DUI? Hui, was für eine praktische Erfindung der nationalkatalanistischen Separatisten.

Das hat die Welt noch nicht gesehen: Die Nationalkatalanisten, die seit Jahren unter Einsatz aller propagandistischen medialen Kräfte versuchen, vor den erstaunten Augen der ganzen Welt, den nordöstlichen Teil Spaniens vom Rest des Staates zu rauben und in eine sogenannte „Unabhängigkeit von ihren Gnaden“ zu führen, haben sich gedrängt von rückläufigen Zustimmungswerten auf einen neuen Weg verständigt diesen Raubzug durchzuführen.

Die DUI, die einseitige Unabhängigkeitserklärung, soll die korrupte Mafia in Barcelona direkt und ohne Umweg über Madrid an die Brüsseler Subventionstöpfe bringen. Ausschließlich darum geht es ihnen hauptsächlich und – natürlich – um Straffreiheit und Schutz vor Strafverfolgung in zahlreichen anhängigen Korruptionsermittlungen und -prozessen.

Wie soll das nun konkret ablaufen?

Man erfindet ein katalanisches Volk unter kreativer Anpassung der spanischen Geschichte, das für Historiker so nicht akzeptabel ist. Man verknüft diese Scheinnationalität mit dem Territorium seiner Wahl. Daraus leitet man einen Anspruch auf den nordöstlichen Teil des spanischen Territoriums UND Teile der Territorien der Nachbarstaaten Frankreich und Italien ab. Da das Mittelmeer historisch mehr verbindender Verkehrsweg als Staaten trennendes Gewässer war lebten Menschen AUS den heutigen Anrainerstaaten Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, der Türkei und Nordafrika in unterschiedlicher Zusammensetzung praktisch überall an seinen Ufern. Daraus heute territoriale Ansprüche abzuleiten ist zumindest höchst gewagt, finde ich?

Man gießt mit einer großen Gießkanne zweckentfremdeter Gelder aller Spanier über die nordostspanischen Lokalmedien und Universitäten und erzeugt so einen Sumpf finanziell abhängiger nationalkatalanistische Gefolgschaft. Tausende leben nicht schlicht und nicht schlecht, sondern eher hervorragend von diesem Täuschungsmanöver.
An ebenfalls hochsubventionierten sogenannten „Sommeruniversitäten“, eher bezahlter Urlaub mit Gehirnwäsche, erfindet man sich „kunstvoll tricky“ scheinlegale juristische Konstruktionen, die den schlicht gewaltsamen geplanten Landraub schönschminken sollen. Wäre echt komisch, wenn es nicht so potentiell gefährlich wäre…

Selbst in den zurückliegenden  Zeiten der größten hochsubventionierten und selbst herbeigeführten Massenaufläufe mit bezahlten Bus- und Bahntickets, gab es zu keiner Zeit eine sauber dokumentierte Mehrheit für den nationalkatalanistischen Fieber-Wahnsinn. Seit mindestens einem Jahr sind selbst die gefälschten Zahlen rückläufig, was gelegentlich sogar zähneknirschend eingeräumt wird. In ihrer Verzweiflung versuchen die radikalsten Protagonisten sogar den spanischen Staat zu gewaltsamen Reaktionen zu provozieren, die ihnen dann die Unterstützung der Lokalbevölkerung UND des Auslandes sichern sollen auch wenn sie dazu aus Barcelona ein nordostspanisches Aleppo machen müssten. Sie würden dann an den nicht aufgearbeiteten Spanischen Bürgerkrieg anknüpfen. Wer sagt hier, daß Geschichte sich nicht wiederhole?

In den letzten Jahren seit Beginn der Wirtschaftskrise in 2008 hat sich das Leben sehr vieler Spanier spürbar, teils drastisch verschlechtert. Wer Arbeit hat, arbeitet meist zu schlechteren Bedingungen als vorher. Die Bildungs- und Gesundheitssysteme haben sich verschlechtert, gerade auch in der spanischen Autonomie Katalonien. Dafür muss es Schuldige geben. Die Einen sehen diese in Madrid, die Anderen sehen diese in Barcelona sitzen. Eine Lösung wäre die hypothetische katalanische Unabhängigkeit für keines der aktuell drängenden Probleme. Sie ist lediglich eine Ablenkung, wie das Rote Tuch, die Muleta, beim in Katalonien verbotenen Stierkampf.

In der nächsten Woche, Ende August, versucht der amtierende spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy, der zwar die beiden letzten Wahlen gewonnen hat, aber keine Regierungsmehrheit zu Stande bringt, mit schwankender Unterstützung anderer Parteien ins Amt gewählt zu werden. Das lassen sich diese teurer bezahlen. Seit Monaten wird gefeilscht was das Zeug hält. Rajoys PP hat zwar mit 7,9 Mio fast 50% mehr Stimmen erhalten als die Sozialisten der PSOE mit ihren 5,4 Mio Stimmen, die Blöcke der Linken und der Rechten sind insgesamt jedoch noch immer recht eng beieinander. Da bekommen dann sogar die Nationalkatalanisten vieleicht sogar noch ihre Chance sich die Regierungsbildung teuer bezahlen zu lassen? Sollte dies kommende Woche nicht gelingen stünden an Weihnachten die dritten(!) Nationalwahlen eines nahezu paralysierten Landes binnen eines Jahres an. Eine GroKo nach deutschem Vorbild wird bisher dennoch kategorisch ausgeschlossen. Wie lange noch?

2 Antworten zu DUI? Hui, was für eine praktische Erfindung der nationalkatalanistischen Separatisten.

  1. almabu sagt:

    Nachdem das Parlament der spanischen Autonomie Katalonien in grotesker Kompetenzüberschreitung über eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Erklärungen abgibt und Beschlüsse und Urteile des ihm übergeordneten spanischen Verfassungsgerichts missachtet, haben „katalanische Unionisten“, die sich also gegen eine Separation der nordostspanischen Autonomie aussprechen, ihrerseits zum Ungehorsam aufgerufen und wollen sich nicht mehr an Gesetze und Verordnungen halten, die von jenem rebellischen Autonomieparlament veröffentlicht werden, bzw. unter dessen Kompetenz fallen. Nach dem Motto „wie du mir, so ich dir“ drehen sie den Spieß einfach um. Entsprechend wollen sie ihre Kundgebung, geplant am 12. Oktober, nicht von diesen genehmigen lassen. Das läuft immer mehr auf Anarchie und Paralysierung hinaus in Katalonien und es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis eine Seite einen Fehler macht, eine Fehleinschätzung der Lage genügt, und es in Folge zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Separatisten und Unionisten kommen wird?

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  2. almabu sagt:

    Der Aufruf zur Umkehrung des Ungehorsams der Nationalkatalanisten gegenüber der spanischen Zentralregierung und ihrer Institutionen fiel auf fruchtbaren Boden. Die ersten Katalanen, die sich zu ihrer spanischen Nationalität bekennen, haben ihrerseits die „Declaración Unilateral de Españolidad“ (DUE) ausgerufen und ihre Immobilien zum spanischen Territorium erklärt und der separatistischen Autonomieregierung der Generalitat offenen Ungehorsam angekündigt. Sie wollen künftig alles genauso tun, wie die CAT-SEP’s nur umgekehrt gerichtet, Anarchie gegen die Separatisten. Das wird das totale Chaos, im schlimssten Fall ein weiterer Schritt hin zu einem spanischen Bürgerkrieg? Das Szenario klingt übertrieben, ich weiss, aber dadurch daß auf die wechselseitigen Provokationen immerzu „einer draufgesetzt wird“, wird es in letzter Konsequenz zur Gewalt kommen, leider!

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