FITCH: Katalonien Schrott-Niveau! UGT: Spanien Armenhaus für Arbeitende!

Die „Rateagentur“ FITCH senkt die Einstufung von Catalunya, das bisher gleich wie die anderen Autonomien Spaniens eingestuft wurde, gleich um zwei Stufen von „BBB-„ auf „BB“ ab! Dies geschieht mit ausdrücklicher Begründung und Bezug auf die separatistische Resolution des katalanischen Parlamentes von diesem Montag. Katalonien kann sich am Geldmarkt praktisch kein Geld mehr beschaffen und ist somit vollständig auf die „bösen, spanischen Ausbeuter und Gewohnheitsunterdrücker in Madrid“ angewiesen.

FITCH weist weiter darauf hin, daß selbst dieses Schrottwerte-Niveau einer minimalen Zusammenarbeit zwischen Madrid und Barcelona bedürfe, die es momentan nicht gäbe. Alles, was die Regierung in Madrid gegenwärtig tun könne, auch im Hinblick auf die Aufhebung der Autonomie nach Artikel 155 der spanischen Verfassung, würde wohl zu noch mehr Schwierigkeiten für die Finanzierung Kataloniens und bis hin zu sozialen Unruhen seiner Bevölkerung führen?

Aber die Fehler werden selbstverständlich nicht NUR in Katalonien gemacht. Die sogenannten wirtschaftlichen Erfolge in Spanien, für die sich der spanische Präsident Mariano Rajoy von Europas Konservativen gerne als Musterknabe feiern lässt, sind für die arbeitende und arbeitslose Bevölkerung Spaniens gleichermaßen schrecklich.

Die Gewerkschaft UGT  weist Gestern in Alcalá de Henares darauf hin, daß die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung des Landes dies zu unzumutbaren Armutslöhnen tue!

Dies seit zunächst der „Bekämpfung der Wirtschaftskrise“ seit 2010 und dann den Arbeitsmarktreformen seit 2012 geschuldet.
Danach sei in Spanien das unerträgliche Phänomen des armen Arbeiters aufgetaucht, der trotz Vollarbeit mit seinem prekären Einkommen seine Basisbedürfnisse des täglichen Lebens nicht mehr befriedigen, erwirtschaften könne! Der gewerkschaftliche Chronist dieser Missstände muss sich dann aber auch nach der Rolle und Verantwortung der spanischen Gewerkschaften, ihrem Beitrag zu diesen Missständen fragen lassen?

So können Arbeitnehmer z.B. im ersten Jahr ihrer Beschäftigung SOFORT, und GRATIS vom Arbeitgeber entlassen werden. Das sind Bedingungen wie bei den alten, auf max. 11 Monaten befristeten  Zeitverträgen, nur verlängert und für ALLE geltend! Die Statistiken der spanischen Regierung verschleierten die Realität. Rechne man die Zeitverträge (33%), die Teilzeitverträge (16%) und die Arbeitslosen hinzu, dann befinde sich die Hälfte der Arbeitsfähigen Bevölkerungsgruppe Spaniens in Armutsbedingungen! Als Folge dessen seien auch die Renten seit 2010 um 8% gefallen…

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