Hat die „molt honorable“ Pujol-Gang den Spaniern in 30 Jahren 1,28 Milliarden Euro geklaut?

10. Mai 2016

Die UDEF hat nun aus Zeugenaussagen aus dem Umfeld der Pujol-Sippe ein Bild zusammengefügt, wonach der Schaden , welcher durch die „sehr ehrenwerte“ korrupte Sippe verursacht worden sei, weit (um über das Dreissigfache) über die aus Andorra transferierten 40 Mio Euro hinaus gehe. Die UDEF ist eine Spezialeinheit der Nationalen Polizei, zuständig für Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Korruption, Wirtschafts-, Banken- und Börsenvergehen.

Nach diesen neuen Erkenntnissen sollen sie durch konsequentes Abkassieren von 3 oder mehr % von fast allen ihnen zugänglichen öffentlichen Geldflüssen in der Autonomie über einen Zeitraum von  über 30 Jahren die Summe von 1.280.000.000 Euro, fast 1,3 Milliarden Euro gestohlen haben. Davon sollen 680 Millionen in Panama und 600 Millionen in Belice gebunkert worden sein.  Jetzt untersucht UDEF die Stiftungen und kommerziellen Firmen der Pujols unter diesen Gesichtspunkten um die Wege und den Verbleib des Geldes nachzuvollziehen.

Die UDEF hält ihre Quellen aus dem engen Umfeld der Pujols für sehr glaubwürdig. Bewiesen ist aber noch nichts, solche Ermittlungen und auch die folgenden Prozesse dauern in Spanien ewig und man darf getrost die Hand dafür ins Feuer legen, daß der Ex-Autonomiepräsident Jordi Pujol y Soley deren Ende nicht erleben wird und somit gute Chancen hat als Unschuldiger vor einen höheren Richter zu treten ;-)

Seine sieben Kinder, mehr oder weniger tief in die implizierten kriminellen Handlungen verwickelt, könnte es aber mit einiger Wahrscheinlichkeit treffen?

Hier antwortet der Verdächtige Jordi Pujol i Soley auf diese Beschuldigungen:

https://youtu.be/H6UPZyoUFig

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Was steckt hinter den ‚Panama Papers‘?

5. April 2016

Ein Artikel von Ernst Wolff, veröffentlicht am 04. April 2016 bei www.antikrieg.com

Die Enthüllung der „Panama Papers“ hat sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus verbreitet. Kaum ein Medium, das nicht darauf verweist, dass es sich bei den 2,8 Terrabyte Daten, 214.000 Firmenadressen und insgesamt mehr als 11 Millionen Dokumenten um das „größte Datenleck“ der jüngeren Geschichte und damit um eine journalistische Sensation ersten Ranges handelt.

Journalisten preschen bereits vor und behaupten, mit diesen Enthüllungen sei ein großer Schritt zur Trockenlegung aller globalen Steueroasen für Superreiche und korrupte Machthaber getan. Auch die internationale Politik schließt sich an, entrüstet sich medienwirksam, fordert Strafverfolgung und mahnt strenge Konsequenzen wie die Schließung weiterer Steuerschlupflöcher an.

Von langer Hand vorbereitet

Bei näherem Hinsehen stellt man allerdings fest, dass die Auswahl an Steuersündern zum einen recht einseitig ausfällt und zum anderen außergewöhnlich gut in das Konzept der US-Regierung passt. So werden bisher nicht bestätigte Vorwürfe gegen das Umfeld von Wladimir Putin und die Tochter des chinesischen Ex-Präsidenten erhoben, während man unter den aufgeführten Steuersündern vergeblich nach einem einzigen US-amerikanischen Staatsbürger sucht.

Bei der Enthüllung der Daten handelt es sich auch keinesfalls um eine journalistische Bombe, die über Nacht geplatzt ist, sondern um einen von langer Hand vorbereiteten Coup, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde: 400 Journalisten von 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern waren mehr als 12 Monate lang mit der Auswertung der Daten beschäftigt.

Die US-Jagd nach Steuersündern

Da man getrost davon ausgehen kann, dass die betroffenen Medien sich fest in der Hand internationaler Investoren befinden, sollte man von den „Panama Papers“ keine Enthüllungen erwarten, die der internationalen Finanzelite gefährlich werden könnten. Was aber steht dann hinter der Veröffentlichung dieser angeblich so brisanten Informationen?

Die Frage beantwortet sich von selbst, wenn man die Politik der USA gegenüber den größten Steueroasen der Welt in den vergangenen Jahren näher betrachtet.

Vor allem seit der Jahrtausendwende hat die amerikanische Regierung nichts unversucht gelassen, um an das Geld ihrer eigenen steuerhinterziehenden Bürger heranzukommen. So hat der US-Kongress 2010 das Fatca-Gesetz (Foreign Account Tax Compliance Act) verabschiedet, das außerhalb der USA gelegene Finanzinstitute dazu zwingt, alle Kontodaten von US-Bürgern an die US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) zu melden.

Unter anderen gerieten die Schweiz, Luxemburg, Monako, Zypern Singapur und die Cayman Islands ins Visier der US-Justiz. Inzwischen haben zahlreiche Schweizer Banken nach Strafzahlungen in Milliardenhöhe das Angebot der USA auf Verzicht auf Strafverfolgung angenommen, ihre Taktiken zur Steuerhinterziehung offengelegt und damit das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses besiegelt.

Die Doppelstrategie der US-Regierung 

Das Ergebnis der amerikanischen Härte war allerdings eher ernüchternd: Die Gelder flossen im großen Stil aus den alten in neue Steueroasen. Deshalb suchten die USA nach einem neuen Weg, um an das Geld von Steuerflüchtlingen heranzukommen und änderten die eigene Taktik: Im Rahmen der G 8 und der G 20 spielten sie die eigene Macht aus und erwirkten, dass deren Mitglieder und die der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) einem Abkommen über den Automatischen Informationsaustausch (AIA) zustimmten.

In diesem Abkommen verpflichten sich fast 100 Staaten, gegenüber ausländischen Steuerbehörden, die Vermögensverhältnisse von deren Staatsbürgern offenzulegen.

Nur wenige Länder haben dieses Abkommen nicht unterzeichnet – Bahrain, Nauru, Vanuatu… und die USA.

In anderen Worten: Die USA haben die ganze Welt mit Nachdruck zur Offenlegung des Steuergeheimnisses gedrängt, die dazu durchgesetzten Vorschriften selbst aber nicht übernommen. Und das ist nicht alles: In den vergangenen Jahren haben sie vier ihrer Staaten in wahre Steuerparadiese für internationales Kapital verwandelt.

Das neue Steuerparadies USA

So galt der Staat Delaware bereits seit langem als idealer Platz zur Steuervermeidung und zur Einrichtung von Briefkastenfirmen. Dort sind, wie die New York Times 2013 ermittelte, in einem einzigen Haus in Wilmington 285.000 Gesellschaften ansässig. Sämtliche Dax-Unternehmen wie auch die Deutsche Bank und internationale Giganten wie Apple und Coca Cola nutzen die Steuervorteile und die Verschwiegenheit der Behörden.

Aber nicht nur Delaware, sondern auch South Dakota und Wyoming zählen inzwischen zu den US-Plätzen, in denen ein uneingeschränktes Bankgeheimnis gilt und in die seit einiger Zeit Milliarden aus aller Welt fließen. Die Genfer Vermögensberatung Cisa Trust, die ultrareiche Südamerikaner berät, ist ebenso nach South Dakota gezogen wie Trident Trust, einer der weltgrößten Anbieter von Offshore-Konten, der der Schweiz und den Cayman Islands den Rücken gekehrt hat.

Und noch ein Staat ist inzwischen hinzugekommen: Nevada. Hier hat die Schweizer Rothschild Bank 2013 in Reno eine Filiale eröffnet, die sich um die Vermögen ultrareicher Familien aus aller Welt kümmert und sich die weltweit wohl einmaligen Vorschriften für Geschäftsfirmen zunutze macht: Kein Stammkapitalpflicht, keine Buchführungs- und Bilanzierungspflicht, keine Aufbewahrungspflicht für Belege und Nachweise zur Mittelverwendung und – bei entsprechender anwaltlicher Beratung – keine Betriebsprüfungen.

Die USA haben es also nicht nur geschafft, den Rest der Welt zu zwingen, ihnen bei der Jagd auf eigene Steuersünder zu helfen, sondern den übrigen Staaten der Welt auch noch deren Steuersünder abspenstig gemacht und so für den Zustrom riesiger Summen ins eigene Land gesorgt. Damit haben sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie haben die Konkurrenz empfindlich geschwächt und dazu beigetragen, dass der Zustrom von Milliarden von Dollar ins eigene Land die eigene Zahlungsbilanz aufbessert und den kränkelnden Dollar – zumindest vorübergehend – stützt.

Warum dann aber noch die Veröffentlichung der „Panama Papers?“

Mit Hilfe der „Panama Papers“ wird nun dieser Strom noch zusätzlich befördert, und zwar durch die Zurückhaltung von Informationen: Welcher Ultrareiche und welcher Politiker weiß schon, ob er nicht auch noch in irgendeiner Liste auftaucht? Was wird er tun, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Vermutlich wird er sein Vermögen so schnell wie möglich in das neue Steuerparadies USA transferieren …

Und ganz nebenbei dienen die „Panama Papers“ auch noch dazu, bisher nicht belastete unliebsame Politiker und Konkurrenten auf dem Finanzmarkt unter Druck zu setzen, denn von einem kann man wohl ausgehen: Die Zahl führender Persönlichkeiten, die angesichts der angekündigten Veröffentlichung zusätzlicher Informationen derzeit gut schlafen können, weil sie sich in der Vergangenheit nichts haben zuschulden kommen lassen, dürfte sich in Grenzen halten.


Der Marketing-Gag der „Panama-Papers“.

5. April 2016

Panama, so ein Mittelamerikanisches Dschungelgebiet und Steuerparadies, das seinen Kanal offenbar nicht voll kriegen kann, musste den Namen für diese Datensätze aus vermutlichen Geheimdienstquellen hergeben. Das klangt wohl so schön gesetzlos und verrucht?

Ein wesentlicher Anteil, etwa die Hälfte nämlich, der in diesen Daten genannten Briefkastenfirmen, sitzen aber gar nicht in Panama sondern auf dem Britischen Übersee-Territorium, den zum UK(!) aber damit noch lange nicht zur EU gehörenden Virgin Islands, den Jungfrauen Inseln. Wie überaus praktisch für die Briten: Es regiert ein Gouverneur, aus London eingesetzt. Queen Elli II ist Staatsoberhaupt. Außen- und Verteidigungspolitik bestimmt London. EU-Recht, das ist ganz wichtig in dieser Konstellation, gilt natürlich nicht! Auf der Straße regiert der US-Dollar. Viele dieser Briefkastenfirmen werden in Wahrheit aus England, vermutlich die meisten aus der City of London gesteuert? Man stelle sich nach einem erfolgten Brexit das ganze UK als ein einziges Steuer-Paradies, direkt vor der Haustür der Kontinentaleuropäer gelegen, vor. Da brauchen die europäischen Nationalstaaten dann keine Steuern mehr zu erheben…

Nicht London-Papers, nicht UK-Papers, nein Panama-Papers heisst der Enthüllungs Gag, obwohl die Hälfte (113.648) der von Mossack Fonseca gegründeten Firmen ihren Sitz auf den britischen Junfrauen-Inseln haben. In Panama sitzen nur etwa 20% (48.360) dieser Briefkastenfirmen, die nicht nur zur Steuerhinterziehung sondern vor allem auch der Geldwäsche dienen. Hierbei wäre an kriminelle Organisationen, wie diverse Mafias, den internationalen Waffen-, Drogen- und Menschenhandel zu denken. Korrupte Politiker, ob nun aus der EU, den Amerikas, Asien oder Russland hätten nicht den schlechtesten Grund diesen Weg zu wählen, denn sie können in der Regel die Herkunft ihrer Gelder nicht erklären. „Wir im Westen“, wir tun so etwas aber natürlich nicht, das macht nur dieser Gauner Putin ;-)

Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca soll zu den fünf größten Firmen ihrer Art gehören. Alleine diese Firma hat in den vergangenen 40 Jahren eine Viertelmillion Offshore-Firmen eingerichtet! Sie sitzt nicht nur in Panama sondern auch in London(!), Luxembourg(!), der Schweiz(!), Malta(!) und Gibraltar(!). Da wären dann die üblichen Verdächtigen ja wieder einmal einträchtig zusammen?

Über die anderen Großen und die vielen Kleinen in diesem Metier schweigt man. Wessen Gelder die an den Steuern vorbei schleusen erfährt man auch nicht. Das Ganze ist eine Investigativ-Journalistische-Willkür-Aktion bei der man auch die Finanziers der Aktion und der Akteure im Auge behalten sollte. Immerhin hat sich CHARLIE HEBDO inzwischen schon der Sache angenommen: http://cdn.20m.es/img2/recortes/2016/04/05/268404-504-654.jpg

Eine internationale Einigkeit über die Definition von Steuer-Paradiesen gibt es nicht. Die EU hat im Juni 2015 30(!) Länder als Steuerparadiese eingeordnet. Um auf diese Liste zu kommen musste ein Gebiet von mindestens 10 EU-Mitgliedsstaaten als Steuer-Paradies eingeschätzt werden.

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http://www.nachdenkseiten.de/?p=32707
https://www.craigmurray.org.uk/archives/2016/04/corporate-media-gatekeepers-protect-western-1-from-panama-leak/
https://alexandrabader.wordpress.com/2016/04/04/panama-papers-mit-george-soros-gegen-wladimir-putin/


Horrorstory: Vizepräsident der EU-Kommission von den Pujols gekauft?

2. Februar 2016

Die folgende „Enthüllungsstory“ ist gewiss mit Vorsicht zu genießen, läßt sie doch jeden Beweis ihrer Behauptungen vermissen. Zugleich nennt sie jedoch Namen, Orte, Zeit und Quellen die real existieren und deren Erfindung eine „sehr blühende Phantasie“ voraussetzten? So möge sich halt ein Jeder selbst ein Bild machen…

Es wird darin behauptet, daß der erste und bisher einzige internationale Erfolg der CAT-SEP’s, die öffentliche positive Unterstützung ihres geplanten Unabhängigkeitsreferendums am 13.09.2013, durch den damaligen Premierminister Lettlands, Valdis Dombrovskis, durch eine 6 Millionen Euro Spende von Schwarzgeldern des Pujol-Mafia-Clans ausgelöst worden sei. Die spanische Regierung hatte damals den lettischen Botschafter einbestellt und scharf protestiert.

Das Geld soll damals von Fonds aus Konten in Panama geflossen sein, die von der Familie Pujol-Ferrusola kontrolliert worden seien. Ursprünglich seien 10 Millionen Euro verlangt worden, die Forderung des Letten aber von den geschäftstüchtigen Pujols auf 6 Millionen Euro herunter verhandelt worden, geradezu ein Schnäppchenpreis für diesen Propaganda-Erfolg der CAT-SEP’s!

All dies stehe in einer Information der Unidad de Inteligencia de la Policía Nacional vom November 2014. Die Zustimmung Dombrovskis war damals zwei Tage nach dem medienwirksamen 200km-Menschenwurm der VIA CATALANA erfolgt.

Aus äußerst vertrauenswürdigen (anonymen!) Quellen gabe die Polizei erfahren, daß eine Frau seines absoluten Vertrauens mit den Initialen S.B. den Deal ausgehandelt habe. Die Zahlung sei sowohl in Bar als auch über „Darlehen“ von Banken erfolgt. Die Polizei selbst räumt ein, daß sie keinerlei Beweise habe, nur halt sehr vertrauenswürdige anonyme Quellen und barmt, daß dieser „vermutlich korrupte Lette in seiner EU-Funktion Spanien weiterhin schaden könne!“

Valids Dombrovskis Zustimmung blieb in der EU zwar isoliert, schadete dem Mann aber keineswegs, denn der ist heute immerhin (oder gerade deshalb?) Vize-Präsident der EU-Kommission. Sein EU-Büro ließ wissen, diese Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage. Na, dann bin ich ja beruhigt und glaube weiterhin, daß Korruption unter den konkreten Bedingungen der EU sicher ein Fremdwort bleiben wird bei den Eurokraten…

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http://www.elperiodico.com/es/noticias/politica/primer-ministro-letonia-cobro-por-apoyar-estado-catalan-interviu-4863488

http://www.interviu.es/reportajes/articulos/seis-millones-para-comprar-al-primer-ministro-de-letonia


CAT: Langsam wird es tatsächlich enger für die Pujols!

30. Oktober 2015

Der ermittelnde Richter der Audiencia Nacional José de la Mata hat nach den Durchsuchungen dieser Woche alle spanischen Bankkonten von Jordi Pujol Ferrusola, alias „Junior“ eingefroren! Seine diversen Konten bei sechs andorranischen Banken sind bereits im Februar durch eine Richterin Andorras blockiert worden. „Junior“ wird bisher vom Richter vorgeworfen über Scheinfirmen 11,5 Millionen Euros für nicht erbrachte Leistungen von Baufirmen eingesammelt zu haben. Da diese trotzdem anstandslos bezahlten, geht der Richter davon aus, dass es sich um verschleierte 3% Provisionszahlungen für Öffentliche Aufträge der Generalitat de Catalunya an die Pujol-Bande handelte.

Gegen „Junior“ wird seit 2012 ermittelt, nachdem eine „Ex“ der Polizei erzählte, daß sie mit ihm regelmäßig im Auto nach Andorra gefahren sei, wo er Plastiktüten, prall gefüllt mit großen Scheinen bar bei seinen Banken eingezahlt habe. Die Ermittlungen verliefen anfangs recht schleppend, da der Richter zunächst nur die Aussage der Frau hatte und Andorra zu dieser Zeit nicht mit den spanischen Behörden kooperierte.

Dies ließ „Junior“ genügen Zeit seine diversen Firmen regelrecht zu „entkapitalisieren“! Mit typischen Geldwäsche-Methoden ließ er sein gesamtes Vermögen unbehelligt vom spanischen Staat über eine inaktive Scheinfirma in Panama nach Mexiko abfließen. Da er zeitweilig vier (4!) Strohmänner benutzte, besteht die wahrscheinliche Möglichkeit, daß er über weitere Konten in Méxiko, den USA, Paraguay, Argentinien und Panamá verfügt, auf denen derzeit Geldbestände unbekannter Höhe deponiert sein könnten.

Allerdings kann auch „Junior“ eventuell nur der Strohmann von „Senior“ Pujol gewesen sein, denn EL PERIÓDICO veröffentlichte das Foto einer handschriftlichen Mitteilung des damals amtierenden Präsidenten, der unter Angabe der Nummer seines DNI (Spanischer Personalausweis) schrieb, dass eines dieser Konten ihm gehöre und im Falle seines Ablebens an seine Frau Marta Ferrusola Lladron übertragen werden solle…


Die Pujols: Kriminelle Geldeintreiberfamilie mit angeschlossener Geldwäscherei?

29. Oktober 2015

Jordi Pujol Junior war Inhaber von einem Dutzend Konten in Andorra, auf die seit 1990 bis 2012 Peseten, US-Dollars, D-Mark und Euros im Wert von über 47 Millionen Euros eingezahlt wurden. Etwa ein Drittel mittels Überweisungen, die restlichen zwei Drittel, etwa 31 Millionen Euro per Bargeld-Einzahlungen. Dies geht aus den Daten der andorranischen Behörden hervor. Darunter befanden sich Bargeldeinzahlungen im Wert von 2,7 Milliarden spanischer Peseten (ESP), 10,3 Millionen Euro, 3,2 Millionen US-Dollar und 2,1 Millionen D-Mark, in der Summe die oben genannten 31 Millionen Euro Bar-Einzahlungen!

Pujol Junior behauptet weiterhin keck, diese Beträge mit seinen Geldgeschäften auf der Basis des großväterlichen Schwarzgeld-Erbes verdient zu haben.  Eine Erklärung für die Bareinzahlungen wäre dies jedoch nicht. Die Untersuchungsbehörden schließen diese Möglichkeit kategorisch aus. Nebenbei hätte Junior nach seiner Aussage, dieses Erbe also verfünfundfünfzigfacht (das 55-fache!). An Selbstbewusstsein mangelt es ihm zwar nicht, die andorranischen Behörden jedoch bewerteten hingegen Juniors Fähigkeiten als Investor als doch recht begrenzt…

Die spanischen Ermittlungsbehörden haben inzwischen aber Beweise für Verbindungen zu immer den gleichen Unternehmen, die offenbar Provisionen, die berühmten 3%, die auch gerne mal etwas höher, oder mehr gewesen sein dürften, für Aufträge der Generalitat de Catalunya bezahlten, wodurch die Katalanen über Jahrzehnte zuviel Geld für zu schlechte Leistung bezahlt haben dürften, denn dieses Geschäft rechnete sich in allererster Linie ja wohl für die Auftragnehmer von öffentlichen Aufträgen? Wenn man an die Kosten der Infrastrukturmaßnahmen, alleine im Großraum Barcelona, im Vorfeld der Olymischen Spiele von Barcelona 1992 denkt, dann dürfte dies noch nicht einmal alles sein? Pujol konnte solch eine Aktion auf Dauer nicht alleine mit seiner Familie durchführen. Es muß in seiner Partei, in seinen Regierungen und in Madrid, sowie natürlich in der Wirtschaft Mitwisser gegeben haben, die ebenfalls kassiert haben dürften?
Dies wäre zumindest eine plausible Erklärung, warum bis heute alle dicht halten. Diese Form der permanenten Misswirtschaft, teils verbunden mit atemberaubender Unfähigkeit, dürften zur gigantischen Verschuldung der Spanischen Autonomie Katalonien beigetragen haben?

Nach der Einzahlung dieser Schwarzgeldbeträge kam der erforderliche Schritt der Geldwäsche. Das Geld wurde an Familienmitglieder, bzw. an von diesen kontrollierte Scheinfirmen in allen Teilen der Welt, vorzugsweise in Steuerparadiesen verteilt, wo es dann nicht selten in neue illegale Geschäfte mit hohen Renditeversprechen investiert wurde. Dies procedere wurde im Prinzip über zwanzig Jahre beibehalten, die Schwarzgelder gewaschen, reinvestiert und sie dürften sich vermutlich mindestens vervierfacht haben in dieser Zeit? Wir sprächen dann also über ein kriminelles Familienvermögen im dreistelligen Millionen Bereich?

Die Ermittler bezeichneten die Pujol-Familie als eine perfekt installierte kriminelle Organisation mit familiärem Rahmen.
Auch die Geschichte vom großväterlichen Erbe des Florenci Pujol an seine Schwiegertochter und deren Kinder stellt sich nach den Papieren aus Andorra offenbar anders dar. Demnach sollten diese 840.000 Euro ursprünglich eher von Seiten Marta Ferrusola i Lladós, der Ehefrau Jordi Pujols gekommen sein.


Pujol-Bande: Zahlen, die sie hinter Gitter bringen?

28. Oktober 2015

Erinnern wir uns: Als der Meister Yoda des katalanischen Nationalismus, der inzwischen gar nicht mehr ehrenwerte Ex-Präsident der Generalitat d’Catalunya, Jordi Pujol i Soley im Vorjahr seinen denkwürdigen Auftritt im Parlament vollzog, wie katalanisches Bauerntheater mit einem gehörigen Schuß Victimismus versehen, da hatte er gestanden, leider-leider sein väterliches Erbe, gewidmet seiner Frau und seinen Kindern aus umgerechnet 3,4 Mio Euro Schwarzgeldern seines Vaters Florenci in Andorra in den letzten 30 Jahren mangels passender Gelegenheit nicht versteuert zu haben.  Irgendwann habe man das Geld unter den Kindern aufgeteilt und jeder ging mit seinem Erbteil seine Wege. Das war Pujols offizielle Geschichte…

Dank der neuen Zusammenarbeit der Behörden Andorras mit denen Madrids wissen Letztere heute, daß die gesamte Pujol-Bande, bestehend aus Eltern und sieben Kindern, insgesamt über 40 Millionen Euro aus unbekannter Herkunft über das Konto in Andorra bewegte. Diese Zahlen passen in keiner Weise zu den Aussagen und Steuererklärungen und geschäftlichen Aktivitäten der Bandenmitglieder Pujol-Ferrusola. Opa Florencis Schwarzgeld in Peseten betrug umgerechnet 840.000 Euro. Niemand erklärt, wie daraus 3,4 Millionen Euro geworden sein sollen?  Die bewegten Geldbeträge von über 40 Mio Euro entsprechen dem 11-fachen der 3,4 Mio oder gar dem 50-fachen des tatsächlichen Florenci-Erbes von 840.000 Euro.

Im Jahr 2.000, vor der Einführung des Euro, lieferte der älteste Sohn Jordi Pujol Ferrusola Bargeld in Pesetas im Wert von umgerechnet 1,8 Millionen Euro bei der Andbank ein. Das Geld kam nicht von Opi Florenci, schätze ich? Diese Bareinzahlung war zwar die Höchste, jedoch nur eine von sehr vielen. Die Bank stellte keine Fragen nach der Herkunft des Geldes. Das war ein geschätzer Teil ihres Geschäftsprinzips.

Die Ermittlungsbehörden u.a. die UDEF konstatierten der Pujol-Ferrusola-Familie wie eine perfekt durchorganisierte kriminelle Bande agiert zu haben. Sie meisten Einzahlungen, sowohl in Bar als auch per Überweisung, kamen von Jordi Pujol Jr., der allerdings  große Teile dieser Gelder auf persönliche und Geschäftskonten seiner Geschwister in Andorra und anderen Steuerparadiesen wie Panamá, México, Schweiz, das UK, Argentinien und Liechtenstein überwies. Die Ermittler sehen es als bewiesen an, daß der ganze Clan koordiniert, als Bande agierte! Selbst nach dem Beginn der Ermittlungen in 2012 hat Jordi Pujol Jr. noch 5 Mio Euro aus Andorra „gerettet“.

Bei den Durchsuchungen der Wohnungen und Geschäftsräume wurden auch zahlreiche Bargeldbeträge festgestellt. Hier lag Pere Pujol Ferrusola mit 96.000 Euro an der Spitze. Das Geld sei aber reguliert, d.h. nachversteuert, behauptete er ohne jedoch dessen Herkunft zu nennen..

Mir scheint, die Pujols-Ferrusola-Bande hat jetzt ein Problem! Schließlich ist einst in Chicago auch der sich als unverwundbar fühlende Mafia-Boss „Al Capone“ wegen Steuervergehen hinter Gitter gebracht worden!