„Haircut“, Schuldenschnitt! Die Ukraine ist schließlich nicht Griechenland…

Erinnern wir uns an das monatelange Tauziehen um die als Dritte Griechenland-Rettung verkleidete Bankenrettung? Knüppelhart wurde da gerungen und der von praktisch allen Institutionen geforderte Schuldenschnitt durfte nicht sein, denn da hätten ja Banken SOFORT, ECHTES Geld verloren und abschreiben müssen und Frau Merkel hätte dem Deutschen Michel konkrete Zahlen nennen müssen, was der Spaß so kostet. Daher der plumpe Trick mit der Verlängerung der Laufzeit und der Reduzierung der Kreditzinsen, was faktisch auf das Gleiche hinausläuft, jedoch den Charme hat, dass die Leichen weiterhin als Forderungen (die evtl. sogar bedient werden!) in den Büchern stehen.

Wie anders läuft es da doch derzeit in der Ukraine! Dieser failed-state hat seit dem US-Putsch in Kiew gewissermaßen Narrenfreiheit, immer mit dem Ziel den Konflikt mit Russland am Brennen zu halten um über das NATO-Vasallentum die Europäer an der kurzen Leine unter Kontrolle zu halten. Die Ukraine ist (noch!) nicht im Euro, aber diese bestechende Idee wird den Amis sicher noch rechtzeitig kommen?

Wenn Kiew also Geld braucht, was praktisch ständig der Fall ist, dann ist es überaus praktisch, dass dort US-Staatsbürger in verschiedensten Funktionen in Regierung, Verwaltung und Militär tätig sind. Die zuständige ukrainische Finanzministerin, die US-Staatsbürgerin Natalie Jaresko ist in den USA (Illinois) geboren, aufgewachsen und hat in Chicago studiert. Sie hat in fast allen wirtschaftlich relevanten US-Ministerien und internationalen Finanzorganisationen gearbeitet. Die Ukra-Staatsangehörigkeit bekam sie erst vor 9 Monaten bei ihrer Amtsübernahme! So sollte es Einen nicht wundern, wenn in Kiew die Forderungen schneller, geräuschloser und geschmeidiger bedient werden, so ganz ohne Sturz der Regierung, ohne Neuwahlen und all den demokratischen Kram mit dem Griechenland uns in Atem hielt. Es heisst im Klartext aber auch: In Kiew geschieht NICHTS ohne Wissen und Billigung der USA!

Kiew bekommt unter anderem einen Igitigit-SCHULDENERLASS von 20% oder 3,2 Milliarden Euro gestrichen, einfach so, WEG sind ’se!

Reichlich Spielgeld muss aber sicher auch noch nachgeschossen werden, denn die Schulden sind ja bekanntlich nur eine Sache und die Kassen sind leer in Kiew. In dieser korrupten Oligarchie die Lage der Wirtschaft auf den von Schoko-Poro kunstvoll am Laufen gehaltenen Konflikt in der Ostukraine zu schieben, das ist schon ein besonderer Fall von Chuzpe…

Haben wir dazu ein einziges Wort von den üblichen Verdächtigen gehört, den Schäubles, Merkels, Hollandes oder Camerons? Das flutscht. Fast wie die feudalistische Vergabe von Abgeordnetenmandaten durch Schoko-Poro und Nazi-Jaz gegen Millionenbeträge zur Finanzierung ihrer eigenen Wahlkämpfe. Oligarchenkram halt…

Aber selbst der ECONOMIST stellt nüchtern fest, dass es dem Durchschnittsbürger der Ukraine heute deutlich schlechter geht als am Ende der Sowjet-Zeit und die Inflationsrate beträgt 60%.
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http://www.reuters.com/article/2015/08/24/ukraine-crisis-debt-idUSL5N10Z30320150824
http://derstandard.at/2000020421563/Ukraine-steht-vor-schicksalsschwerem-Treffen
http://www.cnbc.com/2015/08/27/ukraine-reaches-debt-restructuring-deal-russia-news-agency.html
http://www.economist.com/news/finance-and-economics/21662584-ukraines-deal-its-creditors-less-impressive-it-appears-tinkering

https://en.wikipedia.org/wiki/Natalie_Jaresko

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5 Responses to „Haircut“, Schuldenschnitt! Die Ukraine ist schließlich nicht Griechenland…

  1. Hessenhenker sagt:

    Kann ich auch einen Abgeordnetenposten abhaben?
    Für den versehentlichen antisemitischen Brandanschlag auf mich bin ich immer noch nicht entschädigt worden, das wird jetzt mal Zeit.

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    • almabu sagt:

      Frag‘ nach in Kiew!
      Übrigens: Dein „versehentlicher antisemitischer Brandanschlag“ liegt mir schwer auf dem Magen! Das klingt nämlich fast so, als ob es auch „richtige, berechtigte anitsemitische Brandanschläge“ gäbe und das hast du bestimmt nicht gemeint?

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      • Hessenhenker sagt:

        Versehentlich war er deswegen, weil die antisemitische Person wohl geglaubt hat, in meinem Haus wohnte nicht ich, sondern ein von ihr gestalkter Professor.
        Hervorgerufen hat sie den Eindruck allerdings selbst, indem sie mir wochenlang jeden Tag neu das Briefkastenschild mit dem Namen des Professors überklebt hat, um den Postboten zu täuschen (der hat weil ich tagsüber natürlich wegen Arbeit abwesend war dann immer bei der Nachbarin geklingelt, welche die Pakete netterweise angenommen hat . . .).
        Nachdem ich wegen diverser künstlerischer Provokationen ständig gefragt worden bin „Biste etwa DOCH eh‘ Judd“, bin ich es jetzt!
        Steter Tropfen höhlt den Stein.

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  2. almabu sagt:

    Obama lobt Schoko-Poros „imaginäre“ Reformen in der Ukraine und dies ist eine klare Aufforderung an die Merkels, Camerons und Hollandes die Spendierhosen anzuziehen nachdem der IMF schon 11 Milliarden zu Beginn der Krise über den Tisch in die Ukraine schob und nochmals die gleiche Summe bis 2018 in Aussicht stellte, die an „imaginäre“ Bedingungen geknüft sein werden.

    Da kann sich selbst EU-Jean-Claude Juncker nicht zurückhalten und stellt dem derzeit durch Europa klüngelnden Schoko-Poro schon mal Visa-Freiheit für die EU ab Anfang 2016 in Aussicht, was von den EU-Nationalstaaten noch genehmigt werden muss. Er „FORDERT“ dafür pro forma fälschungssichere-computerlesbare Pässe der Ukraine, mit deren Produktion allerdings erst im Laufe des Jahres 2016 begonnen werden soll. Nichts als eine weitere pure Absichtserklärung der Ukras und die ganzen rechten Söldner werden uns mit ihren „alten Lappen“ heimsuchen. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis…

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