Sitges: Junqueras erklärt Unternehmern die Welt!

30. Mai 2015

Bei der Abschlusskundgebung der 31. Sitzung des Wirtschaftszirkels der Unternehmer im katalanischen Sitges haben diese ihre Verunsicherung über die Unabhängigkeitsdebatte artikuliert  und vom Separatisten-Anführer, dem Vorsitzenden der ERC, Oriol Junqueras verlangt, „den Prozess“ ohne Eile, im gesetzlichen Rahmen und ohne Brüche durchzuführen! Das ist so ungefähr das genaue Gegenteil von den bekannten Positionen Junqueras…

Die Ängste der Unternehmer bezögen sich nicht so sehr auf das „OB“ dieses Prozesses, sondern auf das „WIE“. Sie befürchteten, dass Junqueras nach dem 27-S schnelle, einseitige Schritte unternehmen, die zu Brüchen führen würden, für die ihnen dann später allerhand Rechnungen präsentiert werden würden!

Der Präsident der ERC, Oriol Junqueras, widersprach ihnen und behauptete, dass die Rechnungen und Bücher Tag für Tag bewiesen, dass ihre Unternehmen in Spanien benachteiligt würden! Er unterstellte ihnen damit indirekt ihre Märkte und Bücher nicht zu kennen und führte als Beispiel für seine Behauptung die indifferente Haltung der Zentralregierung in Madrid zum sogenannten Mittelmeer-Korridor, einer leistungsfähigen Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung von Andalusien über Valencia, Barcelona, Frankreich nach Zentraleuropa an.
Er malte ihnen in düsteren Farben ein Bild aus von verpassten Chancen, in den sich von Asien nach Osteuropa verändernden Welthandelsströmen und dass der Hafen von Rotterdam sich bereits zur Hälfte des Hafens des rumänischen Constanza bemächtigt habe um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.

Ausserdem schaffe nicht die Unabhängigkeit Kataloniens Unsicherheiten sondern die grassierende Korruption in Spanien, die es bekanntlich in Katalonien nicht gäbe, niemals gegeben habe und niemals geben werde, weil es während der Herrschaft der Drei-Parteien-Koalition „Tripartit“ unter Beteiligung der ERC in Barcelona überhaupt keinerlei Korruption gegeben habe…

Den letzten Absatz (kursiv) habe ich natürlich frei, mutwillig und bösartig erfunden, weil er genau diesen Eindruck herausarbeiten sollte, den Junqueras vor seinem Unternehmer-Auditorium erwecken wollte. Die Herren werden sich ihren Teil gedacht haben zu den Ausführungen des hemdsärmeligen, dicken Bürgermeisters von San Vicenc dels Horts, der am 24-M mit einer Liste antreten musste um seine Stimmen und Sitze im Rathaus um etwa die Hälfte zu erhöhen. Wäre interessant gewesen, den “Netto-Anteil” der ERC und Junqueras zu erfahren…


Catalunya: Mas gegen Junqueras, Trias gegen Colau!

29. Mai 2015

Die Soll-Bruchstellen der Separatisten-Koalition aus CiU und ERC werden einer ernsten Belastungsprobe unterzogen. Die ERC wirft der CiU vor, dass der abgewählte Bürgermeister Xavier Trias versucht mit einer Koalition, bei der auch die „verhasste“ PP vertreten sein soll, seinen Hals zu retten und seine Amtszeit zu verlängern! Die CiU wiederum wirft der ERC vor, sich dieser Rettungskoalition ihrer Pfründe zu verweigern! Mas gegen Junqueras heisst das Gebot der Stunde…

Witzigerweise war es die CiU, das Bündnis mit den meisten Stimmen, die sich immer heftigst darüber beklagte, durch die Drei-Parteien-Koalition aus PSC, ERC und ICV während zweier Legislaturperioden von der Regierung Catalunyas fern gehalten worden zu sein, die jetzt durch Xavier Trias umgekehrt genau das selbe mit Ada Calau und Barcelona en Comú versucht!

Artur Mas spielt wie immer seine letzte Druck-Karte aus, den noch nicht verbindlich gemachten Wahltermin des 27-S für die vorgezogenen Autonomiewahlen, die er zum Referendum für die Unabhängigkeit umfunktionieren will und dies selbstverständlich nur bei totalem Wohlverhalten von Seiten der ERC. Kommt es nicht zu diesen Wahlen, dann hat Artur Mas auch schon einem Schuldigen, die ERC!


US-Marines krallen sich permanent in Spanien fest!

29. Mai 2015

Der Ministerrat wird heute eine Vereinbarung zwischen Spanien und den USA verabschieden die das Ziel hat, die befristete US-Militärbasis Moron bei Sevilla in eine permanente US-Basis der Marines in Spanien für deren endlosen Kriege in Afrika umzuwandeln. Bekanntlich muss das US-Militär ständig irgendwo eingreifen und mit brutaler Gewalt Frieden schaffen. Am 17. April 2014 war der zeitweilige Status von Moron noch um ein Jahr verlängert worden. Jetzt haben die USA Rajoy geschafft und ihre Wünsche durchgesetzt!

Das bedeutet 850* US-Marines sowie 12 Transport-, vier Tank- und ein Versorgungsflugzeug treiben aus Südspanien, aus der EU heraus, ihr Unwesen in Afrika!

Der Leibhaftige John Kerry, seines Zeichens US-Außenminister und sein spanisches Pendant José Manuel García-Margallo, werden diese tolle Vereinbarung am kommenden Sonntag/Montag in Spanien unterzeichnen…
Freut euch Afrika, „eure Befreier“ sind schon ganz nahe!

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Leer más:  El Consejo de Ministros convierte a Morón en base permanente de Estados Unidos. Noticias de España  http://www.elconfidencial.com/espana/2015-05-29/el-consejo-ministros-convierte-a-moron-en-base-permanente-de-estados-unidos_862374/#lpu6kSbNxsgLClhq
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* ABC will sogar höhere Zahlen kennen und nennt maximal 2.200 Marines, 500 Zivilangestellte und 22 Flugzeuge als vertraglich vereinbartes Maximum! Manche glauben, dass beide Zahlen richtig sind und parallel 2.200 Marines permanent und weitere 850 Marines zeitweilig in Moron stationiert werden könnten, das wären also in der Summe 3.050 Marines!

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NACHTRAG:
Mein Eindruck scheint richtig gewesen zu sein. Die genannten Zahlen für permanente und zeitweilige Präsenz in Moron müssen addiert werden! Das bedeutet, dass die USA in einem von ihnen selbst verkündeten Krisenfall 2.700 + 800 = 3.500 U.S.-Marines und 26 +14 = 40 Flugzeuge vom Typ MV-22 Osprey und C-130 Hercules zum Kampf in Afrika in Moron stationieren können und so Spanien und die EU ebenso in ihre Kriege verwickeln können, wie Stuttgart oder Ramstein…
Moron soll also Hauptbasis für USAFRICOM werden, bei Bedarf sollen die Marines aber auch in Europa(!) und im Nahen Osten eingesetzt werden können!

PS: Die von Spanien gewünschten Jobs versprachen sie nicht, wollen aber Umbauten im Wert von 26 Mio Euro „auch durch spanische Firmen ausführen lassen, sofern dies nicht US-Vorschriften und Regelungen widerspricht“! Seit 2010 sind in Moron 240 bedienstete entlassen worden…


Barcelona: Mas erpresst Ada Colau mit deren Geld!

29. Mai 2015

In Barcelona dauerte es ein wenig länger als in Madrid, aber schließlich kam auch der noch amtierende Bürgermeister Xavier Trias auf den Gedanken, dass er doch eigentlich der bessere, der erfährenere, der eigentlich vom Wähler gewollte Bürgermeister der Stadt sein sollte und man diesen zutiefst bedauerlichen Betriebsunfall mit der „Empörten” Ada Colau als seine Nachfolgerin, doch mit Hilfe einer nicht für möglich gehaltenen Allianz der sonst heillos zerstrittenen „Altparteien“ CiU, ERC, PSC und der PP verhindern könnte?

Diese hatte sich sogleich, ihrem Ruf folgend, mit den Vorschlägen den Riesenpenis Torre Agbar* nicht wie geplant in ein Luxushotel zu verwandeln und die Formel 1** und die weltgrößte Handy-Messe „Mobile World“*** nicht um jeden Preis in Barcelona behalten zu wollen, alternativ ins Gespräch gebracht! Die katalanischen Unternehmerverbände schnattern aufgeregt, als nahe „der alternative Weltuntergang“. Die lokale Polizeiführung will noch vor Colaus Amtsantritt von ihren Ämtern zurücktreten!

Doch Trias wurden seine geheimen Wunschphantasien sogleich, sowohl von der ERC als auch von der PSC, negiert! Die PSC will nicht nur Colau tolerieren, sondern sie würde sogar in eine gemeinsame Regierung mit Colau eintreten wollen um endlich „linke Politik“ im Rathaus von Barcelona zu erleben!

Die Weigerung der ERC könnte andererseits Folgen haben, denn diese ist der treibende CiU-Partner beim katalanischen Separatismus-Projekt. Mas redet schon sibyllinisch von Päkten, die es einzuhalten gelte, wolle man am 27-S eine vorgezogene Autonomiewahl nach bewährter Separatisten-Art zum alles entscheidenden Unabhängigkeitsreferendum umdeuten…

In Madrid macht sich Esperanza Aguirre mit ihren täglich wechselnden Vorschlägen langsam lächerlich, die alle das gemeinsame Ziel haben, AhoraMadrid und seine “superbrandgefährliche” 70-jährige Richterin im Ruhestand um nahezu jeden Preis aus dem Rathaus zu halten und sie, Esperanza die Einzigartige, doch noch zur Bürgermeisterin zu machen.

PP-Abgeordnete malt den Weltuntergang an die Wand, „Podemos würde Kirchen anzünden und Nonnen vergewaltigen“ kämen sie nur erst an die Macht. Nach Protesten bedauerte sie später nur die Form ihrer Aussage, nicht deren Inhalt!

Ada Colau fordert Artur Mas auf, dass die Generalitat de Catalunya ihre Schulden bei der Stadt Barcelona endlich bezahle! Artur Mas, der sich stets über die knappen Mittel beklagt, die ihm Madrid zur Verfügung stelle, handelt seinerseits „nach Unten“ zur Stadt Barcelona hin, ganz genau gleich wie Madrid! Er verzögert Zahlungen und erpresst Wohlverhalten in seinem Sinne, nur um seinen Pflichten nachzukommen und Barcelona Gelder auszuzahlen auf die die Bürger jedes Recht haben!

Dazu O-Ton aus einem Leserbrief in EL PERIODICO:

Ya la señora Colada amenaza con declarar una Declaración Unilateral de Independencia y proclamar Barcelona territorio soberano libre de la tiranía de Mas. El grito de “La Generalitat ens roba” se oye por doquier.

(und die Frau Colau droht mit der einseitig verkündeten Unabhängigkeitserklärung und erklärt Barcelona zu souveränem Gebiet, frei von der Tyrannei des Artur Mas. Der Schrei „Die Generalitat beraubt uns“ ist überall zu hören.)

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* http://de.wikipedia.org/wiki/Torre_Agbar
**http://www.formel1.de/saison/formel-1-kalender/strecken/grosser-preis-von-spanien-barcelona
***http://www.mobileworldcongress.com/


Offene e-mail an Mariano Rajoy!

28. Mai 2015

Dies ist eine Solidaritätskampagne für spanische Gewerkschaften, die vor der spanischen Regierung kriminalisiert werden sollen. Über den unten stehenden Link kann man eine e-mail mit folgendem Text an den Premierminister und die zuständigen Ministerien senden. Irgend jemand wird Rajoy die mail dann wohl übersetzen?

 

Dear Prime Minister,

I wish to express my full solidarity with the Spanish trade unions CCOO and UGT in their struggle to defend the right to strike. As part of their campaign “Striking is not a crime” (Huelga no es delito) they have denounced the government’s attempts to criminalise the actions of over 300 trade unionists and workers carried out in defence of labour and social rights in Spain. Of these, there are five workers employed by Arecelor in the province of Asturias who, after appealing against their conviction which adds up to over 21 years in prison, are now engaged in various actions to mobilize workers. The public prosecutor has asked the court to sentence a further 8 workers who are employed by Airbus in Madrid to a total of 64 years in prison. It has become quite clear that the intent is to curtail the fundamental rights that are recognized in the Spanish Constitution, particularly the right to strike. In order to achieve this, the authorities are invoking article 315.3 of the Criminal Code. Repealing this article is a democratic imperative.

We have learned that a bill has been submitted to Congress and the Senate to reform the Criminal Code and the Public Safety Act. If adopted, this would represent a further curtailment of fundamental rights since more restrictions would then be imposed on the exercise of democratic rights and civil liberties. It also represents a further assault on the right to strike which has led to the prosecution of several workers and trade union representatives who are fighting for the collective defence of their rights. We agree with UGT and CCOO that this reform is ideologically driven and has only one objective: to restrict democratic freedoms in order to quell social protest and prevent the exercise of rights which your government opposes.

We would like to remind you that the right to strike is a fundamental human right and is indispensible to the exercise of the right of association and the right of assembly and demonstration. These are now threatened by your reforms. To criminalize such rights goes against the democratic system enshrined in the Spanish Constitution and is in contradiction with the principle of democracy which the government claims to uphold.

For all these reasons, Mr Prime Minister, we support CCOO and UGT and ask you to take the necessary measures to repeal the third paragraph of article 315 of the Criminal Code and to withdraw your bill to modify the Public Safety Act.

http://www.uniregister.org/?page_id=189

 


AUTONOMIEWAHLEN 24-M:

28. Mai 2015

AUTONOMIEWAHLEN 24-M:
In Teilen Spaniens fanden gleichzeitig mit dem Kommunalwahlen auch Autonomiewahlen statt:

CASTILLA Y LEÓN:

37,77%, 42 Sitze, PP
25,95%, 25 Sitze, PSOE
12,10%, 10 Sitze, PODEMOS
10,27%, 05 Sitze, C’s
04,15%, 01 Sitz,   IU-EQUO
01,41%, 01 Sitz,   U.P.L.
Gesamt 84 Sitze, absolute Mehrheit 43 Sitze.
Wahlbeteiligung 68,97% = 1.381.464 Stimmen.

Die PP hat die absolute Mehrheit nur um einen Sitz verfehlt und wird mit den C’s und deren 5 Stimmen rechnen wollen? Die „Newcomer“ PODEMOS und C’s haben zusammen etwa ein Drittel der Stimmen der „Altparteien“ geholt.

MADRID:

33,10%,  48 Sitze, PP
25,44%,  37 Sitze, PSOE
18,59%,  27 Sitze, PODEMOS
12,14%,  17 Sitze, C’s
Gesamt 129 Sitze, absolute Mehrheit 65 Sitze.
Wahlbeteiligung 68,9% = 3.194.087 Stimmen.

Die PP könnte bei einer Koalition mit den C’s genau die absolute Mehrheit von 65 Sitzen aufbringen. Stabilität garantiert dies eher nicht? Eine GrKo ist bisher verpönt, könnte mit 85 Sitzen aber für stabile Verhältnisse in der Comunidad de Madrid sorgen..
Eine „Linke Koalition“ aus PSOE und PODEMOS würde mit 64 Sitzen die absolute Mehrheit um einen Sitz verfehlen. Andererseits zeigt genau dieser Unterschied von nur einer Stimme zwischen den linken und rechten Lagern, dass die neuen Parteien nicht zwangsläufig für eine Änderung der Kräfteverhältnisse sorgen.

CASTILLA LA MANCHA:

37,51%, 16 Sitze, PP
36,11%, 14 Sitze, PSOE
09,73%, 03 Sitze, PODEMOS
Gesamt  33 Sitze, absolute Mehrheit 17 Sitze.
Wahlbeteiligung 72,77% = 1.119.938 Stimmen.

Die PP verfehlte die absolute Mehrheit um einen Sitz! Einen „natürlichen Verbündeten“ gibt es für sie nicht. Die PSOE und PODEMOS könnten zusammen genau die absolute Mehrheit von 17 Sitzen erreichen und damit genau einen (1!) Sitz vor der PP liegen. Das sieht auch eher nicht stabil aus?

Die beiden Neuen Parteien erreichten zusammen bei annähernd gleicher Stimmenzahl untereinander etwa 200.000 Stimmen, genau ein Viertel der 800.000 Stimmen der „Altparteien“. Die C’s bekamen für ihre 94.626 Stimmen keinen Sitz, während PODEMOS für 106.565 Stimmen immerhin 3 Sitze bekam!
Die Präsidentin von Castilla la Mancha und als Generalsekretärin der PP derzeit wohl die Nummer 2 der Partei in Madrid, María Dolores (de) Cospedal hat also künftig keine eigene Mehrheit und keinen Verbündeten…

MURCIA:

37,39%, 22 Sitze, PP
23,96%, 13 Sitze, PSOE
13,15%, 06 Sitze, PODEMOS
12,50%, 04 Sitze, C’s
Gesamt 45 Sitze, absolute Mehrheit 23 Sitze.
Wahlbeteiligung 65,22% = 645.410 Stimmen.

Auch hier verfehlt die PP die absolute Mehrheit nur um den EINEN Sitz! Allerdings stünden hier die C’s als „natürlicher“ Koalitionspartner zur Verfügung. Zusammen hätten sie dann ausreichende 26 Sitze, gegenüber 19 Sitzen von PSOE und PODEMOS.

COMUNIDAD VALENCIANA:

26,25%, 31 Sitze, PP
20,30%, 23 Sitze, PSOE
18,19%, 19 Sitze, COMPROMÍS
12,31%, 13 Sitze, C’s
11,23%, 13 Sitze, PODEMOS
Gesamt 99 Sitze, absolute Mehrheit = 50 Sitze.
Wahlbeteiligung 71,14% = 2.488.790 Stimmen.

In der Comunidad Valenciana erreichten die von endlosen Skandalen erschütterten „Altparteien“ PP (-24)  und PSOE (-10) nicht einmal zusammen (44) die 55 Sitze, auf denen die PP sich seit 2011 hemmungslos bereichern konnte! Das Links-Grüne Bündnis COMPROMÍS liegt mit 19 Sitze deutlich vor C’s und PODEMOS mit je 13 Sitzen.
Absolute Mehrheiten erbrächten eine GroKo aus PP und PSOE sowie – knapp – ein unvorstellbares Bündnis dieser COMPROMÍS mit der PP?  Die wahrscheinlichste und spannendste Variante aber wäre  ein Bündnis von PSOE, COMPROMÍS und PODEMOS, das unter der Führung von Joan Ribó ausreichende 55 Sitze erhielte. Die würden Valencia u.a. mit Gärten in allen öffentlichen Räumen, Fahrrädern und freier Schulbildung umgestalten!

ARAGON:

27,50%, 21 Sitze, PP
21,41%, 18 Sitze, PSOE
20,51%, 14 Sitze, PODEMOS
06,90%, 06 Sitze, PAR
09,41%, 05 Sitze, C’s
04,59%, 02 Sitze, CHA
04,23%, 01 Sitze, IU
Gesamt 67 Sitze, absolute Mehrheit = 34 Sitze.
68,27% Wahlbeteiligung = 669.590 Stimmen.

Nur in den beiden unwahrscheinlichen Fällen einer GroKo mit der PSOE oder einer Koalition mit PODEMOS könnte die PP eine absolute Mehrheit erreichen!

BALEARES:

28,50%, 20 Sitze, PP
18,94%, 14 Sitze, PSIB-PSOE
14,69%, 10 Sitze, PODEMOS
13,80%, 06 Sitze, MÉS
07,96%, 03 Sitze, EL PI
01,53%, 03 Sitze, MpM
05,92%, 02 Sitze, C’s
00,47%, 01 Sitze, GxF+PSIB
Gesamt 59 Sitze, absolute Mehrheit = 30 Sitze.
Wahlbeteiligung 58,72% = 433.855 Stimmen.

LA RIOJA:

38,49%, 15 Sitze, PP
26,70%, 10 Sitze, PSOE
11,22%, 04 Sitze, PODEMOS
10,51%, 04 Sitze, C’s
Gesamt 33 Sitze, absolute Mehrheit = 17 Sitze.
Wahlbeteiligung 71,21% = 166.320 Stimmen.

NAVARRA:

27,30%, 15 Sitze, UPN
15,86%, 09 Sitze, Geroa Bai
14,30%, 08 Sitze, EH Bildu
13,71%, 07 Sitze, PODEMOS
13,43%, 07 Sitze, PSN
03,91%, 02 Sitze, PP
03,71%, 02 Sitze, I-E
Gesamt 50 Sitze, absolute Mehrheit = 26 Sitze.
Wahlbeteiligung 71,37% = 338.741 Stimmen.

CANTABRIA:

32,61%, 13 Sitze, PP
30,00%, 12 Sitze, P.R.C.
14,01%, 05 Sitze, PSOE
08,83%, 03 Sitze, PODEMOS
06,92%, 02 Sitze, C’s
Gesamt 35 Sitze, absolute Mehrheit = 18 Sitze.
Wahlbeteiligung 70,97% = 325.889 Stimmen.

ASTURIAS:

26,45%, 14 Sitze, PSOE
21,58%, 11 Sitze, PP
19,02%, 09 Sitze, PODEMOS
11,93%, 05 Sitze, IU-IX
08,24%, 03 Sitze, FAC
07,11%, 03 Sitze, C’s
Gesamt 45 Sitze, absolute Mehrheit = 23 Sitze.
Wahlbeteiligung 62,21% = 544.952 Stimmen.

EXTREMADURA:

41,50%, 30 Sitze, PSOE
37,02%, 28 Sitze, PP
07,99%, 06 Sitze, PODEMOS
04,37%, 01 Sitze, C’s
Gesamt 65 Sitze, absolute Mehrheit = 33 Sitze.
Wahlbeteiligung 73,36% = 649.024 Stimmen.


Spanien: So wählten die großen Städte!

26. Mai 2015

SPANIEN: KOMMUNALWAHL 24-M, Ergebnisse in Großstädten

Madrid

34,55%, 21 Sitze,  PP
31,85%, 20 Sitze,  AhoraMadrid
15,28%, 09 Sitze,  PSOE
11,41%, 07 C’s
06,91%, 00 diverse Andere
Gesamt: 57 Sitze, absolute Mehrheit 29 Sitze.

Barcelona

25,21%, 11 Sitze, Barcelona en Comú
22,72%, 10 Sitze, CiU
11,05%, 05 Sitze, C’s
11,01%, 05 Sitze, ERC
09,63%, 04 Sitze, PSOE
08,70%, 03 Sitze, PP
07,42%, 03 Sitze, CUP
04,26%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 41 Sitze, absolute Mehrheit 21 Sitze.

Zaragoza

26,88%, 10 Sitze, PP
24,57%, 09 Sitze, ZGZ
18,65%, 06 Sitze, PSOE
12,29%, 04 Sitze, C’s
06,78%, 02 Sitze, CHA
10,83%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 31 Sitze, absolute Mehrheit 16 Sitze.

Bilbao

39,32%, 13 Sitze, PNV
14,03%, 04 Sitze, Bildu
11,95%, 04 Sitze, PSOE
11,85%, 04 Sitze, PP
08,52%, 02 Sitze, Udalberri
06,47%, 02 Sitze, Ganemos
Gesamt: 29 Sitze, absolute Mehrheit 15 Sitze.

Valencia

25,71%, 10 Sitze, PP
23,28%, 09 Sitze, Compromis
15,38%, 06 Sitze, C’s
14,07%, 05 Sitze, PSOE
09,81%, 03 Sitze, VALC
11,75%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 33 Sitze, absolute Mehrheit 17 Sitze.

Sevilla

32,98%, 12 Sitze, PP
32,17%, 11 Sitze, PSOE
09,28%, 03 Sitze, C’s
09,06%, 03 Sitze, PSevilla
05,98%, 02 Sitze, IU
10,53%, 00 Sitze, diverse Andere
Gesamt: 31 Sitze, absolute Mehrheit 16 Sitze.

Knappe Mehrheiten durch linke Koalitionen sind oft theoretisch möglich. Es wird wohl eine Frage der Kompromissfähigkeit kleiner Links-Gruppen, aber auch der arg gefledderten PSOE, ihre geschwundene Bedeutung zu akzeptieren? Es besteht andererseits die Gefahr, dass sie sich aus egoistischen Überlebensgründen “staatstragend” gibt und sich diesen linken Mehrheiten verweigert. Eine große Koalition nach deutschem Modell böte zwar stabile Mehrheiten, ist aber in Spanien verpönt…
Zusammen haben PP und PSOE bei dieser Kommunalwahl rund 3 Millionen an Wählerstimmen verloren und rund 4.700 Rats-Mandate im ganzen Land. Nach Stand von Heute wäre das Zwei-Parteiensystem in Spanien am Ende!

Eine interessante Besonderheit ergab sich in Madrid, wo der jeweilige Bürgermeisterkandidat fast aller Parteien, also PP, PSOE, IU, aber auch AhoraMadrid (Podemos)  weniger Stimmen bekam als der Kandidat für die Comunidad de Madrid. Die Wähler Madrids trauen ihnen wohl allen nicht so recht?

Trotzdem nicht vergessen: Das war nur eine Kommunalwahl, ein Stimmungsbarometer zwar, aber am Ende nicht mehr als eine Kommunalwahl!