Das WM-Dilemma, diesmal in Russland.

7. Juli 2018

Da läuft seit einer gefühlten Ewigkeit, dennoch eigentlich reibungslos, eine Fußball-WM in Russland. Politisch war die von westlicher Seite stets hinterfragt worden, so nach dem Motto, „können, dürfen die das?“

Wider Erwarten der Medien blieb bisher alles ruhig, ganz ohne „Krawall-Mösen“, wo sind die eigentlich geblieben?

Alles scheint entspannt, die Besucher genießen das Land des WM-Gastgebers und so kann man, ganz ohne Ablenkung, auf die sportlichen Resultate schauen. Ja, was ist das denn? Da fliegen ja sogenannte Favoriten reihenweise raus aus der WM!

Zur Taktik kann man sagen, das Modell des „tici-taci“, des Ballbesitzfußballes, scheint ausgedient zu haben? Die ganzen ballverliebten Techniker sind raus aus dem Wettbewerb? Plus 70% Ballbesitz sind keine Garantie für den Sieg? Nein, diesmal nicht!

Es gibt aber auch einen politischen, gar „rassistischen“ Aspekt in dieser WM. Da gibt es Medien, die Mannschaften tatsächlich „als rassenrein, oder gemischt, oder afrikanisch“ einordnen! Da wird darauf geachtet, ob da vor dem Anpfiff weisse Gesichter, oder schwarze, oder gelbe in der Reihe stehen. Man glaubt es nicht und ich hätte nie gedacht so etwas zu erleben, aber diese Diskussion besteht tatsächlich.

Inzwischen wird notiert und medial festgehalten, wer bei der Hymne nur die Lippen bewegt, wer sie textsicher schmettert oder gar verbockt den Mund hält. Inzwischen wird die Begegnung eines UNSERER Recken mit einem fremden Staatschef, der sich im Wahlkampf befindet, diskutiert und verworfen, gar als Verrat gewertet, welcher den Verbleib im WM-Team unmöglich mache. Auch in der Schweiz wird derzeit offen diskutiert, daß Spieler in der „NATI“ nur eine, die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen dürften. Da wird die Loyalität von Spielern auf Grund ihres äußeren Eindrucks, ihrer Hautfarbe und/oder ihres fremd klingenden Namens angezweifelt. Dem können sie nur versuchen zu entgehen durch 150%-igen Einsatz für ihre großzügige Gast-Nation? Das ist doch einfach pervers!

Dieser Schwachsinn war und ist aber nur möglich, weil die Fiktion von Nationen, Flaggen und Hymnen dazu einladen. Wir belügen uns damit bewusst und absichtlich, denn wir wollen natürlich zu allererst GEWINNEN. Ebenso, wie in den nationalen Vereinsmannschaften, wo sich längst internationale, „gemischte“ Teams gebildet haben, mit Weltstars mit entsprechendem Marktwert, versuchen wir auch auf nationaler Ebene in der Auswahl die Besten auflaufen zu lassen. Da müssen wir dann halt zuweilen mit der Staatsangehörigkeit nachhelfen. Gut, wenn man mehrere davon hat, oder zumindest einen deutschen Opa, der irgendwann einmal, irgendwo auf dieser Welt, in einem ballverliebten Land dieses Planeten, seine Gene verspritzt hat. Schon vom Ansatz her, geradezu lächerlich, dieses Unterfangen…

Die Grundidee, aus Zeiten der Nationalismen, vor über hundert Jahren entstanden, trägt in letzter Konsequenz heute nicht, genau wie sie damals nicht trug, denn sie ist schlicht und einfach verlogen! Was leider aber immer funktionierte und so auch heute, ist die Fiktion WIR gegen DIE ANDEREN, wobei WIR natürlich DIE GUTEN sind, die RECHTHABER, die GEWINNER und DIE ANDEREN die BÖSEN, die UNRECHTEN, die LOSER halt!

Wie könnte man nun diese Situation befriedigend auflösen? Wieso kann der blanke Nationalismus dazu führen, daß alle vier Jahre ein Land, Verzeihung, natürlich eine Nation, bereit ist sich in Milliardenhöhe zu verschulden für Stadien und Einrichtungen, die hinterher, nach vier Wochen WM-Rausch, kein Mensch mehr braucht, auch und gerade in Drittwelt-Staaten, die eigentlich andere Probleme haben sollten?

Ich spinne hier also einfach mal „so vor mich hin“:

1.) Kontinent-Spiele: Nach der Symbolik der Olympischen Ringe spielten Asien , Afrika, Europa und Amerika (wer ist der Fünfte?) gegeneinander. Da würden Nationalismen zwar zugunsten  größerer Einheiten überwunden, aber es gäbe zu wenig Paarungen, ganz schlecht für’s Geschäft!

2.) Märkte-Spiele: Da die Wirtschaftsräume letztlich den geographischen Kontinenten folgen, entstünde das selbe Problem wie unter Punkt 1.

3.) RED BULL-Spiele: Das Büchsengesöff steht hier nur stellvertretend für global agierende Firmen. Man könnte sie auch apple- oder Amazon- oder mit argen Einschränkungen auch SIEMENS- oder VW-Spiele nennen. Man identifiziert sich mit seinem Team und man wettet, man setzt Geld darauf. Da wäre sportliches, monetäres und spielerisches Interesse im Spiel aber kein Nationalismus, oder gar Rassimus?
Na, wäre eine solche Lösung denkbar, gar wünschenswert? Immerhin wäre zumindest das Potential der Unterstützer eines Teams nicht in der Größenordnung Dänemarks, der Schweiz oder Belgiens zu suchen, sondern „rein theoretisch“ im Hundert-Millionen-Unterstützer Bereich. Vermutlich ein „Wahnsinnsgeschäft“?

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CL-Finale Berlin: Valls im Barca-Fieber! Darf der das?

10. Juni 2015

Das Finale der Champions League vom vergangenen Wochenende in Berlin hat ein leichtes seismisches Beben in der französischen Politik hinterlassen. Der Grund:

Premierminister Manuel Valls ist in einem Falcon-Jet der französischen Regierung nach Berlin zum Finale gedüst und weil die Kiste nicht voll war, hat er gleich noch zwei seiner Söhne mitgenommen…

Frankreichs Politik reagiert – je nach Partei – unterschiedlich empört auf diesen Vater & Söhne-Trip nach Berlin, aber so richtig gut findet das niemand, nicht einmal Präsident Hollande. Dazu kommt, dass der einstige Umfrage-Liebling der Franzosen im Regierungsamt deutlich Federn lassen musste, schon vor diesem Berlin-Trip, der hierzu künftig deutlich beitragen wird. In einem Land mit erheblichen gesellschaftlichen Problemen, das überall sparen, kürzen soll kommen solche Extranvaganzen einfach „schlecht rüber“!

Zur Entschuldigung wurden „triftige“ Gründe angeführt. So habe es vor dem Spiel ein wichtiges UEFA-Gespräch mit Valls französischem Landsmann Michel Platini gegeben, den er allerdings in Paris täglich zu Fuß zum Gespräch aufsuchen könnte, so ganz offiziell oder in einem der tausenden Pariser Cafés für vertraulichere Themen. Platini könnte ja womöglich für den vakanten FIFA-Vorsitz kandidieren und so Frankreichs Einfluß in der Welt mehren?

Das war der wichtige, politische Grund. Dann gab es menschliche Gründe, für die es sicher leichter Verständnis geben mag: Valls, selbst gebürtiger Katalane, pardon Spanier natürlich, dessen Großonkel die Hymne des FC-Barcelona komponiert hat, gilt als glühender Barca-Fan!

Hier könnten dann schon wieder kleinkarrierte Einwände kommen: Wie kann ein französischer Premierminister für den FCB (nicht die Bayern!) sein, anstatt für den lokalen PSG (Paris Saint Germain)?

Jetzt geht es in den Medien aber bereits um die Kosten des Vater+Söhne-Fußball-Abend-Trips: LE PARISIEN nennt „mehr als 20.000€“, was im Prinzip nach oben alles schön offen hält!

Eintrittskarten brauchten sie keine, Valls war von Platini eingeladen und seine Söhne gingen wohl „als Leichwächter“ einfach so mit ihm durch?

Der Abgeordnete Debré von „Les Républicains“ (natürlich die umbenannte, alte Sarkozy-Bande UMP!) wollte es schriftlich wissen, was der Trip die Franzosen kostete und Valls hat jetzt zwei Monate Zeit die Frage zu beantworten.

Abgeordnete anderer Parteien pflichteten ihm bei und regte eine Rückzahlung der Flugkosten durch Valls an! Dafür gäbe es seit einem ähnlichen Fall (Ägypten-Urlaub) seines Vorgängers Francois Fillon in 2011 sogar Regelungen und Preise. Sicher müssten hohe Politiker aus Sicherheits- und Zeitgründen Armee-Jets benutzen, müssen dann aber bei privater Nutzung den Preis eines entsprechenden Linienfluges bezahlen. Andere meinen sogar, dass der Preis der Armee zu bezahlen wäre, womit wohl die angefallenen Kosten gemeint sind?

Wie gesagt, Valls musste mit Platini reden, es gab offizielle Begleiter, zwei Plätze waren noch frei, man sieht seine Söhne sowieso selten und Barca-Fans sind sie womöglich auch? Ob die Franzosen Valls am Ende verzeihen werden?


(SIND DAS) DIE NEUEN FIFA-REGELN?

7. Juni 2015

Die FIFA wird pauschal zur kriminellen Bande erklärt. Es gilt daher rückwirkend das Prinzip der Schuldvermutung. Alle gespielten WM’s der Vergangenheit werden für ungültig erklärt, es sei denn, sie wurden von den U.S.A oder dem U.K. gewonnen!

Alle Vermögensbestände der FIFA, ob Bar-, Papier-, Edelmetalle oder Immobilien werden von den geschädigten USA per „passender Strafe in entsprechender Höhe abgegriffen“ und eingezogen.

Bereits vergebene, aber noch nicht gespielte WM’s werden automatisch zurück gezogen, besonders wenn sie an Russland und/oder Katar vergeben worden sind, was kein vernünftiger Mensch unbestochen jemals getan hätte!

Bestechung ist künftig nur noch in dem absoluten Ausnahmefall denkbar, dass ein Team der U.S.A oder des U.K. zum finalen Sieg geführt werden muss!

Schurkenstaaten, wie z.B. die BRICS-Bande, dürfen künftig nur noch mit einbeinigen Stürmern am Turnier teilnehmen.

Korrupte U.K.- oder U.S.-Bürger gelten automatisch als verdeckte Ermittler der US-Justiz und sind automatisch straffrei gestellt.

(Eingeweihte wollen wissen, dass nach der FIFA das IOC analog behandelt werden soll, na denn!)