Wie du mir, so ich dir!

China macht sich Sorgen um die Situation der Menschenrechte in den USA. Da die USA sich ständig um deren Lage in China sorgen und Vorgestern einen Bericht, IHREN Bericht, über die Lage der Menschenrechte in China veröffentlichten, hat China es ihnen jetzt mit gleicher Münze heimgezahlt, getreu dem alten Sprichwort „wie du mir, so ich dir!“.
Und, nebenbei sei’s erwähnt, erwischt haben die Chinesen die Amis auch, denn wesentliche Teile der UN-Menschenrechtskonvention seien von den USA gar nicht erst ratifiziert worden!  Ich verlinke auf die chinesische Agentur xinhua in englischer Sprache, mit der der Durchschnittsdeutsche so weit klar kommt, daß man sich eine Übersetzung sparen kann:

http://news.xinhuanet.com/english/2016-04/14/c_135278381.htm

 

2 Antworten zu Wie du mir, so ich dir!

  1. Jakobiner sagt:

    Die chinesische Regierung scheint es leid zu sein von den USA ständig und alljährlich der Verletzung der Menschenrechte bezichtigt zu werden, die es ja auch bekanntermassen nicht zu knapp im Reich der Mitte gibt. Nun hat China erstmals seinen eigenen Menschenrechtsbericht über die USA veröffentlicht. Seit 2016 wird jetzt menschenrechtlich zurückgeschossen.Die Zeiten der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten scheint vorbei zu sein. Ähnliches von offizieller Seite findet sich aufgrund transatlantischer Nibelungentreue und der Furcht vor etwaigen Reaktionen seitens des Großen Bruders über dem Teich nicht. Das traut sich keiner.Interessant ist Pekings Anklageliste:Sie reicht von Schußwaffengewalt, Verletzung sozialer Rechte, Polizeigewalt, Überwachungsmaßnahmen über das Gefängnissystem und Geld- und Clanpolitik bis hin zu den “Kollateralschäden”, also zivilen Opfer von US-Kriegen. Interessant dabei auch, dass China die Verletzung sozialer Rechte wie Obdachlosigkeit oder das Fehlen einer Krankenversicherung als Menschenrechte sieht–dies wird in westlichen Staaten als normal und hinnehmbar angesehen. Menschenrechte werden westlicherseits vor allem als Bürgerrechte wahrgenommen, die ökonomischen Lebensbedingungen in diesen sozialdarwinistischen Gesellschaften anglosächsischer Prägung als unwesentlich angesehen. Armut und Prekarisierung werden als akzeptabel und gottgewollt, bzw. natürlich und Fügung des Schicksals betrachtet. Nicht so seitens Chinas. Es lohnt sich den vollen Text des chinesischen Menschenrechtsberichts zu lesen–vor allem auch das Kapitel über money- and clanpolicy.

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  2. Jakobiner sagt:

    Seit 2016 wird jetzt menschenrechtlich zurückgeschossen.Die Zeiten der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten scheint vorbei zu sein.Noch beschränkt sich China darauf, den USA einen “Spiegel vorhalten” zu wollen, damit es sich selbst bessert oder noch besser auch ihre Menschenrechtskritik gegen China einstellt oder zumindestens abschwächt. Noch wurden keine chinesischen Menschenrechts- oder andere NGOs in den USA gegründet,die zumal nicht so nichtregierungsmäßig wären, noch verhängt China Sanktionen gegen die USA wegen dieser Menschenrechtsverletzungen oder ist in der Nähe solche anzudrohen, noch hat China diese vor die Menschenrechtsausschüsse der UNO gebracht.China folgt eher dem Motto: Wie du mir, so ich dir, riskieren wir keine gegenseitige Schlammschlacht und USA–krieg´dich einmal ein und zügele dich gegenüber Vorwürfen gegenüber China.Und zuma und vor allem umgekehrt gelesenl: Wenn ihr das dürft, dann dürfen wir das auch–also Parität für beide und Versöhung, wenn daraus nicht alljährliche und ständige Mneschenrechtskampgnen gegen China gemacht werden. Wer China nun als erhofften Kämpfer für Menschenrechte im Westen sehen will, verkennt seine Intention. Ihm geht es um die allgemeine Akzeptierung von Menschenrechtsverletztungen auch im Westen, vielleicht mit Ausnahme der sozialen Rechte, aber das kapitalistische China wird auch nicht als klassenkämpferischer Avantgardestaat auftreten, der sich der Verletzung der sozialen Rechte des westlichen Prekariats annimmt. Diese sind nur der Aufhjänger, um gegen die menschenrechtsmäßigen Angriffe der USA ein Kontra zu setzen, in der Hoffnung, dass die USA diese Sorte antichinesischer Propaganda einstellen oder abschwächen

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