PaPa: Cameron gibt zu, nicht alles gesagt zu haben!

Nach drei Tagen des sich verkrampft herum windens und vier kunstvoll formulierten Statements von Teilwahrheiten, gibt David Cameron schließlich zu, zumindest Anteile in Fonds in Steuer-Paradiesen im Wert von 31.500 Pfund besessen zu haben, diese jedoch VOR AMTSANTRITT 2010 verkauft zu haben. Die Verbindung zum Offshore-Fond seines Vaters Ian gibt er jetzt zu und beteuert Mitleid heischend, „ein paar schwierige Tage gehabt zu haben“, der Arme!

Er habe diese Aktien (Anteile) zusammen mit seiner (steinreichen) Frau Samantha seit 1997 gehalten, über seine ganze Zeit als Oppositionsführer hinweg, dann aber kurz bevor er Premierminister wurde, verkauft! Er wusste, daß das illegal war, wollte sich keinen Interessenskonflikt unterstellen lassen und hat deshalb reinen Tisch gemacht. Dabei habe er 19.000 Pfund verdient und darauf korrekt Einkommenssteuer bezahlt.

Das späte Geständnis wird Cameron wohl nicht so schnell entlasten? Labour fordert bereits seinen Rücktritt!

Dann noch ein weiteres Eingeständnis: Er könne nicht ausschließen, daß Teile seines geerbten Anwesens im Wert von 300.000 Pfund, nicht aus Steuerparadiesen stammten, denn das Anwesen sei auf der Kanalinsel Jersey, einem weiteren Steuerparadies, geführt worden.

Er könne offensichtlich nicht die Quelle jedes Stückchens Geldes dokumentieren und seinen Vater könne er schließlich nicht mehr fragen!

Das war dann Camerons fünfte Erklärung in vier Tagen in dieser Angelegenheit und das wirkt nicht besonders souverän, mit Verlaub gesagt?

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2 Responses to PaPa: Cameron gibt zu, nicht alles gesagt zu haben!

  1. Jakobiner sagt:

    EU-Referendum in Hollande und Panamapapers–es wird eng für Cameron. Mal sehen, ob er das politisch überlebt. Die Frage: Nützt das mehr Jeremy Corbyn oder Nigel Farrage?

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    • almabu sagt:

      Es könnte jetzt natürlich einen gewissen Einfluß des niederländischen Referendums auf den Brexit geben, wer kann das schon sagen? Genau genommen haben diese beiden Dinge aber nichts miteinander zu tun! Bei einem Brexit aber müsste Cameron wohl zurücktreten, wenn er Charakter hat zumindest? Die Frage nach Corbyn oder Farrage als Nutznießer ist interessant. Ich kann sie nicht beantworten! Farrage halte ich für einen Clown ohne Substanz und deshalb ohne Zukunft in einem „After-Brexit-UK“. Corbyn ist für mich ein relativ unbeschriebenes Blatt. Interessant die ist übliche Aufsplittung, ja Aufspaltung der Linken in pro und contra Brexit. Das ist ein echter Jammer. Ich persönlich denke, der Vorteil der Linken war immer die Nationalismen übergreifende Internationalität. Eine linke Politik in einem „After-Brexit-UK“, einem 52. Staat der USA, ist wohl schwer erfolgreich vorstellbar, oder?

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