Zwischen Madrid und Barcelona, da ginge noch was, wenn..

Trotz des ganzen separatistischen Lärms der CAT-SEP’s sind nach einer neuen GESOP-Umfrage für 8tv 59,3% der Befragten Katalanen für Verhandlungen mit der Zentralregierung in Madrid, WENN es nach den Wahlen des kommenden 20D in Spanien zu einem Regierungswechsel kommen sollte.

Nur das berüchtigte „knappe Drittel“, die 31,6% der Hardcore-Separatisten, wollen mit dem Bruch mit Spanien unbeirrt weiter machen, unabhängig davon, was bei den Wahlen in Madrid entschieden werden wird, an denen sich CDC und ERC trotzdem beteiligen werden, obwohl den beiden Parteien CDC und ERC nur Zwei-Prozent-Ergebnisse prognostiziert werden, da sie nicht auf nationaler Ebene in ganz Spanien, sondern nur in der Autonomie Katalonien antreten.

Von den hauptsächlich Spanisch sprechenden Katalanen sind sogar 80,3% für Verhandlungen, von den Katalanisch sprechenden Katalanen immerhin auch noch 37,3%, was bedeutet, daß auch unter den „katalanischen Katalanen“ eine MEHRHEIT FÜR Verhandlungen ist.

Aber NUR OHNE Rajoys PP in Madrid ab dem 21D. Dumm nur, dass genau diese PP in aktuellen Umfragen wieder etwas zulegt, derzeit Unangefochten an erster Stelle vor der PSOE und C’s liegt. Dazu kommt, daß die PP sich „auf die Schnelle“ ein Regierungsprogramm „zurecht schustern“ wird. Sie hat sich bisher ausschließlich auf Rajoys Wirtschaftspolitik, die Bewältigung der Krise verlassen. Dieser „Erfolg“ bröckelt derzeit an allen Rändern, denn die Arbeitslosigkeit ist seit drei Monaten in Folge wieder am (saisonal bedingten) Steigen. Dazu mäkelt Brüssel, daß Rajoy die Verschuldungsgrenze in Spanien nicht einhalten wird.

Ausserdem wird der erzwungene, massenhafte Wechsel aus relativ sicheren, aus heutiger Sicht gut bezahlten Arbeitsplätzen in befristete, unsichere Jobs zu Hungerlöhnen von den Betroffenen nicht unbedingt als erfolgreiche Politik empfunden, da können sich Europas konservative Politiker noch so oft zu Unterstützungstreffen mit Rajoy in Madrid einfinden. Der Bürger merkt’s und ist verstimmt…

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2 Responses to Zwischen Madrid und Barcelona, da ginge noch was, wenn..

  1. ich sagt:

    ja es ist immer das gleiche hardcore-drittel. Die situation ist eigentlich die Gleiche wie 2004. Beim Fußball ist sie auch die Selbe wie 2004 als Barça noch im Viktimismus-Modus war und 1-9 bei den CL-Titeln zurücklag gegen Madrid. Das 23-10 für Barça über Madrid in den letzten 10 Jahren bei den Titeln war eh nur durch Villar und Uefalona zustande kommen und die 3 Titel der La Roja habt ihr auch hauptsächlich Xabi Alonso, Iker und Sergio Ramos zu verdanken und in viel geringeren Maßen den katalanischen Nichtskönnern wie Xavi, Busquets, Pique und Puyol oder den Cules aus anderen Regionen wie Iniesta mit dem langweiligen Tiki-Taka.

    Man könnte natürlich auch als Laie denken, dass 48%+x unter den CSQEP Wählern theoretisch noch mehr sein könnten, wenn die katalanischen Bürger z.b. die Sicherheit hätten bei Unabhängigkeit Bestandteil der internationalen Gemeinschaft, UNO, EU zu bleiben und einige der 13% Unentschiedenen Stimmen oder 52% Nein Stimmen aus spanischer SIcht nicht aus Überzeugung resultierten, dass im spanischen Staat eine gute Zukunft für Catalunya wartet sondern aus Angst vor der internationalen Isolation Catalunyas. Einen solchen Sieg der pro-spanischen Unionisten, der dadurch zustande kommt, dass niemand auf der Weltbühne außer Alex Salmond und das Foro Sao Paulo Katalonien unterstützt, würde ich auch ableiten, dass der spanische Staat gut funktioniert und die Achtung seiner Diversität Hand in Hand geht mit optimistischen Visionen für die Zukunft.

    Aber das würde natürlich außer Acht lassen, dass die Katalanen in der Schule indoktriniert wurden für die Unabhängigkeit zu sein, obwohl das überhaupt keinen Sinn ergibt, weil die CiU vor 2012 noch gar nicht wusste, dass sie für die Unabhängigkeit sein würde und teilweise die PPC brauchte, um in der Generalitat zu regieren.

    Aber natürlich der einzige Grund warum es den Basken wirtschaftlich besser geht ist das sie keine 3% haben.

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    • almabu sagt:

      Ein kurzweiliger Beitrag, der munter Äpfel und Birnen vermischt, z.B. katalanischen Separatismus und das internationale Milliardengeschäft Fußball. Es mag Sie überraschen, aber ich sehe den FC Barcelona vom Separatismus-Klüngel durchaus missbraucht für völlig unpassende, undemokratische, politische Statements und Stadionbilder, die eher an faschistische, zumindest totalitäre Systeme erinnern. Barcelona mutiert so langsam zum engstirnigen Hinterwäldler-Kaff und das tut mir weh.
      Die Victimisten der CAT-SEP’s beklagen sich über die Beinträchtigung noch höherer Zustimmungsraten wegen der fehlenden, gar als Bedrohung oder zumindest als einseitige Parteinahme für Madrid empfundenen Haltung internationaler Gremien, Institutionen?
      Nun, für JEDEN außerhalb der spanischen Autonomie Katalonien ist die verlogene Willkür der CAT-SEP’s klar erkennbar. Niemand will künftig mit Leuten zu tun haben, die Recht und Gesetz und Verträge „sehr kreativ und einseitig“ auslegen, weder in der EU noch in den UN. Nebenbei gesagt, von 192 Staaten dieser Erde gibt es nur in einem, nämlich Äthiopien, ein verfassungsmäßig geregeltes Recht auf Austritt und dieses war damals Bedingung für den Zusammenschluss des Landes. Ich weiss aus persönlicher Erfahrung über die bereits in den 80er Jahren bestehende Indoktrinierung meiner Kinder in Kindergarten und Schulen Kataloniens. Da braucht mir keiner etwas zu erzählen..

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