CAT-SEP’s: Gibt es politische Lösungen ?

12. September 2017

Die Rollen scheinen klar verteilt: Carles Puigdemont, „El Motxo“, der von niemand jemals gewählte, per Fingerzeig von seinem Vorgänger Artur Mas ernannte, Autonomiepräsident der spanischen Autonomie Katalonien, fordert politische Lösungen, Verhandlungen, Gespräche mit Madrid. Mariano Rajoy, der stets sediert wirkende spanische Ministerpräsident, betont gebetsmühlenartig daß er dies „nicht könne und nicht wolle“ und so vergeht die Zeit und das Ultimatum des 1. Oktobers rückt näher.

Das lächerliche Spektakel der nationalkatalanistischen Separatisten mit ihren kalkulierten, wie kindliche Mutproben inszenierten Gesetzes- und Kompetenzüberschreitungen am laufenden Band, haben der spanischen Politik insgesamt Schaden zugefügt. Es ist „Wünsch-dir-was-Zeit“° und Recht und Gesetz, der Ordnungsrahmen des Zusammenlebens, die Säulen jeder menschlichen Gesellschaft, nicht nur der demokratischen Systeme, sind beliebige Austauschobjekte von irrelevantem Wert. Das Dumme ist nur, daß diese permanenten Gesetzesbrüche in aller Öffentlichkeit stattfinden, stolz inszeniert werden und das Rechtsverständnis der Menschen in Spanien, speziell in Katalonien negativ beeinflussen werden. Recht ist beliebig geworden. Jeder schafft sich sein Eigenes.

Auf der anderen Seite der Säulenheilige Rajoy, der Recht und Gesetz wie der Priester die Monstranz vor sich her trägt, auch wenn er bis zum Hals in die Korruptionsskandale seiner PP verwickelt zu sein scheint. In diesem Punkt ist er wohl keine Punkt besser als die katalanischen Nachfolger der 3%-Palau-de-la-Musica-ITV-CiU?

Wir haben zwei im weitesten Sinne ähnlich große Teile der Gesellschaft in Katalonien. Es kann also keine praktikable Lösung dieses Konfliktes geben, welche die Hälfte der Menschen zu Verlierern und künftig Unterdrückten machen würde. Daraus folgt: Der Bruch mit Spanien, die Forderung eines unabhängigen Staates muss vom Tisch! Die kann keine Verhandlungsgrundlage sein.  Es bleiben also verschiedene Modelle innerhalb des spanischen Staates, unabhängig davon ob dieser nun Monarchie oder Republik sein wird. Selbst das System der Autonomien oder Comunidades könnte auf den Prüfstand gestellt werden, denn um finanzielle und soziale Gerechtigkeit walten zu lassen bedürfte es ihrer nicht.

All diese Fragen tangieren nicht nur 16% der Spanier, die Katalanen, sondern alle Spanier. Die Gesamtheit ALLER Spanier entscheidet über die Gesamtheit des GANZEN Territoriums Spaniens. Diese Menschen haben alle gemeinsame Interessen, Sorgen, Probleme und Lasten. Die verschlechterten Arbeitsbedingungen, -entgelte, -verträge,  nach der Wirtschaftskrise von 2008, die soziale Absicherung, Kranken- und Arbeitslosenversicherungen, Renten betreffen ALLE Spanier.

Die Entsolidarisierung der CAT-SEP’s, die so tun als sei die von Franco betriebene Industrialisierung Kataloniens nach dem Spanischen Bürgerkrieg ihr Verdienst und hätte so gar nichts mit den im Großraum Barcelona und Tarragona angesiedelten Multis zu tun, wie z.B. mit SEAT und Anderen, die sind einfach nicht ehrlich!

Nur wenn es dann um den offenen Rassismus (Pujol + Ferrusola) gegen Andalusier und andere Charnegos geht, die Franco zur Unterdrückung der aufrechten Katalanen als innerspanische Migranten und billige Arbeitskräfte in den Nordosten schickte, dann wird unfreiwillig nebenbei dieser Zusammenhang enthüllt.

Wie könnte eine verhandelte politische Regelung, wenn nicht gar Lösung des Problemfalles Katalonien also aussehen?

Die Maximalforderungen, die Zwergstaatlerei und deren Propheten müssten vom Verhandlungstisch genommen werden. Für Puigdemont, Mas, Junqueras, Forcadell & Co. wäre daran kein Platz. Sie könnten im besten Fall auf mildernde Urteile für ihre Verfehlungen hoffen, sollten aber schon ihre Taten verantworten müssen.

Vermutlich müsste im Gegenzug Rajoy in Rente geschickt werden? Das seit den 80er Jahren schleichend vergiftende Nationalkatalanistische Separationsprojekt des Jordi Pujol i Soley muss ausgesetzt werden. Die Verhetzung ganzer Schülergenerationen hätte aufzuhören. Im spanischen Wirtschaftsleben müsste die Transparenz hergestellt werden, die künftige Korruptions-, Provisions- und Bestechungsfälle erschwert, wenn nicht unmöglich machen würde. Das Interesse daran wird bei den politischen Akteuren nicht sehr groß sein, aber ohne diese Säuberung würden nach kurzer Zeit wieder aus Ablenkungsgründen andere Sündenböcke gesucht werden und das Spiel vom seeligmachenden Separatismus, von „Gut-und-Böse“ wieder erneut beginnen.

Man kann die Menschen auch, vom eigentlichen Problem ablenkend, mit Neuwahlen beglücken ob nun in Katalonien oder gleich in ganz Spanien. Bei Verfassungsänderungen sollte man praktikable Lösungen für Referenden schaffen und Mindeststandards dafür festlegen. Es kann nicht sein, daß eine Minderheit von Wählern auf Grund des Wahlrechtes zu einer Mehrheit im Parlament führt und diese mit kleinster, denkbarer Mehrheit dazu genutzt wird, Staaten und Bevölkerungen zu zerreissen und sich dabei um die Rechte und Kompetenzen dieses Parlamentes einen Teufel zu scheren…

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Klartext in den subventionierten nationalkatalanistischen Separatistenmedien unerwünscht!

22. Juli 2017

Gregorio Morán (cat.: Gregori Morá) veröffentlicht immer Samstags lesenswerte Artikel in der LA VANGUARDIA, heute nicht!
Am Freitag Nachmittag erreichte ihn ein Anruf der Zeitung, daß man seinen geplanten Artikel nicht veröffentlichen werde. Eine Begründung dafür gab es nicht!

https://www.dolcacatalunya.com/2017/07/conseguimos-articulo-gregorio-moran-censurado-la-vanguardia/
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Da der vollständig abgedruckte Artikel im Link von dolcacatalunya nicht gut lesbar ist, da die Akzente nicht über dem entsprechenden Buchstaben stehen wo sie hingehören, sondern als eigene Buchstaben, so die Worte zerreissend und so den Text schwerer lesbar machen, habe ich den Text über ein Textprogramm laufen lassen und so wieder in Ordnung gebracht und drucke ihn ausnahmsweise hier komplett ab. Das Original steht, wie gesagt „leicht gehandicapped“, im obigen Link.

Ahora bien, el cese de Albert Batlle como jefe de los mossos d ́ esquadra y su sustitución por el delincuente legal, Joaquin Forn, –podría llamarse así a aquel que rompe la legalidad cuando le peta en función de sus intereses políticos-. Lo hizo en los Juegos Olímpicos del 92; la pitada al Rey; la campaña “Freedom for Catalunya”…Es decir, que a partir de ahora, quien controlará los “mossos d ́ esquadra” es un tipo dentro de toda sospecha, que no cumplirá la legalidad que no le exijan los ilegales. No quisiera incluir aquí su amplio currículo como talibán de la barretina.

Estamos en manos de un personal que bordea la ley, y que lo hace con el ánimo de no sólo de incumplirla, sino de imponer la suya, que no es otra que ir a la ruptura y provocar un conflicto no sólo cívico sino violento. Necesitan algún muerto que sirva de símbolo a la asonada. En ocasiones pienso que estamos rememorando las guerras carlistas a los que son tan agradecidos gran parte de estos fanáticos del enfrentamiento. “Un muerto salvaría a Cataluña”, es el lema escondido entre los conspiradores de esta farsa.

Baste decir que Artur Mas confiesa a los suyos que llegará el momento oportuno de ocupar los edificios estratégicos de Barcelona. Seamos serios, con un líder de mando único como Joaquín Forn, eso obligaría a situaciones sin salida y de alto riesgo para vidas y haciendas, no sólo para la ciudadanía pastueña que ve el panorama como si no fuera con ellos.
Nunca se hizo tan evidente, desde los tiempos del franquismo, el dilema de estar con el poder o contra el poder. Y aquí entramos los plumillas. Los fondos destinados a diarios como “Ara”, “Punt Diari, TV3, que superan Canal Sur de Andalucía o el canal de Madrid, que ya es decir, cantidades de todos modos exorbitantes que pagamos todos los ciudadanos, desde Cádiz a Girona, y donde sobreviven 7 directivos de TV3 con salarios superiores a los 100.000 euros, podrán parecer una nadería frente a las estafas reiteradas del PP, pero describen un paisaje. Cobrando eso, ¡cómo no voy a ser independentista!
¡Qué simples somos cuando decimos que esos medios no los ve ni los lee nadie! Se equivocan y por eso estamos donde estamos. El columnista- tertuliano podrá ser despreciado, y lo merece, pero crea opinión. En muchos casos es su única fuente de información. Son los Jiménez Losantos del Movimiento Nacional catalán. ¿Acaso el viejo “Arriba” del franquismo, o “Pueblo”, o las agencias gubernamentales las leía alguien? Pero estaban ahí, presentes, supurando la bilis contra el enemigo. Ayer como hoy.

Son una especie de diarios virtuales, anónimos, a los que los idiotas echan una ojeada que les basta para saber por dónde va la cosa. Perdónenme que eche mano de la memoria, mi pariente más querida. ¿Se acuerdan del exilio de Joan Manuel Serrat en México durante el franquismo? ¿Qué cosas venenosas no se dijeron y tanto en los medios de Barcelona como en los de toda España? ¿Quieren que les haga un repaso de las cartas al director en la prensa catalana? Por cierto, que entonces esa bazofia se firmaba; ahora los canallas son anónimos.

Mi viejo amigo el nacionalista vasco Iñaki Anasagasti inventó el feliz término de la “Brunete mediática” para designar ese macizo de la raza castizo de la pluma y la palabra, que embiste contra todo lo que ni le gusta ni entiende. Habría que recuperar ahora los Nuevos Medios del Movimiento Nacional catalán. Te crujen por una disidencia, por una opinión que no sea la de las instituciones corruptas de la Generalitat. ¿Se han fijado en el interés reiterativo en las fotos de Pujol hecho un pimpollo, como si apenas hubiera salido del juzgado o de la Generalitat. Un intocable. Casi siciliano, entre Toto Riina y Berlusconi. Se ha iniciado su recuperación. Los edecanes de antaño reivindican al Padrino. “¡Hizo tanto por nosotros!” Tanto, tanto que se convirtieron en una familia de comisionistas.
Nos vamos al carajo, señoras y caballeros, pero la diferencia entre Patria y Patrimonio se mantendrá intacta. Es lo que suele ocurrir con este tipo de contrarrevoluciones pletóricas de banderas, que siempre están pensando en el mañana. El presente siempre queda para los sicarios y los tontos inútiles”.


CUP will alte Rechnungen mit der Katholischen Kirche begleichen! Enteignung der Kathedrale von Barcelona soll Morgen beantragt werden!

5. Juli 2017

Der alte Kasten sei ein wirtschaftlich genutzter Touristenmagnet, die Kirche zudem von der Mehrwertsteuer und anderen Abgaben befreit, der zu unerträglichen Zuständen für die Nachbarn im Bezirk Ciutat Vella durch den ständig wachsenden Tourismus führe.

Statt dessen soll die Kathedrale als Theater- und Musikschule für die Nachbarschaft genutzt und der riesige Vorplatz soll quasi zum Dorfplatz werden, wenn die lästige Touristenplage erst einmal weg sei…

Die CUP will dies Morgen im Rat des Altstadt-Bezirks offiziell beantragen. Man kann sich unter diesen Umständen ausmalen, welche Anträge im Falle eines positiven Separations-Referendum von den Anarchos wohl gestellt würden? Wer, welche Gruppe der Gesellschaft, würde wohl als nächster enteignet werden?

Heute gehöre dieser Bau noch einer Gruppe (der Katholischen Kirche), die seit ihrer Gründung Monarchien, der Bourgeoisie, der Kolonialisierung, Raub, Sklaverei, Bevormundung, Unterdrückung und Kontrolle des Proletariats unterstützt habe.

Das Erzbistum Barcelona wollte zu diesem Antrag der CUP keine offizielle Stellung nehmen. Ein Sprecher wies inoffiziell darauf hin, daß diese Kathedrale die wichtigste der Diözese sei, wichtiger als die Sagrada Familia Gaudís (ein anderer Tourismusmagnet!), sei ein Symbol der katholischen Kirche Barcelonas und daß täglich Messen darin gefeiert würden!

Die vage Möglichkeit einer Unabhängigkeit Kataloniens á la ERC und CUP lässt solche Vorschläge entstehen, gerade mal 80 Jahre nachdem Anarchos und ERC unter dem Vorsitz des Separatistenheiligen Companys tausende Priester, Nonnen und Mönche ermordeten und beinahe jede katholische Kirche in Katalonien beschädigten oder zerstörten.

Womit müsste man wohl rechnen, wenn solche Leute erst einmal einen unabhängigen Staat nach ihren Vorstellungen aufbauen würden? Spanischer Bürgerkrieg 2.0 oder gleich Kambodscha?
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https://twitter.com/cupciutatvella?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fwww.elperiodico.com%2Fes%2Fnoticias%2Fbarcelona%2Fcup-pide-expropiacion-catedral-6147262


Gibraltar, schon wieder?

3. April 2017

Der Affenfelsen, die britische Kolonie* Gibraltar (*UN), ist wieder mal im Gespräch und dabei wollte er das diesmal überhaupt nicht! All dies hat dieser BREXIT gebracht. Er hatte nämlich nicht nur die UK-Insel/n politisch wieder von Europa getrennt, er hatte auch einige UK-Insulaner dazu gebracht in der Konsequenz des BREXIT über ihre eigene Lage und Zukunft nachzudenken.

Da war Schottland:
Vor zweieinhalb Jahren hatten die Schotten sich noch mit 10% Mehrheit für den Verbleib im UK ausgesprochen. Da war das UK noch in der EU. Dann sprach sich das UK mit knapper 4% Mehrheit FÜR den BREXIT aus, wobei die Schotten mit zweidrittel Mehrheit für den Verbleib in der EU gestimmt hatten. Dumm gelaufen, ihr Schotten! Sie wollten sich aber mit der veränderten Lage nicht abfinden, gegen ihren Willen aus der EU austreten zu müssen und ihr Parlament verabschiedete eine Resolution für ein erneutes Referendum zum Thema Unabhängigkeit. Theresa May war „not amused“ und will den Termin erst NACH erfolgtem Brexit gestatten. Dann müssten die Schotten sich aber, weil dann formal draussen, hinter der Ukraine und der Türkei anstellen und erneut die ganze Aufnahmeprozedur durchlaufen, was Jahre des Schwebe-, des Zwischenzustandes bedeuten könnte.

Dann ist da Nordirland:
Der Frieden zwischen Dublin und Ulster auf der Irischen Insel wurde durch die EU-Mitgliedschaft beider Teile und durch offene, für Mensch und Waren und Kapital durchgängige Grenzen, sagen wir mal, zumindest stark begünstigt. Diese heute fast nicht mehr zu erkennende Grenze würde nach dem BREXIT wieder zur EU-Außengrenze und zum Problem für hunderttausende Pendler, für Waren und Dienstleistungen, für den Kapitalverkehr. Immerhin bleibt den Iren die Option, je nach Lage und Vorteil sich mit dem jeweils anderen Teil zu vereinigen und so einziges Irland entweder in der EU oder im UK bilden zu können.

Nur von WEM wurden nicht geredet, wenn man von gaga-UK-Aussenminister Boris Johnson mal absehen möchte? Erraten, genau,

Da ist ja auch noch Gibraltar:
Die so gar nicht erwähnten wurden dadurch erst richtig unruhig! Die 30.000 Bewohner des Affenfelsens (die Affen nicht mitgerechnet!) möchten nämlich zu 100 Prozent im UK bleiben und gleichzeitig zu 100 Prozent die Vorteile eines EU-Mitgliedes genießen. Sie fürchten um ihre offenen Grenzen, ihr andalusisches Hinterland und ihre billigen spanischen Arbeitskräfte, ein Heer von Pendlern das täglich die Kolonie erobert. Die EU will Spaniens Meinung wegen der Gibraltar-Frage in allen anstehenden Aspekten der BREXIT-Verhandlungen berücksichtigen und Theresa May schweigt! Was hat das zu bedeuten? Gibraltar ein Tauschpfand im BREXIT? Wir behalten unsere 60 Milliarden, die ihr immer von uns haben wollt und wir bieten euch dafür Gibraltar? Das ist natürlich pure Spekulation, aber wollen wir mal weiter spinnen: Seine militärische Bedeutung für das UK, viel mehr noch für die NATO oder gar die USA hat der Felsen durch große Militärbasen in Spanien wie Rota, einen der größten Marine- und Luftwaffenstützpunkte Europas, der seit 1953 einträchtig von Spaniern und USA gemeinsam benutzt wird, seit langem verloren, das ist nur noch pure Nostalgie bei den Briten. Seine Rolle als Steuerhinterzieher- und Zockerparadies kann bald London selbst übernehmen. So bleibt unter Umständen die Altlast Gibraltar am Ende ein Faustpfand zur Beschwichtigung der Gemüter und zur Zustimmung zu einem BREXIT, der eine oder sogar beide Seiten teuer zu stehen kommen wird?

 

 


Ratzfatz, Rübe ab?

28. Februar 2017

Nationalkatalanistischer Separatist Pau Llonch Méndez droht im hochsubventionierten nationalkatalanistischen Separatisten-TV3 unter Bezug auf Plato mit der Guillotine der Jakobiner von Robespierre, da bekanntlich erst durch deren ausgiebigen Einsatz die Menschenrechte entstanden seien. So etwas brauche man mit dem Bezug auf den spanischen König und die Feinde der Nationalkatalanisten auch…

Er stellt dabei in seiner Argumentation das Recht über alles, speziell über alle Menschen. Er denkt beim Einsatz der Guillotine zwar explizit an seine Gegner, sprich „Feinde“, merkt dabei aber anscheinend nicht, daß sich diese Argumentation von der Gegenseite, der Seite von Legalität, Recht und geltender spanischer Verfassung in Madrid allemal auch auf die Seite der permanenten Rechtsbrecher des Nationalkatalanismus anwenden ließe?

Sind etwa am Ende die permanenten, sich selbst ermächtigenden, Rechtsbrecher des Nationalkatalanismus in ihrer Legalität keinen Deut besser als die Kopfabschneider und menschliche Organe vor Handy-Kameras fressenden Freiheitskämpfer des IS in Syrien und im Irak?
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Spanischer Rapper singt sich für dreieinhalb Jahre in den Knast!

23. Februar 2017

Spaniens „Böhmermann“ Valtonyc,  bürgerlicher Name Miguel Arenas Beltrán, wurde  wegen eines Rap-Songs, der nach Ansicht des Gerichtes das Königshaus beleidige* und den Terrorismus verherrliche, dessen Opfer verhöhne und Drohungen vermittelt habe zu 3 Jahre und 6 Monaten Gefängnis verurteilt! Der öffentliche Ankläger hatte eineinhalb Jahre, der Staatsanwalt drei Jahre gefordert und der Richter setzte dann noch ein halbes Jahr drauf! Höchst ungewöhnlich in einem Land wo schwerkriminelle Wirtschaftsverbrecher oft geradezu mit Samthandschuhen angefasst werden?

Der von der Justiz beanstandete Song war ursprünglich unter dem Namen El rei Borbó veröffentlicht worden und ist nach Ausstrahlung in einer TV-Sendung unter dem neuen Titel La Tuerka Rap bei youtube abrufbar. Er ist in Mallorquín gesungen, einer Variante des Okzitanischen ähnlich dem Katalan und dem Valenciano und wird deshalb nicht einmal in ganz Spanien mühelos verstanden.

So etwas hätte sich Erdowahn in Deutschland auch gewünscht. Ja, die Spanier erinnern sich nur 40 Jahre nachdem Ende der Franco-Diktatur eben noch daran, wie eine rechte Diktatur zu funktionieren habe…

Miguel Arenas Beltrán will seine Kritik auch weiterhin äußern, kündigte er nach dem Urteil in den Medien an.

Vor Gericht hatte der Rapper ausgesagt, daß er vom PODEMOS Spitzenpolitiker Pablo Iglesias für dessen TV-Show zu diesem Song angeregt worden sei. Jetzt, nach dem Urteil, höre man von Iglesias und Podemos nichts mehr…

Persönliche Anmerkung. Es ist mir bisher nicht gelungen, den Song des Anstoßes** zu hören. Deshalb kann ich eine eventuelle Berechtigung dieses Urteils, das mir auf den ersten Eindruck als extrem hart erscheint, nicht einschätzen!
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http://www.mallorcazeitung.es/gesellschaft/2017/02/22/rapper-valtonyc-wegen-schmahlieder-bourbonen/49323.html
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*Er soll die regierenden Bourbonen mit der Mafia vergleichen haben!
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https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Bourbon
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**Es ist möglich, aber nicht sicher, daß es sich um den Song handelt, der im Artikel zu diesem Link vorhanden ist!
http://www.elconfidencial.com/espana/2017-02-22/condena-carcel-rapero-valtonyc-cancion-rey-juan-carlos_1336990/


CAT-SEP’s belügen ihre Anhänger und sprechen heimlich mit Rajoy!

23. Februar 2017

Die Protagonisten der spanischen Separatisten-Krise, der katalanische Autonomiepräsident Carles Puigdemont und der spanische Präsident Mariano Rajoy haben sich am 11. Januar im Regierungssitz Moncloa in Madrid getroffen, gemeinsam gefrühstückt und geredet. Sie seien zu keiner Einigung gekommen, heisst es dazu heute, nachdem es über einen Monat lang von den Separatisten geleugnet worden war.

Puigdemont hatte angeblich seinen 46-Punkte-Forderungskatalog vom 20. April 2016 dabei, wollte aber nur über einen Punkt reden, die laut geltender spanischer Verfassung illegale Zerschlagung des spanischen Staates durch den Raub eines Teiles des spanischen Territoriums durch die selbsternannten Besitzer der spanischen Autonomie Katalonien mittels selbst erteilter Kompetenz!

Kein Wunder, daß unter diesen Umständen nichts bei dem Treffen herausgekommen sein soll!

Der eigentliche und für Puigdemont höchstpeinliche Skandal ist es, daß er das Treffen mehrfach öffentlich geleugnet hat und so vor der Öffentlichkeit und besonders vor seinen eigenen Anhängern als Lügner dasteht!

Die, laut Anna Gabriel Sabaté von den Anarcho-Separatisten der CUP, angeblich mit jährlich 15 Millionen Euro subventionierte einstmals seriöse Tageszeitung LA VANGUARDIA aus Barcelona, eigentlich eine langjährige Unterstützerin der nationalkatalanistischen Separatisten, macht in letzter Zeit gewisse Absetzbewegungungen, zurück zu ein bißchen mehr Objektivität in der Berichterstattung. Man kann ja nie wissen und möchte am Ende wieder, wie schon am Ende der Franco-Diktatur, auf der richtigen, auf der Siegerseite stehen?

Diese LA VANGUARDIA hatte Gestern exklusiv über das Geheimtreffen Rajoy/Puigdemont berichtet. Puigdemont hatte es mehrfach öffentlich geleugnet. Rajoy, der Fuchs, hatte es weder bestätigt noch dementiert und die Zeitung konstatierte:
„…Hay comunicación. El Gobierno de España y el Govern de la Generalitat nunca han estado incomunicados en los momentos más críticos de estos últimos años…“
(„…Es gibt Kommunikation. Die Regierung Spaniens und die Autonomieregierung Kataloniens waren niemals ohne Verbindung in den kritischsten Momenten der letzten Jahre…)

Das würde die erstaunliche relative Ruhe Madrids bei dem regelmäßigen Kompetenzüberschreitungen und Gesetzesbrüchen der CAT-SEP’s erklären?
Der stets wie ein kleiner Gauner agierende Ex-Präsident der spanischen Autonomie Katalonien Artur Mas (el trilero = der Hütchenspieler!) habe vertrauliche Absprachen verletzt, weswegen jetzt gerichtlich gegen ihn vorgegangen werde. Außerdem habe er sich so als Gesprächspartner selbst verbrannt.

Puigdemont trat Gestern die Flucht nach vorne an und erklärte, daß das Referendum über die Unabhängigkeit der EINZIGE Gesprächspunkt für künftige Gespräche mit der Regierung sei. In der Autonomieregierung in Barcelona hatte man dazu keine Fragen, von keiner Seite des politischen Spektrums…

Jetzt kommt die erstaunliche Erkenntnis der LA VANGUARDIA: Gegenwärtig gäbe es keine politische Mobilisierung, keine Politik, sondern ausschließlich Propaganda und ab einem gewissen Maß von Propaganda pro Kubikmeter Luft beginne diese schlecht zu riechen!

Die Enthüllung über die „Geheimgespräche“ hat auf vielen Seiten Irritation und Ärger verursacht. Neus Munté, Autonomieministerin und Sprecherin der Separatistenregierung in Barcelona hatte noch bis vorgestern jegliche Gesrächskontakte geleugnet. Entweder hat sie wissentlich gelogen, oder sie war als Nummer Drei der Separatisten nicht eingeweiht? Beides keine schönen Alternativen für sie!

Aber auch der Koordinator von Rajoys PARTIDO POPULAR (PP) in Katalonien, Xavier García Albiol hatte diese Kontakte dreimal öffentlich geleugnet. Lügner, oder uninformierter Trottel? Er kann es sich aussuchen…

Artur Mas, der derzeit Abgemeldete, der offenbar an seinem Comeback arbeitet, tönte aus einer Versammlung in San Sebastian im Baskenland, daß man am Referendum festhalten werde und nicht im letzten Moment das Handtuch werfen wolle! Na, denn…

Bleibt festzuhalten: Die nationalkatalanistischen Separatisten arbeiten zweigleisig. Sie trommeln propagandistisch in allen von ihnen subventionierten Medien mit voller Kraft für eine Sezession, während sie hinter den Kulissen und offenbar auf mehreren Regierungs- und Hierarchieebenen mit dem bösen Feind in Madrid in heimlichen Kontakten stehen. Das lässt auf wachsende Spannungen innerhalb der keinesfalls homogenen Separatisten schließen, die von den geschwächten, neoliberalen PDECat (Ex-CDC) über die stabil-wachsende ERC und die  zerstrittene, sich mit ständigen Maximalforderungen selbst zerlegende CUP vermutlich auf Dauer nicht ausgehalten werden?

Da kommt mir irgendwie ein sattsam bekannter Geruch in die Nase. Es riecht mal wieder nach vorgezogenen Neuwahlen in der spanischen Autonomie Katalonien! Vermutlich sollen diese dann wieder zum Referendum aufgeblasen werden, denn Neuwahlen kann Madrid nicht verbieten?