EL PAÍS vergleicht internen PSOE-Sánchez-Sieg mit Brexit-Populismus!

Mit dem Op-Ed-Beitrag unzufriedene Journalisten sammeln Unterschriften und wollen die Zeitung so satzungsgemäß dazu zwingen ihre abweichende Meinung zu publizieren!

Was war geschehen? Ein Meinungsbeitrag hatte den Sieg des Partei-Rebellen Pedro Sánchez gegen die andalusische „Schattenkönigin und Möchtegern-PSOE-Führerin“ Susana Díaz in eine Reihe mit dem Populismus eines BREXIT im UK oder dem unerwarteten Sieg eines Emmanuel Macron in Frankreich gestellt und somit quasi als Zeichen politischer Unreife gewertet.

Sánchez habe unerfüllbares versprochen, so undenkbare Dinge wie eine Koalitionsregierung in Madrid, die Mariano Rajoy und seine PP per Misstrauensantrag von der Regierung ablösen könnte, geradezu vollkommen total unglaublich!?

Dazu habe er der Basis eine neue Führung versprochen, die all die kleinen Könige und Regionalchefs auf allen Ebenen der PSOE überflüssig machen würde, nur ER, Sánchez und SIE die Basis und keine „Heerscharen von Rädchendrehern und Stellwerkschraubern“ dazwischen, die bekanntlich gelegentlich eigene Interessen verfolgen und diese über den Erfolg der Partei stellen.

Da ist durchaus etwas Wahres dran und so hatte Sánchez quasi den gesamten Parteiapparat, hin bis zu den „alten Granden“ á la Felipe González gegen sich und am Ende doch gewonnen und jetzt sind die alle beleidigt, dieser Spielverderber aber auch!

Was ist „europäisch“, was ist landesübergreifend daran? Es gibt zweifellos eine Glaubwürdigkeitskrise der Sozialisten in ganz Europa, egal ob diese sich nun Sozialisten oder Sozialdemokraten nennen. Die kleinen, zunehmend abgehängten Bürger und die noch arbeitende Unterschicht fühlen sich von Parteien nicht mehr vertreten, die unter Schröder HARTZ IV einführten, die in England aktionslos den BREXIT der Konservativen unterstützen und die in Frankreich in den letzten fünf Regierungsjahren wenig bis nichts für die kleinen Leute erreichten. Ihnen allen ist gemein: Sie reden SO und handeln ANDERS! In Europa wird praktisch durchgängig neoliberale Politik gemacht. Das Primat der Wirtschaft ist nachhaltig und zwar in ALLEN Ländern der EU!

Die hierarchisch strukturierte Organisationsform der etablierten Parteien war einst ihre Stärke. Die Kommunikation lief von unten nach oben und von oben nach unten, was zwar das Gefühl von aktiver Mitbeteiligung und Gemeinschaft in Ortsversammlungen und anderen Gremien zur Realisierung gemeinsamer Ziele hervor rief, zugleich aber auch die eigentliche Meldung nach der Art der „stillen Post“ von Etappe zu Etappe veränderte. Es soll so, je nach Organisationsgrad-Niveau, bis zu drei verschiedene Sprachregelungen gegeben haben und sorgsam behütetes exklusives Herrschaftswissen.

Hier kommt nun der Populismus ins Spiel. Die neuen Medien, das ww.web und Twitter, WosSepp?, Skype & Co.. Die Stimmen und Argumente mischen sich in die der etablierten Parteien und gewinnen Anhänger, unerhört? Die Basis kann direkt, unter Umgehung des Partei-Apparates, mit „denen da oben“ kommunizieren! In der Tat ein Problem, für alle in Europas Demokratien. Populismen rufen Oligarchen á la Trump auf den Plan.

Regierungstechnisch besteht derzeit wenig Unterschied zwischen der Ukraine und den USA. Was ist der Unterschied zwischen „Schoko-Poro“ und Trump? Schoko-Poro hat vermutlich mehr Geld als Trump, aber sonst gibt es nur wenige! Was also tun?

In Spanien versuchte man es zumeist nur mit einem neuen Namen für die alten Parteien und Politiker. Auch in Frankreich haben fast alle Parteien teils mehrfach den Namen gewechselt. Sollten die Sozialisten in Frankreich den Namen wechseln, dann wäre die FN, was den Namen betrifft, die älteste Partei Frankreichs! Doch der Bürger, der Souverän, der Wähler ist dann doch nicht SO blöd, um das nicht zu durchschauen.

Neue unbelastete Gesichter, Parteien und Programme müssen her? Ja, das gilt fast überall, außer in Deutschland. Hier können wir wählen was wir wollen und am Ende regiert Merkel mit dem kleinen, von Mal zu Mal schrumpfenden Partner SPD…
Die hat ein Geheimrezept für ihren Sieg: Sie instrumentalisiert die USA. Sie kroch damals als Kandidatin gegen Schröder Bush in Washington in den „Allerwertesten“ und heute stösst sie umgekehrt Trump vor den Kopf, so zwei US-Präsidenten instrumentalisierend! Wenn man Sankt Obama auf dem Kirchentag dazu rechnet, sind es sogar deren Drei!
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http://www.elconfidencialdigital.com/medios/redaccion-Pais-editorial-Pedro-Sanchez_0_2937906198.html

http://elpais.com/elpais/2017/05/21/opinion/1495402685_402133.html

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