Wer wurde da jetzt in Warschau, aus welchem Grund, verhaftet?

23. Mai 2016

In voltairenet.org wurden zwei Artikel veröffentlicht, von denen der erste die Pläne der NATO anlässlich des NATO-Gipfels in Warschau im kommenden Juli beschreibt und der zweite Artikel die Verhaftung des Autors des ersten Artikels, Mateusz Piskorski, wegen Spionage für Russland und China meldete!

Der deutsche Beitrag zur Verschärfung der europäischen Sicherheitskrise an der Grenze zu Russland läuft seit Obamas Hannover-Besuch anscheinend wie geschmiert? Merkel „funktioniert“ offenbar genau so, wie man es in Washington von ihr erwartet?

Aber keine Angst, es ist natürlich alles nur zu unserem Besten!
Wir „Dummies“ erkennen dies nur nicht…

Ohne nähere Hintergründe zu kennen, scheint mir dies ein starkes Stück?
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http://www.voltairenet.org/article191865.html
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http://www.voltairenet.org/article191878.html
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Cameron sieht Türkei in 1.000 Jahren in EU!

23. Mai 2016

Im Rahmen des heftigen Streites innerhalb des UKs und in seiner eigenen konservativen Partei dreht Cameron in einem itv-Interview das „Türkei-in-EU-Argument“ einfach um. Nützen die BREXIT-Befürworter die Angst der Briten vor unkontrollierter Überfremdung mit dem Argument eines bevorstehenden EU-Beitritts der Türkei (Merkels Geheimplan gar?) sagte Cameron, daß das UK nur INNERHALB der EU sein Veto gegen einen türkischen EU-Beitritt einlegen könne.

Dann fügte er hinzu: Wenn die Türkei sich weiterhin im gegenwärtigen Tempo der EU annähere, dann sei sie vielleicht im Jahre 3.000 reif für den Beitritt!
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http://www.itv.com/news/2016-05-22/cameron-turkey-joining-the-eu-is-not-remotely-on-the-cards/    (ab Sekunde 26 des Beitrages).
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Damit ist der interessante Zusammenschnitt aber noch nicht beendet. Vor sechs Jahren stellte sich Cameron noch als Makler für einen türkischen Beitritt vor die Mikropone und Cameras.

Dann sagt der BREXIT-Aktivist Boris Johnson, daß ein EU-Beitritt der Türkei nicht geschehen würde.

Zuletzt meint Armed Forces Ministerin und BREXIT-Aktivistin Penny Mordaunt, daß die EU der Türkei den Beitritt nicht verweigern würde, was David Cameron zur wütenden Replik veranlasst…
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http://www.itv.com/news/2016-05-22/armed-forces-minister-uk-unable-to-stop-turkey-joining-eu/
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http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/eu-referendum-david-cameron-questions-penny-mordaunts-judgment-over-turkey-veto-claim-a7041986.html


Machtkampf um die IDF in Israel?

21. Mai 2016

Der plötzliche Rücktritt des israelischen Verteidigungsministers Moshe Ya’alon, nur kurze Zeit nach dem „warnenden Zwischenfalls“ des stellvertretenden Generalstabschefs Yair Golan durch dessen Vergleich Israels mit Nazi-Deutschland und vor allem dessen Begründung hätte eigentlich ein mediales Erdbeben auslösen sollen, nicht gerade im traditionell eher vorsichtigen Deutschland. Moshe Ya’alon ist (noch?) Mitglied von Netanyahus Likud-Partei, „kein linker Spinner“

Die internationale Presse nahm aber davon schon Notiz, auch FAZ und SZ berichteten, wenn man von der New York Times absieht, die einmal mehr ihr „besonderes Verhältnis“ zum Staat Israel, bzw. zur Regierung Netanyahus bekundete, in dem sie den Rücktritt sozusagen zum Nicht-Ereignis herunterspielte, ebenso wie schon Yair Golans Warnung vor einigen Tagen.

In einer Pressekonferenz anläßlich seines Rücktritts warnte Ya’alon vor einem gefährlichen Abdriften Israels, hin zu extremistischen Positionen, die bereits in die Streitkräfte eindrängen und sie beschädigten, daß er kein Vertrauen mehr zu Netanyahu habe, deshalb sein Ministeramt und seinen Sitz in der Knesset aufgeben würde und eine politische Pause einlegen wolle:

“I fought with all my might against manifestations of extremism, violence and racism in Israeli society, which are threatening its sturdiness and trickling into the armed forces, hurting it already,” sagte Moshe Ya’alon.

Yaalon’s Sitz in der Knesset gehr an Yehuda Glick, einen geborenen US-Bürger des Likud und Aktivisten des Temple Institute, das die Zerstörung des islamischen Felsendoms in Jerusalem propagiert um dort Platz für einen dritten jüdischen Tempel zu schaffen.

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(See more at: http://mondoweiss.net/2016/05/extremism-headlines-paragraph/?utm_source=Mondoweiss+List&utm_campaign=14b37df8ef-RSS_EMAIL_CAMPAIGN&utm_medium=email&utm_term=0_b86bace129-14b37df8ef-398537293#sthash.GZ9qhgQv.dpuf)

Die BBC dazu: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-36340185
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Die WASHINGTON POST zitiert Ya’alon so:

“To my great dismay extremist and dangerous elements have taken over Israel and also the Likud Party and have shaken the house and are threatening to hurt the inhabitants. This is not the Likud Party I joined“.
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https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/israels-defense-minister-abruptly-resigns-in-protest-of-growing-extremism/2016/05/20/c5a3d99b-bc00-4143-a4e7-15c17c9ae05d_story.html

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Wer diese Aussagen nun zu willkommenen pauschalen Statements Ya’alons über den Staat Israel aufpuschen möchte, dem sei ein anderes Zitat entgegen gestellt, das aus der TIMES OF ISRAEL stammt:

“In general, Israeli society is a healthy society, and the majority here is sane and seeks a Jewish, democratic and liberal state, a state that accepts each person as a person, without distinction of religion, race, gender, ethnic origin or sexual orientation, a tolerant and accepting country for the weakest and the minorities, who we have a duty to embrace and not to incite against, a country that fights unequivocally against the marginalization of women, sexual harassment toward them, or turning the [woman who comes forward] into the accused.”

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http://www.timesofisrael.com/leaving-politics-yaalon-warns-of-extremist-dangerous-forces-who-took-over-likud-israel/
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Eine kürzliche Umfrage des Pew Research Centers aus Washington, DC ergab, daß 50% der Befragten Israelis der Aussage zustimmten, daß Araber aus Israel ausgewiesen oder deportiert werden sollten und sogar eine Mehrheit dafür war, daß jüdische Bürger bevorzugt behandelt werden sollten in Israel. Israels Präsident Reuven Rivlin nannte diese Umfrage „einen Weckruf für die israelische Gesellschaft!“

In der Konsequenz wäre ein solcher Staat wohl ein Religionsstaat und keine Demokratie?

In extremistischen sozialen Medien Israels wird sein, Moshe Yaalons, Bild mit dem Fadenkreuz eines Zielfernrohrs überlegt und zu seiner „politischen Ermordung“ aufgerufen.

Sein Nachfolger soll angeblich der ehemalige Nachtclub-Türsteher, Extremist, das Knesset Mitglied Avigdor Liberman, Führer von Yisrael Beytenu werden. Er gilt als Sprachrohr der rund 1 Million Israelis mit russischem Migrationshintergrund. Die Gespräche, Verhandlungen laufen anscheinend seit geraumer Zeit, der Deal sei aber noch nicht gemacht. Der gebürtige Moldawier und Bewohner einer illegalen Siedlung, der schon einmal Israels Außenminister war, bis er wegen Ermittlungen zurücktreten musste, würde Netanyahus knappe 1-Stimmen-Mehrheit von derzeit 61 Sitzen in der Knesset um satte 5 Sitze erhöhen!

Fachlich, das heisst in militärischer Kompetenz, könnte Liberman dem hochdekorierten Ya’alon, der zahlreiche militärische Ämter durchlaufen hat und Sondereinheiten angehörte, gewiss nicht das Wasser reichen. Er soll es in der IDF nur zum Artillerie-Korporal gebracht haben?

Dies könnte im Hintergrund der eigentliche Grund Netanyahus sein die Debatte seit der Rede von Yair Golans so zuzuspitzen, die Gelegenheit zu nutzen?

Gegen diese These spräche der Umstand, daß Netanyahu zur Zeit gerade versucht den auslaufenden Militärhilfe Vertrag mit den USA zu verlängern und dabei gleichzeitig von 30 auf 40 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, was ein einzigartiger Wert wäre…

Gleichzeitig könnte er so die israelischen Streitkräfte IDF mehr nach Rechts zwingen, in denen es anscheinend noch zu viele Mitte-Links-Stimmen gab für Netanyahus Geschmack? Läuft Netanyahu jetzt aus dem Ruder oder mutiert er am Ende gar zu einer Art von „israelischem Erdogan“?


Die Nationalkatalanistische Lebenslüge!

11. Mai 2016

Eine von bezahlten Hysterikern, Verzeihung ich wollte Historiker schreiben, willkürlich erfundene eigene Geschichte.

Die absurde Vereinnamung prominenter historischer Figuren wie des Entdeckers Columbus oder des Schriftstellers Cervantes.

Eine rassistische Begründung der katalanischen Höherwertigkeit im Stile der Nazis in Deutschland.

Der Nationalkatalanismus lässt wirklich kein Fettnäpfchen aus, in seinem Bemühen sich international lächerlich zu machen und sich zu isolieren.

Als ich vor dreissig Jahren erstmals nach Barcelona kam, erzählte man mir (weil ich Deutscher war?) stolz die rassistisch begründete Überlegenheit des Katalanen über den Spanier im Allgemeinen und den Andalusier im Besonderen.

Überall stand der Slogan „SOM 6 MILONS!“ Man war Stolz auf die hohe Zahl von Katalanen. Heute rühmt man sich 7,5 Millionen Katalanen zu sein. Wenn es also darauf ankommt, große Zahlen darzustellen, dann rechnet man die Millionen von Migranten (die „charnegos“ oder „xarnegos“, ein rassistisch ausgrenzender Begriff) problemlos mit ein, denn der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

Wenn es aber um die genetische, die kulturelle Reinheit der Katalanen geht, dann bezeichnet man diese Migranten gerne als „Instrumente der sprachlichen Kolonisation der Franco Diktatur“ die während der Demokratie leider fortgeführt worden sei.

Auch Jordi Pujol i Soley, der beinahe „ewige Autonomiepräsident der spanischen Autonomie Katalonien, vom Studium her eigentlich Arzt und so „mit der Aura des Experten umgeben“, ließ sich lang und breit über die genetische, soziale und kulturelle Minderwertigkeit des Andalusiers im Allgemeinen aus!

Su precedente más inmediato y conspicuo se debe a la pluma de Jordi Pujol, aunque eso escuece al columnismo prenafetista. Distinguía el Ex entre “dos tipos de inmigrantes; uno, es el que viene con mentalidad de amo (….) el otro (…), un hombre poco hecho (…) que hace centenares de años que pasa hambre y que vive en un estado de ignorancia y de miseria cultural, mental y espiritual. Es un hombre desarraigado, incapaz de tener un sentido un poco amplio de comunidad.”
“Con frecuencia” —concedía— “da prueba de una excelente madera humana, y todo él es una esperanza, pero de entrada, constituye la muestra de menos valor social y espiritual de España (…) es un hombre destruido y anárquico. Si por la fuerza del número llegase a dominar, sin haber superado antes su propia perplejidad, destruiria a Cataluña. Introduciría su mentalidad anárquica y pobrísima, es decir, su falta de mentalidad”.
Perdonen por la longitud de la cita (de La immigració, problema i esperança de Catalunya , Nova Terra, 1976)

Ich weigere mich, diesen rassistischen Schwachsinn zu übersetzen, der sogar in gedruckter Form erschienen ist. So etwas sollte einfach nicht weiter verbreitet werden!

Auch Pujols Gattin Marta Ferrusola ist für ihre rassistischen Äußerungen bekannt, die sie in die Erziehung der sieben gemeinsamen Kinder einfließen ließ, „heute war ein schlechter Tag, ich musste auf dem Spielplatz nur mit Spaniern spielen!“. Ferrusola nahm kein Blatt vor den Mund und machte aus ihrer Gesinnung kein Geheimnis. Journalisten nutzten das gerne aus und sie lieferte ihnen fast immer einen rassistischen Kracher,über den sie dann berichten konnten…

Ob Pujol in seinem Rassimus an der Deutschen Schule beeinflusst worden war, die er in Barcelona während des Krieges besuchte, wo es während und nach dem Zweiten Weltkrieg traditionell eine gewisse Anzahl Nazis gegeben hatte, das entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der katalanische Rassismus ist schließlich nicht auf Jordi Pujol beschränkt und seine überlieferten Wurzeln sind älter!

Josep Antoni Vandellós (Catalunya, poble decadent, Edicions 62, 1985; La Immigració a Catalunya, Patxot, 1935)

Schon Vandellós befürchtete ein Katalonien ohne Katalanen, voller Menschen, die keine Katalanen seien!

In seinem Manifest zur Erhaltung der katalanischen Rasse Manifest per la conservació de la raça catalana, das er am 12. Mai 1934 veröffentlichte, gebot er eine wachsende und gesunde Bevölkerung mit homogenem (also katalanischem) Patriotismus. Die Ur-Katalanen müssten die charakteristischen Eigenheiten der  Abkömmlinge der eingewanderten Migranten sowie „der Mischlinge“ (Charnegos, Xarnegos!) genau im Blick behalten. Er sprach davon die Unvermeidbarkeit die Mischungen zu erleichtern, lehnte deutsche „Endlösungen“ ab, forderte aber zugleich die geeigneten Mittel „unsere Rasse zu verteidigen“!

Diese nationalkatalanische Lebenslüge wurde spätestens 1999 von der Demografin Anna Cabré (El sistema català de reproducció, Proa) widerlegt, die vor rechnete, daß die 2 Millionen „reinrassigen“ Katalanen des Jahres 1900 sich ohne Migration nur auf 2,36 Millionen bis 1980 und auf 2,5 Millionen bis zum Jahre 2000 erhöht hätten!

Sie formulierte die Erkenntnis: „Mit sechs Millionen sind wir heute 2,5-fach so viele, wie wir ohne Migration gewesen wären!“

Seit dem berühmten Schicksalsjahr 1717 habe Katalonien seine Bevölkerung vervierfacht! Die Bevölkerungsvermischung sei also typisch für Katalonien und keine Gefährdung einer eigenen Identität!

Seit dem Jahr 2.000 wurden es noch 1,5 Millionen Katalanen mehr. Jetzt ist man Stolz auf 7,5 Millionen beim Köpfezählen! Daraus folgt, um die 70% der Katalanen stammen direkt oder indirekt von Migranten, nur des 20. und 21. Jahrhunderts ab. Katalonien sei eine pure Mischung, vollkommen „charnega“, so ihr Kollege Andreu Domingo (Immigració i política demogràfica en l’obra de Josep Antoni Vandellós (Treballs de la SCG, número 73, 2012)

Aber selbst diese Zahlen sind noch geschönt, denn das Rechenmodell geht von „reinrassigen“ Katalanen zu Beginn im Jahre 1717 aus, was natürlich auch nicht stimmt. Die Küsten des Mittelmeeres, des Hauptverkehrsweges seit vielen tausend Jahren, mehr verbindend als trennend, für Handel, Menschen, Kriege, stellen seit Urzeiten im besten Sinne eine buntes genetisches Gemisch von Menschen dar.

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http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/04/12/catalunya/1460472596_104208.html
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Gibt es nach dem 26-J neues Patt, könnte GroKo parlamentarisch stabilste Lösung für Spanien sein?

10. Mai 2016

Zugegeben, die Spanier mögen sie überhaupt nicht, halten sie für undemokratisch, eine Große Koalition aus PP und PSOE in Spanien. Ich schließe mich ihrer Einschätzung an…

Aber die bisherigen Umfragen, auf die ich hier im Detail nicht eingehen will, weil sie sehr enge Ergebnisse ankündigen, die innerhalb der Fehlermargen liegen und deshalb für exakte Prognosen eigentlich untauglich sind, lassen auf ein noch engeres Ergebnis als am 20-D schließen, ein erneutes Patt also!

Die vier verlorenen Monate der vergeblichen Regierungsbildung nach dem 20-D lassen zumindest eine sichere Erkenntnis zu: Die schlichte Addition der Sitze in zwei konträre Lager, das Links/Rechts-Schema sind untauglich, weil sich weder die Parteien des Mitte-Links-Blocks, noch die des Mitte-Rechts-Blocks zusammenraufen konnten und nicht über ihre ideologischen Schatten springen konnten. Theoretisch zumindest hätten die katalanischen Separatisten (CAT-SEP’s) der ERC und CiU (heute DiL) beim Ergebnis des 20-D Zünglein an der Waage spielen können, wie schon so oft in der spanischen Demokratie seit 1978. Wer aber mit einem Separatisten-Programm antritt, der darf nicht mitspielen und muss in der Ecke stehen.

Das prognostizierte Patt des 26-J bei dem auch die CAT-SEP’s ERC und DiL Haare lassen würden, würde selbst die theoretische Chance auf die Rolle eines Züngleins an der Waage nicht mehr erlauben. Es würden in keinem der beiden Blöcke zur Mehrheit reichen, wobei diese ohnehin eine reine, politisch instabile Zählmehrheit wäre, die wohl keine drei Monate halten würde?

So steht es also aus heutiger Sicht zu befürchten, daß Spanien (und ich) sich mit dem Gedanken an die verhasste GroKo anfreunden muss, um überhaupt, nach dann wohl 9-10 Monaten der Stagnation, zu einer stabilen, einigermaßen berechenbaren, politischen handlungsfähigen Mehrheit zu kommen. Einen echten Richtungswechsel gäbe diese GroKo aber sicher nicht, nur sozialdemokratische Kosmetik der EU-Vorgaben, die nicht im Interesse der Spanier liegen. Dann müsste allerdings fast zwangsweise damit gerechnet werden, daß Gruppen und Bündnisse wie PODEMOS sich zumindest teilweise wieder der außerparlamentarischen Politik der Straße zu wenden würden.


Hat die „molt honorable“ Pujol-Gang den Spaniern in 30 Jahren 1,28 Milliarden Euro geklaut?

10. Mai 2016

Die UDEF hat nun aus Zeugenaussagen aus dem Umfeld der Pujol-Sippe ein Bild zusammengefügt, wonach der Schaden , welcher durch die „sehr ehrenwerte“ korrupte Sippe verursacht worden sei, weit (um über das Dreissigfache) über die aus Andorra transferierten 40 Mio Euro hinaus gehe. Die UDEF ist eine Spezialeinheit der Nationalen Polizei, zuständig für Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Korruption, Wirtschafts-, Banken- und Börsenvergehen.

Nach diesen neuen Erkenntnissen sollen sie durch konsequentes Abkassieren von 3 oder mehr % von fast allen ihnen zugänglichen öffentlichen Geldflüssen in der Autonomie über einen Zeitraum von  über 30 Jahren die Summe von 1.280.000.000 Euro, fast 1,3 Milliarden Euro gestohlen haben. Davon sollen 680 Millionen in Panama und 600 Millionen in Belice gebunkert worden sein.  Jetzt untersucht UDEF die Stiftungen und kommerziellen Firmen der Pujols unter diesen Gesichtspunkten um die Wege und den Verbleib des Geldes nachzuvollziehen.

Die UDEF hält ihre Quellen aus dem engen Umfeld der Pujols für sehr glaubwürdig. Bewiesen ist aber noch nichts, solche Ermittlungen und auch die folgenden Prozesse dauern in Spanien ewig und man darf getrost die Hand dafür ins Feuer legen, daß der Ex-Autonomiepräsident Jordi Pujol y Soley deren Ende nicht erleben wird und somit gute Chancen hat als Unschuldiger vor einen höheren Richter zu treten ;-)

Seine sieben Kinder, mehr oder weniger tief in die implizierten kriminellen Handlungen verwickelt, könnte es aber mit einiger Wahrscheinlichkeit treffen?

Hier antwortet der Verdächtige Jordi Pujol i Soley auf diese Beschuldigungen:

https://youtu.be/H6UPZyoUFig


CAT-SEP’s führen Schwarze Listen für Zeit nach Sieg! NEU: Doch kein Spanisch im CAT-SEP-Staat?

10. Mai 2016

Sie verfolgen anscheinend immer mehr eine faschistoide Agenda? Wie jetzt bekannt wurde, kursieren in ihren Kreisen Schwarze Listen über die politischen Ansichten von katalanischen Intellektuellen, Wissenschaftlern, Universitätsprofessoren, Politikern und Journalisten. Sie sind konsequent in Freund/Feind-Schemata angelegt.

Wie wollen die CAT-SEP’s im (hypothetischen) Fall eines Separatistenstaates diese Listen einsetzen, sie gegen die gelisteten Personen verwenden? Berufsverbote? Haft? Ausweisung?

Diese Schwarzen Listen wurden zufällig im Zuge der Ermittlungen wegen der illegalen Parteifinanzierung der CDC über den Umweg ihrer Stiftung CatDem entdeckt, beschlagnahmt und jetzt ausgewertet.

Jetzt distanziert man sich bei der CDC eilfertig von diesen Schwarzen Listen, welche die Partei niemals in Auftrag gegeben habe und die wahrscheinlich durch die übereifrige Hyperaktivität Einzelner, höherer Funktionäre entstanden sein könnten?

Diese Schwarzen Listen sind in Freund/Feind Schemata „WIR und DIE ANDEREN gegliedert und darunter in Untergruppen geteilt, wie z.B. „dialogbereite ANDERE“.

CAT-SEP-Verfassungsentwurf sieht Castellano als gleichberechtigte Amtssprache nicht vor!

Als offizielle Sprachen eines hypothetischen Separatistenstaates sieht der Verfassungsentwurf nur Katalan und Aranesisch vor, das von den Einwohnern des Pyrenäentales „Val d’ Aran“ gesprochen wird (die aber womöglich per Referendum und „Recht sich zu Entscheiden“ einen Verbleib bei Spanien vorziehen werden, wenn denn die CAT-SEP’s, einmal an der Macht, ein solches Recht zulassen und akzeptieren würden?). Die Sprache der „Anderen, der zu 51% spanisch-sprechenden-Minderheit von Katalanen“ (die man in anderen Ländern eine absolute, wenn auch knappe Mehrheit nennen würde, wird schlichtweg gewaltsam unterdrückt!

Unberücksichtigt bleibt bei den „Katalanazis“ auch das jüngste Umfrageergebnis in der CAT-SEP-nahen Tageszeitung EL PERIÓDICO, wonach sich 72% aller Befragten für eine Gleichrangigkeit des Castellano zum Katalan aussprachen. Was bedeuten schon Befragungen, die Meinung des Volkes, wenn die faschistoide Elite es mal wieder besser weiss, was für das Volk das Beste ist?

Der angeblich aus 148 Artikels bestehende Verfassungsentwurf, erstellt von 17 „Vätern und Müttern“, darunter der suspendierte Richter Santiago Vidal i Marsal, wird Morgen, am Mittwoch, den 11. Mai, der ultraradikalen Separatistenhexe im (mit 11.000 Euro pro Monat plus Spesen honorierten) Präsidentenamt des Parlaments der spanischen Autonomie Katalonien, Carme Forcadell überreicht und von dieser über alle Maße gelobt werden.

Es wird dann auch keine Rolle spielen, daß diese Carme Forcadell, wie alle anderen CAT-SEP’s auch, am 27-S unter anderem mit dem Versprechen der Gleichrangigkeit von Castellano und Katalan sich in ihre Ämter gelogen haben! Die Halbwertszeit der Aussagen und Versprechungen der CAT-SEP’s ist extrem kurz, weil extrem opportunistisch.

Dann soll eine Endfassung erstellt und diese in Englisch und Französisch, nicht aber in Spanisch (Castellano) übersetzt werden. Diese wollen die CAT-SEP’s dann mit großem Propaganda-Spektakel in den USA, der Schweiz, Schottland, Deutschland und Griechenland(!) vorstellen, nicht aber, trotz der französischen Übersetzung, in Frankreich, da der Separatistenstaat mittelfristig territoriale Forderungen an Frankreich stellen wird, bezüglich des nördlich der Pyrenäen in Frankreich liegendenden Gebietes „Nord-Katalonien“, ebenso wie Forderungen auf große Teile der Comunidad Valenciana und der Balearen…