Wegen Hinkley Point: EDF-Finanzdirektor Thomas Piquemal aus Protest zurückgetreten!

Die zwei geplanten neuen Kernreaktoren, an der englischen Westküste zwischen einem Naturschutzgebiet und einem Badeort gelegen, scheinen unter keinem guten Stern zu stehen?

Mangels Masse an Finanzen und Knowhow wollten die Briten das AKW von Chinesen bauen und Franzosen betreiben lassen und beide sollten zusammen die rund 18 Milliarden Pfund finanzieren, die das Projekt kosten soll.

Die EDF hat nun schon zum zweiten Mal die Unterzeichnung ihres Vertragsanteils verschoben. Jetzt soll auf einer Aufsichtsratsitzung der EDF am 30. März eine finale Entscheidung getroffen werden. Offenbar gibt es tiefe innere Zerwürfnisse wegen Hinkley Point?

Die EDF gehört zu 84,5% dem französischen Staat. Wirtschaftsminister Emmanuel Macron sprach der Firmenleitung sein Vertrauen aus und beschwor die große Rentabilität des Projektes über die nächsten 30 Jahre.

Die Gewerkschaft nannte das Ausscheiden des Finanzdirektors ein Alarmsignal und kritisierte die fehlende Information.

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5 Responses to Wegen Hinkley Point: EDF-Finanzdirektor Thomas Piquemal aus Protest zurückgetreten!

  1. Jakobiner sagt:

    „Die Gewerkschaft nannte das Ausscheiden des Finanzdirektors ein Alarmsignal und kritisierte die fehlende Information.“

    Sonst scheint die Gewerkschaft nichts an der Atomkraft zu stören–aber es geht ja um Arbeitsplätze und da ist dann völlig egal für was!!!

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  2. Jakobiner sagt:

    „Mangels Masse an Finanzen und Knowhow wollten die Briten das AKW von Chinesen bauen und Franzosen betreiben lassen und beide sollten zusammen die rund 18 Milliarden Pfund finanzieren, die das Projekt kosten soll.“

    Ist das eigentlich ein Novum, dass ausländische meist staatliche Frimen Betreiber eines AKWs sein können oder allgemeiner Usus und sehr verbreitet? Wie sieht das in Deutschland aus?Oder spielt hier die nationale Souveränität eine Rolle im EU-Binnenmarkt und bei Euratom? Wäre ein amerikanischer, chinesischer oder russischer Betreiber auch denkbar oder beschränkt sich dies nur auf europäische Firmen?

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    • almabu sagt:

      Das UK hatte wohl sowohl anlagentechnisch als auch betriebstechnisch das knowhow verloren in den letzten Jahrzehnten und wollten sich quasi „für lau“ eine supermoderne, aber halt auch riskant-nukleare Stromversorgung an die Westküste stellen lassen. Frankreich mit seinen 58 AKW’s ist ein erfahrender Betreiber, das muss man den Franzosen leider konstatieren!

      Mir ist bisher kein anderes, ähnlich geplantes oder realisiertes AKW bekannt geworden!

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  3. almabu sagt:

    Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron musste in der Nationalversammlung zum EDF-Projekt „Hinkley Point“ und zum Rücktritt des Kaufmännischen EDF-Vorstandes Stellung nehmen:

    Hinkely Point sei ein Bombengeschäft für EDF mit einer durch die britische Regierung garantierten Rendite von 9,2% für die nächsten 35 Jahre behauptete Macron.

    Von den zahlreichen Risiken dieses 18 Milliarden Pfund oder 23 Milliarden Euro Geschäftsvolumens, die diese Rendite beeinflussen könnten sprach er (natürlich!) nicht. So ist die Bauzeit in dieser Kalkulation mit 6 Jahren und 6 Monaten veranschlagt. Sollte es z.B. 4 Jahre länger dauern, das AKW fertig zu stellen, sänke die Rendite bereits auf nur noch 7%. Bei späteren Betriebsstörungen fiele sie entsprechend weiter…

    Die Franzosen schauten in die Röhre und die Briten hätten das wirtschaftliche Risiko „outsourced“!

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