Der Wahlkrampf für die vorgezogenen Autonomiequalen in der Panischen Autonomie Katalonien am 21-D hat begonnen!

5. Dezember 2017

Es hat manchmal etwas von einem Stück aus dem Tollhaus. In Katalonien gibt es zwei politische Lager in der Bevölkerung, die in etwa gleich groß sind. Bedingt durch das geltende Wahlrecht gelang es den nationalkatalanistischen Separatisten, verstärkt durch die Anarcho-CUP, trotz Stimmenminderheit die absolute Mehrheit an Parlamentssitzen zu erringen und „frei-nach-Schnauze“ zu regieren. Sie putschten sich selbst von selbst erfundenen Höhepunkten zu Höhepunkten auf und begannen den gesetzlichen Rahmen der Spanischen Verfassung zu brechen, zu überschreiten, zu verlassen. Consulta, Referendum, konstituierende Neuwahlen, einseitige Ausrufung der Republik.

Dies waren die politischen Eckpunkte der Nazi-CAT-SEP’s in den letzten fünf Jahren, aber diese Geschichte ist viel, viel älter. Es war „der-ewige-Jordi-3%-Pujol“, der schon seit Beginn der 1980er Jahre die Weichen in den Öffentlichen Medien und im Bildungssystem auf den Bruch mit Spanien stellte. Man ließ ihn gewähren, weil er es gaaanz langsam in kleinen Schritten umsetzte und weil man ihn als Mehrheitsbeschaffer in Madrid brauchte und seine diversen Nachfolger auch. Im Grunde ist jetzt seit über dreissig Jahren eine ganze Generation von Katalanen durch das nationalkatalanistische Bildungssystem der Hass-Erziehung auf Spanien, vom Kindergarten bis zur UNI gelaufen und dieser Gehirnwäsche unterzogen worden.

Die Reaktion Madrids war für mich höchst verwunderlich. Man rief zwar den Artikel 155 der Spanischen Verfassung aus, setzte die komplette Generalitat d’Catalunya ab, dazu die Präsidentin des Autonomieparlamentes, die zwei Jordis, die Präsidenten der sogenannten Zivilgesellschaftlichen Organisationen der CAT-SEP’s, des ANC und ODIO-Cultural, sowie den Polizeichef der Mossos. Man verkündete vorgezogene Autonomiewahlen zum frühest möglichen Zeitpunkt, dem 21-D, tastete aber weder die öffentlichen Propagandamedien, noch das Bildungssystem an? Damit hat  Madrid den CAT-SEP’s alle „bewährten Instrumente zur Propaganda- und Hasserzeugung“ gelassen! Im Prinzip musste Rajoy klar sein, daß er die jahrzehntelange Gehirnwäsche bei gleichzeitiger Fortführung deren wesentlicher Instrumente nicht bis zum 21-D aus den Köpfen der Katalanen bringen können würde?  Was aber will er dann erreichen?

Der ungewählte Ex-Autonomiepräsident und vier seiner Autonomieminister flüchteten bei Nacht und Nebel wie Kleinkriminelle im Auto über die nahe französische Grenze und flohen nach Brüssel.  Die anderen kamen in U-Haft, wegen Flucht, bzw. Wiederholungsgefahr. Die fanatische CAT-SEP-Einpeitscherin und Ex-Autonomiepräsidentin erklärte dem Richter anscheinend überzeugend, daß alles nur ein Spiel, nur Politik und keine Realität gewesen war, mit der Ausrufung der katalanischen Republik, legte 150.000 €uro Kaution auf den Tisch und konnte das Gefängnis nach einer Nacht wieder verlassen. Bei einer CAT-SEP-Demo am nächsten Tag ließ sie sich zwar noch nicht wieder blicken, aber zwei Tage später erklärte sie bei den „illegalen“, von Madrid ausgerufenen vorgezogenen Neuwahlen am 21-D wieder kandidieren zu wollen!
Fast alle Abgesetzten wollten wieder antreten, bei Rajoys „illegalen 155-er Wahlen“.

Inzwischen haben weitere sechs U-Häftlinge „eine Forcadell“ gemacht, das heisst, sie haben den Richter überzeugt, daß alles nur Spaß war. Sie haben den 155 anerkannt und damit die eigene Absetzung und jeder 100.000 €uro Kaution auf den Tisch gelegt. Das Geld kam vom ANC und ODIO-Cultural, die offenbar recht flüssig an Steuergeldern sind?

Vier weitere U-Häftlinge sind noch hinter Gittern. Sie wollten offenbar „zu cool“ sein und aus dem Gefängnis entlassen werden OHNE den Artikel 155 als Basis, als Geschäftsgrundlage anzuerkennen und ohne direkt mit dem Richter zu kommunizieren. Alle Gespräche zwischen Richter und Deliquenten liefen indirekt, über deren Anwälte, sowie Übersetzer zwischen Spanisch oder Katalanisch und Niederländisch. Das fand der Richter offenbar wenig überzeugend und damit die Wiederholungsgefahr akut gegeben? Er lehnte die Freilassung dieser letzten vier U-Häftlinge gegen Kaution ab und sie bleiben vorläufig hinter Gittern!

Zur Erinnerung: Die beiden Jordis waren als verantwortliche Einpeitscher mit Megaphon auf der Straße, als eine enthemmter Mob von ANC und ODIO-Cultural-Demonstranten die Guardia Civil in einem zu durchsuchenden Gebäude belagerte, sie die ganze Nacht dort festhielt, deren Einsatzfahrzeuge zerstörte und die sich darin befindlichen Waffen klauten. Der Ex-Vizepräsident Oriol Junqueras unterstützte dieses Vorgehen des Mobs gegen Staatsorgane des verhassten Spaniens und der Ex-Innenminister und politischer Vorgesetzter der Autonomiepolizei Mossos d´Esquadra Forn sowie der Polizeichef der Mossos Trapero sabotierten die Hilfeanforderungen der eingeschlossenen Guardia Civil!
Dies sind schon ganz handfeste, konkrete kriminelle Sachverhalte und die Phantasie des Richters reichte aus, hier Wiederholungsgefahr zu sehen. Gleichzeitig hat er damit aber auch die allseits beliebten Opfer zur Bedienung des berüchtigten katalanischen Victimismus geschaffen, deren sich die CAT-SEP’s mit Wonne bedienen werden…

Nun kommen die ersten Umfragen in die Medien. Sie zeigen leichte Verschiebungen der beiden Lager zu Gunsten der Unionisten und zu Lasten der CAT-SEP’s. Diese könnten ihre absolute Mehrheit knapp verfehlen. Das liegt Erstens innerhalb der Fehlermarge und Zweitens entstünde beim Eintreten dieses Falles die gleiche Situation wie vor der Absetzung nur unter umgekehrten Vorzeichen. Es gibt in Katalonien zwei annähernd gleich große, durch jeweils mehrere Parteien gebildete, nicht homogene Lager von Separatisten und Unionisten, die beide zu Opfern von radikalen kleinen Minderheitsparteien werden MÜSSEN um eine zumindest theoretisch regierungsfähige Mehrheit im Autonomieparlament zu erhalten. Diese Splitterparteien entwickeln durch ihre extreme Bedeutung ein enormes Ego und entsprechende Ansprüche, die so  zwangsläufig zu einer weiteren Radikalisierung der beiden Lager führen müssen.

Eine praktikable Lösung der kritischen Lage in Katalonien scheint mir das nicht zu sein? Nichts hätte sich wirklich geändert, denn auch wenn zur Abwechslung mal die Unionisten regieren, lösen sich die CAT-SEP’s und deren Propagandamedien- und Bildungssystem ja nicht einfach in Luft auf?

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CAT-SEP’s finanzieren Separatismuswahn u.a. aus Gesundheitsetat!

2. Dezember 2017

1,6 Mio Katalanen droht die Verarmung. 400.000 sind schon wirklich arm, d.h. sie haben weniger als 6.400,-€ pro Jahr oder weniger als 530,- € pro Monat zur Verfügung! Über 90.000 Katalanen haben Anspruch auf Pflegeleistungen. Der Abbau dieses Rückstandes geht so langsam vor sich, daß es in diesem Tempo 416 Jahre dauern würde, ihn abzubauen!

Die Schere zwischen Arm, Wohlhabend und Reich öffnet sich zunehmend schneller, trotz, zumindest auf dem Papier, recht günstigen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten. Aber die Zahl der Zeitarbeiter, Subkontrakter, Scheinselbständigen und unter Mindestlohn bezahlten wächst. Das Wirtschaftswachstum kommt bei den Beschäftigten nicht mehr an. Sie sind abgekoppelt!

Aber das soziale Thema interessiert schlicht nicht. Alles ist dem nacionalcatalanistischen Separatismus-Wahn untergeordnet. Im besten Falle gibt man Madrid die Schuld an den offenkundigen Missständen und das war’s dann!

Dies alles geschah unter Artur Mas und Carles Puigdemont seit spätestens 2012.

Wohnraum ist für die Billigstlöhner und Arbeitslosen inzwischen unbezahlbar. 76% der zwischen 16- und 29-jährigen und sogar noch 22,5% der 30- bis 34-jährigen wohnen bei den Eltern. Was dies für das soziale Klima, die Lebensplanung, zum Beispiel aber auch für die Geburtenrate bedeutet, das kann sich wohl jeder selbst ausmalen!

Für einen nicht lebensnotwendigen chirurgischen Eingriff wartet der Durchschnittskatalane inzwischen 120 Tage, etwa die spanische Durchschnittswartezeit. In 2008 lag er mit den kürzesten Wartezeiten an der Spitze Spaniens. Die Werte der Nordspanier, mit denen er sich gerne vergleicht, sind 56 Tage im Rioja, 58 Tage im Baskenland und 59 Tage im verhassten Madrid. Die warten alle nur halb so lange!

Um bei einem sportlichen Bild zu bleiben: Unter den CAT-SEP’s wurden die Katalanen aus der Champions League auf einen Abstiegsplatz durchgereicht.

Aber es gibt sogar einen Bevölkerungsteil in Katalonien der mehr als sechs Monate, über 180 Tage, auf einen Eingriff warten muss. Er stieg binnen eines Jahres von 8% auf 18% der OP-Kandidaten an! Dies wird überhaupt nicht thematisiert!

Das Wachstum im Gesundheitsetat kommt nicht bei den Patienten an. Es hat da Verschiebungen gegeben. Für die Finanzierung des Separatismus? Dafür fehlen mir die Beweise. Wo ist das Geld dann hin verschwunden? Zum Beispiel in die Privatisierung?

2012 stellte CAT einen Gesundheitsetat von 1.298 € pro Kopf zur Verfügung. Der damalige CAT-SEP-Fachminister nannte das Ziel von 1.500,-€ pro Kopf als Idealziel. Heute in 2017 beträgt der Etat nur noch 1.180,- € pro Kopf. Man hat sich also vom Ziel entfernt und steht jetzt ganz hinten in der Reihe der Vergleichsregionen Navarra = 1.633,- €, oder Baskenland und Asturien beide = 1.557,-€.

Dafür flossen 25% oder 2,5 Milliarden €uro an private Einrichtiungen im Gesundheitsbereich. Madrid liegt hier mit 11,7% oder 713 Millionen an zweiter Stelle. Es hat in Katalonien also offenbar ein Raubzug der Privatisierung und des Separatismus stattgefunden und die Menschen lassen sich mit der Muleta, dem Roten Tuch des Separatismus und des Nationalismus, von ihren eigentlichen Problemen wunderbar ablenken.

Es wäre doch bestimmt nur ein wahnsinniger Zufall, wenn sich unter den privaten Investoren im Gesundheitsbereich auch einige bekannte Namen der üblichen Verdächtigen der nationalkatalanistischen Oligarchie befänden?

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https://cronicaglobal.elespanol.com/politica/listas-espera-ayudas-dependencia-416-anos_94400_102.html

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https://cronicaglobal.elespanol.com/vida/sanidad-publica-catalana-peores-espana_86228_102.html

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Die Epilepsie Spaniens heisst Katalonien! (Auszüge von Josep López de Lerma*)

9. Oktober 2017

Der langjährige CiU-Abgeordnete López de Lerma beschreibt die Katalanische Frage als ein existentielles Problem Spaniens. Es beeinflusse die Wirtschaft, die Gesundheit, die Arbeitslosigkeit, die Renten, die Unsicherheit, die Korruption und die Unregierbarkeit.
(Meiner Meinung nach würden beide Seiten des Konfliktes eine Trennung wirtschaftlich nicht überleben und vermutlich eine internationale Finanzkrise auslösen?)

Spanien stehe an einer Kreuzung, an einem Scheideweg, mit mehreren Möglichkeiten von denen man nicht wisse, welches der richtige Weg sei.

Ein falscher Vorschlag könne sich in Wahrheit verwandeln, wenn er in einem fantastischen, imaginären Rahmen gemacht wird, damit er logisch erscheint und am Ende mehrheitlich akzeptiert wird.

Das sei es, was Artur Mas, Carles Puigdemont, Oriol Junqueras, Carme Forcadell, Ómnium Cultural, die CUP, die ANC, die CNC und die unterschiedlichen Anarchos getan hätten. Sie hätten sich eine perfekte Armee aufgebaut und kontrollierten alle Medien in Barcelona. Die Öffentlichen, mit einem faschistischen Unterton, aber auch die Privaten. Artur Mas habe seit 2006, als das Verfassungsgericht einige Paragrafen des Estatuts aufhob, seine eigene Realität aufgebaut und die Lüge in die Scheinwahrheit verwandelt „Spanien beraubt uns“ lautet eines der gängigen Mantras der nationalkatalanistischen Separatisten.

Die komplette Regierung der spanischen Autonomie Katalonien habe im September und am 1-O einen Staatsstreich in Zeitlupe ausgeführt, von dem man noch nicht wisse, wie er ende.

Die bürgerliche Manifestation für die Einheit Spaniens von Gestern habe sechs Jahre auf sich warten lassen. Es gäbe Angst auf den Straßen und in dem Heimen der Katalanen. Es würde nach schlichten Freund/Feind-Bildern agiert bis in die Familien hinein. Eine Art von Bürgerkrieg (noch!) ohne Waffen von Seiten, die sich unversöhnlich gegenüber stünden. (Dieses kompromisslose Beharren auf extrem gegensätzlichen, unvereinbaren  Positionen, ist für mich ein typisches, spezifisches Beispiel in diesem Konflikt!)

Morgen Nachmittag will Puigdemont angeblich die DUI erklären, die in 48(!) Stunden umgesetzt werden soll. Die Separatisten hätten zu keinem Zeitpunkt in den vergangenen sechs Jahren eine Mehrheit der Katalanen umfasst. Sie entsprächen höchstens einem Drittel des Zensus oder einem Viertel der Gesamtbevölkerung Kataloniens. Die Nazi-Propaganda der Separatisten habe sich mit einem Haufen von Falschheiten und Lügen durchgesetzt.

Mit diesen Leuten könne es an diesem Punkt auch keine Mediation geben. Dies sei der Plan B der Seperatisten um doch noch die Belohnung ihrer Mühen zu kassieren, anstatt zur Verantwortung gezogen zu werden. Kein Staat auf der Welt könne einer solchen Erpressung nachgeben. Katalonien befände sich im freien Fall was seine juristische Sicherheit, seine institutionelle Stabilität, seine Wirtschaft und sein Image beträfe.

Spanien müsse jetzt handeln, wenn es sich noch für einen Rechtstaat halte, die Putschisten aus ihren Ämtern entfernen und zur Rechenschaft ziehen, sonst würde es sich vergiften und den Putschisten Sauerstoff zuführen.

(Dies ist keine komplette Übersetzung sondern nur eine Zusammenfassung von Auszügen des Artikels von Josep López de Lerma, einem Weggenossen von Artur Mas & Co!)
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http://www.elmundo.es/opinion/2017/10/09/59da6483268e3e1a148b4581.html
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*Josep López de Lerma war Sprecher der CiU im Kongress in Madrid und Autor des Essays Cuando pintábamos algo en Madrid (ED Libros, 2016).


Und ist der Ruf erst ruiniert… Wie Artur Mas und Carles Puigdemont die Puppen tanzen lassen!

16. September 2017

Artur Mas und sein Nachfolger Carles Puigdemont haben den Katalanen mit ihrer Politik zusätzlich zu den bereits bei Mas’ Amtsantritt vorhandenen Schulden inzwischen weitere 40 Milliarden Euro Schulden eingebracht!

Die Katalanen sind deshalb mit 27% überproportional an der Verschuldung aller spanischen Autonomien beteiligt, bei 16% Bevölkerungsanteil an der spanischen Gesamtbevölkerung und 20% des spanischen Bruttoinlandsproduktes.

Gerade jetzt wurde bekannt, daß Kataloniens seine vereinbarten Zielkosten für 2017 um 6,6% überschreiten wird und damit verdreifacht gegenüber den 2,2% die mit Madrid vereinbart waren. Gleichzeitig lehnt „der Dicke“ jegliche Kostenkontrolle Spaniens ab.
Die Separatistenautonomie kann sich schon seit Langem nicht mehr am Kapitalmarkt finanzieren, seine Bonds werden als „Bono Basura“, als Müllbonus eingestuft von den Ratingagenturen.

Mas hatte 2011 begonnen mit einem Schuldenstand von damals 35,6 Milliarden Euro. Als er im Januar 2016 nach 5 Jahren „zur Seite treten musste“, weil die 10 Anarchos der CUP seinen Abgang erzwangen, standen die Schulden bei 73 Milliarden Euro. Der unfähige Mas hatte sie mehr als verdoppelt!

Sein Nachfolger Carles Puigdemont, damals Bürgermeister von Gerona und schon damit deutlich überfordert, von keinem Katalanen weder ins Präsidentenamt, noch ins Autonomieparlament gewählt sondern von Artur Mas per Fingerzeig benannt und mit der Separatistenmehrheit incl. der 10 Anarcho CUP’s im Autonomieparlament „durchgepeitscht“, hat in seinem Jahr auch schon zwei weitere Milliarden Schulden aufgehäuft, so daß die Verschuldung gegenwärtig bei 75,4 Milliarden Euro oder ca. bei einem Drittel (35%) des katalanischen BIP steht. Drei Viertel oder 51 Milliarden dieser 75 Milliarden schulden die Katalanen Madrid, dem bösen Ausbeuterstaat, an dessen Finanztropf sie seit Jahren hängen und von dem sie zu 100% abhängig sind.

Die katalanischen Schulden wachsen täglich durchschnittlich um 6 Millionen Euro, was monatlich etwa 180 Millionen Euro entspricht! Katalonien stünde nahe einer Insolvenz.

Der ausgeuferte Öffentliche Sektor, die Heerscharen von aussenstehenden Beratern aus Familien- und Freundeskreisen, die weit verbreitete Korruption und Günstlingswirtschaft, die Förderung der Separatistenpropaganda nach dem Gießkannenprinzip von TV-, Radio-, Web- und Printmedien, von Universitäten und Pseudo-Organisationen der Separatisten wie Omnium Cultural, des ANC haben halt ihren Preis und am Ende kosten 20km U-Bahnstrecke L9 in Barcelona ein mehrfaches von 300km Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke im schnöden Spanien.

Dumm gelaufen oder war das am Ende gar geplante, raffinierte Bauernschläue? Für jeden Darlehensgeber, Gläubiger kommt irgendwann der Moment, wo die Höhe der Schulden zu seinem Problem werden und die üblichen Machtverhältnisse und Abhängigkeiten ins Wanken geraten…

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http://www.elmundo.es/espana/2017/09/16/59bc307be5fdea9b388b45e5.html

http://www.abc.es/espana/catalunya/politica/abci-cataluna-debe-estado-51000-millones-tras-cinco-anos-rescates-continuos-201706182318_noticia.html

https://www.thespainreport.com/articles/684-160318181656-s-p-downgrades-catalonia-to-even-worse-junk-bond-status-on-very-weak-financial-management


CAT – Chance für Europa, oder darauf haben wir gerade noch gewartet!

28. Juni 2017

Berlin, Urania-Kino, 49 Zuhörer ziehen sich den neuesten Science-Fiction rein: Der abgehalferte, von Korruptionsermittlungen umzingelte Ex-Präsident der spanischen Autonomie Katalonien, der vom Gericht mit zwei Jahren Berufsverbot für öffentliche politische Ämter belegte Artur(o) Mas, zieht eine von der ANC finanzierte und organisierte Show durch, mit dem Sidekick und Stichwortgeber Michael Ebmeyer, einem deutschen Schriftsteller, der in Barcelona studiert und ein Stipendium der Separatisten-Stiftung Ramon Llull absolviert hatte, wofür er sich anscheinend revanchieren wollte oder musste? Man war erkennbar unter sich, in kleinem übersichtlichen Rahmen: Weder Frau Merkel noch die Herren Gabriel oder Steinmeier waren abkömmlich…

Was also hatte der nette, spießig-seriös wirkende ältere Herr mit Brille, den man zuhause den „trilero = Hütchenspieler“ nennt wegen seiner mangelnden Seriosität, im Gepäck, der da aus Barcelona angereist war? Ein Kabarettist aus Nordostspanien?

Nein, er sprach nicht zu seinem kleinen Kreis von Zuhörern über Korruption bis ins Mark, über die beliebige Relativität von Recht und Gesetz und öffentlicher Ordnung, nicht über den systematischen Missbrauch von Steuergeldern, nicht über Kompetenzüberschreitung, Geschichtsfälschung und offenen Rassismus als Prinzip. Nein, er sprach nicht über die spanische Autonomie Katalonien von heute, sondern über das wunderhafte-wunderbare CATADISNEY von Morgen, das mediterrane Dänemark…

CAT wäre dereinst, zumindest nach Artur(o) Mas:

– wirtschaftlich prosperierend (nicht nur die Korruption!)
– ohne Arbeitslosigkeit (die kommt natülich aus Madrid!)
– voller Chancen (nur für Nationalkatalanisten natürlich!)
– Gesetzestreu (ha, ha, ha, :-))
– Schnell (dies alles existiere nicht, erst in der nächsten Generation!)
– einige Bürger dürften sogar spanisch (Castellano) sprechen!
– CAT ein tolles Vorbild und Beispiel für das träge Europa
– Die EU könne jemand nicht rauswerfen, wenn der sich sperre!

Ein deutscher Zuhörer wagte den Einwand Artur(o) Mas darauf hinzuweisen, daß sein Bezug auf Deutschland falsch sei, da das Grundgesetz den Bundesländern keine Referenden oder gar Austritte erlaube, wie die Gesetze der anderen 192 UN-Mitgliedstaaten auch!

Da switchte Artur(o) Mas blitzschnell um auf Schottland* und Kanada, anscheinend nicht wissend, daß dies auch UN-Staaten sind. Er räumte immerhin ein gewisses Legalitätsproblem ein in Spanien und verwies auf eine bizarre, nicht existierende „internationale Legalität“, die es wie schon erwähnt in keinem der UN-Mitgliedstaaten so gibt..
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*(in Schottland solle es gestern eine Rede von Nicola Sturgeon zu weiteren Unabhängigkeitsbestrebungen gegeben haben, über die ich berichten werde.)

 


4 Millionen solidarisch mit Artur Mas, Joana Ortega und Irene Rigau!

6. Februar 2017

Keine Panik, kleiner Scherz von mir! Ich hab‘ da halt mal eine ordentliche Zahl „mit einer 4 vorne dran“ aufgeschrieben. Auf ein paar Nullen zuviel kommte es bei so vielen Nullen doch nicht an, oder?

Der nachstehend in Teilen zitierte Artikel von 20minutos (kein CAT-SEP-Medium!) zeigt auf überzeugende Art wie Zahlen in Umlauf, in die Köpfe der Leser gebracht werden. Der eigentliche Text spielt dabei keine Rolle, weshalb ich mir die Übersetzung aus dem Spanischen bewusst ersparte!

Kurz zum Inhalt: Es geht um eine von den nationalkatalanistischen Separatisten wochenlang propagandistisch medial intensivst organisierte Unterstützung „der Straße“ für die Beschuldigten im Verfahren um die illegale Durchführung einer „Volksbefragung“ am 9.November 2014 durch das oberste katalanische Gericht wegen Verfassungswidrigkeit und Missachtung des Gerichtes durch Umgehung des Urteils des Verbotes der Befragung.

Vor Gericht aussagen müssen Artur Mas, Irene Rigau und Joana Ortega, denen vorgeworfen wird ihre Ämter missbraucht, ihre Kompetenzen überschritten und das Verbot des Gerichtes durch den Einsatz von „Freiwilligen“ unterlaufen zu haben. Man versucht also mit buchstäblich herangekarrten Menschenmassen eine Einschüchterung des Gerichtes und macht zudem Spielchen, wie etwa eine halbe Stunde zu spät zur Verhandlung zu kommen, obwohl das Gericht (etwa 1km oder 15 Minuten) in fußläufiger Entfernung zur Generalitat de Catalunya liegt, aus der die Beschuldigten aufgebrochen waren…

Der Artikel zeigt typische Beispiele für Gehirnwäsche. Die mehrfach genannte Zahl von 40.000 Teilnehmers stammt von einer Meldung der CAT-SEP’s VOR der Demonstration, sie hätten sich schriftlich angemeldet. Dafür hatten die CAT-SEP’s wochenlang gekämpft, denn ihre Basis scheint seit längerem klar zu bröckeln. Vergessen anscheinend die Zeiten, in denen sie „Millionen“ Demonstranten auf den Straßen bewegt haben wollten: Typisch auch die stets extrem stark von den Berechnungen neutraler Beobachter nach oben abweichenden Teilnehmerzahlen. Die „offizielle“ vorgemeldete Teilnehmerzahl wird strikt verkündet und dazu vermerkt, daß diese in über 100 Bussen aus allen Teilen Kataloniens nach Barcelona gekommen seien. Fachleute errechneten aus den Bildern und der Fläche maximal 16.000 Teilnehmer und beispielsweise 150 Busse á 50 Personen machten in der Summe maximal 7.500 Teilnehmer, aber lassen wir diese kleinlichen Nickeligkeiten. Es waren halt „gefühlte Teilnehmer“ und eine „alternative Wahrheit“!

…Unas 40.000 personas arropan a Mas, Ortega y Rigau! Unas 40.000 personas se han concentrado esta mañana frente al Palacio de Justicia de Barcelona, según fuentes del Ayuntamiento de Barcelona, para mostrar su apoyo al expresidente catalán Artur Mas y a las exconselleras Joana Ortega e Irene Rigau, ante el juicio por la consulta del 9N de 2014. La concentración había sido convocada por la Asamblea Nacional Catalana (ANC), Òmnium Cultural, la Asociación de Municipios por la Independencia (AMI) y la Asociación Catalana de Municipios (ACM), que habían abierto un portal para inscribirse en la movilización en el que hasta el sábado se habían apuntado cerca de 40.000 personas
…Mas, Ortega y Rigau han llegado a las 9.25 horas, con casi media hora de retraso, a las puertas de la sede del Tribunal Superior de Justicia de Cataluña (TSJC), acompañados del presidente catalán, Carles Puigdemont, y su Govern, para iniciar el juicio por el 9N. El presidente del Tribunal Superior de Justicia de Catalunya (TSJC), Jesús María Barrientos, ha avisado a los abogados de Mas, Ortega y Rigau de que convocaría una ‚vistilla‘ para decidir medidas si el retraso que se estaba produciendo pasadas las 9.00 para presentarse al juicio superaba la media hora. Sobre las 8.20 horas, los tres acusados han salido del Palau de la Generalitat, arropados por el Govern en pleno y cargos electos de las fuerzas soberanistas, para dirigirse lentamente y a pie hasta el Palacio de Justicia de Barcelona, en cuyos alrededores les esperaban unas 40.000 personas para expresarles su apoyo con gritos de ánimo como „Ni un paso atrás“, „No estáis solos“ o „Independencia“.

A propos: Wieviel Teilnehmer waren denn jetzt auf der Unterstützungsdemo für Mas, Rigau und Ortega? Schnell, ja.. genau, 40.000 waren da! Das steht doch 4 mal in den paar Sätzen da oben, dann muss es ja wohl stimmen?

Ver más en: http://www.20minutos.es/noticia/2952500/0/juicio-consulta-9-n/#xtor=AD-15&xts=467263
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CAT-SEP-Rechenspiele:

7,5 Mio Katalanen (=100%)
1,5 Mio* (=20%) gingen auf Massenkundgebungen der CAT-SEP’s (später  um 40% auf 600.000 (=08% reduziert!)
5,5 Mio Wahlberechtigte Katalanen (=73% aller Katalanen!)
2,3 Mio stimmten am 9N-2014 für die Unabhängigkeit (=30% aller Katalanen!)
40.000 seien heute für Mas auf die Straße gegangen(=0,5% aller Katalanen, 5 Promille!)


Rette sich wer kann! Homs liefert Mas ans Messer vor dem Tribunal Supremo.

6. Oktober 2016

Vor Gericht hört bekanntlich der Spaß auf. Das wusste auch Francesc Homs, als Ex- Autonomieminister und jetzige Sprecher des CDC-Nachfolgers, der vorläufigen PDC (falls dem Namen der Partei letztendlich stattgegeben werden sollte!) sozusagen die rechte Hand des Artur Mas, des damaligen Autonomiepräsidenten auf untreuen, separatistischen Abwegen.

Natürlich wählte Francesc Homs die übliche viktimistische Strategie und stilisierte sich als Opfer, das alles richtig gemacht zu haben glaubte, das sich im demokratischen Rahmen bewegt hätte, DENN die ganze Zeit vor dem Fake-Referendum des 9-N 2014 habe es telefonische Kontakte zwischen den Separatisten und der Regierung Rajoy in Madrid gegeben, wohl auch zur Opposition der PSOE des Pedro Sánchez.

Diese Kontakte seien damals von allen Seiten geheim gehalten worden.

Es habe am 7. November, zwei Tage vor dem geplanten Referendum, ein Angebot des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gegeben, daß die Zentralregierung NICHTS gegen die Separatisten unternähme, wenn Artur Mas das von angeblich Freiwilligen Helfern geplante und durchgeführte Referendum nicht öffentlich kommentiere.

Also habe er, Francesc Homs, davon ausgehen können, daß es einen Deal gäbe zwischen Madrid und Barcelona, zwischen Rajoy und Mas und er sich deshalb auf festem Boden befände.

Artur Mas sei aber dieser Absprache widrig zusammen und ungeplant mit der Vice-Präsidentin der Generalitat Joana Ortega vor die Medien gegangen und habe sich heftig selbst gefeiert zu seinem „totalen Erfolg“. Sein Ego habe offenbar dieser Versuchung nicht widerstehen können.

Darauf erst sei aus Madrid die Anweisung erfolgt, die Planer und Hintermänner dieses Referendums zu ermitteln.

Er, Homs, sei die total reine Unschuld. Er habe im Auftrag des urdemokratischen Separatistenparlamentes, des ehemaligen Autonomieparlamentes von Katalonien gehandelt und sich in Übereinstimmung mit Madrid geglaubt und nun wolle man ihm etwas Böses. Das Urteil liege bereits geschrieben in der Schublade, heulte und jammerte Homs in bester viktimistischer Tradition der CAT-SEP’s in die Mikrophone und Kameras der Medien.

Interessanterweise bestritt der Egomane Artur Mas diesen Sachverhalt der Absprache mit Madrid vollständig und beteuerte, es habe keine Kontakte mit Madrid gegeben. Wer hat nun Recht?
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http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/10/06/catalunya/1475752909_108419.html?rel=mas