Hintertür: CAT-SEP’s wollen Spanier und dadurch EU-Bürger bleiben!

Heute ist LA DIADA der National-Trauer-Feiertag der Katalanen, die 1714 auf’s falsche Pferd gesetzt haben. Es ist der Tag der viktimistischen Massenorgien auf den Straßen Barcelonas. Es ist der Tag der maximalen Hetze für das geplante illegale Referendum des 1. Oktobers.

Ein guter Tag, dem Einen oder Anderen die Ängste zu nehmen, welche manchen nationalkatalanistischen Separatisten insgeheim doch zu plagen scheinen?

Das scheint jedenfalls das Anliegen der subventionierten CAT-SEP-Kampfpresse EL PUNT AVUI und ihres Gastautoren Eduard Sagarra Trias zu sein, einem Anwalt und Professor für Internationales Recht an der UB und anderen internationalen Organisationen.

Ich will die ganzen detailierten juristischen Ausführungen abkürzen auf das Wesentliche:

Die Spanische Verfassung erlaubt es nicht einem Spanier die Nationalität zu entziehen! Er kann sie nur durch Verzicht verlieren! Spanier ist man entweder durch Geburt auf spanischem Territorium (ius soli) oder durch Abstammung von spanischen Eltern (ius sanguini). Die spanische Verfassung erlaubt es ausdrücklich mehrere Staatsangehörigkeiten zu besitzen.

Der im römischen Exil geborene und in Italien und Portugal aufgewachsene Ex-König Juan Carlos I könnte so vermutlich problemlos den Italienischen und/oder Portugiesischen Pass besitzen oder zumindest besessen haben?

Die gilt aber auch besonders für Mittel- und Südamerikaner aus Staaten mit Vergangenheitsbezug z.B. als Kolonie oder Übersee-Territorium Spaniens.

Dies gilt aber auch für die Nachfahren der Sephardischen Juden die von den Katholischen Königen aus Spanien vertrieben worden sind und die heute über die Welt verstreut und besonders in Israel leben. Nicht wenige haben von der erst vor einigen Jahren neu geschaffenen Möglichkeit Gebrauch gemacht sich symbolisch den Spanischen Pass, die Staatsangehörigkeit ihrer Vorfahren zurückzuholen.

Die EU-Verträge und Gesetze sehen ebenfalls nirgendwo vor, einem EU-Bürger diese Eigenschaft abzuerkennen. Dieser Aspekt könnte vermutlich auch für die UK-Bürger beim Brexit eine Rolle spielen? Notfalls müssen sie sich einen Irischen Pass holen um in der EU bleiben zu können?

Eduard Sagarra Trias stellt also zusammenfassend fest, daß vollkommen unabhängig vom Verhalten der Katalanen, ob nun Bruch mit Spanien, ob eigener, unabhängiger Staat, niemand das Recht und die Möglichkeit habe, den Katalanen die gegenwärtig schon leben und einen spanischen Pass haben, diese Staatsangehörigkeit zu nehmen, mit der sie sich weltfrei frei und mit allen Rechten eines EU-Bürgers bewegen können. Er zitiert detailliert die entsprechenden Gesetze und Paragraphen, was ich mir hier erspare. Sie können im verlinkten Artikel (auf Katalan) nachgelesen werden.

Auch deren Kinder könnten wegen des Abstammungsrechtes als „Kinder spanischer Eltern“ auf den spanischen Pass hoffen, ach was, juristischen Anspruch haben! Außerdem könnten diese „Spanier“ auch künftig bei allen Wahlen des „feindlichen Nachbarlandes“ der Katalanen mitwählen, mitbestimmen, jedoch ohne Steuern und Abgaben zu bezahlen, also „für lau“, wie man so sagt.

Die nationalkatalanistischen Separatisten haben sich also bei allem Wahnsinn eine Hintertür offen gehalten und müssen künftig, nur den zum jeweiligen Anlass passenden Pass aus der Tasche ziehen…

Nicht nur Spanien, auch die EU steht da etwas doof da, wenn sie bei jeder Gelegenheit erklärt, daß der eventuelle neue Staat „automatisch kein EU-Mitglied mehr sein wird“, alle seine einzelnen Bürger aber schon noch? Wie gedenkt die EU sich künftig zu verhälten, wenn in im Nicht-EU-Staat Katalonien, EU-Bürger sich in ihren Rechten diskriminiert fühlen? Wird Brüssel dann seinen EU-Bürgern gegen die CAT-SEP-Regierung helfen? Was für ein Schlamassel!

––––––
http://www.elpuntavui.cat/politica/article/17-politica/1236463-i-l-europea-la-nacionalitat-espanyola-dels-catalans.html

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9 Responses to Hintertür: CAT-SEP’s wollen Spanier und dadurch EU-Bürger bleiben!

  1. almabu sagt:

    Auch heute Morgen begann der National-Trauer-Feier-Tag LA DIADA wie jedes Jahr mit der Selbsttäuschung der CAT-SEP’s:

    1.) Es ist der falsche Tag. Die Stadt Barcelona fiel erst am 14. September und nicht am 11. wie es Jordi Pujol 1980 bei der Einführiung des Feiertages einfiel oder gefiel?

    2.) Der separatistische „Nationalheilige und Märtyrer des 11. September“ Rafael Casanova, an dessen Denkmal am Morgen der LA DIADA stets Blumen abgelegt werden, war kein Märtyrer. Er wurde verschont, später begnadigt und nur aus der Stadt verbannt. Er betätigte sich weiter und starb 29 Jahre später friedlich auf dem Landgut seines Sohnes vor den Toren der Stadt.

    Die Pantasie der CAT-SEP’s ist eben grenzenlos:

    „…Antes de esta decisión de la Generalitat, entonces presidida por Jordi Pujol, el 11 de septiembre no tenía gran peso en Cataluña más allá de la ofrenda floral que los círculos catalanistas dedicaban anualmente al conseller en cap Rafael Casanova, presentándolo como un mártir de la caída de Barcelona. Todo ello a pesar de que en verdad murió veintinueve años más tarde (en 1743) en su domicilio tras recibir el perdón real…“

    http://www.abc.es/historia/abci-error-historico-nacionalistas-equivoco-jordi-pujol-fecha-diada-201709110130_noticia.html

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  2. almabu sagt:

    FRASES CÉLEBRES QUE HACEN DUDAR DE LA BONDAD DEL PROCESS:

    Carme Forcadell, „qua amt“ zur Neutralität verpflichtete Präsidentin des Autonomieparlamentes von Katalonien: „Los que no votan independentismo no son catalanes“
    „Diejenigen, die nicht die Unabhängigkeit wählen, sind keine Katalanen!“

    Puigdemont, ungewählter Präsident ALLER Katalanen: „Echaremos a los infieles de Cataluña“
    „Werfen wir die Untreuen aus Katalonien!“

    Pujol*, der ewige 23-jährige Autonomiepräsident, dem ein illegales 3 Milliarden-Vermögen aus 3% Provisionen aller öffentlichen Aufträge nachgesagt wird: „El Andaluz es un hombre poco hecho que pasa hambre y vive en la ignorancia.“
    „Der Andalusier ist ein wenig entwickelter Mensch, der Hunger erlitt und in der Ignoranz lebt!“
    *(Pujol besuchte in den WW2-Kriegsjahren die nationalsozialistisch-rassistisch geprägte Deutsche Schule Barcelona, mit HJ- und Nazi- Uniformen, Hitler-Büsten und Hakenkreuzfahnen. Das volle Programm!)

    Nuria Gispert: „el 11 de septiembre hubo una guerra, y no ganaron los catalanes, ganaron los otros“
    „Am 11. September gab es eine Schlacht und bei der gewannen nicht die Katalanen, sondern die Anderen!“ (unübertrefflich schlicht und von vorne bis hinten falsch. Das muss man erst Mal schaffen!)

    Artur Mas, Pujol-Zögling und krachender Totalversager auf allen Gebieten:„Los niños andaluces hablan el castellano pero no se les entiende“
    „Die andalusischen Kinder sprechen Castellano (Spanisch), aber man versteht sie nicht!“

    Marta Ferrusola, Pujol-Gattin und treibende Kraft, die „Mutter Oberin“ des kriminellen Clans:„Tener un President de origen andaluz me revuelve las tripas“ (Referido al President Montilla).
    „Einen Präsidenten (der Autonomie Katalonien) zu haben, der andalusischen Ursprungs ist, dreht mir den Magen um!“

    Directores de Colegios Públicos, Schulleiter öffentlicher Schulen: „Niños en la hora del patio hablad en catalán“
    „Kinder, in den Pausen sprecht ihr Katalan!“ (War schon in den 80ern so in Barcelona!)

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  3. almabu sagt:

    Über die Teilnehmerzahl an der LA DIADA gegen die Aussagen wie jedes Jahr um den Faktor Drei auseinander, je nachdem wer gefragt wird:

    450.000 hätten sich angemeldet, so der Veranstalter der CAT-SEP’s.

    1 Million seinen marschiert, so die Regimemedien der CAT-SEP’s.

    350.000 seien es gewesen, so die Delegation der spanischen Regierung in Barcelona.

    Statistiker werden in einigen Tagen korrigierte Zahlen nennen, die plus-minus um die 300.000 Teilnehmer liegen.

    Eigentlich, genau wie jedes Jahr…

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  4. almabu sagt:

    Es sollen deutlich unter 300.000 Personen gewesen sein, von „NUR“ 226.000 ist sogar die Rede, ein Rückgang um 74% gegenüber 2013!

    https://www.dolcacatalunya.com/2017/09/pinchazo-letal-la-diada-solo-225-000-nacionalistas-las-calles-pedir-butifarrendum/

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  5. almabu sagt:

    Selbst das Subventionsmonster des Conde de Cobró, die LA VANGUARDIA des nationalkatalanistischen Separatismus, meint in ihrer Subheadline, daß es die geringste Beteiligung zwischen 2012 und 2015 gewesen sei:

    „…Gritos de independencia y favorables al referéndum del Govern en una marcha con una participación inferior a las de entre 2012 y 2015!“

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  6. almabu sagt:

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  7. almabu sagt:

    Nun ist es leider einer der Kardinalfehler jeglicher Diskussion in Spanien, speziell im seit Jahrzehnten planvoll radikalisierten Katalonien, daß jede Partei, jede Seite ihre eigene Wahrheit zu besitzen glaubt und anderen Argumenten nicht zugänglich ist. Die gilt auch für die Teilnahmezahlen an der LA DIADA als seien diese das einzige Kriterium das zählt.

    So haben die nationalkatalanistischen Separatisten aber diesmal unfreiwillig(?) ihre Propaganda-Niederlage eingeräumt, als sie die Zahl der Teilnehmer auf eine Million „hochjazzten“, denn 2014 sprachen sie noch von 1,8 Millionen Teilnehmern.

    Nach ihren eigenen Worten also ein Rückgang um 45% oder um fast die Hälfte in einer Situation wo es nach eigener Aussage „um alles geht“ und „das Ziel in unmittelbarer Nähe sei“!

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  8. almabu sagt:

    Die staatliche spanische Post und die private Unipost weigern sich Propaganda, Infos und Unterlagen für das illegale Referendum des 1-O der CAT-SEP’s zu verteilen!

    Der Präsident von Unipost, Anton Raventós fürchtet seinerseits einen Boykott von Rest-Spanien auf bekanntere Produkte der Familie Raventós, wie z.B. die Cavas der Kellerei Codorníu.

    Bei der „Consulta“ des 9-N hatte Unipost noch Briefkasten für Briefkasten die CAT-SEP-Propaganda verteilt. Jetzt macht Raventós offenbar einen Rückzieher?

    Die Post untersteht dem Ministerium für öffentliche Infrastruktur in Madrid, das bereits klar gemacht hat, daß die Post ihre Aufgaben aus Madrid und nicht von der Generalitat de Catalunya erteilt bekommt. Es scheint, die CAT-SEP’s müssen ihre Pamphlete selbst verteilen?

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  9. almabu sagt:

    Aus verschiedenen Quellen werden verschiedene Teilnehmerzahlen genannt, aber alle stimmen darin überein, daß sich die Beteiligung an der LA DIADA in 2017 etwa halbiert hat, Zasca!

    https://www.dolcacatalunya.com/2017/09/grafico-la-diada-asusta-la-generalitat/

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