Terror-Mafia in Brüssel-Molenbeek?

Johan Leman, Anthropologe und Präsident eines Sozialzentrums in Molenbeek arbeitet seit über 30 Jahren in diesem Brüsseler Stadtteil, der in den letzten Jahren zu trauriger Berühmtheit gelangte. Er gab dem LE FIGARO ein Interview nach den Brüsseler-Anschlägen von Gestern.

Leman spricht von einem „armen Croissant“, er hätte auch von einer „Sichel der Armut“ sprechen können, gebildet aus den Problemstadtteilen Schaerbeek im Norden, rechts des Kanals, Molenbeek im Westen, links des Kanals und Forest im Süden, wieder rechts des Kanals Bruxelles-Charleroi, der die Stadt in Nord-Süd-Richtung zerteilt.

DAECH, oder IS, Islamischer Staat genannt, sei dort organisiert wie die Mafia und eng mit dem Drogenhandel von Cannabis aus dem RIF-Gebirge Marrokos verknüpft. In der Tat seien einige der jetzt im Nachhinein zu terroristischen Meisterhirnen und Hauptakteuren erklärten Männer wie zum Beispiel auch der letzten Freitag verhaftete Salah Abdeslam kleine Drogendealer in Molenbeek gewesen. Sie hätten jetzt vermutlich eine bereits vorbereitete Aktion vorgezogen, um auf die Verhaftung Abdeslams schnell zu antworten, im Mafia-Stil eben!

In Molenbeek sei es jedem klar gewesen, daß es mit der Verhaftung nicht zu Ende gewesen sei, sondern daß es eine Antwort geben würde.

Auf die Frage, ob die mediale Beschreibung Molenbeeks als Djihad-Basis in Europa zutreffen sei, antwortete er mit einem schlichten „Ja!“

„Ja, es gäbe terroristische Zellen in Molenbeek! Das betroffene Gebiet sei aber viel größer und beschränke sich nicht auf das berüchtigte Molenbeek, sondern umfasse das ganze bereits benannte „arme Croissant“ um das Brüsseler Zentrum herum. Mit dem Auto brauche man keine zehn Minuten um das Gebiet zu durchfahren. Hier hätten die Terroristen, Familie, Freunde, Komplizen, Helfer, Sympathisanten und Unterstützer, kurz ihre  Infrastruktur und Logistik.

Die naivsten Kandidaten für den Djihad kämen aus Syrien, „im Dienste der Sache“. Die entschlossensten Kämpfer aber kämen von hier und sie seien, in vielen Fällen, eng mit dem Drogenhandel verbunden!

Typische Beispiele dafür seien Salah Abdeslam, der letzte bekannte Überlebende der Pariser-Anschläge des 13. November 2015, aber auch Medhi Nemmouche, der im Mai 2014 den Terroranschlag gegen das Jüdische Museum in Brüssel ausführte. Der sei damals sogar in einem Drogendealer-Bus auf der Drogen-Route nach Marseille geflüchtet, wo er schließlich geschnappt worden sei.

Es sei eine Besonderheit Molenbeeks, daß viele der hundertausend Einwohner aus Marokko, speziell dem Rif-Gebirge der Berber, der Region Ketama, stammten, dem Ursprungsort der Cannabis-Drogenroute, die von dort über Spanien oder direkt über Marseille, durch Frankreich, nach Molenbeek, Anvers, Rotterdam und Amsterdam führe.

Wie es soziologisch in Molenbeek aussehe?  Etwa 100.000 Einwohner, dazu etwa 5.000 Illegale, etwa 80% mit Migrationshintergrund, etwa zu 60% aus Marokko stammend, aber auch Pakistanis, Osteuropäer und Nordafrikaner. In den letzten 20 Jahren sei die Bevölkerung um ein Drittel angewachsen und die Hälfte sei unter 35 Jahren alt. Die Bevölkerungsdichte sei sehr groß und der entsprechend Druck wachse. Das gesamte „arme Croissant“ umfasse bis zu 250.000 Bewohner.

Molenbeek sei bereits seit 15 Jahren mit Terrorismus verbunden. Man erinnere sich an die Morde des „Kommandanten Massoud“ um die Zeit des 11. September?

Es gäbe hier eine „nebulöse Form des Terrorismus“, schon seit langer Zeit, ebenso wie in Frankreich, Großbritannien und Italien. Die Terroristen wechselten offenbar problemlos, ohne jede Schwierigkeit, von Land zu Land? Es sei nicht unmöglich, daß „diese Alten“, die in Frankreich um 1995 als GIA (Groupe islamique armé) bekannt wurden, hinter den Kulissen noch heute die Fäden zögen und sich der kleinen Drogendealer, der Abdeslams und Anderer bedienten?

Was solle, was könne man tun?
Der Staat, die Polizei, die Justiz und die Institutionen müssten in dieses Gebiet zurückkehren! Sie kännten es gar nicht mehr, hätten keinen Kontakt mehr mit dessen Bevölkerung! In einer Woche könnten sie wissen, wie diese Strukturen zusammengesetzt seien. Die Anwohner wären zur Kooperation bereit, wenn sie nur respektiert würden. Man müsse agieren wie die Italiener es in Sizilien erfolgreich gegen die Mafia vorgemacht hätten…

NACHTRAG:
Die Brüder Khalid, 27 und Brahim El Bakraoui, 31, zwei sattsam polizeibekannte Brüsseler Kriminelle, sollen die Selbstmord-Attentäter vom Brüseler Flughafen ZAVENTEM gewesen sein. Der dritte, noch flüchtige Attentäter, dessen Koffer nicht detonierte, soll Najim Laachraoui sein. Er gelte als der „Feuerwerker“, der Sprengstoffexperte der Gruppe?  Das behauptet eine Exklusiv-Meldung des belgischen TV-Senders RTBF.

Khalid soll unter falscher Identität die Wohnung in der Rue du Dries 60 im Brüsseler Stadtteil Forest angemietet haben, wo es vorige Woche eine Schiesserei mit der Polizei gab, die zu einem toten Terroristen(?) und vier verletzten Polizisten führte. Er soll auch eine Immobilie angemietet haben, die zur Vorbereitung der Attentate von Paris vom 13. November 2015 gedient haben soll.

Damit gäbe es eine direkte Verbindung zwischen den Anschlägen von Paris und Brüssel durch die Brüder Abdeslam und El Bakraoui.

Die Identifizierung des Trios soll durch einen aufmerksamen Taxifahrer gelungen sein, von dem sich sich von ihrer konspirativen Wohnung(!) abholen und zum Flughafen bringen ließen, ohne sich bei ihren schweren Koffern helfen zu lassen, wodurch sie sich auffällig machten.

„…Un ressortissant turc fiché pour terrorisme depuis 2015 est également recherché. Son véhicule a été signalé à l’aéroport avec trois ou quatre passagers à bord, indique la Dernière Heure…“

Nach einer Person türkischer Nationalität, seit 2015 wegen Terrorismus zur Fahndung ausgeschrieben, werde ebenfalls gesucht. Ihr Fahrzeug sei am Flughafen, mit drei, vier Insassen darin, erkannt worden, meldet die Letzte Stunde.

Exklusiv: Najim Laachraoui in Anderlecht (südlich von Brüssel) verhaftet! Sein Bild, das die Medien für ihn veröffentlichten, wurde in der vorigen Woche von der NEW YORK TIMES als das Bild Salah Abdeslams veröffentlicht! Woher hatte die Zeitung zu diesem Zeitpunkt die Information, das zwischen diesen Männern ein Zusammenhang bestand?

2. NACHTRAG: Die New York Times hat ihren Artikel inzwischen ohne Hinweis korrigiert und das Bild des falschen Salah Abdeslam durch das Bild des richtigen Abdeslam ausgetauscht. Eine Erklärung darüber wann, wie und durch wen die Zeitung das Bild von Najim Laachraoui erhielt, wäre schon sehr interessant gewesen…

__________
http://www.lefigaro.fr/international/2016/03/22/01003-20160322ARTFIG00176-johan-leman-abdeslam-en-prison-molenbeek-savait-que-ce-n-etait-pas-fini.php

http://www.rtbf.be/info/societe/detail_les-freres-el-bakraoui-identifies-parmi-les-kamikazes-de-l-attentat-de-zaventem?id=9249275

http://www.dhnet.be/actu/belgique/exclusif-najim-laachraoui-arrete-a-anderlecht-direct-56f2656235708ea2d3d54186

 

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42 Responses to Terror-Mafia in Brüssel-Molenbeek?

  1. Jakobiner sagt:

    Molenbek scheint also sein Terrorismusbiotop zu haben. Dennoch sollte man sehen, dass dies nur ein kleiner Teil der Einwohner ist. Umgekehrt wäre zu fragen, warum sich hunderttausende von prekären Jugendlichen nicht dem Terrorismus anschliessen.Das ist auch erklärungsbedürftig, wenn man mit der Sozialarbeiterargumentation daherkommt.Auch sollte man sehen, dass nach einer französischen Untersuchung der Dschihhadisten und ihrer Anhänger etwa 40% aus Mittelschichts- und sogar 15% aus Oberschichtenfamilien kommen und selbst eine Ausbildung, ja oft auch einen akademischen Anschluss haben.Also von wegen arbeitslose, perspektivlose Jugendliche.Man sollte sich einmal von diesem monokausalen Erklärungsmuster eines prekären Einheitstypen, den der Vater geschlagen hat, etwas unabhängiger machen.

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    • almabu sagt:

      Dessen Schilderung stimmt allerdings mit den bisher durch die Polizei veröffentlichten Fakten überein und weist in diesen konkreten Fällen HALT NICHT auf Mittel- und Oberschicht hin! Statt dessen gibt es eine interessante, erklärungsbedürftige Überlagerung von Drogen- und Terrorkriminalität die Monokausalisten des Oberschichten-Terrors einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Es gibt sogar weitere interessante Erkenntnisse, welche die sorgsam gepflegte vorgefasste Meinung stören könnten. Bei beiden Selbstmordattenaten, sowohl vorm Pariser Stadion, also auch vorm Brüsseler Flughafen hätteen sich jeweils nur zwei der drei Täter in die Luft gejagt, während der dritte Mann jeweils in Panik abgehauen sei? Komische Duplizität? In beiden Fällen sollen es laut Ermittlern „wichtige Terroristen“ gewesen sein, die ihre Nerven verloren. Was, wenn der Dritte jeweils auf sicheren Abstand ging und dann seine beiden Komplizen per Fernzündung in die Luft jagte und zu den 72 Jungfrauen schickte? Was, wenn das keine Märtyer waren, sondern nützliche Idioten, die geopfert worden sind?
      Noch eine Merkwürdigkeit. Die NEW YORK TIMES veröffentlichte vergangene Woche in einem Artikel über Salah Abdeslam ein falsches Foto des Mannes. Es stimmte nicht mit den Fotos überein, die die restlichen Medien der Welt veröffentlicht hatten. Die Identität des dritten, überlebenden Terroristen vom Brüsseler Flughafen wurden erst heute Morgen bekannt. Gegen Mittag wurde er dann in Anderlecht verhaftet und sein Bild veröffentlicht. Es war das Bild des Mannes, den die NYT bereits in der vergangenen Woche als das Salah Abdeslams veröffentlichte. Was stimmt nun? Woher hatte die NYT ein Bild, das europäische Medien erst seit heute Morgen und für eine andere Identität veröffentlichten und woher kannte sie (vor der belgischen Polizei gar?) den Zusammenhang mit Abdeslam?

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  2. Jakobiner sagt:

    Der IS also als Ex-GIA-Rifgebirge-Cannabisconnection.Da wird demnächst wohl jeder „legalize it“-Symp zum Terrorunterstützer…

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  3. Jakobiner sagt:

    Die französische Studie wurde gestern in der Phönixrunde von einer Islamismuisexpertin genauso zitiert, dass eben die Hälfte der Islamisten aus Mittel- und Oberschichten kommt.Ansonsten gib´mal einen Link an, der das Gegenteil zeigt.

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    • almabu sagt:

      Gibt es nicht schon genug selbsternannte Terrorismusexperten, die jederzeit in alles, was wie ein Mikro aussieht, ein vorgefertigtes Terrorismus-Experten-Statement ablassen?

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  4. Jakobiner sagt:

    Es ist eine beliebte Masche, jede Form von Extremismus als Unterschichtenphänomen erklären zu wollen–vom Islamismus bis hin zum Rechtsradikalismus. Gute Parodie seitens Genova dazu:

    So sieht er aus, der gebeutelte arme Hartz-IV-Ossi, der in seiner Not bei Pegida mitrennt.
    Danke für den Anschauungsunterricht.

    https/exportabel.wordpress.com/2015/02/22/14964/

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  5. Jakobiner sagt:

    Tja, mit dem Photo–das würde mich auch mal interessieren.Zumindestens schien der Typ ja schon bekannt gewesen zu sein.

    „Was, wenn der Dritte jeweils auf sicheren Abstand ging und dann seine beiden Komplizen per Fernzündung in die Luft jagte und zu den 72 Jungfrauen schickte? Was, wenn das keine Märtyer waren, sondern nützliche Idioten, die geopfert worden sind?“

    Jetzt wird´s ja richtig investigativ, Mr. Woodward.Gegenfrage: Wenn sie eine Fernzüdnung hatten, warum dann die zwei in die Luft jagen?Warum nicht die Sprengkoffer auf dem Wagen stehen lassen, rausgehen und dann das Ganze in die Luft jagen. So schnell wäre das sicherlich nicht entdeckt worden. Aber vielleicht war es ja auch so bei dem Oktoberfestattentat 1980…

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    • almabu sagt:

      Weil die Toten so in ihren Kreisen zu Märtyrern werden und gleichzeitig Zeugen, Mitwisser und Spuren vernichtet werden?

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      • almabu sagt:

        Der sogenannte „Selbstmordattentäter“ ängstigt uns viel mehr, weil für uns nicht nachvollziehbar, als ein „feiger Hund“, der irgendwo heimlich seinen Koffer abstellt und weg rennt. Auch Sicherheitskräfte achten sicher mehr auf „herrenloses Gepäck“, als auf schicke Reisekoffer, die von jungen Männern gezogen werden?
        Eine Terror-Organisation, die scheinbar „Selbstmordattentäter“ losschicken kann, wie sonst nur die Post ihre Postboten, die strahlt Macht aus!

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  6. Jakobiner sagt:

    Umgekehrt aber wiederum der Verlust von 2 Kämpfern–aber vielleicht kann man die schnell wieder rekrutieren wegen Märtyurerbonuseffekt…

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  7. almabu sagt:

    „Der IS also als Ex-GIA-Rifgebirge-Cannabisconnection.Da wird demnächst wohl jeder “legalize it”-Symp zum Terrorunterstützer…“

    Das Gegenteil ist richtig! Die Legalisierung würde dem Drogenhandel die Existenzgrundlage entziehen, ganz genau so, wie Frau Merkel durch Legalisierung der Einwanderung den Schleusern die Grundlage zu entziehen versucht.

    Der „Legalizer“ ist also der natürliche Feind des Drogenhändlers!

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  8. Jakobiner sagt:

    War on Terror= Legalize it!–Wie bringt man das den Amerikanern bei, , die gleichzeitig auch noch einen War on Drugs führen.Klingt denen wahrscheinlich zu pazifistisch und warmduscherisch!

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    • almabu sagt:

      In dem man ihnen erklärt daß uralte US-Familienclans ihr Geld ursprünglich mit Drogen gemacht haben. Den Kennedys wird zum Beispiel nachgesagt, daß der alte Joe ganz zufällig während der Prohibitionszeit reich geworden sei…

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  9. Jakobiner sagt:

    „Eine Terror-Organisation, die scheinbar “Selbstmordattentäter” losschicken kann, wie sonst nur die Post ihre Postboten, die strahlt Macht aus!“

    Könnte man auch rationalisieren—einen Paketlieferservice mit Paketbomben–ein UPS-Dschihhad halt…

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  10. almabu sagt:

    En Bélgica residen más de 600.000 musulmanes, el 6% del total de la población, gran parte de ellos de origen marroquí. Muchos en Bruselas, en los barrios de Molenbeek, Anderlech y Schaerbeek. Fuera de la capital, los lugares con más musulmanes son Amberes, Vilvoorde y Verviers.
    Los expertos intentan encontrar la razón por la que en este país, jóvenes hijos o nietos de inmigrantes, concentran tanto odio hacia los países que les ha visto nacer. Todos ellos proceden de barrios marginales donde anida el desempleo, la falta de oportunidades y donde no es fácil la integración.
    „En Bélgica, el origen de una persona, sus estatus socioeconómico, su proveniencia, suele ser crucial para su éxtio; algo que no es tan marcado en la mayoría de los otros países industrializados“, explicó a la BBC Chistiane Timmerman, miembro del Centro para la Migración y Estudios Interculturales de la Universidad de Amberes.

    In Belgien leben über 600.000 Muslime, das sind 6% der Gesamtbevölkerung, davon ein großer Teil mit marokkanischen Wurzeln. Viele in Brüsseler Stadtteilen wie Molenbeek, Anderlech und Schaerbeek. Außerhalb der Hauptstadt leben die meisten Muslime in den Städten Amberes, Vilvoorde und Verviers.
    Die Experten versuchen zu ergründen, warum in diesem Land Jugendliche, Söhne und Enkel von Migranten, soviel Hass gegen die Länder entwickeln in denen sie aufgewachsen sind? Alle stammen sie aus Randgebieten mit hoher Arbeitslosigkeit, dem Fehlen von Chancen und wo die Integration nicht einfach ist.
    In Belgien sei die Herkunft einer Person ihr sozialer und ökonomischer Status, von entscheidender Bedeutung für ihren Erfolg. Diese Eigenart Belgiens sei in dem meisten anderen industrialisierten Ländern nicht so ausgeprägt, erläuterte in der BBC Christiane Timmerman, Mitglied des Zentrums für Migration und interkulturelle Studien der Universität Amberes.
    __________
    http://www.elperiodico.com/es/noticias/internacional/belgica-cuna-del-yihadismo-europa-4998014?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=elPeriodico-ed16h

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  11. Jakobiner sagt:

    Alle stammen sie aus Randgebieten mit hoher Arbeitslosigkeit, dem Fehlen von Chancen und wo die Integration nicht einfach ist.

    Alle halt nicht, wie gesagt sind die Dschihaddisten 50% Unterschicht, 40% Mittelschicht, 10% Oberschicht, Also ein breiter Mix, nur lässt eben die sozialdarwinisitsch dominierende Mittel- und Oberschicht nun nur Unterschichtenstadtteile säubern, aber nie käme einer auf den Gedanken, dasselbe mal für Mittel- oder Oberschichtenstadtteile zu fordern. Genauso könnte man sagen: Mittelschicht/Oberschicht, die Kinder sind zu verwöhnt und kommen nur auf dumme Gedanken, ergo: Terrorbiotop!

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  12. almabu sagt:

    Eine unvollständige Vorgeschichte des belgischen Terrors:

    1960er Jahre, Brüssel: Saudi Arabien finanziert Wahabismus.
    1969, Brüssel: Granate verletzte zwei israelische Airline-Crew-Mitglieder.
    1972, Brüssel: Personal von Israels Botschaft angeschossen.
    1979: Brüssel: 12 Verletzte Israelis bei Granate auf Flugzeug.
    1980, Anvers: Granate auf jüdische Kinder, 1 Toter.
    1981, Anvers: Autobombe vor Synagoge, 3 Tote.
    1982, Brüssel: MG-Anschlag auf den Eingang einer Synagoge.
    1989, Brüssel: Präsident jüdischer Vereinigungen ermordet.
    1990er Jahre, Brüssel: Rückzugsgebiet für GIA- und FI-Kämpfer.
    2001, Afghanistan, zwei Tunesier aus Brüssel ermorden den Kommandanten Massoud mit einer Bombe.
    ????, Mohamed Merah, Killer von Toulouse-Montauban, in Brüssel radikalisiert.

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  13. Jakobiner sagt:

    Terrorismus also auch als Wohlstandsphänomen und nicht nur als Ausdruck einer Prekarisierung. Die soziologische Zusammensetzung der Terroristen ist gemischt.Selbst wenn man die Unterschichten integrieren würde, blieben noch viele Terroristen, die sich aus wohlbehüteten Elternhäusern der Mittelschicht rekrutieren lassen.Also immer Vorsicht vor einfachen Patentrezepten.

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  14. Jakobiner sagt:

    Gute Frage, wie sich der Anschlag auf das deutsche Wahlverhalten auswirkt. Wenn die Terroristen klug sind, zünden sie im Umfeld der Bundestagswahlen eine Bombe oder begehen ein Attentat, das die AfD hochkatapultiert.

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  15. Jakobiner sagt:

    Ganz inmteressantes Interview zum Anschlag in Brüssel über die „belgische Generation“:

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/anschlaege-in-bruessel-diese-jungen-maenner-wissen-nicht-mal-was-dschihad-heisst-1.2921426

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  16. Jakobiner sagt:

    Ex-NATO-Cehf Wesley Clark hat jetzt vorgeschlagen, sich politisch radikalisierende Menschen schon einmal präventiv zu internieren. Vielleicht wird er ja noch Innenminister unter Trump:

    „Wenn man Clarks Erklärungen beim Wort nimmt, wird ihnen die Bezeichnung „Orwellscher Neusprech“ kaum gerecht. Im Fernsehinterview sagte Clark: „Wir müssen die Personen identifizieren, von denen am ehesten zu erwarten ist, dass sie sich radikalisieren. Wir müssen das schon im Voraus unterbinden.“ Mit anderen Worten, die amerikanische Bevölkerung muss mehr denn je rund um die Uhr überwacht werden, damit potentiell radikale Bürger identifiziert und auf der Grundlage ihrer angeblichen Gedanken und Äußerungen eingesperrt werden können.

    Clark fuhr fort: „Wenn im Zweiten Weltkrieg jemand Nazi-Deutschland zum Schaden der Vereinigten Staaten unterstützte, dann haben wir auch nicht gesagt, das ist Meinungsfreiheit, sondern wir haben ihn in ein Lager gesperrt. Er war dann ein Kriegsgefangener.“

    Er machte unmissverständlich klar, was er damit meinte: „Wenn diese Leute sich radikalisieren und die Vereinigten Staaten nicht unterstützen und grundsätzlich illoyal gegenüber den Vereinigten Staaten sind, okay – das ist ihr Recht. Und es ist unser Recht und unsere Pflicht, sie von der normalen Gesellschaft für die Dauer des Konflikts abzusondern.“

    Menschen sollen „für die Dauer“ des endlosen “Kriegs gegen den Terror” in Lager gesperrt werden können, weil sie die Vereinigten Staaten nicht ausreichend unterstützen und „illoyal“ sind. Diese Anschuldigungen können jeden betreffen, der sich gegen die imperialistischen Kriege der USA, gegen Polizeirepressionen im Inland oder gar gegen die Profitinteressen der US-amerikanischen Banken und Konzerne ausspricht.“

    http://www.wsws.org/de/articles/2015/07/24/pers-j24.html

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    • almabu sagt:

      Vorbeugend einsperren, weil eine Person irgendwann einmal gefährlich werden könnte für das System? Eine gruselige Idee auf Nazi-Niveau. Die Deutschen und Japaner, welche die USA im WW2 internierten, hatten den falschen Migrationshintergrund und sonst – in den meisten Fällen – nichts, nothing, rien, nada, niente…

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  17. Jakobiner sagt:

    Man muss sehen, dass Clarke Mitglied der Demokraten und ein Unterstützer Hillary Clintons ist–solche Ideen sind also nicht nur bei den Trumps, Cruz, Rubio en vogue, sondern auch innerhalb der Demokraten diskursfähig–was es nochmals gruseliger macht.

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  18. Jakobiner sagt:

    „Clark ist keineswegs ein rechter Medien-Demagoge im Stile des konservativen US-Radiomoderators Rush Limbaugh. Nach seiner militärischen Karriere entwickelte er sich zu einem führenden Politiker der Demokratischen Partei und einem prominenten Anhänger der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Als Investmentbanker machte er lukrative Geschäfte und steht heute an der Spitze einer internationalen Consultingfirma namens Wesley K. Clark & Associates, die sich vor allem für die Interessen großer Ölkonzerne, Waffenlieferanten und Investmentbanker einsetzt. Die Firma preist Clarks „Reputation“ und seine „Beziehungen“ als ihren besonderen Vorzug.”

    http://www.wsws.org/de/articles/2015/07/24/pers-j24.html

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    • almabu sagt:

      Wie ich eben schon mal versuchte zu posten, „WO IST MEIN POST GEBLIEBEN?“ hat Clark meiner Meinung nach auch schon richtige Dinge gesagt! Er scheint folglich ein Charakter-Problem zu haben, eine psychisch Instabilität, die ihn zu einem Kandidaten seines eigenen Internierungssystems machen würde?

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  19. Jakobiner sagt:

    Und es war auch ein Demokrat, nämlich Roosevelt, der die Internierungen der Us-Japaner beschloss.Aud diese Sorte Demokratie wird sich nun berufen–von Trump bis Clarke.

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  20. Jakobiner sagt:

    Eben jener. Es gab eine NSDAP in den USA, die ihren Kern aus Auslandsdeutschen rekrutierte, aber interniert wurden nicht nur diese, sondern generell die US-Deutschen.

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  21. Jakobiner sagt:

    Nicht direkt, aber sein Buch „Das internationale Judentum“wie auch seine Hoffierung Hitlers dürfte den US-NSDAPlern da mächtig imponiert haben.

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  22. Jakobiner sagt:

    Eigentlich auch eine gute Frage: Warum wurde Ford nicht interniert? Oder galt der als loyal?Oder schützten ihn seine Milliarden?

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  23. almabu sagt:

    Die Website „algerie patriotique“ veröffentliche einen Artikel unter dem Namen Sonia Baker, in dem die Jahrzehnte alte Terror-, bzw. Freiheitskämpfer-Geschichte Belgiens, Brüssels und ganz speziell Molenbeeks thematisiert wird:

    Die radikalsten Islamisten seien damals in Belgien wie Könige empfangen worden und konnten angeblich vollkommen frei agieren!

    Saudi Arabien, Marokko und Algerien spielten darin eine Rolle und die durch die belgischen Behörden offenbar geduldete Funktion Molenbeeks als Rückzugs- und Planungsraum von bewaffneten Gruppen wie GIA (Groupes Islamiques Armés) und FIS (Front Islamique du Salut), die in Algerien aktiv Regime-Change betrieben und z.B. jahrelang die algerische Bevölkerung massakrierten in ihrem Befreiungskampf.

    Brüssel habe sich seit langem am Waffenhandel aktiv beteiligt.

    Die Routen für Kämpfer und Nachschub verliefen durch Belgien, Frankreich und Spanien und unter den Augen der dortigen Sicherheitsbehörden

    __________
    http://www.algeriepatriotique.com/article/quartier-de-molenbeek-fief-des-soutiens-aux-gia-algeriens-dans-les-annees-1990
    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Heilsfront
    http://www.uni-leipzig.de/~orient/gruppen/FIS.htm
    https://de.wikipedia.org/wiki/Groupe_Islamique_Arm%C3%A9

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  24. almabu sagt:

    Im Zuge der Fahndung nach den Attentätern des 13. November von Paris, sollen die Behörden ein mehrstündiges Video gefunden haben, das Islamistenkreise, möglicherweise das Umfeld der Terroristen, mit versteckter Kamera von einer Person gemacht haben, deren Identität die Polizei schützt, aber die zu den höchsten Verantwortlichen der belgischen Nuklearindustrie zählen soll?

    Dies könnte die Reaktion der Behörden erklären, die nach den Anschlägen nur noch den wichtigsten, unbedingt benötigten Bediensteten der belgischen AKW’s den Zugang erlaubten und den Rest der Belegschaft vorerst nach Hause schickte?

    In dieser Phase der Ermittlungen und unter dem Eindruck der Ereignisse wird von allen Seiten heftig spekuliert. Ob für Belgien und seine Nachbarn eine reale, konkrete Gefahr durch einen Anschlag auf die belgischen AKW’s bestand, ist schwer zu sagen, sie kann aber durch die potentielle Gefährlichkeit dieser Technologie auch nicht ausgeschlossen werden.
    __________
    http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2016/02/17/01016-20160217ARTFIG00343-les-terroristes-de-paris-espionnaient-un-haut-responsable-du-nucleaire-belge.php

    http://www.dhnet.be/actu/belgique/exclusif-les-kamikazes-des-attentats-de-paris-visaient-nos-centrales-nucleaires-56c392303570b1fc1130638b

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  25. Jakobiner sagt:

    „Die radikalsten Islamisten seien damals in Belgien wie Könige empfangen worden und konnten angeblich vollkommen frei agieren!

    Saudi Arabien, Marokko und Algerien spielten darin eine Rolle und die durch die belgischen Behörden offenbar geduldete Funktion Molenbeeks als Rückzugs- und Planungsraum von bewaffneten Gruppen wie GIA (Groupes Islamiques Armés) und FIS (Front Islamique du Salut), die in Algerien aktiv Regime-Change betrieben und z.B. jahrelang die algerische Bevölkerung massakrierten in ihrem Befreiungskampf.

    Brüssel habe sich seit langem am Waffenhandel aktiv beteiligt.

    Die Routen für Kämpfer und Nachschub verliefen durch Belgien, Frankreich und Spanien und unter den Augen der dortigen Sicherheitsbehörden“

    Nun zum einen stimmt es ja, dass westliche Staaten jahrzehntelang islamisten gegen Moskauhörige Regime unterstützten, zu denen auch Algerien neben Lybien, Syrien und dem Irak zählten. Aber das dürfte sich doch nach dem Ende des Kalten Krieges geändert haben.Algerien öffnete doch seinen Erdölsektor für westliche Investitionen und hatte auch mit den USA und westlichen Staaten schon viel bessere Beziehungen. Obwohl du jetzt sagen könntest: Das tat Ghaddafi auch und hat ihm nicht viel genutzt!Zudem habe ich eine ähnliche Theorie auch mal vom BND-Kritiker Schmidt-Eehnbon gehört, der behaupete, dass der BND (d.h die deutsche Regierung) die FIS und die GIA jahrelang mit Waffen, auch in den 90ern unterstützt habe, bis Frankreich da mal Einspruch anmeldete und das im Rahmen der deutsch-französischen Freundschaft unterband.

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    • almabu sagt:

      Das sieht man mal wieder, dass derjenige, der für den Einen ein Terrorist ist, für den Anderen ein Freiheitskämpfer ist, je nach Standpunkt, Nutzen und Interessenlage! Ein Islamist in Syrien ist (natürlich!) schlecht. Ist er aber in Tschetschenien oder in China, dann ist er (natürlich!) ein SUUUPER GUUUTER Freiheitskämpfer! Oder man verlegt ihn mit unserer Duldung oder gar aktiver Unterstützung von Libyen nach Syrien und bei Bedarf auch wieder zurück…

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    • almabu sagt:

      Der Leiter des Sozialzentrums in Molenbeek sprach ja in seinem Interview von einer gewissen jahrzehnte alten Tradition des Terrors in Molenbeek. Vermutlich meinte er GIA und FIS damit, die damals auch schon „böse Islamisten“ waren, aber ähnlich wie die Al Khaida und die Taliban gegen die bösen Russen unsere Freunde?

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  26. Jakobiner sagt:

    Jetzt melden sich auch noch die Israelis und Erdogan zu Worte:

    „Am Tag nach den Bombenanschlägen in Brüssel, bei denen 34 Menschen getötet und 230 verletzt wurden, kam heraus, dass die belgischen Behörden im Vorfeld konkrete Vorwarnungen erhalten hatten. Die islamistischen Terroristen, die die Anschläge verübt haben, waren bereits letztes Jahr als solche identifiziert worden.

    Wie die israelische Zeitung Ha’aretz am Mittwoch meldete waren der Flughafen Zavantem und die U-Bahnstation als Ziel geplanter Terroranschläge bekannt. Die Zeitung schrieb: „Wie Ha’aretz erfahren hat, hatten die belgischen Sicherheitsdienste und andere westliche Geheimdienste im Voraus präzise Informationen hinsichtlich der Terroranschläge vom Dienstag. Die Sicherheitsdienste wussten mit großer Sicherheit, dass in der unmittelbaren Zukunft Anschläge auf den Flughafen und offenbar auch auf die U-Bahn geplant waren.“

    Auch die mutmaßlichen Täter waren den Behörden bekannt. Zwei der Selbstmordattentäter – Khalid El Bakraoui, der den Anschlag auf die U-Bahnstation verübte, und sein Bruder Ibrahim El Bakraoui, der eine Bombe auf dem Flughafen gezündet hat – waren zuvor wegen bewaffnetem Raubüberfall verurteilt worden. Von beiden war bekannt, dass sie Verbindungen zu den Anschlägen des Islamischen Staates (IS) in Paris am 13. November hatten. Beide wurden nach ihrem Tod durch Fingerabdrücke identifiziert.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Mittwoch, Ibrahim El Bakraoui sei letztes Jahr in der Türkei verhaftet, als islamistischer Kämpfer identifiziert und in die Niederlande abgeschoben worden.“

    Weiteres unter:

    http://www.wsws.org/de/articles/2016/03/25/belg-m25.html

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  27. Jakobiner sagt:

    Interessanter FAZ-Artikel, der fragt, warum unter rechtsradikalen und islamistischen Terroristen soviele Ingenieure sind:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/viele-terroristen-sind-scheinbar-ingenieure-14148612.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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  28. Jakobiner sagt:

    man erklärt sich dies mit der sozialen Deprivatition, also nicht absoluter Verelendung, sondern reltaiven Statusverlust.Auch intgeressant: Von unpolitischen Modernisierern aufgrund der Enttäuschung über die Moderne dann Gegner der Moderne.

    „Warum gerade Ingenieure?

    Eine erste Erklärung für die vergleichsweise hohe Bereitschaft ausgerechnet von Ingenieuren, sich zu radikalisieren, ist vielmehr ökonomischer Natur. Doch nicht objektive Elendslagen unterprivilegierter Personen, sondern enttäuschte Erwartungen von Angehörigen einer privilegierten Schicht bahnten historisch den Weg zum Terror. Wie überall auf der Welt, so expandierten seit den sechziger Jahren auch im arabischen Raum die Bildungssysteme. Als in den siebziger Jahren allerdings die wirtschaftliche Lage der Entwicklungsländer schwierig wurde und in den Achtzigern der Ölpreis verfiel, war die soziale Aufwärtsmobilität der Akademiker auf einmal stark begrenzt.

    Die Mittelschicht sank ab, die staatlichen Bildungssysteme verrotteten, der öffentliche Dienst wurde unzugänglich. Wie die amerikanische Politologin Carrie Wickham in großen Studien über die ägyptischen Muslimbrüder gezeigt hat – zuletzt in: „The Muslim Brotherhood“. Evolution of an Islamist Movement, Princeton University Press 2013 -, begünstigte die Produktion unzufriedener Akademiker, die von den Arbeitsmärkten nicht absorbiert werden konnten, den Aufstieg des radikalen Islam. „Wenige Länder“, zitieren Gambetta und Hertog eine Wirtschaftsgeschichte Ägyptens, „haben so hohe Anteile ihrer Bevölkerung für so wenig Industrialisierung auf Hochschulen geschickt.“
    Aggression durch Statusverlust

    Das hat eine individuell-biographische Seite und eine gesellschaftspolitische. Die Netzwerke, in denen die Not des blockierten Aufstiegs von Ingenieuren, Technikern, Planern in die Tugend religiöser Strenge und Askese uminterpretiert wurde, bildeten sich an Universitäten. Aggression gegen einen „westlichen“ Lebensstil entwickelte sich also oft gerade bei Leuten, die sich auf dem Weg zu einem solchen Leben aufgehalten sahen. Von unpolitischen Modernisierern wurden sie zu radikalen Gegnern dessen, was ihnen als betrügerische, korrupte Moderne erscheint. Die am meisten islamisierten Berufsgruppen im Nahen Osten, so Elisabeth Longuenesse von der Universität Versailles, sind die Ärzte und die Ingenieure, weil deren Statusverluste im vergangenen halben Jahrhundert am größten seien („Professions et société au Proche-Orient“. Déclin des élites, crises des classes moyennes, Presse Universitaires de Rennes 2007).“

    Ich habe dabei noch meine eigene Erklärung. Das Weltbild dieser Leute ist auch sehr mechanisch ordnungsbetont. AllesA bweichende wird als Sand im Getriebe der perfekten Maschine gesehen, die Rädchen im Getriebe müssen reibungslos funktionieren.Dieses Weltbild wird auf die Gesellschaft übertragen,

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