Korruption des Mas-Pujol-Clans ja nie los, Ich vermute eine Podemos-ICV Regierung würde die katalanische Wirtschaft dann wohl auch nicht erlauben, das wäre ideologisch ja das Gleiche ohne Separatismus. Die Tripartit Zeit wird von wirtschafts-oder neoliberalismusfreundlichen köpfen ja auch sehr negativ bewertet, abgesehen davon, dass vor der Krise also auch vor dem Amtsantritt des Maragall-Kabinetts die Verschuldung Kataloniens unter 10% in Relation zum BIP lag trotz der massiven Korruption des katalanischen Amigo-Systems und dann die Schuldenquote des wirtschaftlichen Kollaps in Spanien explodiert ist, was sie in Euskadi nicht tat. Die bestimmenden katalanischen Wirtschaftsfamilien würden dann anscheinend nur Ciudadanos oder PPC als Alternative zu Mas erlauben, womit man die Bemühungen um irgendeine Autonomie dann gleich begraben würde.

    Naja ich werde ja nicht mehr freigeschaltet, seit ich dich beleidigt hatte, so wie die Katalanen ständig beleidigt werden im politischen Diskurs Spaniens. Wollte das Ganze nur nochmal etwas humoristischer reflketieren,, wie gesagt mir ist ja auch klar, dass Katalonien nie unabhängig wird bei solchen Vorzeichen, wenn EU, Wirtschaft und und aggressiver spanischer Nationalismus dagegen sind, anstatt die Demokratie in einem Referendum walten zu lassen wie in Quebec und Schottland. Und selbst dann würde es ja knapp werden, obwohl die demographische Situation nicht so schwarz-weiß abgetrennt ist wie es viele gerne darstellen würden anhand der Unterschiede zwischen BCN und dem Land, als ob niemand der ethnischen Spanier für ein SI-SI stimmen würde und alle ethnischen Katalanen dafür. Grundsätzlich gibt es in beiden Lagern aber sicher schon jeweils eine qualitative Mehrheit für Espana oder Catalunya. Die Unterschiede bei den Alterssektionen sind aber wohl auch spürbar wie in Schottland, aber das liegt ja nur an der Indoktrination in den katalanischen Schulen und TV3 und Catradio, die die Rentner anscheinend nicht schauen und hören, mit ihren 20% Marktanteil im Konkurrenzkampf gegenüber TVE, Telecinco etc. wo nie die Argumente der Cat-Independisten vertreten sind oder El Periodico und den ganzen Madrider Zeiten, die alle in Catalunya gekauft werden können.

    Naja Auf Nimmerwiedersehen, ich würde übrigens wirklich CUP wählen wäre ich Katalane.

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    • almabu sagt:

      Dieser Beitrag wird aus den gleichen formalen Gründen freigeschaltet, aus denen der vorige Beitrag abgelehnt wurde. Er muss mir also keineswegs gefallen, was dieser hier allerdings trotzdem tut! Katalonien mit Schottland zu vergleichen ist genauso abwegig wie mit dem Kosovo. Das ist Argumentation mit verlogenen Begründungen auf der Basis phantasievoller Geschichtsumschreibung. Die Perversion von Demokratie ist es, solch weitreichende Entscheidungen wie die Sezession von Spanien notfalls mit weniger als 25% der WAHLBERECHTIGTEN (nicht ALLER Katalanen!) durchführen zu wollen. Dies wäre nämlich bei geringer Wahlbeteiligung auf Grund des Wahlgesetzes durchaus möglich. Zu den sogenannten „katalanischen Genen“ sage ich erst gar nichts. Viele Katalanen haben ihre Wurzeln in ALLEN Teilen Spaniens, aber auch Frankreichs, Italiens und sogar auch in Deutschland. Die Existenz eines sogenannten „katalanischen Volkes“ ist ein Kunstprodukt aus dem 19. Jahrhundert. Mir gegenüber wurde in den 80er und 90er Jahren in Barcelona sogar rassistisch argumentiert, in den Katalanen gäbe es kein Moro-Blut! Damit hatten sich diese Gesellen bei mir nachhaltig diskreditiert…

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      • ich sagt:

        Ich hatte 1992 als wir Ossis dann wegfahren durften in Barcelona gelernt, dass Katalonien nicht Spanien ist. Im Laufe der Zeit hatte ich dann mitgekriegt, wie die Katalanen als Polacos bezeichnet werden in Restspanien, was das Verhältnis adäquat widerspiegelt, wenn die Spanier selbst die Katalanen mit der polnischen Geschichte vergleichen und nicht mit der deutschen wie dieser Blog. Hatte auch im Laufe der Zeit begriffen, dass Nationalismus nicht automatisch exkludierend und rassistisch ist und es linksnationalistische Varianten gibt wie in Schottland und Irland. Für den Katalanismus zu sein war für mich immer einfacher als Barça-Fan zu sein, was ich auch praktisch seit dem Moment bin als das Camp Nou das erste Stadion war, dass ich in meinem Leben betrat. Bei Barça stört mich immer wieder, dass die Socis Typen wie Nunez oder Bartomeu zum Präsidenten wählen und vieles was ich allgemein am heutigen Fussball ankotzt. Aber was will man machen, man kanns sich ja im Fussball nicht aussuchen, welchen Verein einem das Schicksal aussucht, auch wenn bei mir wahrscheinlich auch Schluss ist sobald der Verein auch noch in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Dann werde ich wahrscheinlich keinen Vereinsfussball mehr schauen. Die Zeit in einer katalanischen Liga würde ich dagegen sicher mitmachen, wenn es mit einem Ligue 1 Beitritt nicht klappen sollte, auch wenn die französischen Teams dadurch natürlich enorm profitieren würde was Fernsehgelder angeht, aber FN und französische Teams sind ja dagegen.

        Jedenfalls war es in der Politik immer sehr leicht für mich den Separatismus zu befürworten, weil er von linken Parteien getragen wurde, die ganze Zeit als die CiU föderalistisch war +es linke Fürsprecher wie Oleguer, der nie für Spanien spielen wollte oder halt Marc Crosas gibt, der ja auch die Ähnlichkeiten zwischen den schottischen und katalanischen Unabhängigkeitsprozess erkannt, aufgrund seiner Zeit bei Celtic.
        Diese Behauptungen die Katalanen würden die paises catalans gegen den Willen der dortigen Bevölkerung in Valencia etc. gewaltsam errichten, sind schließlich auch völlig absurd.

        Wie viele Leute im Gebiet des heutigen Kataloniens sich während des Guerra dels Segadors oder des spanischen Erbfolgekrieges selber bewusst als Katalanen wahrgenommen und identifiziert haben, weiß ich nicht, spielt aber auch keine Rolle in meinen Augen, da es erst ab dem 19.Jh. in Europa überhaupt üblich würde, dass man sich hauptsächlich zu seinem Nationalstaat verbunden fühlt anstatt zu seinem Monarch oder seiner Religion. Ich bezweifle das aber, dass sich die Menschen in Katalonien während des Schnittlerkrieges oder des Erbfolgekrieges weniger als katalanisches Volk wahrgenommen haben als es sehr viele europäische Völker im 17.Jh., die heute einen eigenen Staat besitzen.

        Was die Moros-Sache angeht, sehe ich überhaupt keinen Unterschied zwischen Catalunya und den restlichen Autonomien, was das Verhältnis zu muslimischen Mitbürgern angeht. Es gibt in meinen Augen das gleiche Maß an Problemen, Rassismus, Parallelgesellschaften, Islamophobie, Salafismus und den ganzen Kram. Wenn das so ein entscheider Punkt der katalanischen Selbstreflektion wäre wie hier behauptet, müssten ja ERC und CUP Pegida in Catalunya etablieren und die pro-spanische PXC für die Muslime eintreten, anstatt andersrum wie in Wirklichkeit.

        Im Endeffekt würde ich als Katalane auch keine Angst haben was die wirtschaftlichen Horrorszenarien angeht. Gerade in Catalunya erlaubt die Kaste und Elite doch sowieso nicht, dass Katalonien jetzt einfach mal einige Jahrzehnte im wirtschaftlichen Urschleim versinkt, sondern würden Artur Mas dann auftragen, er muss sich mit Rajoy zu irgendeinem faulen Kompromiss einigen und den Unabhängigkeitsprozess beenden, was dann auch passieren würde. Dass Pujol oder irgendwelche anderen Ciu-Mafiosis in diesem Fall von der spanischen Justiz irgendwas zu befürchten hätten, glaubt nach Barcenas, Rato, Gürtel, Urdangarin und den tausenden anderen Fällen wohl eh kaum jemand.

        Meiner Meinung nach könnte sich Katalonien als EU-Mitglied gut behaupten ökonomisch, das ist halt der entscheidende Punkt, dass Katalonien das schottische Yes gebraucht hätte, da dann Schottland jetzt bereits in fortgeschrittenen Beitrittsverhandlungen mit der EU wäre und Brüssel schlechter argumentieren könnte, dass Neuaufnahmen unabhängig gewordener Staaten unmöglich sind und Spanien abwägen müsste, ob man Catalunya nach einer DUI militärisch okkupiert, was die EU wahrscheinlich nicht erlaubt, oder boykottiert durch Vetos und Wirtschaftsblockade für katalanische exporte oder ob man nach gemeinsamen Lösungen sucht, falls die Unabhängigkeit mehr als 50% hätte. So wird es wahrscheinlich nicht mehr zur DUI kommen, egal wie der 27S ausgeht.

        50,1% würde für mein Demokratieempfinden auch reichen. Wer bei so einer Schicksalsfrage nicht wählen geht, hat generell dann im Nachhinein nicht über die Folgen zu lamentieren, wenn sie einem nicht passen. Das Problem halt hier, dass in Spanien normale Referenden nicht möglich sind, weil man sich lieber hinter der Verfassung verschanzt, die Katalonien aus Angst vor der Rückkehr zur Diktatur annahm, weswegen es vielleicht nicht jedem Katalanen klar ist, dass es nur diese Möglichkeit gibt, ein Referendum durchzuführen. Die vielen Katalanen andalusischer, extremadurischer Herkunft etc. können ja wählen, spanisch sprechen, sich über den Unabhängigkeitsprozess medial informieren, indem sie sicherlich von Mas beeinflusstes TV3 schauen, wo aber zumindest alle in der Generalitat vertretenen Parteien in den politischen Debatten teilnehmen wie ich selber letztes Jahr gesehen habe oder sie informieren sich halt bei spanischen Sendern und Madrider Zeitungen, wo die Argumente der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter praktisch gar nicht stattfinden. Das steht ja jedem frei, wie er sich seine Meinung bildet.

        Wenn es im Endeffekt weniger als 50% für die Unabhängigkeit sind liegt das sicherlich auch daran, dass Katalonien diese Einwanderung durch billige Industriearbeiter hatte in den 60ern. Aber das wäre dann halt das Ergebnis und hat sich dann eben erledigt. Niemand wird sie deswegen linguistisch diskriminieren, nachdem sich die Unabhängigkeit Kataloniens erledigt hat, viel eher wird Katalanisch verschwinden als Sprache. Für diese Katalanen, die zuhause Spanisch sprechen, wäre die Unabhängigkeit auch profitabel mit dem Mittelmeerkorridor durch bessere Infrastruktur, der dann langfristig entstehen könnte oder die bessere Fiskalbilanz Kataloniens. Deswegen stimmen wahrscheinlich auch viele von ihnen für katalanistische Parteien, auch wenn es eine Minderheit ist. Aber wie gesagt, dass wird nicht an den ethnischen Spaniern scheitern, bei denen halt die Ablehnung der Unabhängigkeit auch längst nicht bei 100% liegt wie man erwarten müsste würden sie linguistisch oder rassistisch diskriminiert, sondern an der EU-Sache.

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        • almabu sagt:

          Der Nationalismus, dieses böse Relikt aus dem 19. Jahrhundert, löst nirgendwo Probleme sondern er schafft sie. Da wird mit an Religion erinnernder Inbrunst verkündet, dass ALLES besser würde, wenn man nur eine eigene Nation, im eigenen Staat sei! Das Ergebnis sind stets Kriege mit den Nachbarn oder der ganzen Welt…
          Das Problem des katalanischen Nationalismus lässt sich nicht mit Abstimmungen lösen. Erst wird seit Jahren die Gesellschaft propagandistisch tief gespalten und dann wird nach einer formal demokratischen Abstimmung, die allerdings nach den dafür nicht vorgesehenen Regeln einer Wahl eines Autonomie-Parlamentes erfolgen soll, die eine Hälfte mit 51% zum Sieger erklärt und die andere Hälfte mit 49% zum Verlierer, Wahnsinn oder?
          Das Theater wird – so oder so – nicht aufhören, nach dieser „Schicksalswahl“, darauf würde ich wetten! Den Betreibern dieses Separatismus-Projektes geht es um ganz andere Dinge als die vorgegebenen Gründe, Wenn dabei, von der Geschichtsfälschung angefangen, brutal gelogen wird, dann sollte man schon nach den Gründen fragen. Fragt doch mal „den ewigen Jordi Pujol“ woher sein Reichtum kommt und wie oft er Madrid in entscheidenden Abstimmungen zu lukrativen Mehrheiten verholfen hat? Korruption führt halt quasi automatisch zu wirtschaftlich schlechteren Lösungen und dies hat IMMER negative Folgen.

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        • almabu sagt:

          Gerne wird von den CAT-SEP’s auf die hohen katalanischen Autobahngebühren verwiesen, einem Nachteil im Vergleich zum Rest von Spanien. Da muss man sich fragen WER diese Autobahnen genehmigt hat, WER sein Geld in WELCHEN Firmen bzw. oder Banken dort investiert hat und WER seither dort ABKASSIERT? Da waren nicht die ÜBL(ICH)EN VERDÄCHTIGEN aus Catalunya selbst im Spiel?

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  2. almabu sagt:

    Auch über den Charakter, den Ursprung und die Verbreitung der katalanischen Sprache wird von den CAT-SEP‘ absichtlich gelogen:

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