Im 42. Jahr ihres Erscheinens: EL PAÍS lässt seit Gestern „Fremddrucken“!

17. Dezember 2017

Setzer, Drucker, Buchbinder, einst die Elite unter Handwerksberufen, sind durch wechselndes Konsumverhalten und den technischen Fortschritt zu Kostenfaktoren verkommen, denen man sich so schnell wie möglich entledigt. Dies geschieht nun auch in Madrid! Den Kollegen gilt mein Mitgefühl auf der unaufhaltbaren Abwärtsspirale des sozialen Abstiegs…

Seit Gestern stehen in der eigenen Druckerei von EL PAÍS in Madrid die Offsetrotationen still, nachdem sie 5,2 Milliarden Exemplare der Tageszeitung, in der Spitze 600.000 Expl. pro Tag und bis zu 60.000 Expl. pro Stunde, in Farbe zu Papier gebracht hatten.

Die aktuellen Print-Auflagen kenne ich nicht, aber im November 2017 hatte EL PAÍS mit 100 Millionen digitalen Besuchern die höchsten Leserzahlen in spanischer und protugiesischer Sprache, etwa die Hälfte davon in Lateinamerika und zählte zu den zehn meistgelesenen Digitalmedien der Welt! (Platz 1 = Xinhua, China; Platz 2 = New York Times, USA, Platz 6 = The Washington Post, USA) Unter den Top-ten gibt es neben den Chinesen auf Platz 1 und den Spaniern auf Platz 10 übigens nur 5 britische, 2 US- und ein kanadisches Medium! (siehe 2. Link)

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https://politica.elpais.com/politica/2017/12/16/actualidad/1513457282_998706.html

https://politica.elpais.com/politica/2017/11/04/actualidad/1509821900_271947.html

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Ein Sohn des katalanischen Mafia-Clans verschiebt 55 Millionen Euro in Steuerparadiese.

4. Juli 2014

Gegen Jordi-Pujol Ferrusola ist sein kleiner Bruder Oriol ein ganz kleiner Fisch! Wie EL MUNDO berichtete, wird gegen ihn durch das Finanzamt und die Einheit für Wirtschafts- und Steuervergehen ermittelt, weil er 55 Millionen Euro zwischen den Steuerparadiesen Schweiz, Luxembourg, Andorra und Liechtenstein hin- und her bewegt haben soll.

Auf seinem laufenden Konto in Spanien hat er nur 12,2 Mio Euro!

Wie in früheren Verfahren bekannt wurde, war er der persönliche Geldbote für Zahlungen an seinen gleichnamigen Vater, den Meister Yoda des verbalen katalanischen CiU-Independentismus ;-)

Zusammen mit Oriol und seinen Eltern soll er in der Schweiz über 137 Millionen unbekannter Herkunft verfügt haben, angeblich illegale Provisionszahlungen an den Dauerpräsidenten, der zwei Jahrzehnte lang Katalonien beherrschte (und ausplünderte?).

Nach Ansicht des Untersuchungsrichters sollen die vagen Begründungen der Geldtransfers wie „Juristische-, Buchhaltungs- und Beratungsdienstleistungen“ auf Geldwäsche hinweisen. Er ist mit den betroffenen Schweizer Banken in Kontakt und will weitere Auskünfte zu diesen Vorgängen.

Wer raubt die Katalanen aus?

Spanien?

Wohl kaum!

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http://www.elmundo.es/cataluna/2014/07/03/53b49225e2704eb8458b4590.html


Noch’n Glückwunsch im Angebot!

31. Dezember 2013

Allen Lesern, Kommentatoren, Gelangweilten, Genervten und Empörten, die meinem Blog in diesem Jahr 2013 trotzdem gefolgt sind, verleihe ich symbolisch meine total pazifistische Tapferkeitsmedaille!

Für 2014 wünsche ich euch allen da draussen Frieden, Glück, Gesundheit, zumindest aber Zufriedenheit und denen, die unbedingt Geld brauchen, einen fetten Lottogewinn.

Wer aber spezielle, individuelle Glückwünsche wünscht, der kann es über die Kommentarfunktion probieren, zumindest so lange, bis die übliche, exzessiv-Orgienartige Sauerei Feierei* beginnt.

Was ich mir für 2014 wünsche:

Obama, Merkel, Erdogan,
stellt euch bitte hinten an!

Ahoi, Rajoy, hier spricht der Mas,
wann trinken wir ein Friedens-Glas?

Wann hält dieser Putin, bei der EU den Hut hin?

Warum unser Bundespräsident
im Februar nicht nach Sotschi rennt:

Bei den USA sei, also ich glaub‘ das nicht,
in Sotschi sogar Schwulsein Pflicht!

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*(Mir wurde sogar angedroht, dass ich tanzen müsse!)


Wer war und wer war nicht?

10. Dezember 2013

Frage: Was haben Putin, Netanyahu, Peres, Erdogan, Xi Junping, der Dalai Lama, Elisabeth II, Juan Carlos, Rohani, der Papst und Christina Fernández de Kirchner mit Angela Merkel gemeinsam?

Antwort: Sie waren nicht bei Nelson Mandelas Trauerfeier in Südafrika…


Banken verursachen Einkommensverluste wie Weltkrieg!

5. Januar 2013

Ein Banker spricht Klartext: Andrew Haldane, Direktor für Finanzstabilität bei der Bank of England sagt, dass Wut und Ärger der Öffentlichkeit über die Banken völlig gerechtfertigt seien und die Einkommen in der Finanzindustrie noch immer zu hoch seien!

Der Mann spricht mir aus der Seele! Sein freimütiges Statement wurde schon vor einem Monat im THE TELEGRAPH publiziert, aber ich bin erst heute zufällig darauf gestossen und leider ist es nach wie vor hoch aktuell.

Haldane weiter:
Wenn wir Glück haben, werden die Kosten dieser Krise von unseren Kindern abbezahlt werden. Wahrscheinlicher ist, dass noch unsere Enkel sie abbezahlen!

In den 80er Jahren verdiente ein durchschnittlicher Investmentbanker soviel wie ein durchschnittlicher Anwalt oder Arzt. 2006 bekamen die Banker hingegen vier Mal so viel (im Durchschnitt, wohlgemerkt!).

Er sieht die Banken sogar als eines der Haupthindernisse für eine wirtschaftliche Erholung, denn sie hätten den Vertrauensverlust der Investoren in das gesamte Bankensystem noch nicht überwunden.

Wird es mit der Konjunktur noch weiter abwärts gehen? Er hält dies für möglich!

Es ist ein seltener Fall, dass ein hoher Insider des Finanzsystems so kritische Statements formuliert. Ich will es nicht beschwören, weil ich natürlich keinen vollkommenen Überblick habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern Andrew Haldanes Erkenntnisse in der deutschen Presse gelesen zu haben. Ein Zufall oder das Verschweigen eines unerwünschten Nestbeschmutzers?

Vielleicht sollte man künftig nicht von der „Finanzindustrie“ sprechen, sondern für die Zeit ab 2007 den Begriff „Finanzanarchie“ wählen?

http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9719300/Loss-of-income-caused-by-banks-as-bad-as-a-world-war-says-BoEs-Andrew-Haldane.html


Fidel Castro erteilt dem Papst die Absolution!

29. März 2012

Zum Abschluss seines Kuba-Besuches erteilte der greisere Revolutionsführer im Ruhestand dem greisen Kirchführer (Rente mit 86?) die Vergebung seiner Sünden. Zu einer Begegnung mit Vertretern der kubanischen Opposition liess sich der heimliche Linke Benedikt XVI hingegen nicht hinreissen.

Die Kreise um die beiden alten Herren stritten sich natürlich, auf wessen Wunsch das Gespräch zustande gekommen sei (…wenn du wollen tätest, dann würde ich auch tun wollen, aber Du zuerst!), sicher ist aber, dass es in der Nuntiatur des päpstlichen Vertreters in Havanna stattfand und Ratzinger also der Gastgeber war.

Kirchengreise hatten gestreut, der ehemalige Jesuitenschüler Castro, wolle eventuell auf seine alten Tage in den Schoss der Kirche  zurückkehren, aber zum persönlichen Teil des Gespräches herrscht – vorläufig zumindest – stillschweigen.

Die katholische Kirche in ihrer unendlichen Weitsicht, hatte den Revolutionsführer, der auf ihrer Rangliste gleich nach dem Teufel kommt, niemals exkommuniziert!


Kuba: Geplantes Treffen von Papst Benedikt XVI und Fidel I gefährdet!

28. März 2012

Wie aus eingeweiden Quellen zu erfahren war, sollen sich die alten Knaben in Protokollfragen in die Haare geraten sein: Wer wem zuerst die Hand küsse, stand dabei an vorderster Stelle.

Benedikt XVI hatte Fidel I zudem angedroht im „Kleinen Schwarzen“ zu kommen, falls dieser es wagen würde, ihm in seinem alten Trainingsanzug unter die Augen zu treten.

Ausserdem müssten die Zigarren, die gereicht werden „Halal“ sein, sie dürften nicht auf den Schenkeln von Jungfrauen, sondern von erfahrenden, mit allen Weihwassern gewaschenen Ordensfrauen, gerollt worden sein.

Mit Raul sei alles viel einfacher gewesen, seufzte der Papst, der selbst einen älteren Bruder hat und der sich deshalb besser in den jüngeren Castro hineinversetzen kann…

Als Ausweichtermin wollen sich die alten Streithähne inoffiziell mit Hugo Chavez auf einen Havanna Club und eine Monte Christo im Buena Vista Social Club treffen…