Was läuft da in Katalonien?

In diesen Tagen, in denen das katalanische Unabhängigkeits-Ultimatum des 1. Oktobers näher rückt und die Spannung der pokernden Parteien steigt, taucht das Thema Katalonien gelegentlich in unseren Medien auf. Im Allgemeinen erschreckend oberflächlich und naiv, was entweder bewusstes Kalkül hinsichtlich des Informationsstandes der Mediennutzer ist, oder ein beängstigendes journalistisches Niveau der Profis belegt.

Worum geht es also in diesem Konflikt:
Vordergründig will sich da ein Teil eines Staates abspalten und ein unabhängiger neuer Staat werden. So etwas kommt durchaus vor, aber wo, wann und unter welchen Bedingungen?

Der Regelfall, auf den sich auch die UN bezieht sind die Umwälzungen, die sich bei Befreiung und Unabhängigkeit von Ex-Kolonien oder in Folge von Kriegen ergeben. Das sind kriegerische Gewaltakte bei denen unter dem Opfer von Menschenleben etwas Neues entstehen soll.

Es gibt aber nicht nur die Form von Gewalt, die aus den Gewehrläufen kommt, sondern es wirken sich auf solche Konflikte auch indirekt äußere Großmachtinteressen ein, Stichworte Kosovo (USA) und Krim (Russland). Aber auch dies ist eine Form von Gewalt.

Was in Kanada und Schottland auf der Basis vorhandener Gesetzeslagen durchgeführt werden konnte, lässt sich nicht 1:1 auf andere Länder übertragen und hat übrigens in beiden Fällen bisher NICHT zu einem neuen Staat geführt, obwohl diese Beispiele von den katalanischen Separatisten gerne und häufig zitiert werden.

Die USA haben den Separatismus als Spaltmechanismus, als strategische Waffe, verschiedentlich gegen Russland einzusetzen versucht, z.B. in Tschetschenien und in Georgien und gegenwärtig versuchen sie die enge Beziehung zwischen Weissrussland und Russland zu knacken. Das ist Geostrategie pur!

Wer zum Beispiel die EU von aussen bedrängen und in Schwierigkeiten bringen möchte, der kann kaum ein besseres Mittel als den Nationalismus und in dessen Folge den Separatismus wählen. Das sind quasi „Selbstläufer“! Notfalls braucht es noch Flüchtlingsmillionen als Starthilfe.

Im Falle von Katalonien ging es meiner Meinung nach zuerst und hauptsächlich um Geld. Korrupte Cliquen haben sich Spanien geteilt, u. a. die eine in Madrid, die andere in Barcelona. Sie haben häufig und gerne zusammen gearbeitet, solange viel Geld in ihre Taschen floß. Die Korruption in Spanien war bereits zu Francos Zeiten ein landesweites Phänomen. Sie blieb es in der darauffolgenden Demokratie, welche die Staatsform einer Monarchie aufweist. Spanien hat tausende von bekannten offenen Korruptionsverfahren quer durch alle Parteien, Autonomien, Comunidades und das Königshaus. Die wenigsten werden zum Abschluss gebracht, sondern auf die lange Bank geschoben und nach Jahren oft aus formellen Gründen eingestellt.

Nur zwei Beispiele von vielen:
Der „ewige“ Jordi Pujol i Soley, mit 21-jähriger Regierungszeit als Präsident der spanischen Autonomie Katalonien wohl der absolute Rekordhalter, wird von Staatsanwälten und Journalisten als Kopf einer Familienbande aus Eltern und sieben Kindern bezeichnet, die sich aus 3%-Provisionen auf praktisch alle Auftragsvergaben der Generalitat d’ Catalunya und mit erheblicher krimineller Energie ein illegales Vermögen von ca. 3,5 Milliarden Dollar ergaunert hätten. Gegen Pujol und seine Familie laufen seit Jahren Ermittlungsverfahren aber es gibt bisher keinen Prozess, schon gar kein Urteil.

Der in Rom im Exil geborene ehemalige spanische König Juan Carlos I, der vor einigen Jahren zu Gunsten seines Sohnes Felipe VI zu Lebzeiten abdankte, kam als Faustpfand eines Deals zwischen dem Diktator Franco und dem rechtmäßigen Thornfolger, seinem Vater Juan de Borbon, Conde de Barcelona als minderjähriges Kind praktisch mittellos aus dem portugiesischen Exil aus Estoril nach Madrid. Der Deal sollte Franco Zeit verschaffen, den kleinen Prinzen nach seinen Vorstellungen erziehen zu können, seinen Vater ruhig halten und einen Übergang aus der Franco-Diktatur zu einer Monarchie zu gewährleisten, der den Faschisten Straffreiheit und ihre Beute sicherte. So geschah es. Franco starb friedlich im Bett. Sie mussten sich nie für nichts und niemand verantworten. Das gilt bis heute und schließt den Spanischen Bürgerkrieg der Vor-Franco-Zeit mit ein. Dieser arme Schlucker Juan Carlos I wurde dann König und nach dem fragwürdigen Putsch des 23-F im Volk sogar beliebt. Es gab zwei Dinge die ihn von anderen Spaniern unterschieden: Er war nicht steuerpflichtig und unterlag als König nicht der staatlichen spanischen Rechtsprechung. Vor einigen Jahren schrieb die NYT unwidersprochen, daß Juan Carlos I ein Privatvermögen von rund 1,8 Milliarden Dollar angehäuft habe. Nicht schlecht für jemand, der nicht arbeitet und nur repräsentiert, oder?

Jordi Pujol besuchte in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges die Deutsche Schule in Barcelona, eine stramme Hochburg des Nationalsozialismus im freundlich-neutralen Spanien mit NS- und HJ-Uniformen, Hakenkreuzfahnen und Hitler-Büsten und den ganzen Rassenscheiss’ gab’s noch gratis oben drauf! Pujol spricht ein hervorragendes Deutsch und war bestens vernetzt in Deutschland. Schon in den 80ern versuchte er sich durch das Konzept des Europas der Regionen mit den Industrie- und Ballungsräumen Stuttgart, Lyon, Marseille, Mailand und „seinem“ Katalonien aus der Solidarität zu Spanien zu befreien. Es ging um Geld, immer um Geld.

Es gab ein rassistisch unterlegtes Konzept einer höherwertigen, katalanischen Nation, ähnlicher den Franzosen (heute wird gerne Dänemark zitiert!) als den über Jahrhunderte mit afrikanischem Blut vermischten Spaniern und Portugiesen. Sie waren also die Besseren in jeder Hinsicht, ihre Probleme mussten also aus Spanien kommen und da die Geldströme aus Steuereinnahmen nach oben, nach Madrid flossen, wo auch die reichlichen EU-Milliarden eintrudelten, stieg der Neid und der Hunger auf mehr, mehr Geld, mehr Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit der Katalanen ist objektiv höher als die eines deutschen Bundeslandes. Der Länderfinanzausgleich hat auch in Deutschland seine Feinde. Sie sind bekannt. Es sind die größten Netto-Zahler, genau wie in Spanien.

Der Ausgangspunkt des Spanisch-Katalanischen Konfliktes ist also ein finanzieller, ein Verteilungskonflikt. Dieser wird aber seit fast vierzig Jahren von einem nationalistischen, rassistischen Weltbild unterfüttert, das in den letzten fünf, sechs Jahren, nach den durch die Weltfinanzkrise ausgelösten Kürzungen im Öffentlichen Haushalt, bei Sozial- und Bildungskosten, bei Renten, Pensionen und Löhnen in den Vordergrund gedrängt wurde. Es gab immer einen Schuldigen: Madrid, die Spanier! Es gab immer ein Opfer, richtig, Barcelona, die Katalanen!

Jetzt wurde die Unabhängigkeitskarte gespielt. Vermutlich nicht einmal ernsthaft, denn man wollte in Absprache mit Madrid erreichen, daß Madrid seine eigene spanische Verfassung bricht, sich über die eigenen Gesetze hinweg setzt, nur um den Katalanen die Unabhängigkeit zu ermöglichen. Es gibt von 192 Staaten in der UN nur Äthiopien und eine Karibikinsel, die eine geregelte Sezession verfassungsmäßig vorsehen, die anderen 190 Staaten dieser Welt tun dies nicht, genau wie Spanien! Fragen Sie einmal Donald Trump, wie er zur Unabhängigkeit von Texas und Kalifornien steht, wo es solche Bewegungen gibt?

Aber es braucht immer Zwei zum Tango, auch in diesem Konflikt! Der gegenwärtige Ministerpräsident Spaniens, Mariano Rajoy Brey hatte in seinen Sturm- und Drangzeiten ein neues katalanisches „Estatut“, ein Gesetz das die Rechte und Pflichten zwischen der katalanischen Autonomie und der Zentralregierung Spaniens in Madrid regelt, das in beiden Parlamente angenommen und damit zum gültigen Gesetz geworden war, per Unterschriftensammlung vor das Verfassungsgericht gebracht, das dann das Gesetz zerpflückte und die Katalanen auf einen schlechteren Stand als vor dem neuen Gesetz zurück warf. Damit war ein Tuch zerschnitten, die Parteien gingen auf offenen Konfrontationskurs, der Konflikt in seiner heutigen Form war eröffnet und spitzte sich nicht zuletzt auch deshalb zu, weil man jahrelang in Madrid absolut keine Anstalten machte darüber zu verhandeln, obwohl damals meines Wissens noch nicht die Maximalforderung der Unabhängigkeit auf dem Tisch lag?

Die Katalanen stehen heute für 16% der spanischen Gesamtbevölkerung, für 20% des spanischen BIP und für einen erheblichen Teil der spanischen Verschuldung, doch über Letztere spricht man in Barcelona nicht gerne. Die Spanische Autonomie Katalonien hat heute eine Verschuldung um 75,4 Milliarden Euro, die sich in den letzten 6 Jahren unter Artur Mas und Carles Puigdemont verdoppelt hat. Sie kann sich am Kapitalmarkt seit Jahren nicht mehr refinanzieren, ihre Bonds gelten als „Müll-Werte“ bei den Ratingagenturen und dazu käme im Falle einer Unabhängigkeit obendrein der katalanischen Anteil an der spanischen Gesamtverschuldung! Daraus folgt für mich: Eine katalanische Unabhängigkeit würde beide Staaten Katalonien UND Spanien in allerschwerste wirtschaftliche Turbulenzen und die Menschen in Not, Armut und Elend stürzen.

Was aktuell von den nationalkatalanistischen Separatisten, einer nordostspanischen Regionalform des Faschismus in Barcelona abgezogen wird ist eine Schmierenkommödie aus Kompetenz- und Gesetzüberschreitungen im Stile von Halbstarken auf dem Schulhof, die durch die großzügig kreative Gesetzesauslegung in Spanien generell unterstützt und gefördert wird.

Die rassistische Nationalisierungskampagne lässt all diese rationalen Argumente in den Hintergrund treten. Die große Frage ist, ob sie bei beim Versuch einer Einigung auf dem Verhandlungswege wieder eingefangen werden kann, denn schlichte Gemüter glauben den ganzen Scheiss’ der da seit Jahren systematisch verzapft wurde. Es wurde in der katalanischen, als auch in der spanischen Gesellschaft Schaden angericht, polarisiert, gespalten. Diesen zu heilen wird ebenfalls Jahre an Zeit benötigen, sodenn man irgendwann einmal endlich damit anfängt…

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15 Responses to Was läuft da in Katalonien?

  1. almabu sagt:

    Pujol führte mit der CiU eine in deutscher Politik-Farbenlehre ausgedrückt Gelb-Schwarze Union, ein Bündnis aus neoliberalen und eher katholisch Konservativen Parteien etwa im umgekehrten Kräfteverhältnis zu der deutschen Schwarz-Gelben-Koalition. Dieses Bündnis kontrollierte viele Jahre die katalanische Autonomiepolitik mit absoluten Mehrheiten. Dann verloren sie gegen ein linkes Dreierbündnis „Tripartit“, um später unter Artur Mas zunächst die Macht zurück zu gewinnen.

    Doch seit dieser mit ERC und CUP auf nationalkatalanistischen Separatismus machte, verloren er und CiU von vorgezogener Neuwahl zu vorgezogener Neuwahl an Stimmen, Sitzen im Parlament und an Einfluss und halbierte die CiU, bis er schließlich vor einem Jahr auf Druck der Anarcho-CUP entsorgt wurde, aber nicht vor dem er noch den ungewählten Quereinsteiger Puigdemont aus dem Hut zauberte, seine späte Rache?

    Dann war das Schicksal der CiU besiegelt. Zuerst sprang die Unió, das „U“ von CiU ab und dann wechselte die Skandalgebeutelte Convergencia ihren Namen in PDeCAT mit einem nach eigenen Aussagen neoliberalen Programm aus Liberalismus, Wirtschaftsliberalismus, Republikanismus, Katalanismus, Europäismus. Damit ist sie außer der gemeinsamen Schnittmenge des nationalkatalanistischen Separatismus eigentlich mit ihren CAT-SEP-Partnern ERC (Republikanische Linke Kataloniens) und den Anarchos der CUP unvereinbar. Ohne das sie verbindende Separatismus-Projekt würde dieses Bündnis über Nacht platzen!

    Der katalanische Separatismus hatte also ursprünglich eher bourgeoise, großbürgerliche Wurzeln, die zu Gunsten allgemeiner, eher „nationalsozialistischen“ (ERC) Strömungen, sowie den Anarchos der CUP ins Hintertreffen geriet. Artur Mas ist somit praktisch auch unbeabsichtigt der Totengräber des politischen Einflusses dieser Wirtschaftskreise. Was immer er auch anfasste, es ging in die Hose…

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  2. almabu sagt:

    Um sich einen Eindruck der ideologischen Suppe zu verschaffen, die sich im Hintergrund des nationalkatalanistischen Separatismus-Projektes AUCH einen gewissen Einfluss verschafft hat, möge man das in katalanischer Sprache erschienene Buch

    NAZIS A BARCELONA, L’ESPLENDEDOR FEIXISTA DE POSTGUERRA (1939-1945) von Mireia Capdevila i Francesc Vilanova, erschienen im Mai 2017 bei L’AVENÇ,
    ISBN 978-84-16853-05-2

    lesen, das den beträchtlichen Einfluss des deutschen und italienischen Faschismus auf die Stadt Barcelona und die Katalanen beschreibt.

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  3. almabu sagt:

    Die Guardia Civil durchsuchte am heutigen Dienstag mehrere Firmen in Katalonien u.a. AGISSA, welche die Wasserversorgung von Girona regelt. Es geht um betrügerische Verträge, ein Ableger der Ermittlungen über 3% Provisionen für öffentliche Aufträge in Katalonien.

    Rein zufälliger Weise betrifft diese Etappe von 2011-2016 die Amtszeit des derzeitigen Autonomiepräsidenten Carles Puigdemont als Bürgermeister von Girona. Die katalanische Antibetrugsbehörde OAC hat bereits mit der Untersuchung der Lieferverträge des Jahres 2016 begonnen. Weiter sind die Firmen Girona SA und Prodaisa betroffen.

    Das zielt zwar bisher nicht direkt auf Puigdemont, aber wenn in seiner unmittelbaren Umgebung angeblich über 10 Millionen Euro veruntreut und zuviel bezahlt werden und dann in dunklen Kanälen verschwinden, könnte es auch den üblichen kickback gegeben haben? Es spräche auch nicht für ihn, wenn er davon nichts mitbekommen hätte?

    Es ist zu früh, die Ermittlungen haben erst begonnen. Es wird zunächst mit 15 Durchsuchungen gerechnet. Verhaftungen seien zu dem Zeitpunkt (noch) nicht vorgesehen!

    Die Firma begann Ende der 90er Jahre die Provisionen an ihr Aktionäre vom Brutto-Umsatz vor Abzug der Kosten zu berechnen. Die Aktionäre bekamen so erheblich mehr an Dividenden. Diese wurden der Firma dann zusätzlich als Kosten in Rechnung gestellt. Diese verschuldete sich so immer mehr, so daß die Wasser-Preise angehoben werden mussten. Die Bürger Gironas bezahlen deutlich mehr für ihr Wasser als ihre Umgebung. Es entstand quasi ein Automatismus aus höheren Verlusten, höheren Wasser-Preisen, die wieder höhere Renditen von höheren Brutto-Umsätzen ergaben. Puigdemont hat davon bestimmt nichts gemerkt? Der hatte bestimmt Wichtigeres zu tun?

    Dies geschah mitten in den Hochzeiten des nationalkatalanistischen Separatismus. Die grassierende Korruption in Katalonien würde mit einer Unabhängigkeit nicht beendet, sondern eher noch verschärft. Es gab die Möglichkeit die Sache, dieses umgekehrte Schneeball-System, aufzudecken, zu beenden, das die Betriebsgenehigung abgelaufen war und die Firma gegenüber den Kommunen in der Defensive war. Doch was geschah? Nichts wurde beendet, sondern die Kommunen wurden quasi beteiligt, zu Komplizen gemacht, in dem man ihnen die Vergütung für die von ihnen gestellte Infrastruktur verdoppelte(!). Diese höheren Kosten wurden der Firma belastet, die Schulden vergrößerten sich, die Wasserrechnung der Bürger Gironas erhöhte sich erneut. Das Spiel begann von Neuem!
    PS: Übrigens, die Untersuchungen der Behörden wurden durch eine Anzeige der Anarcho-CUP ins Rollen gebracht, von Puigdemont CAT-SEP-Verbündeten!

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  4. almabu sagt:

    Die spanische Autonomie Katalonien verbraucht 4,7 Milliarden Euro pro Jahr mehr an Renten, als sie in das gemeinsame System Spaniens einzahlt. Sie ist damit die Region mit dem höchsten Defizit in der Rentenversicherung. Katalonien und speziell Barcelona haben mehr Rentenempfänger (1,5 Millionen), einen höheren Altersdurchschnitt und höhere Renten als der spanische Durchschnitt.

    Die hohe Arbeitslosigkeit und die seit der Wirtschaftskrise von 2008 stagnierenden, bzw. deutlich gesunkenen Löhne vergrößern das Problem in Zukunft noch.

    Alleine von Januar bis Juli betrug das Rentendefizit in Katalonien 1,9 Milliarden Euro, von denen 1,4 Milliarden auf Barcelona entfielen. Barcelona habe das größte Minus in der spanischen Rentenversicherung. In 2016 habe die Stadt in der Rentenkasse 4 Milliarden Euro Verluste geschrieben.

    Für Gesamt-Spanien wird in diesem Jahr mit einem Verlust von kanpp 19 Milliarden Euro in der Rentenversicherung gerechnet. In 2007 betrug die Relation zwischen Arbeitnehmer und Rentner noch 2,7 :1. In 2017 ist sie auf 2,2:1 zurück gegangen.

    Bei einem CATEXIT wird in Folge mit dem Verlust von mindestens 5% des katalanischen BIP und daraus resultierend dem Verlust von mindestens 250.000 Arbeitsplätzen gerechnet.

    Die katalanischen Renten werden zur Zeit von ganz Spanien solidarisch bezahlt. Die CAT-SEP Vorturner „Dick und Doof“ alias Junqueras und Puigdemont verlangen neuerdings sogar, daß die katalanischen Renten „vorerst unbegrenzt“ von Spanien weiter bezahlt werden sollen, obwohl sie selbst die Rentenbeiträge der katalanischen Arbeitnehmer im neuen Staat einkassieren wollen, diese separatistischen Ulknudeln und Spaßvögel!

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  5. almabu sagt:

    Heute Morgen durchsuchte die Madrid unterstehende Guardia Civil mehrere (4-9) Autonomieministerien und nahm dabei 12 Personen (inzwischen ist von 16 Personen die Rede!) aus der Hierarchie fest, denen Vorbereitung oder Durchführung des für den 1. Oktober geplanten illegalen Unabhängigkeitsreferendums vorgeworfen wird.

    Die erste Garnitur der CAT-SEP’s blieb unbehelligt, genießt weiterhin Narrenfreiheit und suhlt sich „endlich, endlich“ lustvoll im Viktimismus, einer der Haupttriebkräfte der nationalkatalanistischen Separatisten.

    Der Autonomiepräsident Carles Puigdemont hat eine Sondersitzung der Generalitat einberufen, hoffentlich erklärt er Spanien nicht den Krieg?
    Anschließend erklärte er in der Presse, damit habe Madrid praktisch die Autonomieregierung außer Kraft gesetzt. Er wollte wohl nicht sagen, daß außer den jetzt Festgenommenen keiner in der Generalitat gearbeitet habe?

    Aktivisten haben Hauptverkehrsstraßen in Barcelona blockiert. Die „Mossos“, die Polizei der Generalitat fühlt sich unzuständig und bleibt untätig.

    Für 14 Uhr haben die üblichen Verdächtigen vom ANC und von OMNIUM zur üblichen Kundgebung an der Placa de Sant Jaume aufgerufen!

    Damit geht der Plan der Separatisten wohl auf, durch solche Maßnahmen Madrids in letzter Minute doch noch in die Weltmedien zu kommen, die bisher im Allgemeinen wenig Interesse an dem Affentheater in Barcelona zeigten.

    Jetzt fehlt nur noch Gewalt in irgendeiner Form und die Situation könnte außer Kontrolle geraten…

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  6. almabu sagt:

    Spanischer Aussenminister vergleicht in New York CAT-SEP’s mit Nazis!

    Alfonso Dastis gab in New York anläßlich seines Besuches der UN-Generalversammlung, BLOOMBERG TV ein Interview, in dem er die nationalkatalanistischen Separatisten mit den Nazis verglich.

    Sie würden Bilder der Bürgermeister veröffentlichen, welche die Zusammenarbeit für das illegale Unabhängigkeitsreferendum des 1. Oktobers verweigerten, und die Separatisten dazu aufrufen, diese Bürgermeister zu bedrohen, sie einzuschüchtern! Dies seien Nazi-Methoden.

    Die CAT-SEP’s versuchten sich als lupenreine Demokraten hinzustellen, das seien sie nicht. Referenden seien das bevorzugte Propagandamittel von Diktatoren. Alleine Franco habe in Spanien zwei Referenden durchgeführt (und beide haushoch gewonnen, gerade auch in Katalonien, Überraschung!).

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  7. almabu sagt:

    Für die wegen der Lage in Katalonien zusätzlich in die unruhige Autonomie abgeordneten 5.000 Polizisten wurden zwei italienische Kreuzfahrtschiffe „Rhapsody“ und „Azzurra“ als zentrale, nahe und erschwingliche Unterkünfte nach Barcelona und Tarragona entsandt. Sie sind inzwischen eingetroffen. Die Hafenarbeiter Barcelonas verkündeten inzwischen, diesen Schiffen nicht die üblichen Leistungen bieten zu wollen.
    Ob sich die unsichere Lage in Barcelona schon auf die „ganz normale“ Kreuzfahrtsindustrie negativ auswirkt, ist mir bisher nicht bekannt. Die Touristen könnten sich im Hafennahen Stadtzentrum mit goßen Demos und Polizeikräften konfrontiert sehen?

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  8. almabu sagt:

    Auch in Madrid, am zentralen Platz Puerta del Sol, trafen heute Befürworter und Gegner eines nationalkatalanistischen illegalen Unabhängigkeitsreferendums erregt aufeinander. Es gab Beschimpfungen und Rempeleien und die Polizei stellte Personalien fest. Zu größeren Auseinandersetzungen kam es aber nicht.

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  9. almabu sagt:

    Die Gewerkschaft CGT hat in Katalonien eine Vorankündigung eines Generalstreiks vom 3. bis zum 9. Oktober veröffentlicht!

    Das größte Herzensanliegen für die Arbeitnehmer scheinen offenbar nicht die Arbeitsbedingungen und -Löhne sondern das Recht auf eine einseitige, illegale Unabhängigkeitserklärung einer korrupten Bande von Wirtschaftskriminellen aus der neoliberalen CiU- oder PDeCAT-Ecke zu sein, denen die Arbeitnehmer traditionell „am Ar..h vorbei gehen“!

    http://cgtcatalunya.cat/spip.php?article12612#.WcPTpYppF7g

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  10. almabu sagt:

    Hier die wichtigsten Schlagworte, Kampfbegriffe und Propagandaparolen der aktuelle Krise in der von einer Minderheit an nationalkatalanistischen Separatisten, kurz Pyrenäen-Nazis, okkupierten spanischen Autonomie Katalonien in katalanischer (Minderheitssprache) und spanischer Sprache (Catellano = von der Mehrheit der Katalanen im Alltag gesprochenen, aber von den CAT-SEP’s unterdrückten Sprache).

    https://www.elconfidencial.com/espana/cataluna/2017-09-21/diccionario-catalan-castellano-independencia-cataluna_1447520/

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  11. almabu sagt:

    Die eigentlich qua-Amt zur Neutralität verpflichtete Autonomieparlamentspräsidentin (uff!) Carme Forcadell, die ehemalige Chef-Propagandahexe des ANC, ist heute in ihre alte Rolle geschlüpft.

    Zwar trägt sie heute ihrem Einkommen gemäß betont modisch-teure Kleidung anstatt Jeans und T-Shirt, aber das Aufhetzen einer Menschenmenge beherrscht sie noch immer wie aus dem ff!

    Aber es war nicht die übliche Propaganda-Million, die da vor ihr stand, auch nicht die realistischeren 200.000 vom 11.09.2017 sondern gerade mal – laut Polizei – geschätze 20.000 Wutbürger, bzw. separatistische Aktivisten, die stolz ihre Beute zeigten, die sie in der Nacht zuvor von demolierten Fahrzeugen der Guardia Civil geklaut hatten (angeblich einschließlich Waffen!).

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  12. almabu sagt:

    Putschdämon hat offenbar Durchfall!
    Im Abstand von 2-3 Minuten haut der nazionalkatalanistische Separatist Meldungen heraus, die Verwirrung, Desorientierung stiften sollen, dem katalanischen Hobby des Victimismus frönen und Madrid schlecht machen sollen. Gott-sei-Dank ist er intellektuell limitiert und seinen Schwachsinn glauben nur Hardcore-Separatisten…

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  13. almabu sagt:

    Der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido hat seinem katalanischen Autonomiekollegen Joaquim Forn schriftlich mitgeteilt, daß die spanische Regierung Polizeieinheitungen der Policia Nacional und der Guardia Civil zur Verstärkung und Gewährleistung der öffentllichen Sicherheit, zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zum Einschreiten beim Versuch der Durchführung des verbotenen illegalen Referendums nach Katalonien entsenden wird. Auf diese Weise würden die Mossos d’Esquadra der Generalitat „unterstützt und entlastet“ bei der Durchführung der Anweisung der obersten Staatsanwaltschaft Kataloniens vom 8.09.2017 die Durchführung des illegalen Referendums zu verhindern!

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  14. almabu sagt:

    Die Katalanofaschisten vom ANC und OMNIUM haben Schulkindern mit Zettelvorgaben ausgerüstet, was sie tun sollten, um ihre Freunde und Verwandten an die illegalen Urnen(?) des illegalen, einseitigen Referendums zu bringen, bzw. deren Lebensumstände auszuspionieren, wer wählen ging und wer nicht. Jeder sollte sieben weitere zum Referendum „inspirieren“! Pfui Teufel, die Faschos lassen jeden Tag ihre Kostümierung ein Stück fallen…

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  15. […] über Was läuft da in Katalonien? — almabus blog […]

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