Der Geheimdienst CNI sieht wachsendes Risiko von Unruhen in der spanischen Autonomie Katalonien!

Bisher hatte ich vom CNI in der Angelegenheit der offenen Rebellion von spanischen Amtsträgern in der Autonomie Katalonien nichts gehört oder gelesen. Dann kursierte die Meldung, daß die CAT-SEP’s von den Russen, „dem bösen Putin“ massivst „cybermäßig“ unterstützt würden. Dies kam über die Schiene Ministerpräsident Rajoy und Vize-Präsidentin Saenz de Santamaría und damit vermutlich indirekt aus der CNI-Ecke?

Die CAT-SEP’s haben, je nach Partei, verschiedene, radikale, gewaltbereite Jugendorganisationen wie ARAN, (die Commandos der CUP), die CDR (Comités de Defensa de la República), die nach dem Motto „Die Straße gehört uns!“ Straßen und öffentliche Plätze verunstalten, verbarrikadieren und auf Hauptstraßen, Autobahnen, Bahnhöfen und vor Flugplätzen gerne Katalanen und Touristen zu Geiseln nehmen, indem sie hier als kleine Minderheit an strategischen Verkehrsknoten streiken!

Auch dazu habe ich vom CNI nichts gehört, oder ich habe es übersehen, was ja auch sein kann?

Jetzt kommt es aber immer öfter vor, daß sich aus der bisher schweigenden Mehrheit der Unionisten ebenfalls Jugendliche, Aktivisten und Radikale im öffentlichen Raum zusammenfinden und unter dem Namen GDR (Grupos de Defensa y Resistencia) oder auch CBL (Cuerpos de Brigada de Limpieza) demonstrieren, sei es konkret für TABARNIA, oder allgemeiner für die Einheit mit Spanien oder schlicht gegen die nationalpopulistisch-rassistischen CAT-SEP’s und deren erklärtes Programm als eine laute Minderheit der stillen Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen.

Es soll kürzlich schon vorgekommen sein, daß rund 500 CAT-SEP’s rund 300 Unionisten aggressiv gegenüberstanden und von der Polizei nur mühsam getrennt und auseinandergehalten werden konnten. Jetzt merkte also auch der CNI, daß die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Katalonien gefährdet sein könnte? Weil die Straße den CAT-SEP’s zunehmend streitig gemacht wird? Dann sind bestimmt auch die Unionisten an der kritischen Zuspitzung der öffentlichen Sicherheitslage schuld, wer denn sonst? Ein anderer Punkt ist es, daß genau in dieser Phase sich in der Vergangenheit sowohl in Katalonien (Terra Lliure) und dem Baskenland (ETA) noch radikalere Gruppen gebildet hatten und Terroranschläge und Morde verübt hatten.

Wie kommt der CNI wohl zu einer solchen Einschätzung? Ich wage eine Erklärung: Die radikalen CAT-SEP-Jugend-/Straßen-/Aktivisten-Organisationen werden von den CAT-SEP’s geführt, finanziert und gesteuert. Bei der TABARNIA und Unionisten-Seite ist dies nicht so klar, denn die etablierten unionistischen Parteien in Katalonien wie PSC, PP und C’s scheinen sich nicht daran zu beteiligen? Damit scheint ein möglicher Konflikt im öffentlichen Raum höchsten teilweise kontrollierbar zu sein und könnte jederzeit zur offenen Gewalt eskalieren. Das befürchte ich sowieso die ganze Zeit, denn es gilt bei den Beteiligten ein klaren Schwarz-Weiss-, Gut-Böse-Schema ohne Zwischentöne und jegliche Kompromissbereitschaft.

Interessant für die Politik Madrids scheint mir die Erkenntnis des CNI, daß die ständig präsente Gewalt der CAT-SEP’s auf der Straße mit dem klar erkennbaren Ziel der Einschüchterung erst gefährlich zu werden scheint, wenn sich ihr jemand entgegenstellt? Sonst könnte man ruhig weiterschlafen?

Es muss befürchtet werden, daß die Wahl des Extremisten Quim Torra, zum Autonomie-Präsidenten und damit zum obersten Amtsträger Spaniens in Katalonien, dem sogar eine Art von bewaffneter Falange(!) der CAT-SEP’s vorschwebt, die Mittel und die Motivation der CAT-SEP-Gruppen auf der Straße verstärken wird?

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4 Responses to Der Geheimdienst CNI sieht wachsendes Risiko von Unruhen in der spanischen Autonomie Katalonien!

  1. almabu sagt:

    Ministerpräsident Rajoy und König Felipe VI unterzeichneten heute die Ernennung des Radikal-Separatisten (Joa)Quim Torra (i Pla) zum katalanischen Autonomiepräsidenten, denn er würde an seinen Taten gemessen, nicht an seinen Worten und bisher habe er nichts Verbotenes unternommen!

    Sollte Torra jedoch „auf Abwege geraten“, dann würde Rajoy (der allseits berühmte Dynamiker!) schnell und proportional reagieren!

    Die Aufsicht per Artikel 155 der Spanischen Verfassung über die Autonomieregierung würde bis zur Ernennung der Autonomieminister gelten und bei Fehlverhalten der Generalitat erneut eingeführt werden.

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  2. almabu sagt:

    Immer mehr Polizisten der Policía Nacional beantragen die Versetzung in andere Gebiete Spaniens!

    Die PN hatte in Katalonien 500 leere Stellen ausgeschrieben, auf die sich nur rund 20 Bewerber meldeten. Gleichzeitig hätten aber 260 Polizisten der PN offiziell ihre Versetzung in andere Regionen Spaniens beantragt. Das entspricht etwa 10% ihrer Gesamtstärke in Katalonien! Jetzt will die PN offenbar die 1.300 frisch ausgebildeten „Neuen“ im Juni schwerpunktmäßig nach Katalonien senden, wo ihnen von der CAT-SEP-Minderheit offene Feindschaft und Ablehnung entgegen schlägt. Dies ist aber wohl nicht der Hauptgrund? Die extrem hohen Lebenshaltungskosten in Barcelona, einer der teuersten Städte Europas und Differenzen bei den Diäten dürften dabei eine wesentliche Rolle spielen?

    Die Oberaufsicht per Artikel 155 über die Mossos d’Escuadra durch Madrid ist de facto beendet, denn der aus Madrid entsandte Kontrolleur aus dem Innenministerium packte am Montag seine Sachen, verabschiedete sich in der Generalitat, setzte sich in den Hochgeschwindigkeitszug AVE nach Madrid nach dem Motto „Nichts, wie weg hier“ und verschwand aus Barcelona.

    Dies ist besonders pikant, denn Quim Torra hatte ja auch angekündigt, den durch Madrid abgesetzten Polizeiführer Trasero, gegen den ein Ermittlungsverfahren läuft, wieder in sein altes Amt einzusetzen!

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  3. almabu sagt:

    Kleinkrieg und Grabenkämpfe um die Ernennung von Quim Torra zum neuen Präsidenten der Spanischen Autonomie Katalonien hat mit formalem Hick-Hack begonnen!

    Hatte zunächst Quim Torra die Eidesformel eigenmächtig geändert und das katalanische Estatut, die spanische Verfassung und den spanischen König weggelassen und durch „das katalanische Volk“ (welche Hälfte?) ersetzt, sowie Parlamentspräsident Roger Torrent das Porträt des spanischen Königs und die spanische Fahne aus dem Autonomieparlament entfernen lassen, so hat Madrid, also in diesem Falle Rajoy und der König sich einen Tag Zeit gelassen die Ernennung zu unterschreiben. Jetzt muss sie noch in den offiziellen Mitteilungsblättern Spaniens (BOE) und Kataloniens (XXX) veröffentlicht werden um wirksam zu sein. Für die ganze Frist sind 5 Tage vorgesehen, dann muss Quim Torra im Amt sein, also spätestens Pfingst-Samstag!

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  4. almabu sagt:

    Sie hat es schon wieder getan, ein klarer Beweis ihres rassistischen Herren-Denkens:

    Ex-Autonomieparlamentspräsidentin Núria de Gispert hatte im vorigen Herbst die 21-D Wahlsiegerin Inés Arrimadas dazu aufgefordert aus Katalonien abzuhauen und nach Cádiz in Andalusien, ihren Geburtsort, zurückzukehren!

    Nach einem Shit-Storm im Netz entschuldigte sie sich bei Arrimadas für die Bemerkung und erklärte, sie müsse halt manchmal besser „erst bis Zehn zählen“ (Taktik!) bevor sie einen Kommentar abgäbe!

    Ihre Einsicht war offenbar taktisch und nur von kurzer Zeitdauer:

    Jetzt hat sie Inés Arrimadas erneut dazu angeraten in ihren Geburtsort Cádiz zurückzukehren, weil so jemand wie sie in Katalonien nichts verloren habe!

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