Niederlande von Russen infiltriert! März-Wahlen wegen Putin-Doping ungültig?

17. Februar 2017

Ganz Russland, zumindest Putin, mischt bei den Wahlen in den Niederlanden mit!
Die NYT hat es herausgefunden, dann muss es bekanntlich wohl auch so sein?

Nach den US-Wahlen und Trump sollen es diesmal die Niederländischen Wahlen mit Wilders sein. In unserem kleinen westlichen Nachbarland mischen sich mehr russische Hacker ein als es Holländer gibt. Wenn sie nicht gerade in den Niederlanden hacken, dann in Norwegen, Schweden, in Frankreich, eventuell in Italien und Griechenland und natürlich auch in Deutschland. Es ist eine Besonderheit von Russlands Hackern, daß sie überall eindeutige Merkmale hinterlassen, die ihre zweifelsfreie Identifizierung ermöglichen und sie klar von US-, Israelischen-, Chinesischen- oder gar Deutschen BND-Hackern unterscheiden. Alles dämliche Trottel, diese Russen?

Beim Ukraine-Handelsabkommen-Referendum in den Niederlanden im vorigen Jahr hatte Harry van Bommel (der Erfinder der gleichnamigen Wollmütze?), ein linker Abgeordneter „ukrainische Helfer“ die GEGEN die Annahme waren und das Abkommen wurde von den Niederländern abgelehnt. Die NYT hat nun eindeutig herausgefunden, daß diese „ukrainischen Helfer“ entweder Russen waren oder auch nicht, daß sie russischsprachige Ukrainer waren oder auch nicht, daß sie aus nicht Ukra-Nazi-Gebieten der Ukraine stammten oder auch nicht und deshalb eindeutig und überhaupt oder auch nicht…

Alles klar? Schon toll, was man in NY bei der NYT alles über die Russen weiss!

Wir sollten in der EU sofort die Wahlen abschaffen, weil diese quasi automatisch von Putin gehackt werden und somit nicht den Willen der Wählenden ausdrücken, sondern stets den der bösen Russen im Allgemeinen oder den Putins im Besonderen! Oder wollt ihr etwa eine EU der Le Pens, der Wilders, oder der Petrys? Da steckt überall dieser Putin dahinter, ist doch wohl vollkommen klar, zumindest in NY scheint das so klar zu sein, bei den Mädels & Jungs von der NYT und den sie mit Infos anfütternden anonymen US-Sicherheitskreisen?

Ein eigentlich vollkommen unglaublicher, aufgeblasener Artikel voll unbewiesener Gerüchten und Behauptungen von interessierter Seite aus den üblichen verdächtigen Gülle-Behältern, sogenannten „Stink-Tanks“, der der staunenden Weltöffentlichkeit als Qualitätsjournalismus der NYT verkauft werden soll. Das ist wirklich reichlich Chuzpe, Freunde!

Doch lest besser selbst:


Erst Fillon, dann Sarkozy und jetzt Macron: Macht da wer Marine Le Pen den Weg frei, oder wer rettet Frankreich vor der Front National?

7. Februar 2017

Meine allerletzte Verschwörungstheorie: Marine Le Pen wird wohl den Ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen am 23. April gewinnen. Da sind sich alle Umfragen ziemlich sicher und das wäre für sich schon schlimm genug, aber:

Bisher herrschte eigentlich so ziemlich Konsens darüber, daß sie im Zweiten  Wahlgang, am 7. Mai, in der Stichwahl einem Retter Frankreichs unterliegen würde (natürlich nicht bildlich zu verstehen!).

Das war bisher François Fillon, der konservativ-katholische Kandidat von den Le Republicains, bis er in den Umfragen nach „Penelopegate“ abschmierte, dem Skandal seine Frau und Kinder als parlamentarische Mitarbeiter auf Staatskosten beschäftigt und so in acht Jahren eine runde Million Euro abgegriffen zu haben. Er hat sich zwar inzwischen entschuldigt, aber verboten sei dies nicht gewesen und sie hätten ihm wirklich sehr geholfen! Fillon schien also raus, obwohl er bisher nicht das Handtuch warf!

Dann stürzte sich alle Welt auf den neoliberalen Ex-Banker Emmanuel Macron, den jugendlichen Dynamiker, verheiratet mit seiner ehemaligen Lateinlehrerin (wichtig!), der als parteiloser Quereinsteiger Wirtschaftsminister unter Präsident Hollande war als neue Hoffnung der Franzosen, sie vor Marine Le Pen zu retten. Jetzt musste der also „abgeschossen“ werden und das wurde auch unverzüglich versucht, doch Macron ging direkt in die Offensive. Mal sehen, ob erfolgreich?

Macron kam als Überraschungsgast in ein Meeting seiner Gruppierung „En Marche!“ im Theater Bobino in Paris, wo er zwar etwas nervös seine Hände wringend wie mir scheint, aber nicht unwitzig eine Art von Dementi ablegte zu Gerüchten die angeblich seit Monaten in Paris die Runde machten: Nein, er sei nicht schwul und er führe kein heimliches Doppelleben mit Matthieu Gallet, dem Präsidenten von Radio France! Er würde auch nicht dafür bezahlt (kleine Anspielung auf Fillon!) und es müsse ein Hologramm, ein Doppelgänger sein, denn seine Tage und Nächte verbringe er mit seiner Latein.. äh, mit seiner Gattin!

Mal schauen, wie die Franzosen auf dieses Dementi in den nächsten Tagen reagieren werden. Möglicherweise wird also auch er die Franzosen nicht vor Marine Le Pen retten dürfen und dann wird es wirklich eng für den Zweiten Wahlgang.

Bei den Sozialisten kann man sich den eher farblosen Linken Benoit Hamon wohl selbst nicht so recht als Retter vor der Front National vorstellen?

http://players.brightcove.net/610043537001/4k4QmRz5g_default/index.html?videoId=5313746331001&autoplay=true

Als „Ersatz“ für Fillon kämen die in den Vorwahlen gegen ihn unterlegenen Alain Juppé und Nicolas Sarkozy in Betracht. Der Erste hält sich bedeckt, er will kein Plan-B-Kandidat sein und gegen den Zweiten, gegen Sarkozy hat ein Richter ein Verfahren wegen illegaler Überschreitung der staatlich auf maximal 22 Millionen €uro gedeckelten Wahlkampfkosten eingeleitet. Diese waren von seiner Bewegung UMP in einem komplizierten System  versteckt worden. Libysche Geheimdienstler behaupten außerdem, daß er dabei mehrere Millionen von Diktator Ghaddafi kassiert habe, dessen gewaltsames Lebensende er deshalb besonders eifrig herbeizuführen trachtete…


Was für ein weiterer, glücklicher, genau passender Zufall für Emmanuel Macron!

4. Februar 2017

Der Kandidat ohne Partei im Rücken, dem es auf wundersame Weise gelang vom parteilosen Banker direkt ins Amt des Wirtschaftsministers einer sogenannten „sozialistischen Regierung“ zu hüpfen, aus dem er dann rechtzeitig wieder einem Frosch gleich hinaus hüpfte, um von den Pannen und Pleiten der Hollande/Valls-Regierung nicht betroffen zu sein, hat heute in Lyon (ja genau da, wo die sagenhafte Wurst herkommt) vor gut gemeinten 8.000 Teilnehmern drinnen im Sportpalast und weiteren 8.000 Unterstützern oder Gegnern (?) davor, seinen Wahlkampf eröffnet.

Ganz schön mutig von ihm, denn die Rivalen Marine Le Pen von der Rechten FN und Jean-Luc Mélenchon von den Wirklich Ganz Toll Linken, WGTL haben gleichzeitig in Lyon (ihr wisst, wo diese geile Wurst herkommt) IHRE Truppen versammelt, herbeigerufen, oder was auch immer…

Ist das nicht ein toller, extremer, genau passend kommender Zufall? Die Franzosen haben ihren Totalausfall Hollande und seinen Executor Valls satt! Die Fresse von Sarkozy konnten sie ja auch nicht mehr sehen.  Der konservative, betont katholische Fillon hat sich mit seinem Familienbetrieb, Vater, Mutter, Kinder zapften über die Jahre öffentliche Mittel im Millionenbereich ab und wollen gleichzeitig antreten die Dinge in Frankreich zu ändern, wohl endgültig ins politische Nirvana verabschiedet? Da käme doch eigentlich die furchtbare, seit Jahren verpönte, ultrarechte EU-Feindin Marine Le Pen zum Zuge?

Doch LA BELLE FRANCE, in höchster Not, kommt genau passend ein Retter entgegen. Er ist jung, attraktiv, macht seit Jahren legal mit seiner ehemaligen Lateinlehrerin herum und ihm fehlt jeder Stallgeruch der üblichen politischen Verdächtigen!

Er ist ein neoliberaler Ex-Banker (war es nicht GOLDMAN SACHS?) und hat keines der üblichen Parteiprogramme, Hauptsache die Wirtschaft brummt…

Wenn Präsident Mitterand am Ende seiner Amtszeit kein Linker mehr war, sondern EIN FRANZOSE und Präsident Jacques Chirac kein Rechter mehr, sondern EIN FRANZOSE, dann fängt „Junior“ der kleine Macron, gleich vom Start weg so an: ICH BIN EIN (scheiss-neoliberaler) FRANZOSE, alles klar?

Der Typ also entgegnet den üblichen „wir werden gewinnen“, „Macron Präsident“ Schreiern mit den ernüchternden Worten „wir haben 78 Tage“!


EU-Lehrkörper im Nach-BREXIT-UK: „Packt schon mal eure Koffer!“

31. Januar 2017

Das UK verfügt bisher über ein exzellentes, exklusives, privates Bildungssystem von Weltruf. Begüterte Eltern aus aller Welt lassen sich die Bildung ihres Nachwuchses im UK eine Menge Geld kosten. Das ist ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor und Garant eines exzellenten wissenschaftlichen Rankings in der Welt. Zudem ist es eine Honigfalle für Talente, denn ein Teil der Besten verbleibt nach Schule und Studium im UK.

Ich lasse hier die Frage nach dem Sinn eines geteilten Bildungssystems mit exzellenter privater und eher unterdurchschnittlicher öffentlicher Bildung einmal ganz bewusst außen vor! Das ist ein anderes Thema…

Aber diese Elite-Bildungsinstitutionen beschäftigen derzeit rund 31.000 Lehrkräfte aus der kontinentalen EU. Diese wurden, obwohl Teils seit Jahrzehnten im UK lebend und arbeitend, durch den BREXIT beunruhigt und haben sich in Folge vielleicht erstmals Gedanken über ihre Zukunft im UK gemacht.

Manche versuchten ihren Status durch Erlangung der Britischen Staatsangehörigkeit für die BREXIT-Zukunft zu legalisieren. Doch dies stellte sich zuweilen nicht nur als recht kompliziert heraus, sie wurden durch Formschreiben von Ämtern auch regelrecht zum Koffer packen aufgefordert, was große Beunruhigung bei den Betroffenen auslöste. Man hatte den Eindruck, daß das offizielle UK rückwärtsgewandter und abweisender geworden ist. Der BREXIT-Schock machte allen schlagartig klar, was Teils seit Jahren im Verborgenen im Entstehen war.

Diese 31.000 EU-Lehrkräfte machen 16% aller Lehrkräfte des UK aus, in bestimmten Elite-Unis wie z.B. in der LSE, der London School of Economics, stellen „die Europäer“ aber 38% des Lehrkörpers! Andere berühmte Londoner Colleges haben zwischen einem Viertel und einem Drittel EU-Lehrkörper. Selbst in Oxford und Cambridge lehren um die 20% Kontinentaleuropäer.

______
http://blogs.lse.ac.uk/brexit/2017/01/26/no-longer-welcome-the-eu-academics-in-britain-told-to-make-arrangements-to-leave/


Hollandes Erbe: Franzosen sehen neoliberale Zukunft mit Emmanuel Macron!

30. Januar 2017

Nach einer aktuellen Umfrage von Kantar Sofres-One Point für den Le Figaro, RTL und LCI interessieren sich 20% der Franzosen überhaupt nicht mehr für die anstehenden Präsidentschaftswahlen. 80% sind hingegen interessiert, davon die Hälfte sehr.

Im ersten Wahlgang läge Marine Le Pen von der Rechtsradikalen FN noch an der Spitze mit 25%, gefolgt vom Konservativen François Fillon mit 22% und dem neoliberalen Emmanuel Macron mit 21%. Der gestrige Sieger der „Vorwahl der Linken“ käme abgeschlagen mit 15% auf den vierten Rang und spielte keine Rolle mehr…

Beim geschätzten Potential der Kandidaten für den ersten Wahlgang liegen Macron mit 43%, Fillon mit 36% , Hamon mit 35% vor Le Pen mit 33%. Alle relativ eng beieinander also.

Im zweiten Wahlgang aber hätte Marine Le Pen dann keine Chance mehr gegen alle möglichen Gegenkandidaten. Gegen Fillon verlöre sie mit 40% zu 60%. Gegen Macron gar mit 35% zu 65%!  Träte hingegen Macron gegen den konservativen Fillon an, käme der neoliberale Macron gar auf 58% zu 42%

Der neoliberale Schönling würde also in jedem denkbaren Fall gewinnen, erreichte er einmal den zweiten Wahlgang! Gefragt, welchem Kandidaten sie eine präsidiale Figur, Persönlichkeit zutrauten lag Macron zwar auch mit 45% Zustimmung an der Spitze der Kandidaten, KEINEM gelang es jedoch über die 50%-Hürde der Zustimmung zu gelangen!

––––––
http://www.lefigaro.fr/elections/presidentielles/2017/01/29/35003-20170129ARTFIG00201-presidentielle-fillon-et-macron-au-coude-a-coude-le-pen-en-tete.php


Alles neu, macht der Mai: Es ist Benoît Hamon! Frankreichs Sozialisten erfinden sich neu.

29. Januar 2017

Im zweiten Wahlgang der Vorwahl der französischen Linken, genauer gesagt der Sozialistischen Partei, standen zwei Männer zur Auswahl. Der eine, Manuell Valls, hat die unseligen Hollande-Jahre als Minister und Premierminister entscheidend mitzuverantworten, exekutierte eine rechte Politik und war bei jeder unsozialen Schweinerei dabei. Sein Ehrgeiz zwang ihn dazu selbst anzutreten obwohl er nur das anzubieten hat, was die Franzosen schon in den letzten Jahren zunehmend ablehnten. Vielleicht tue ich ihm Unrecht, aber viel Verdienstvolles, mit dem er für sich werben könnte, kann ich nicht erkennen?

Der Andere, Benoît Hamon, gewann die offenen Vorwahlen mit 58% der abgegebenen Stimmen. Er gewann, weil er eben nicht der von persönlichem Ehrgeiz zerfressene Manuel Valls war, das genügte den Franzosen. Harmon spielte auf die alten sozialistischen Träume, Reizworte und Reflexe an und die Franzosen, die sich an der Vorwahl beteiligten, belohnten ihn dafür mit dem Sieg.

Zwei Dinge nur kurz am Rande: Die „Vorwahlen der LInken“ sind nur die der PS. Alle anderen linken Parteien und Gruppierungen kommen darin nicht vor. Insofern eine glatte Mogelpackung, also!

Bei diesen Vorwahl kann jeder mitwählen der Lust oder einen Plan hat. Man kann sogar zunächst einen späteren sicheren Wahlverlierer aufs Schild heben und zum Kandidaten küren, nur um ihn dann später, „bei der echten Wahl“, zum im voraus kalkulierten Loser zu machen. Es konnten ihn also echte, überzeugte Sozialisten, oder deren echte, überzeugte politische Gegner aus taktischen Gründen wählen, pikant nicht?

Die PS scheint total in Euphorie geraten zu sein? Das musste sie auch, denn sie schien bereits klinisch tot. Jetzt geht sie also in einen Wahlkampf in dem sie sich von ihrem Totalausfall-Präsidenten François Hollande und seinem Premierminister Manuel Valls weitestgehend distanzieren muß.
Alles neu, macht der Mai?


Das globale Dorf in Europa!

16. Januar 2017

Wer ist dieser Vielvölker-Cocktail?
Man nehme:

290.000 Algerier
242.000 Portugiesen
228.000 Marokkaner
110.000 Tunesier
080.500 aus Guadeloupe
077.000 aus Martinique
069.000 Türken
062.000 Chinesen
055.500 aus Mali
055.000 aus Bella Italia
049.000 von der Elfenbeinküste
047.000 aus dem Senegal
047.000 Spanier
043.000 Kongolesen
040.000 Polen

Kleinere Mengen von Migranten, z.B. ein mittleres deutsches Dorf, ein britisches Village, werden hier nicht extra aufgeführt…

Frage:
Was ist das? Selbst für die hochgelobte internationale Multi-Kulti-Metropole München sind das ein paar globale Köpfe zuviel.

Antwort:
Wenn man zu den o.g. rund 1,5 Mio Menschen aus aller Welt noch 7,5 Mio Franzosen dazu zählt, dann entspricht die Mischung in der Summe dem Zensus von Île-de-France, der Großregion Paris des Jahres 2012. Hätten Sie’s gewußt?

Inzwischen sind noch ein paar Millionen dazu gekommen. Für 2014 wird die Einwohnerzahl bereits mit 12 Millionen angegeben, ein Zuwachs von 2 Millionen in zwei Jahren.

2006: 35%, jeder Dritte Einwohner des Großraums Paris, war entweder selbst migriert (17%) oder hatte mindestens ein Elternteil (18%), das nicht in Frankreich geboren war. Die Zahlen sind zehn Jahre alt, die Aktualität wird vermutlich entsprechend höhere Werte aufweisen?

______
https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%8Ele-de-France