Trump: Moskaus Spion gegen Israel für Iran?

13. Januar 2017

Der Verfolgungswahn der Sicherheitsdienste gegen Trump geht weiter. Inzwischen hat er anscheinend auch schon die Geheimdienste Israels erfasst? Wie anders könnte man es verstehen, daß sich die Experten jetzt schon öffentlich um Israels Sicherheit sorgen, die durch Trump gefährdet werden könnte?

Wir wissen bereits durch das berüchtigte 25-Seiten-Papier der US-Geheimdienste, das zwar absolut nicht belegt, aber dafür vieles unbewiesen behauptet, sich dabei auf Wahrscheinlichkeiten von Behauptungen beruft, die auf früheren, unwahrscheinlich wahrscheinlichen Behauptungen beruhen, daß Donald Trump ein enger Kumpel von Putin sei, ach was, IST!

Da gibt es nun einen „Spionageexperten“ Ronen Bergman der in der israelischen YEDIOT AHRONOT und der NEW YORK TIMES schreibt und der weiss und schreibt nun, daß die einzigartige Offenheit des Austausches von sensibler Information zwischen den israelischen und US-Geheimdiensten künftig gefährdet werde, wenn Trump künftig die letzten Neuigkeiten direkt mit seinem Kumpel Putin „betratsche“ und dieser Fiesling die News sofort an die Iraner, die Tot-Totfeinde der Israelis weiter „petze“!

Da fragt man sich natürlich, warum der israelische Premier Netanyahu als der international engste Vertraute von Trump gilt? Kann Bibis Menschenkenntnis denn so eklatant versagen? Bringt Netanyahu etwa mit seinen direkten Trump-Kontakten den Staat Israel in Gefahr?

Ist das nicht ein generelles Problem ALLER Geheimdienste dieser Welt, daß man vollkommen unverantwortliche Plaudertaschen, diese Politiker informieren müsse?

Die Erpressungsarie der Russen gegenüber Trump sei doch uralte klassische kommunistische, ..äh russische Manier. Das wisse man doch spätetstens, seit sich Arafat beim (sehr lauten!) Vögeln mit seinem Leibwächter in einem Gästehaus des RUmänen (auch so halbe Russen!) Ceaucescu habe filmen und erpressen lassen…

Oder suggeriert Bergman etwa, daß so wichtige Dinge wie internationale Kontakte und Informationsausstausch nicht den besoffenen Oligarchen an der Spitze der Länder überlassen werden könne? Jedenfalls sollen die Israelischen Dienste auf Empfehlung der US-Dienste nur noch gefilterte Nachrichten weiterleiten, die Amis betteln also darum, daß die Israelis ihnen künftig nicht mehr die ganze Wahrheit sagen, sie sozusagen informationstechnisch kastrieren? Verrückte Welt…

______
http://www.lavanguardia.com/internacional/20170113/413311492706/espionaje-eeuu-trump-rusia-israel.html

Advertisements

Von Flüchtlingen und Doppelagenten bedroht?

10. März 2016

Nach der Balkan-Route über die Spanien-Route?

Der Interims-Innenminister Spaniens Jorge Fernández Díaz erklärte heute bei seiner Ankunft in Brüssel zur Zusammenkunft der EU-Innenminister, man müsse auf der Hut sein, daß sich der Flüchtlingsstrom nach der faktischen Schließung der Balkan-Route nicht über die Westroute und Spanien nach Europa ergieße! Man müsse verantwortlich und solidarisch aber ohne Demagogie agieren, forderte Fernández Díaz.

„Man könne nicht ein Problem dadurch regeln, indem man wo anders ein Neues schaffe!“
__________

Der spanische Geheimdienst CNI schaltet den Agenten 8882 ab, wegen Gefahr für die nationale Sicherheit Spaniens!

Er betrüge in allen Aspekten seines Lebens. Agent 8882 habe sich mit Islamisten eingelassen und versuchte, die Rolle eines Doppelagenten zu spielen. Er gehörte dem CNI von 2007 bis 2014 für sieben Jahre an und habe in dieser Zeit zunehmend psychische Probleme entwickelt.

Agent 8882 ging juristisch gegen seine Entlassung vor, doch die Audiencia Nacional bestätigte im Juli 2015 seine Entlassung, „da Treue, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit unabdingbare Voraussetzungen für eine Tätigkeit beim CNI seien!“

Er habe jeden getäuscht, intrigiert, gefälscht, simuliert exzessive Spesen verursacht, sich gleichzeitig von seiner Familie aushalten lassen, besaß Haschisch und hat die sexuellen Kontakte zu einer Kollegin aufgezeichnet und unter den Kollegen verteilt.

Zusätzlich habe er ohne Auftrag oder Wissen seiner Vorgesetzten Kontakte zum marrokanischen Geheimdienst unterhalten und sich womöglich anwerben lassen!

Dazu erzählte er ausgiebig Lügen und Halbwahrheiten über den CNI, vereinnahmte Taten und Aktionen seiner Kollegen als eigene Taten und phantasierte öffentlich über Ermordungen und Folterverhöre.

Aber Agent 8882 machte Fotos innerhalb der Anlagen, Installationen und Räume des CNI und verschickte sie über das Netz, durchsuchte CNI-Datenbänke im Auftrag Dritter, darunter einen marrokanischen Staatsangehörigen. Praktisch seine ganze private Umgebung wusste um seine Tätigkeit für den CNI und er erläuterte ihnen seinen Rang und seine Tätigkeit anhand von internen Organigrammen des CNI.

__________
PS: Der Langmut des CNI ist bewundernswert! Bei so manch anderem Geheimdienst hätte so ein Chaot wohl einen „natürlich höchst bedauerlichen“ Unfall erlitten?


Horrorstory: Vizepräsident der EU-Kommission von den Pujols gekauft?

2. Februar 2016

Die folgende „Enthüllungsstory“ ist gewiss mit Vorsicht zu genießen, läßt sie doch jeden Beweis ihrer Behauptungen vermissen. Zugleich nennt sie jedoch Namen, Orte, Zeit und Quellen die real existieren und deren Erfindung eine „sehr blühende Phantasie“ voraussetzten? So möge sich halt ein Jeder selbst ein Bild machen…

Es wird darin behauptet, daß der erste und bisher einzige internationale Erfolg der CAT-SEP’s, die öffentliche positive Unterstützung ihres geplanten Unabhängigkeitsreferendums am 13.09.2013, durch den damaligen Premierminister Lettlands, Valdis Dombrovskis, durch eine 6 Millionen Euro Spende von Schwarzgeldern des Pujol-Mafia-Clans ausgelöst worden sei. Die spanische Regierung hatte damals den lettischen Botschafter einbestellt und scharf protestiert.

Das Geld soll damals von Fonds aus Konten in Panama geflossen sein, die von der Familie Pujol-Ferrusola kontrolliert worden seien. Ursprünglich seien 10 Millionen Euro verlangt worden, die Forderung des Letten aber von den geschäftstüchtigen Pujols auf 6 Millionen Euro herunter verhandelt worden, geradezu ein Schnäppchenpreis für diesen Propaganda-Erfolg der CAT-SEP’s!

All dies stehe in einer Information der Unidad de Inteligencia de la Policía Nacional vom November 2014. Die Zustimmung Dombrovskis war damals zwei Tage nach dem medienwirksamen 200km-Menschenwurm der VIA CATALANA erfolgt.

Aus äußerst vertrauenswürdigen (anonymen!) Quellen gabe die Polizei erfahren, daß eine Frau seines absoluten Vertrauens mit den Initialen S.B. den Deal ausgehandelt habe. Die Zahlung sei sowohl in Bar als auch über „Darlehen“ von Banken erfolgt. Die Polizei selbst räumt ein, daß sie keinerlei Beweise habe, nur halt sehr vertrauenswürdige anonyme Quellen und barmt, daß dieser „vermutlich korrupte Lette in seiner EU-Funktion Spanien weiterhin schaden könne!“

Valids Dombrovskis Zustimmung blieb in der EU zwar isoliert, schadete dem Mann aber keineswegs, denn der ist heute immerhin (oder gerade deshalb?) Vize-Präsident der EU-Kommission. Sein EU-Büro ließ wissen, diese Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage. Na, dann bin ich ja beruhigt und glaube weiterhin, daß Korruption unter den konkreten Bedingungen der EU sicher ein Fremdwort bleiben wird bei den Eurokraten…

_____
http://www.elperiodico.com/es/noticias/politica/primer-ministro-letonia-cobro-por-apoyar-estado-catalan-interviu-4863488

http://www.interviu.es/reportajes/articulos/seis-millones-para-comprar-al-primer-ministro-de-letonia


Ron Paul: Der Kongress schreibt dem Präsidenten eine Blankovollmacht für Krieg!

26. Januar 2016

Während der Schneesturm in Washington in den Nachrichtensendungen dieser Woche dominierte, arbeitete der Führer der Mehrheit im Senat Mitch McConnell hinter der Bühne, um durch den Senat zu peitschen, was wahrscheinlich die massivste Übertragung von Macht vom legislativen Zweig (=Gesetzgebung) zum exekutiven Zweig (=Verwaltung) in unserer Geschichte ist. Der ranghohe Senator aus Kentucky ist dabei, gemeinsam mit Senator Lindsey Graham die normale Vorgangsweise bei der Gesetzwerdung zu umgehen, um in einem beschleunigten Verfahren dem Präsidenten die Vollmacht zu übertragen, uneingeschränkt Krieg zu führen, so lange er oder seine Nachfolger das wünschen.

Diese Gesetzgebung lässt die verfassungswidrige Ermächtigung für den Krieg gegen den Irak 2002 wie einen Spaziergang im Park erscheinen. Sie wird diesem und zukünftigen Präsidenten erlauben, Krieg gegen ISIS zu führen ohne Einschränkungen betreffend Zeit, geografischen Bereich oder den Einsatz von Bodentruppen. Es ist eine Vollmacht, die es dem Präsidenten voll und ganz überlässt, das Militär zu benützen, wann und wie lange er (oder sie) will. Sogar Präsident Obama hat Bedenken geäußert, wie bereitwillig der Kongress ihm die uneingeschränkte Macht erteilen will, Krieg zu führen.

Präsident Obama hat bereits sogar seinen Vorgänger George W. Bush weit darin übertroffen, das Land ohne auch nur das Feigenblatt einer Ermächtigung in den Krieg zu führen. 2011 überfiel der Präsident Libyen, stürzte die Regierung und managte die Ermordung des Anführers, ohne auch nur um die Zustimmung des Kongresses zu fragen. Anstatt ihn anzuklagen, was er für die katastrophale Invasion Libyens verdient hätte, sagte der Kongress nichts. Die Republikaner holten die Angelegenheit erst aus der Schublade, als sie dachten, sie könnten politische Punkte machen, indem sie die Tötung des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika Chris Stevens in Benghazi ausbeuteten.

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Washington plant, seinen Krieg im Mittleren Osten auszuweiten. Letzte Woche berichteten die Medien, dass das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika einen Luftwaffenstützpunkt im Osten Syriens übernommen hat, und Verteidigungsminister Ashton Carter sagte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die 101. Luftlandedivision schicken würden, um Mosul im Irak wiederzuerobern und das ISIS-Hauptquartier in Raqqa in Syrien anzugreifen. Dann sagte Vizepräsident Joe Biden am Samstag, dass die Vereinigten Staaten von Amerika gerüstet sind für eine massive militärische Intervention in Syrien, wenn die kommenden Friedensverhandlungen in Genf keinen Erfolg bringen. Eine derartige Aktion würde das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika wahrscheinlich in eine direkte Konfrontation mit dem russischen Militär bringen, dessen Unterstützung von der syrischen Regierung erbeten worden ist. Im Gegensatz dazu müssen wir uns vor Augen halten, dass das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das Internationale Recht verstößt, wenn es in Syrien tätig ist.
Die Aussichten einer derartigen Eskalation sind gar nicht weit hergeholt. Auf das Drängen Saudiarabiens und mit Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika werden sich unter den Vertretern der syrischen Opposition bei den Genfer Friedensgesprächen Mitglieder der Army of Islam befinden, die mit al-Qaeda in Syrien gekämpft hat. Erwartet jemand, dass diese Art von Leuten Kompromisse eingehen? Ist al-Qaeda nicht unser Gegner?

Der Zweck des legislativen Zweigs unserer Regierung ist es, die Macht der Verwaltung einzuschränken. Die Staatsgründer verstanden, dass ein allmächtiger König, der nach Belieben Krieg führen konnte, die größte Gefahr für Leben, Freiheit und das Streben nach Glück ist. Aus diesem Grund schufen sie eine Volksvertretung, nämlich den Kongress, um das Aufkommen eines allmächtigen Autokraten zu verhindern, der das Land in endlosen Krieg ziehen würde. Es ist traurig, aber der Kongress ist gerade dabei, seine Macht aufzugeben, Krieg zu erklären.

Es muss uns klar sein: Wenn es dem Anführer der Mehrheit im Senat McConnell gelingt, diese uneingeschränkte Ermächtigung zum Kriegführen durchzubringen, dann wird die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika nichts anderes mehr sein als totes Papier.
_____
Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!
_____
http://www.ronpaulinstitute.org/
_____
(Die fetten (Bold) Auszeichnungen im Artikel sind von mir hinzugefügt!)

 

 


Bluff? Hollandes Spiel mit der Französischen Staatsbürgerschaft.

3. Januar 2016

Der Kriegsteilnehmer in Libyen und Syrien, der Saudi Arabien-Alliierte und Noch-Präsident Frankreichs François Hollande hat augenblicklich die Gelegenheit genutzt, welche die Terror-Anschläge von Paris des Jahres 2015 ihm boten, seine in der EU bereits heute unvergleichliche Macht noch einmal auszuweiten!

Hauptziel ist es dabei, den bereits bestehenden gesetzlichen Ausnahmezustand, der es ihm erlaubt an Parlament und Justiz vorbei alleine „zum Wohle Frankreichs zu regieren“ und der bisher zeitlich begrenzt war, zeitlich unbegrenzt auszudehnen.

Das würde dann so lange der Fall sein, bis er, der alleinige Begünstigte dieses Ausnahmezustandes, öffentlich verkündet, daß die terroristische Gefahr vorüber sei und daß der Staat Frankreich deshalb zum normalen, demokratischen, parlamentarischen System zurückkehren könne.

Ich könnte mir vorstellen, daß dies keinesfalls vor 2017 und den dann eigentlich fälligen Präsidentschaftswahlen der Fall sein könnte und daß dieser Umstand nichts mit seinen saumäßigen Umfragewerten zu tun hat. „Hon(n)i soit qui mal y pense!“

Weil die Leidtragenden dieser geplanten Verfassungsänderung ALLE Franzosen wären und weil deren symbolischer Zusammenschluß erwünscht erscheint, warf François Hollande noch eine Nebelkerze hinter seinem finsteren, egoistischen Ansinnen her. Seine Forderung, rechtskräftig verurteilten Terroristen die französische Staatsangehörigkeit abzuerkennen (nur sofern sie zusätzlich noch eine andere Staatsangehörigkeit haben, denn zu Staatenlosen darf er sie nicht machen) erscheint als symbolischer Populismus, der die Franzosen gewiss nicht sicherer machen wird?

Dieser Punkt scheint die französische Politik mehr zu beschäftigen als die Verlängerung des Ausnahmezustandes? Darüber wird ausgiebig diskutiert! Kommt Hollande damit durch, hat er für sich Zustände erreicht, von denen Putin und Erdogan derzeit nur träumen können und macht sich so zum kleinen EU-Obama. Die mächtigste Frau der Welt, seine östliche Nachbarin, fürchtet gar „der schafft das“!

Ein nächstes militärisches Ziel hat er dabei auch schon vor Augen. Libyen soll es mal wieder sein, daß von Frankreichs Luftwaffe bombardiert werden muß, denn ganz in der Nähe libyscher Ölfelder soll der IS gesichtet worden sein! Die Angriffe sollen vom Flugzeugträger Charles de Gaulle aus (der dazu von Syrien abgezogen werden müsste) über Libyen hinweg geflogen werden, und in einer zentralafrikanischen Ex-Kolonie aufgetankt und zurückgeflogen werden. Da kann man nur hoffen, daß ihm bald die Bomben ausgehen?

Die Italiener sollen sogar (erstmals seit Mussolini?) dazu bereit sein Bodentruppen nach Libyen zu senden. Wenn dann also in Bälde der ganze Krisen-Viertelkreis, die Klammer die Europa südöstlich umklammert und bedroht, sich von Libyen bis zur Ukraine im Kriegszustand befindet, dann müsste auch dem Letzten klar sein, daß wir dem WW3 sehr, sehr nahe gekommen sind.
Dann werden wir nach der NATO schreien und „natürlich“ nach den USA, die doch beide mit der Entstehung dieser Krisen so rein gar nichts zu tun hatten, wetten?


Rache ist süß: Franzosen gehen jetzt Merkel an die Wäsche!

5. Mai 2015

Merkels BND soll höchste Stellen der französischen Regierung abgehört haben. Sicher hat die Kanzlerin nie etwas davon erfahren, denn sie hat ja öffentlich erklärt, was sie davon hält Freunde abzuhören, „das geht ja gar nicht!“

Angeblich soll derzeit Funkstille zwischen Merkel und Hollande herrschen. Der Franzose nutzte die Zeit um als Rüstungsverkäufer und Lobbyist Milliarden in den Golfstaaten zu scheffeln, während Merkel unschuldige Tiere für niedliche „ist-sie-nicht-nett,-unsere-Kanzlerin-Fotos“ missbraucht, anstatt sich zum BND-Skandal zu äußern.

Aber die französische Regierung schläft natürlich nicht und so wollte es der Zufall, dass gerade in erster Lesung in der National-Versammlung des Französischen Parlamentes ein Geheimdienst-Gesetz von Premier Manuel Valls persönlich vorgestellt und mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde, von dessen Freiheiten der BND träumen dürfte?

438 Abgeordnete (77,5%) stimmten dafür, 85 (15,0%) dagegen und 42 (7,4%) enthielten sich in dieser Frage!

Sie können künftig unbegrenzt im Web schnüffeln, Telefone abhören und Text-Botschaften mitschneiden. Internet-Provider müssen mitspielen oder sie sind raus, aus Frankreich. Das Vorgänger-Gesetz stammte aus 1991, als es weder Handys noch Internet gab. Frankreich sei das einzige westliche Land, das diese Fragen nicht gesetzlich geregelt habe, weshalb die Spione in Grauzonen operieren müssten! Jetzt sollen auch die wirtschaftlichen, industriellen und wissenschaftlichen Interessen Frankreichs angemessen berücksichtig werden.

Das Gesetz muss jetzt in zweiter Lesung vor dem Senat bestehen, bevor es Rechtskraft erlangen kann.

Natürlich geschieht dies laut Valls nur zum Schutz des Bürgers vor den Gefahren des www und speziell des Terrorismus! Alles wird ganz genau geregelt, kein Anlaß zu Sorge oder gar zur Angst!

Kritiker nennen das Gesetz eine Art von Französischem Patriotic Act nach Art des USA. Jeder Bürger solle jederzeit, überall und bei jeder Aktivität Massen-überwacht werden (können). Wirtschafts-Spionage wird so quasi zwangsläufiges Nebenprodukt, denn Wirtschaft wird bekanntlich von Bürgern gemacht, die zu ihrem eigenen Schutz überwacht werden müssen.

Der Geheimdienst soll die nationale Unabhängigkeit, die territoriale Integrität Frankreich und seiner Verteidigung schützen … UND Terrorismus verhindern. Dazu sollen die republikanischen Regierungsinstitutionen (vor bösen Demonstranten?) geschützt und das organisierte Verbrechen (Sarkozys UMP?) bekämpft werden. Angeblich sollen nach einer CSA-Umfrage für ATLANTICO zwei Drittel der Franzosen mit einer Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit einverstanden sein?

Einer verlogenen Schlampe in Berlin kann bei dieser Gelegenheit auch gleich mit gleicher Münze heimgezahlt werden…

_____

http://www.nytimes.com/2015/05/06/world/europe/french-legislators-approve-sweeping-intelligence-bill.html?emc=edit_na_20150505&nlid=66731401&_r=0

http://www.leparisien.fr/politique/les-deputes-adoptent-la-loi-controversee-sur-le-renseignement-05-05-2015-4747727.php


Merkel unterirdisch: Wie tief kann man eigentlich sinken?

30. April 2015

Das müssen sich zumindest die Merkel-Regierungen dieses Jahrhunderts fragen lassen. Der BND, der direkt über den Kanzleramtsminister dem Kanzleramt unterstand, habe im Auftrag der NSA-Verbrecher französische Regierungsstellen und die EU abgehört. Ausgangspunkt dieser Artikel war eigentlich Wirtschaftsspionage gegen die eigene Wirtschaft zu Gunsten der USA. Die hat es selbstverständlich auch gegeben. Wir werden es erfahren!

Bei jeder Gelegenheit wird zu Recht die deutsch-französische Freundschaft als zentraler Pol europäischen Nachkriegsordnung und letztlich der EU berufen. Die Wirklichkeit sieht offenbar ganz anders aus.

Ihre Empörung über die Abhörung ihres Handys erscheint nun in ganz neuem Licht: Merkel war empört, weil sie doch die gefügige Komplizin der NSA war. Wärend sie empört war, wurde unter ihrer Verantwortung vom BND „ihr Freund“ Francois Hollande abgehört! Sie hat Schaden angerichtet und ihren Amtseid verletzt. Merkel muss weg, ab nach Kalifornien!

Merkel sollte die Verantwortung übernehmen und zurück treten, aber die Übernahme von Verantwortung ist so gar nicht ihr Ding. Statt dessen wird sie wieder lauwarme Luft absondern. So isoliert man sich in Europa…

_____

http://www.leparisien.fr/une/l-allemagne-aurait-espionne-la-france-pour-le-compte-de-la-nsa-30-04-2015-4735053.php

http://www.lemonde.fr/vie-en-ligne/article/2015/04/29/l-allemagne-aurait-espionne-des-officiels-francais-et-europeens-pour-le-compte-de-la-nsa_4625388_4409015.html

http://www.lefigaro.fr/international/2015/04/30/01003-20150430ARTFIG00135-accusations-d-espionnage-berlin-aurait-aide-la-nsa-a-surveiller-l-elysee.php