CAT – Chance für Europa, oder darauf haben wir gerade noch gewartet!

28. Juni 2017

Berlin, Urania-Kino, 49 Zuhörer ziehen sich den neuesten Science-Fiction rein: Der abgehalferte, von Korruptionsermittlungen umzingelte Ex-Präsident der spanischen Autonomie Katalonien, der vom Gericht mit zwei Jahren Berufsverbot für öffentliche politische Ämter belegte Artur(o) Mas, zieht eine von der ANC finanzierte und organisierte Show durch, mit dem Sidekick und Stichwortgeber Michael Ebmeyer, einem deutschen Schriftsteller, der in Barcelona studiert und ein Stipendium der Separatisten-Stiftung Ramon Llull absolviert hatte, wofür er sich anscheinend revanchieren wollte oder musste? Man war erkennbar unter sich, in kleinem übersichtlichen Rahmen: Weder Frau Merkel noch die Herren Gabriel oder Steinmeier waren abkömmlich…

Was also hatte der nette, spießig-seriös wirkende ältere Herr mit Brille, den man zuhause den „trilero = Hütchenspieler“ nennt wegen seiner mangelnden Seriosität, im Gepäck, der da aus Barcelona angereist war? Ein Kabarettist aus Nordostspanien?

Nein, er sprach nicht zu seinem kleinen Kreis von Zuhörern über Korruption bis ins Mark, über die beliebige Relativität von Recht und Gesetz und öffentlicher Ordnung, nicht über den systematischen Missbrauch von Steuergeldern, nicht über Kompetenzüberschreitung, Geschichtsfälschung und offenen Rassismus als Prinzip. Nein, er sprach nicht über die spanische Autonomie Katalonien von heute, sondern über das wunderhafte-wunderbare CATADISNEY von Morgen, das mediterrane Dänemark…

CAT wäre dereinst, zumindest nach Artur(o) Mas:

– wirtschaftlich prosperierend (nicht nur die Korruption!)
– ohne Arbeitslosigkeit (die kommt natülich aus Madrid!)
– voller Chancen (nur für Nationalkatalanisten natürlich!)
– Gesetzestreu (ha, ha, ha, :-))
– Schnell (dies alles existiere nicht, erst in der nächsten Generation!)
– einige Bürger dürften sogar spanisch (Castellano) sprechen!
– CAT ein tolles Vorbild und Beispiel für das träge Europa
– Die EU könne jemand nicht rauswerfen, wenn der sich sperre!

Ein deutscher Zuhörer wagte den Einwand Artur(o) Mas darauf hinzuweisen, daß sein Bezug auf Deutschland falsch sei, da das Grundgesetz den Bundesländern keine Referenden oder gar Austritte erlaube, wie die Gesetze der anderen 192 UN-Mitgliedstaaten auch!

Da switchte Artur(o) Mas blitzschnell um auf Schottland* und Kanada, anscheinend nicht wissend, daß dies auch UN-Staaten sind. Er räumte immerhin ein gewisses Legalitätsproblem ein in Spanien und verwies auf eine bizarre, nicht existierende „internationale Legalität“, die es wie schon erwähnt in keinem der UN-Mitgliedstaaten so gibt..
––––––
*(in Schottland solle es gestern eine Rede von Nicola Sturgeon zu weiteren Unabhängigkeitsbestrebungen gegeben haben, über die ich berichten werde.)

 

Advertisements

4 Millionen solidarisch mit Artur Mas, Joana Ortega und Irene Rigau!

6. Februar 2017

Keine Panik, kleiner Scherz von mir! Ich hab‘ da halt mal eine ordentliche Zahl „mit einer 4 vorne dran“ aufgeschrieben. Auf ein paar Nullen zuviel kommte es bei so vielen Nullen doch nicht an, oder?

Der nachstehend in Teilen zitierte Artikel von 20minutos (kein CAT-SEP-Medium!) zeigt auf überzeugende Art wie Zahlen in Umlauf, in die Köpfe der Leser gebracht werden. Der eigentliche Text spielt dabei keine Rolle, weshalb ich mir die Übersetzung aus dem Spanischen bewusst ersparte!

Kurz zum Inhalt: Es geht um eine von den nationalkatalanistischen Separatisten wochenlang propagandistisch medial intensivst organisierte Unterstützung „der Straße“ für die Beschuldigten im Verfahren um die illegale Durchführung einer „Volksbefragung“ am 9.November 2014 durch das oberste katalanische Gericht wegen Verfassungswidrigkeit und Missachtung des Gerichtes durch Umgehung des Urteils des Verbotes der Befragung.

Vor Gericht aussagen müssen Artur Mas, Irene Rigau und Joana Ortega, denen vorgeworfen wird ihre Ämter missbraucht, ihre Kompetenzen überschritten und das Verbot des Gerichtes durch den Einsatz von „Freiwilligen“ unterlaufen zu haben. Man versucht also mit buchstäblich herangekarrten Menschenmassen eine Einschüchterung des Gerichtes und macht zudem Spielchen, wie etwa eine halbe Stunde zu spät zur Verhandlung zu kommen, obwohl das Gericht (etwa 1km oder 15 Minuten) in fußläufiger Entfernung zur Generalitat de Catalunya liegt, aus der die Beschuldigten aufgebrochen waren…

Der Artikel zeigt typische Beispiele für Gehirnwäsche. Die mehrfach genannte Zahl von 40.000 Teilnehmers stammt von einer Meldung der CAT-SEP’s VOR der Demonstration, sie hätten sich schriftlich angemeldet. Dafür hatten die CAT-SEP’s wochenlang gekämpft, denn ihre Basis scheint seit längerem klar zu bröckeln. Vergessen anscheinend die Zeiten, in denen sie „Millionen“ Demonstranten auf den Straßen bewegt haben wollten: Typisch auch die stets extrem stark von den Berechnungen neutraler Beobachter nach oben abweichenden Teilnehmerzahlen. Die „offizielle“ vorgemeldete Teilnehmerzahl wird strikt verkündet und dazu vermerkt, daß diese in über 100 Bussen aus allen Teilen Kataloniens nach Barcelona gekommen seien. Fachleute errechneten aus den Bildern und der Fläche maximal 16.000 Teilnehmer und beispielsweise 150 Busse á 50 Personen machten in der Summe maximal 7.500 Teilnehmer, aber lassen wir diese kleinlichen Nickeligkeiten. Es waren halt „gefühlte Teilnehmer“ und eine „alternative Wahrheit“!

…Unas 40.000 personas arropan a Mas, Ortega y Rigau! Unas 40.000 personas se han concentrado esta mañana frente al Palacio de Justicia de Barcelona, según fuentes del Ayuntamiento de Barcelona, para mostrar su apoyo al expresidente catalán Artur Mas y a las exconselleras Joana Ortega e Irene Rigau, ante el juicio por la consulta del 9N de 2014. La concentración había sido convocada por la Asamblea Nacional Catalana (ANC), Òmnium Cultural, la Asociación de Municipios por la Independencia (AMI) y la Asociación Catalana de Municipios (ACM), que habían abierto un portal para inscribirse en la movilización en el que hasta el sábado se habían apuntado cerca de 40.000 personas
…Mas, Ortega y Rigau han llegado a las 9.25 horas, con casi media hora de retraso, a las puertas de la sede del Tribunal Superior de Justicia de Cataluña (TSJC), acompañados del presidente catalán, Carles Puigdemont, y su Govern, para iniciar el juicio por el 9N. El presidente del Tribunal Superior de Justicia de Catalunya (TSJC), Jesús María Barrientos, ha avisado a los abogados de Mas, Ortega y Rigau de que convocaría una ‚vistilla‘ para decidir medidas si el retraso que se estaba produciendo pasadas las 9.00 para presentarse al juicio superaba la media hora. Sobre las 8.20 horas, los tres acusados han salido del Palau de la Generalitat, arropados por el Govern en pleno y cargos electos de las fuerzas soberanistas, para dirigirse lentamente y a pie hasta el Palacio de Justicia de Barcelona, en cuyos alrededores les esperaban unas 40.000 personas para expresarles su apoyo con gritos de ánimo como „Ni un paso atrás“, „No estáis solos“ o „Independencia“.

A propos: Wieviel Teilnehmer waren denn jetzt auf der Unterstützungsdemo für Mas, Rigau und Ortega? Schnell, ja.. genau, 40.000 waren da! Das steht doch 4 mal in den paar Sätzen da oben, dann muss es ja wohl stimmen?

Ver más en: http://www.20minutos.es/noticia/2952500/0/juicio-consulta-9-n/#xtor=AD-15&xts=467263
______
CAT-SEP-Rechenspiele:

7,5 Mio Katalanen (=100%)
1,5 Mio* (=20%) gingen auf Massenkundgebungen der CAT-SEP’s (später  um 40% auf 600.000 (=08% reduziert!)
5,5 Mio Wahlberechtigte Katalanen (=73% aller Katalanen!)
2,3 Mio stimmten am 9N-2014 für die Unabhängigkeit (=30% aller Katalanen!)
40.000 seien heute für Mas auf die Straße gegangen(=0,5% aller Katalanen, 5 Promille!)


Rette sich wer kann! Homs liefert Mas ans Messer vor dem Tribunal Supremo.

6. Oktober 2016

Vor Gericht hört bekanntlich der Spaß auf. Das wusste auch Francesc Homs, als Ex- Autonomieminister und jetzige Sprecher des CDC-Nachfolgers, der vorläufigen PDC (falls dem Namen der Partei letztendlich stattgegeben werden sollte!) sozusagen die rechte Hand des Artur Mas, des damaligen Autonomiepräsidenten auf untreuen, separatistischen Abwegen.

Natürlich wählte Francesc Homs die übliche viktimistische Strategie und stilisierte sich als Opfer, das alles richtig gemacht zu haben glaubte, das sich im demokratischen Rahmen bewegt hätte, DENN die ganze Zeit vor dem Fake-Referendum des 9-N 2014 habe es telefonische Kontakte zwischen den Separatisten und der Regierung Rajoy in Madrid gegeben, wohl auch zur Opposition der PSOE des Pedro Sánchez.

Diese Kontakte seien damals von allen Seiten geheim gehalten worden.

Es habe am 7. November, zwei Tage vor dem geplanten Referendum, ein Angebot des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gegeben, daß die Zentralregierung NICHTS gegen die Separatisten unternähme, wenn Artur Mas das von angeblich Freiwilligen Helfern geplante und durchgeführte Referendum nicht öffentlich kommentiere.

Also habe er, Francesc Homs, davon ausgehen können, daß es einen Deal gäbe zwischen Madrid und Barcelona, zwischen Rajoy und Mas und er sich deshalb auf festem Boden befände.

Artur Mas sei aber dieser Absprache widrig zusammen und ungeplant mit der Vice-Präsidentin der Generalitat Joana Ortega vor die Medien gegangen und habe sich heftig selbst gefeiert zu seinem „totalen Erfolg“. Sein Ego habe offenbar dieser Versuchung nicht widerstehen können.

Darauf erst sei aus Madrid die Anweisung erfolgt, die Planer und Hintermänner dieses Referendums zu ermitteln.

Er, Homs, sei die total reine Unschuld. Er habe im Auftrag des urdemokratischen Separatistenparlamentes, des ehemaligen Autonomieparlamentes von Katalonien gehandelt und sich in Übereinstimmung mit Madrid geglaubt und nun wolle man ihm etwas Böses. Das Urteil liege bereits geschrieben in der Schublade, heulte und jammerte Homs in bester viktimistischer Tradition der CAT-SEP’s in die Mikrophone und Kameras der Medien.

Interessanterweise bestritt der Egomane Artur Mas diesen Sachverhalt der Absprache mit Madrid vollständig und beteuerte, es habe keine Kontakte mit Madrid gegeben. Wer hat nun Recht?
__________
http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/10/06/catalunya/1475752909_108419.html?rel=mas


Die Geheimwaffen der CAT-SEP’s: Selbstermächtigung zur Selbstjustiz!

5. Oktober 2016

Die Argumentation der nationalkatalanistischen Separatisten dreht sich seit dem ersten Tag im Kreise. Sie wollen den Anschein verbreiten, es gehe bei ihrem Separatismus-Projekt um Recht und Gesetz, um Demokratie und Legalität, die sie benötigen um möglichst viele Unterstützer zu bekommen und um hinterher die Anerkennung europäischer und internationaler Institutionen, Organisationen und Staaten zu erlangen.

Ein kleines, bewusst vereinfachendes, Beispiel:

Eine Gruppe von unzufriedenen CAT-SEP’s zieht durch ihre Stadt. Oft liegt der Grund dieser Unzufriedenheit im Neid, anscheinend einer katalanischen Volkskrankheit?

Sie kommen an ein wunderschönes Haus, das ihnen so sehr gefällt, daß die Begehrlichkeiten wachsen.

Sie klingeln den Besitzer heraus und erklären ihm, daß dies jetzt ihr Haus sei und er deshalb seine Koffer packen solle.

Der Besitzer weigert sich, er ist nicht einverstanden. Der Arme hat keine Chance, denn:

Die CAT-SEP’s verkünden jetzt ihr Recht auf Selbstbestimmung, wem dieses Haus gehöre. Wer ihnen dieses urdemokratische Recht verweigere, der sei kein Demokrat sondern ein Unterdrücker, sei somit im Unrecht, was ihr moralisches Recht auf dieses Haus noch verstärke.

Sie beschließen ein Referendum, dessen Fragen,Teilnehmer, Durchführung und Auswertung sie gleich selbst durchführen um das gewünschte Ergebnis nicht zu gefährden.

Die Gruppe ermächtigt sich – hokuspokusfidebus – die Kompetenz, dieses Referendum durchzuführen, ungeachtet irgendwelcher läppischer komunaler Rechte und Gesetze.

Man darf nur ihre Sprache sprechen, die anderen sind bei Strafe verboten. Man darf nur ihre frei erfundene Version der Geschichte lehren und lernen, damit man versteht, warum dieses schöne Haus ihnen eigentlich immer schon gehörte und ihnen nur rechtswidrid vorenthalten wurde. Man versteht, dann auch besser, warum Steurhinterziehung und Schwarzgeldkonten im Ausland Akte demokratischen Widerstandes gegen unterdrückende Finanzämter darstellen.

Am Tag X ist es dann soweit. Man geht wählen, bzw. seine Meinung per Stimmzettel kund tun. Aufgeregt zählt man die abgegebenen Stimmen aus und da, Wunder der Demokratie, es gibt eine hundertprozentige Zustimmung zum Besitzerwechsel des Hauses. Dessen Besitzer ist überstimmt, er kann packen gehen, aber dalli!

Da alles schön basisdemokratisch abgelaufen sei, stehe nun einer internationalen Anerkennung des Besitzerwechsels in der Komune nichts mehr im Wege, nur höchstens eine Sache noch… es gäbe da noch so ein paar weitere Häuser in den Nachbarstädten, die man noch heimholen müsse!

Die CAT-SEP’s ziehen glücklich und zufrieden in ihr auf  der Basis urdemokratischer Prozesse in den Schoß gefallenes Haus und feiern ihren Sieg. Da klingelt es plötzlich. Draußen steht eine Gruppe von Menschen vom anderen Ende der Stadt. Sie erklären ihnen, daß sie dieses Haus so besonders schön fänden und es deshalb total basisdemokratisch in Besitz zu nehmen gedächten…


Nächster Korruptionsskandal in Barcelona? Ada Colau deckt den Klüngel um die Familie Mas auf!

21. Januar 2016

„Heimlich, still und leise“ hat die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau die Auftragsvergabe der städtischen Betriebe gründlich zu überprüfen begonnen, nach dem einige Firmen bereits von der Steuerbehörde untersucht werden.

Es sollen bereits Rechnungen im Wert von über 1,4 Millionen Euro aufgetaucht sein, deren berechnete Leistung zumindest im im betreffenden Jahr nicht erbracht worden sei. Darunter sei ein hoher Antei an direkt, quasi per Fingerzeig, vergebener, nicht öffentlich ausgeschriebener Aufträge ohne entsprechende Transparenz bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Praktischerweise deutet personell alles auf den ehemaligen dritten Bürgermeister-Assistenten Antoni Vives hin, dem die untersuchten Firmen verantwortlich unterstellt waren!
In der (in Barcelona noch immer existierenden!) CiU-Gruppe heulen die Alarmsirenen! Alles seien Unterstellungen, alles sei korrekt gelaufen, man toleriere keine Hexenjagd, keine böswilligen Gerüchte, unvollständige Informationen und Manipulationen und vor allem, „haltet den Dieb, es ist Spanien, das uns beraubt!“

Die Ermittler halten Vives hingegen für eine Schlüsselfigur in der Verteilung von Aufträgen in den Legislaturen unter CiU-Regierungen.

IMI, das Institut Municipal de Informática,  hat als eines der wichtigsten Abräumer solcher kommunaler Aufträge fungiert. Darin sollen Familienangehöriger des Ex-Präsidenten Artur Mas, konkret sein Schwager Joan Antoni Rakosnik, wichtige Rollen gespielt haben. IMI hat in den vergangenen zwei Jahren Aufträge über 2,7 Mio Euro ohne Ausschreibung erhalten. Rakosnik wechselte geschmeidig die Seiten, je nachdem ob die CiU gerade an der Regierung oder in der Opposition war. Als sein Schwager Artur Mas wieder Präsident wurde, war auch Rakosnik schnell wieder auf der „richtigen Seite“!

Dann gibt es da natürlich auch wieder die unvermeidliche Beratungsfirma auf deren Dienste man unmöglich verzichten kann, die VASS mit der Mas-Verwandten Eugenia Menéndez Rakosnik. Mas war noch kein Jahr im Amt, da räumte die VASS zusammen mit HP-Spanien einen 52 Mio Euro Auftrag ab. Wie hoch der Anteil der VASS an diesem Deal war, ist nicht bekannt.

In einer Auflistung bei deren Erstellung Funktionäre der Generalitat de Catalunya mitgewirkt hatten, wurde behauptet, daß Firmen mit familiären Beziehungen zu Artur Mas seit 2011 Aufträge im Wert von 450 Mio Euro abgeräumt hätten! Hat der Mann darum so hartnäckig an seinem Amt festgehalten, damit das Geld weiter floß, damit nichts enthüllt würde?


Mas versucht über die Partei CDC die Regierung Puigdemont zu kontrollieren!

19. Januar 2016

Die Partei CDC hat ihr Profil weitgehend verloren, den Kontakt zur Wirtschaft eingebüsst, wird mit Korruption gleichgesetzt. Am 27-S konnte sie zur Autonomiewahl in Katalonien nur noch „versteckt“ innerhalb des Bündnisses „Junts pel Sí“ zur Wahl antreten.  In der Metropolitan-Region Barcelona erlitt sie starke Verluste. Zuletzt war sie nur noch unter den „Landeiern“ stark und diese regieren jetzt folgerichtig die Generalitat de Catalunya. Dieser Umstand dürfte für die politische Kaste der katalanischen Hauptstadt nur schwer erträglich sein?

All diese geschilderten Mängel hat letztlich Artur Mas persönlich zu verantworten und so entbehrt es nicht einer gewissen Komik, daß dieser jetzt seinen eigenen Saustall ausmisten will, bzw. muss, wenn er künftig noch eine politische Rolle spielen möchte!

Er versucht es zumindest. Der Parteitag der CDC wird im Sommer stattfinden und solange hat Artur Mas theoretisch Zeit die CDC auf seine Linie zu bringen. Einfach dürfte es aber nicht werden, denn der Mann hat sich durch seine selbstherrliche Art eine Menge Feinde gemacht. Da werden wohl noch so manche alte Rechnungen beglichen werden?

Der Erfolg dieses Vorhabens ist also keineswegs gewiss! Carles Puigdemont scheint Spaß an seinem unverhofften Karrieresprung zu entwickeln und umgibt sich fleissig mit Getreuen aus seinem „Landeier“-Umfeld in Girona. Ähnlich wie vor ihm Artur Mas versucht er Freunde, Kumpel, Getreue aus seiner engsten Umgebung in wichtige Ämter zu bringen. Je besser und länger ihm dies gelingt umso mehr kann er ein eigenes, für Artur Mas nur schwer anfechtbares Profil, eine eigene Hausmacht bilden.

Seine vorherige Tätigkeit als Bürgermeister von Girona, zum Teil ohne Mehrheit agierend, zwang ihn zum Ausgleich und zu  Kompromissen bei der täglichen Arbeit. Durch seine systematische Relativierung der „Zehn Gebote der CAT-SEP’s“ gleich von Anfang an, hat er seinen Handlungsspielraum geschickt erweitert.

Es ist natürlich noch zu früh um zu sagen, ob Puigdemont letztlich ein eigenes Profil entwickeln kann, aber es könnte durchaus sein, daß der politische Barcelona-Klüngel, die Artur-Mas-Mafia, den Provinzbürgermeister mit der Pilzkopf-Frisur aus den 60er Jahren unterschätzt hat? Puigdemont hat das zweifelhafte Vergnügen neben dem normalen politischen Gegner aus Sicht der Separatisten, also der PPC, der PSC und den Ciutatans, auch erhebliche Teile des eigenen Bündnisses JPSÍ, nämlich die ERC und Teile der CDC und der CUP zum Gegner zu haben, frei nach dem Motto, „Viel Feind, viel schwer“!

Artur Mas hätte damit seinen Rekord, alles zu zerstören was er anfasst, durch die Personalie Puigdemont ganz unabsichtlich fort geführt, der Tolpatsch!


Der „Putschdämon“ macht seinem Namen alle Ehre!

13. Januar 2016

Was haben sich die Kleingeister des Nationalkatalanismus wieder gefreut Gestern bei der feierlichen Amtsübernahme des von Artur Mas ERNANNTEN Nachfolgers als Präsident der Generalitat de Catalunya, einer subalternen politischen Einrichtung des spanischen Staates.

Bei diesen Gelegenheiten schlägt in Katalonien die Stunde großer politischer Gesten der CAT-SEP’s, die zu weilen eher an Kinderstreiche errinnern? Dann freuen sich alle „diebisch“ (wie zutreffend!) über die Hiebe, die man Madrid verpasst hat.

Zu den Anwesenden gehörten seine drei letzten Vorgänger Mas, Montilla und Maragall. Jordi Pujol, der „Capo di tutti Capi“ des kriminellen Pujol-Clans, war nicht anwesend.

Mal sehen,  was Gestern zu diesem Anlaß geschah?
Das Bild des amtierenden spanischen Königs Felipe VI und seines Vaters Juan Carlos I an der Stirnseite des Saales war zufällig durch einen schwarzen Vorhang verdeckt, wow!

Hatte der Ex-Präsident Artur Mas zu seiner Zeit seinem verbindlich und wörtlich vorgegebenen Amtseid noch einen eigenmächtigen Zusatz hinzu gefügt, was keine Folgen hatte, so ging der Neue, „Karl Putschdämon“ aus Girona, einen Schritt weiter. Mas hatte noch der Verfassung, dem König und dem Estatut der Katalanen Treue geschworen. Der „Putschdämon“ hingegen änderte gleich die ganze Eidesformel, ließ Verfassung, König und Estatut gleich ganz weg und befindet sich deshalb eigentlich illegal im Amt? Es ist kaum denkbar, daß das Verfassungsgericht dies durchgehen lässt?  Ein Amtseid ist schließlich kein Beliebigkeitsstatement, oder? Die Nationalkatalanisten argumentieren hingegen, so ein Amtseid sei letztlich nur eine Frage des Protokolls, bei dem man eigentlich sagen könne, was man wolle? Wozu gibt es ihn dann eigentlich? Warum erspart man sich dann nicht das ganze Theater?

Carles Puigdemont hatte – unter den Augen des anwesenden spanischen Innenministers Jorge Fernández Díaz – lediglich dem gewählten Parlament seine Loyalität ausgesprochen, nicht der Verfassung oder Spanien, wie eigentlich vorgesehen. Im Grunde hat er damit ein spanisches Verfassungsorgan, das katalanische Autonomie-Parlament usurpiert? Aber durch den Vertrag zwischen JP3%SÍ und der CUP haben die CAT-SEP’s, wie Artur Mas selbst es offen aussprach, den Wählerwillen zu ihren Gunsten manipuliert: „Was wir an den Wahlurnen des 27-S nicht bekamen, haben wir uns in den Hinterzimmern mit der CUP geholt!“

Zuvor hatte Artur Mas in einer Replik auf die fehlende Dankesformel des Königs Felipe VI und des Präsidenten Mariano Rajoy anläßlich seiner Entlassung aus den „spanischen Staatsdiensten“(!) noch nach Beifall schleimend hinzugefügt, ER sei dankbar für ALLE geleisteten Dienste des Staates, worauf das prall mit katalanischen Victimisten gefüllte Auditorium in tosenden Beifall ausbrach!