Hey FAZ, wie isses denn nu wirklich, inne Türkei?

Die FAZ hat im Juli 2017, im Abstand von nur 10 Tagen, zwei sich grundsätzlich widersprechende Artikel über die türkische Wirtschaft veröffentlicht. Der Erste hatte die Tendenz ALLES GANZ SCHLECHT! Der Zweite, hier verlinkte (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsdrohungen-lassen-ankara-kalt-15121080.html), meint im Prinzip ALLES ZIEMLICH GUT!

Das ist ziemlich irritierend, zumindest wenn man als seriöses Wirtschaftsmedium Ernst genommen werden möchte, oder?

Wenn südeuropäische Banken mit rund 270 Milliarden Wackelkrediten in der Türkei engagiert sind, wie einige schreiben, dann sind diese, ihre Länder und folglich die EU erpressbar. Eine Bankenrettung in dieser Größe können wir getrost vergessen, wenn diese Kredite platzen, dann knallt es richtig…

Hier der ERSTE nochmals: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsentwicklung-die-lage-in-der-tuerkischen-wirtschaft-15106845.html#lesermeinungen

Möge die FAZ doch künftig zu unserer Erhellung beitragen, anstatt zu unserer Verwirrung!

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5 Responses to Hey FAZ, wie isses denn nu wirklich, inne Türkei?

  1. Jakobiner sagt:

    Vielleicht soll dies ja Pluralismus oder gar Dialektik sein, vielleicht ist aber einer der beiden Artikel einfach nur Fake News und Wunschdenken. Alle Kritiker der „Lügenpresse“werden sich jedenfalls freuen!

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  2. Jakobiner sagt:

    Neueste News: Ein türkischer Sozialwissenschaftler fordert jetzt im heutigen Münchner Merkur, dass man bei den laufenden EU-Verhandlungen Erdogan für eine Aufhebung des Ausnahmezustands und einer Teilamnestie für politische Gefangene Visafreiheit und eine erweiterte Zollunion in Aussicht stellen solle. Damit würde er seine wesentliche Etappenziele erreichen, könnte sich in der Türkei als Held feiern lassen und würde seine Herrschaft weiter zementiert.Also nicht Sanktionen, sondern Belohnung. Mogherini und EU-Erweiterungskommisar Hahn sind zudem der Ansicht, dass man mit der Türkei mehr die Gemeinsamkeiten denn die Unterschiede betonen sollte und sich auf eine engere Kooperation bei Energiesektor, Terrorismusbekämpfung und Flüchtlingspolitik beschränken solle.

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  3. Jakobiner sagt:

    Vielleicht ist der Stimmungsumschwung der FAZ, die in linken Kreisen auch als „das Sprachrohr des deutschen Kapitals“bezeichnet wurde damit zu erklären, dass die Wirtschaft nun eine Ausweitung der Zollunion wünscht, deswegen die positive Wirtschaftskraft der Türkei und deren Bedeutung herausstellen möchte, zumal ja gerade die Terroristenliste deutscher Konzerne nach Gabriel und Merkels Infragestellung der Hermesbürgschaften schnell wieder zurückgenommen wurde.

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  4. Jakobiner sagt:

    Es ist geradezu auffällig, wie zurückhaltend die Medien, ob TV oder Printmedien ala FAZ, SZ, ZEIT über die Ausrufung von „Kleinrussland“durch prorussische Seperatisten berichten. Der Nachricht wird kaum Bedeutung zugemessen,sie schafft es nicht mal in die Kommentarspalte, dabei ist sie doch höchstbrisant. Entgegen der gestrigen Meldungen der FAZ, wonach Rußland sich nicht dazu geäußert oder „Kleinrussland“nicht abgelehnt habe , ist heute im Münchner Merkur zu lesen, dass die Ausrufung von „Kleinrussland“ selbst unter den Seperatisten umstritten ist und von Russland abgelehnt würde. Was nun? Ist Minsk tot, wenn es denn je gelebt hat? Hält sich Putin nun abwartend zurück oder lehnt er „Kleinrussland“offen ab, obwohl er ja beim G-20-Gipfel damit gedroht haben soll, die Seperatisten anzuerkennen? Auch werden die Ziele der Seperatisten in FAZ und Münchner Merkur sehr unterschiedlich angegeben. Während die FAZ berichtet, dass „Kleinrussland“ sich nun vielleicht sogar Russland angliedern wolle, oder heute, dass der Führer von Kleinrussland die ganze Ukraine samt Kiew erobern wolle, ist im Merkur zu lesen, dass die Seperatisten eine Teilung des Landes und 2 Ukraines wollten.Höchst widersprüchliche Presseberichte, dass man nun nicht weiß, wem man denn nun glauben soll. Zumal heute der Aufmacher ist, dass es im Rahmen des G-20-Gipfels ein zweites Gespräch zwischen Trump und Putin gegeben habe, das das Weiße Haus aber geheim gehalten habe, was Trump nun wieder als „kranke Nachrichten“dementiert

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    • almabu sagt:

      Die wirklich wichtigen Dinge haben Putin und Trump aber bei einem dritten Gespräch, einem vier Hoden-, Verzeihung, natürlich einem vier Augen-Gespräch am Urinal der Herrentoilette stehend, besprochen. Als ein Sicherheitsbeamter versehentlich für einen Moment die Tür öffnete waren für die Presse nur abgerissene Wortfetzen zu hören, von Trump: „..okay, dafür habe ich aber größere Flugzeugträger!“

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