Katalanen werden gezwungen Stiere zu töten!

Das spanische Verfassungsgericht hat mit der Begründung der nationalstaatlichen Kulturkompetenz das von der spanischen Autonomie Katalonien im Juli 2010 mit 68 pro / 55 contra / 9 Enthaltungen in der üblichen Überschreitung ihrer Kompetenzen verhängte Stierkampfverbot in Katalonien im Oktober 2016 mit 8 / 3 Stimmen aufgehoben. Das dürfte wohl ein absoluter Negativrekord sein, zumindest was die Prozessdauer betrifft? Das gesplittete Votum war dabei nicht dem (einstimmigen) Vorwurf der katalanischen Kompetenzüberschreitung geschuldet, sondern dem angeblichen „kulturellen und sozialen Interesse“ am Stierkampf! Eine entscheidende Rolle an dieser Neueinschätzung soll der inzwischen verstorbene Katalane Luis María Gibert Clos gespielt haben!

Zwar hatten die Katalanen damals die Kompetenz für öffentliche Veranstaltungen und den Tierschutz, die ihr Stierkampverbot prinzipiell nachvollziehbar machen, der Staat „Madrid“ hatte jedoch trickreich den Stierkampf zu nationalen Kulturerbe der Spanier und somit der Kultur zugehörig erklärt. Interessant in diesem Zusammenhang ist es, daß angeblich auch europäisches Recht den Stierkampf schützen würde?

PS: Mir persönlich ist es in siebeneinhalb Jahren Barcelona, Madrid und Pamplona  gelungen jeglichem Stiere töten, ob nun „Live“ oder im TV, trotz der Lektüre von Ernest Hemingways „Tod am Nachmittag“ zu entkommen, obwohl eine mir sehr nahestehende junge Dame in einer ehemaligen Stierkampfarena im Baix Llobregat das Reiten lernte!

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