Companys.. Lluis Companys?

15. Oktober 2017

Er ist der Säulenheilige des nationalkatalanistischen Separatismus an dessen Grab auf dem Montjuïc in Barcelona alljährlich, am heutigen Datum, dem 15. Oktober, von den CAT-SEP’s Kilo-weise Blumengebinde abgeworfen werden…

Was war das für eine Pfeife? Gut, er hat 1934 einmal geputscht und den katalanischen Staat ausgerufen. Das hat damals circa 10 Stunden gedauert und 107 Tote und 11 Verletzte gefordert. Dann war er am Arsch!

Später kam er dann „legal“ an die Macht und zerstörte über 7.000 religiöse Gebaude, wie Kirchen, Klöster, Abteien und Schulen, brachte 47 störende Journalisten um, auch Mossos d’Esquadra und einen Tauben, weil er Latein verstand. Er zerstörte die Sagrada Familia von Gaudi in Barcelona und drei Priester die sie verteidigten. Er richtete fürchterliche Konzentrationslager ein, z.B. in Omells de Na Gaia. Er tolerierte die Ermordung seines Vorgängers als Präsidenten der Generalitat d’Catalunya, Jiménez Arenas und unter seiner Regierung und teils unter seinem schriftlichen Befehl wurden 8.129 Katalanen ermordet. Am 26.07.1936 erließ er ein Dekret, daß auf Vorschlag seiner Generalitat die letzten faschistischen Nester ausgeräumt werden sollten, wozu er das „Kommittee der antifaschistischen Milizen in Catalunya“ gründete, das im Folgenden die Techniker und Exekutoren des Massenmordes in Katalonien sein sollte.

Jeder der im Folgenden Ermordeten starb durch Befehl dieses Kommittees!

Companys hat persönlich dutzende Menschen zum Tode verurteilt, egal ob Männer oder Frauen.

Als er im Jahre 1939, unter Mitnahme von katalanischem Kunst- und Kulturbesitz als Startkapital, nach Frankreich ins Exil abhaute, da konnte er nicht ahnen, daß die Franzosen von den Nazis besetzt werden würden und ihn nach Spanien, zum freundlich-neutral Verbündeten Faschisten Franco auslierfern würden. Der ließ ihn in einem Schau-Kriegsgerichtsverfahren vor katalanischen Richtern in Barcelona ,auf dem den Hafen und die Mündung des Llobregat dominierenden Montjuïg, dem Juden-Berg, einer Festung die jahrhundertelang des Hafen UND die Stadt kontrollierte, hinrichten!

Dieser letzte Schritt seines verbrecherischen Lebens, seine Hinrichtung auf dem Montjuïg, sind heute die Basis der CAT-SEP’s, sich eine quasi religiöse historische Kontinuität zu verschaffen, den katalanischen Victimismus zu bedienen. Der Rest dieses Massenmörders wird schlicht ausgeblendet!

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https://www.dolcacatalunya.com/2017/10/diada-santcompanys-responsable-la-mort-mes-9-000-catalans/

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15 Stunden vor der Zelle: Puigdemonts Zeit läuft! Er muss selbst dahin. Er darf nicht über Los. Die Rebellion hat er ganz persönlich zu verantworten!

15. Oktober 2017

Ja, was wird er wohl tun, der Putschdämon? Einen Fehler zugeben? Persönliche Verantwortung übernehmen? Seine besten Feinde von den CAT-SEP’s, den PDeCAT, den JxSí und natürlich von den CUP, fordern die Unabhängigkeit, selbst wenn der Preis dafür sein Kopf sein sollte, bzw. zumindest 20 Jahre in einer sehr begrenzten Immobilie, in der man besser nicht an Platzangst leiden sollte.

Sagt er „JA“ zu Rajoy, dann sind die Beiden nicht zwar verheiratet, nur, für den Putschdämon bestimmt genau so schlimm, er würde die Rebellion gestehen, auf die laut Strafgesetzordnung Spaniens 20 Jahre Knast stehen.

Sagt er „Nein“, dann zerbräche die unnatürliche Allianz zwischen Neoliberalen (PDeCAT), den Nationalsozialisten von der ERC, den Resten der „Empörten“ (JxSí) und den Anarchos (CUP). Ihnen allen stünden vor allem finanziell sehr unsichere Zeiten bevor. Vorbei mit den fetten Parlamentspfründen, so ganz ohne Arbeit, nur mit ein bißchen doof daher labern!

Ich vermute also, er wird sagen „(Wieder einmal vorgezogene) Neuwahlen!“ Das alte Spiel, der Satz mit „X“, erst einmal Wahlkampf und danach… ändert sich niX!

Die CAT-SEP’s könnten das Spiel in eine neue Runde, auf ein neues Level der Lächerlichkeit anheben! Zwar liefen gegen sie inzwischen ein ganzes Bündel von Ermittlungsverfahren, aber Spaniens juristische Mühlen mahlen bekanntlich extrem bürokratisch, extrem pingelig, scheinbar extrem juristisch korrekt, aber vor ALLEM, extrem langsam!

Diese autonomen Neuwahlen sollte Rajoy durch nationale Wahlen, möglichst zum gleichen Datum unterlaufen und diese zugleich zum „einzig echten Referendum für die Einheit Spaniens“ erklären. Auch das wären dann wieder vorgezogene Neuwahlen, erneut eine Legislatur, ein „concilium interruptus“ wie der Römer, der gemeinsame historische Vorfahr von Spaniern und Katalanen, es wohl nennen würde?

 


KATALONIEN WEG VON SPANIEN IST WIE ILLINOIS WEG VON USA!

14. Oktober 2017

Ein Bezahlartikel von Daniel Runde in FOREIGN POLICY auf den EL PERIÓDICO bezug nahm, stellt fest, daß Katalonien „die Vorteile und Rechte einer spanischen Autonomie missbraucht habe und deshalb keine internationale Unterstützung verdiente!“
Eine sonnenklare Aussage des Amerikaners Runde der Ex-Direktor von USAID war und gegenwärtig Mitglied des Think Tanks Zentrum für Internationale Strategische Studien, CSIS ist.

Die spanische Verfassung hätte einige Ähnlichkeiten mit der US-Verfassung und eine davon sei das Verbot der Abtrennung, der Sezession eines Bundesstaates oder Teilgebietes von der Gesamtheit des Staates.

Das illegale Scheinreferendum des 1. Oktobers bezeichnete Runde als politisches Theaterstück auf das Spanien nicht anders reagiert hätte, als die USA es getan hätten. Es hätte überdies keine hohe Beteiligung gehabt, dafür sei es zu jeder Menge Betrügereien gekommen und stellte insgesamt eine massive Provokation des spanischen Staates dar.

Ja, es habe polizeiliche Gewalt gegeben (was einen Ami jetzt nicht vom Hocker reisst), aber dafür habe König Felipe VI mit seiner klaren Haltung die Rede seiner Karriere gehalten, die Runde in ihrer Bedeutung mit der 23-F-Rede seines Vaters Juan Carlos I verglich.

Spanien lebe seit 40 Jahren in der Demokratie und trüge zur internationalen Ordnung bei. Deshalb sei Trump gegen die katalanische Unabhängigkeit, wie es Obama gegen die Schottische und Bill Clinton gegen die von Quebec gewesen sei. Das läge schlicht nicht im Interesse der USA.

Die Separatisten wollten eine Mediation um als gleichwertig, gleichrangig angesehen zu werden, aber weder die EU, noch die USA, noch Mexico, noch der Vatikan hätten diesen Köder geschluckt!

Der nationalkatalanistische Separatismus müsse ignoriert werden und die spanische Regierung verdiene zu 100% die Unterstützung der USA.
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http://www.elperiodico.com/es/politica/20171013/revista-foreign-policy-estados-unidos-independentismo-catalan-abuso-6351684?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=elPeriodico-ed07h
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https://www.csis.org/


Was hat die CAT-SEP’s erst ermöglicht?

13. Oktober 2017

Was war es eigentlich genau, was die Voraussetzungen schuf, daß der Zeitlupenstaatsstreich der CAT-SEP’s so scheinlegal ablaufen konnte?
Da wäre zuerst gewiss das Wahlsystem nach d’Hondt zu nennen, das dafür sorgen soll, daß regionale Minderheiten in der Gesellschaft nicht einfach untergebuttert werden. Eigentlich eine löbliche Sache, so sollte man meinen, oder?
Möglicherweise war dies auch in Spät-Franco-Zeiten eine Art Sicherheitsgarantie, daß die traditionell eher konservative ländliche Bevölkerung der spanischen Autonomie Katalonien im „Ernstfall“ die eher linke, für Franco potentiell unsichere Großstadtbevölkerung Barcelonas und Tarragonas „in Schach halten“ konnte? Damit dies noch besser klappte, gab es obendrein garantierte Mindestsitzzahlen im Autonomieparlament. Es sollte so ein Ausgleich, besser noch, eine Kontrolle der Großstadtbevölkerungen geschaffen werden. Dies gelang besser als man es erwartet hatte und dieser Erfolg ist heute unser Problem in der spanischen Autonomie Katalonien, denn die Schöpfer dieses Wahlrechts konnten sich gewiss nicht vorstellen, daß die Gefahr genau aus dieser Ecke kommen würde, von Rechts nämlich!

So konnte es im Endergebnis dazu kommen, daß die eigentliche demokratische Selbstverständlichkeit des „jede Stimme zählt gleich“ ausgehebelt wurde. Es gibt in Katalonien Fälle, wo ein großstädtischer Abgeordenter rund dreimal soviel Stimmen benötigt um ins Autonomieparlament gewählt zu werden, wie sein Kollege aus der tiefen Provinz.

So entstehen Mehrheiten an Sitzen im Parlament, die nichts mit Mehrheiten an Wählerstimmen zu tun haben. All dies, was die CAT-SEP’s in den letzten Jahren im katalanischen Autonomieparlament anstellen konnten, geschah auf der Basis von „Parlamentsmehrheiten, von Mehrheiten an Abgeordnetensitzen, aber nicht auf der Basis von Mehrheiten an Wählerstimmen.

Es gibt noch ein zweites Problem: Normalerweise sind Parteien Zusammenschlüsse von Menschen mit gleichen politischen Zielen, die sie in Parteiprogrammen manifestiert hatten und die für den Wähler nachlesbar und somit transparent waren. Wer sie wählte, konnte davon ausgehen, daß er wusste was er wählte und was die Gewählten dann veranlassen, bzw. verfolgen würden. Das war einmal!

Es gibt heute schillernde Bündnisse von post-politischen Gruppierungen, die sich hinter einem kleinsten gemeinsamen Nenner zusammenschliessen um ins Parlament zu kommen. Sie sind regelrechte Wundertüten, denn einmal drinnen, zerfallen sie gerne wieder in ihre Ausgangsgrüppchen und verkaufen ihre Stimme dem Höchstbietenden.
Völlig abgedreht Personen werden mit ihren 8-10 Stimmen zu den wesentlichen Akteuren im Parlament und es handelt sich dabei um Menschen aus Randgruppen der Gesellschaft, ohne besonderen Intellekt, Bildungs-, Berufs- und Lebenserfahrung. Einmal gewählt und ihrer Rolle bewusst geworden (was meist sehr schnell geht!), benehmen sie sich wie bockige Kinder , die ihren Kopf durchsetzen wollen! Ohne sie geht nichts und sie wissen das!

Diese geschilderten Umstände haben „technisch“ zu den Verhältnissen in Katalonien geführt. Dazu kam eine nationalkatalanistische Gehirnwäsche, die bereits in den 80-ern des vorigen Jahrhunderts begann und von dem Leibhaftigen, dem ewigen Jordi Pujol eingeführt wurde. Sie handelt von rassistischer katalanischer Überlegenheit, von der gleichzeitigen Unterdrückung der Guten, der Katalanen, durch die Bösen, Madrid, die Zentralregierung, die Untermenschen! Das haben heute zwei Generationen von Katalanen in der Schule und der Uni gelernt, ach was, mit der Muttermilch vor TV3 gestillt werdend, eingesogen!

Es geht natürlich im Hintergrund vor allem auch um Geld. Die Katalanen erlebten, wie die EU durch Madrid finanziell angezapft werden konnte und wie die Milliarden flossen, in unrentable Autobahnen und Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken zum Beispiel. Für sie fielen dabei als nach- und untergordnete Behörde nur Brocken ab, während sich die Korrupten in Madrid, direkt an der Quelle der EU abgreifend, eine goldene Nase verdienten.

Man kannte sich, man wusste in etwa, was, wie und wo der Andere sich bereicherte und solange man genug abbekam in diesem Abzockerspiel, lief es einigermaßen aber durchaus instabil.

Diese Minderheiten von 8-10 Sitzen der „antisistemas“, den „Anarchos“ von der CUP, haben im aktuellen katalanischen Autonomieparlament zu einer Separatistenmehrheit vo ganzen 4 Sitzen geführt. Diese sind dadurch existentiell wertvoll, fast unbezahlbar für die CAT-SEP’s.  Jede angestrebte politische Lösung innerhalb Spaniens würde diese Leute ihrer Bedeutung und Macht berauben und das können sie natürlich unmöglich unterstützen…


Puigdemont jetzt Rajoys Frühstücksdirektor?

11. Oktober 2017

Rajoy hat Puigdemont schriftlich dazu aufgefordert, in einer Frist schriftlich zu erklären, ob er die Unabhängigkeit Kataloniens ausgerufen habe oder nicht. Dies ist eine Vorraussetzung des Weges der Beschreitung der Einschränkung (nicht deren Aufhebung*) der Autonomie nach Artikel 155 der Spanischen Verfassung. Man könnte es salopp mit einem „Reset“ vergleichen, also „alles auf Null“ zu stellen um Puigdemonts „8-Sekunden-Unabhängigkeit“ ungeschehen zu machen.

Der Wortlaut im spanischen Original:

Artículo 155
1. Si una Comunidad Autónoma no cumpliere las obligaciones que la Constitución u otras leyes le impongan, o actuare de forma que atente gravemente al interés general de España, el Gobierno, previo requerimiento al Presidente de la Comunidad Autónoma y, en el caso de no ser atendido, con la aprobación por mayoría absoluta del Senado, podrá adoptar las medidas necesarias para obligar a aquélla al cumplimiento forzoso de dichas obligaciones o para la protección del mencionado interés general.
2. Para la ejecución de las medidas previstas en el apartado anterior, el Gobierno podrá dar instrucciones a todas las autoridades de las Comunidades Autónomas.

1.) Wenn eine autonome Gemeinschaft die Verpflichtungen der Verfassung und anderer Gesetze nicht einhält oder in einer Weise agiert, die schwer gegen die Interessen des Staates Spanien gerichtet ist, kann die spanische Regierung – nach Aufforderung an den Autonomiepräsidenten – mit der absoluten Mehrheit des Senates, die Maßnahen ergreifen, die sie für notwendig hält um die Einhaltung dieser Verpflichtungen zu erzwingen, oder die zum Schutz des Staatsinteresses notwendig sind.

2.) Zur Durchführung der unter Punkt 1 genannten Maßnahmen und Zwecke kann die spanische Regierung allen Autoritäten der betroffenen autonomen Gemeinschaft Anweisungen geben.

Das heisst also nicht die Aufhebung der Autonomie, wohl aber die Aufhebung der Entscheidungsfreiheit, der Kompetenzen der autonomen Autoritäten durch konkrete Anweisungen von Aussen.

Krasses Beispiel: Puigdemont würde nicht zwingend seinem Amtes enthoben, sondern könnte weiterhin als Autonomiepräsident in der Generalitat d’Catalunya regieren, sein fettes Gehalt (fast doppelt soviel wie Rajoy) kassieren, müsste aber auf Rajoys direkte Anweisungen agieren.

ERGÄNZUNG:
Bei der Erarbeitung der spanischen Verfassung wurde unter Anderem auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zur Vorlage genommen. Wir Deutschen haben das, was die Spanier mit dem Paragraphen 155 dann formulierten, noch viel knapper gefasst. Es steht in unserem Artikel 37 GG:

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_37.html


Der Vorhang hebt sich und es erscheint: Puigdemont, ein armer Tropf am Limit!

10. Oktober 2017

Es war das übliche Geseiere des nationalkatalanistischen Separatismus. Der Tölpel nahm seine einmalige Chance nicht wahr. Er hatte die einmalige Chance, quasi vor einem guten Teil der Weltöffentlichkeit gesehen und gehört zu werden, für seine CAT-SEP’s zu werben, jedoch, ihm fehlte das Format!

Er musste auf der Basis seines lächerlichen, illegalen Referendums und seiner unkontrollierten, selbst ausgezählten, mehrfach gewählten 2 Millionen Stimmen, 25% aller Katalanen und 36% seines eigenen Phantasie-Zensus, die Republik Katalonien ausrufen und zugleich suspendieren um zu verhandeln. Ihm laufen die Firmen davon!

Für meinen Geschmack haben die CAT-SEP’s die durchaus reale Chance verpasst, vor der Welt für ihr Anliegen zu werben. Sie haben sich im katalanischen Autonomieparlament aufgeführt wie in einem Bauerntheater oder bestenfalls, wie in Polònia von TV3, also als ihre eigenen Karrikaturen.


Die Epilepsie Spaniens heisst Katalonien! (Auszüge von Josep López de Lerma*)

9. Oktober 2017

Der langjährige CiU-Abgeordnete López de Lerma beschreibt die Katalanische Frage als ein existentielles Problem Spaniens. Es beeinflusse die Wirtschaft, die Gesundheit, die Arbeitslosigkeit, die Renten, die Unsicherheit, die Korruption und die Unregierbarkeit.
(Meiner Meinung nach würden beide Seiten des Konfliktes eine Trennung wirtschaftlich nicht überleben und vermutlich eine internationale Finanzkrise auslösen?)

Spanien stehe an einer Kreuzung, an einem Scheideweg, mit mehreren Möglichkeiten von denen man nicht wisse, welches der richtige Weg sei.

Ein falscher Vorschlag könne sich in Wahrheit verwandeln, wenn er in einem fantastischen, imaginären Rahmen gemacht wird, damit er logisch erscheint und am Ende mehrheitlich akzeptiert wird.

Das sei es, was Artur Mas, Carles Puigdemont, Oriol Junqueras, Carme Forcadell, Ómnium Cultural, die CUP, die ANC, die CNC und die unterschiedlichen Anarchos getan hätten. Sie hätten sich eine perfekte Armee aufgebaut und kontrollierten alle Medien in Barcelona. Die Öffentlichen, mit einem faschistischen Unterton, aber auch die Privaten. Artur Mas habe seit 2006, als das Verfassungsgericht einige Paragrafen des Estatuts aufhob, seine eigene Realität aufgebaut und die Lüge in die Scheinwahrheit verwandelt „Spanien beraubt uns“ lautet eines der gängigen Mantras der nationalkatalanistischen Separatisten.

Die komplette Regierung der spanischen Autonomie Katalonien habe im September und am 1-O einen Staatsstreich in Zeitlupe ausgeführt, von dem man noch nicht wisse, wie er ende.

Die bürgerliche Manifestation für die Einheit Spaniens von Gestern habe sechs Jahre auf sich warten lassen. Es gäbe Angst auf den Straßen und in dem Heimen der Katalanen. Es würde nach schlichten Freund/Feind-Bildern agiert bis in die Familien hinein. Eine Art von Bürgerkrieg (noch!) ohne Waffen von Seiten, die sich unversöhnlich gegenüber stünden. (Dieses kompromisslose Beharren auf extrem gegensätzlichen, unvereinbaren  Positionen, ist für mich ein typisches, spezifisches Beispiel in diesem Konflikt!)

Morgen Nachmittag will Puigdemont angeblich die DUI erklären, die in 48(!) Stunden umgesetzt werden soll. Die Separatisten hätten zu keinem Zeitpunkt in den vergangenen sechs Jahren eine Mehrheit der Katalanen umfasst. Sie entsprächen höchstens einem Drittel des Zensus oder einem Viertel der Gesamtbevölkerung Kataloniens. Die Nazi-Propaganda der Separatisten habe sich mit einem Haufen von Falschheiten und Lügen durchgesetzt.

Mit diesen Leuten könne es an diesem Punkt auch keine Mediation geben. Dies sei der Plan B der Seperatisten um doch noch die Belohnung ihrer Mühen zu kassieren, anstatt zur Verantwortung gezogen zu werden. Kein Staat auf der Welt könne einer solchen Erpressung nachgeben. Katalonien befände sich im freien Fall was seine juristische Sicherheit, seine institutionelle Stabilität, seine Wirtschaft und sein Image beträfe.

Spanien müsse jetzt handeln, wenn es sich noch für einen Rechtstaat halte, die Putschisten aus ihren Ämtern entfernen und zur Rechenschaft ziehen, sonst würde es sich vergiften und den Putschisten Sauerstoff zuführen.

(Dies ist keine komplette Übersetzung sondern nur eine Zusammenfassung von Auszügen des Artikels von Josep López de Lerma, einem Weggenossen von Artur Mas & Co!)
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http://www.elmundo.es/opinion/2017/10/09/59da6483268e3e1a148b4581.html
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*Josep López de Lerma war Sprecher der CiU im Kongress in Madrid und Autor des Essays Cuando pintábamos algo en Madrid (ED Libros, 2016).