Saudis und Golfstaaten sehen ihren Rang bedroht!

12. Mai 2015

Letzte Woche war der französische Präsident François Hollande in Saudi Arabien um Rafale-Jets zu verscherbeln und danach auch in den Golfstaaten und hat dort als erster westlicher Staatsmann am einem Treffen des Golfrates teilgenommen.

Ob er da schon erfahren hat, dass die Scheichs Obamas Einladung nach Washington und Camp Davis vom 13.5 -14.5., also Mittwoch und Donnerstag boykottieren wollen?

Anscheinend sind die Scheichs mit Obamas Iran-Politik, die ich im Prinzip für richtig halte, überhaupt nicht einverstanden, fast so wie der Israeli Netanyahu! Stell‘ dir vor, Obama lädt ein und keiner geht hin?

So kam es zu dem unerhörten Affront, daß nicht nur der König von Saudi Arabien, sondern auch die Emirs von Katar und Kuwait den US-Präsidenten versetzten und rangniedrigere Stellvertreter senden wollen!

Sollten die USA ihre Beziehung zum Iran generell ändern, dann würde das den Rang ihrer Verbündeten in Saudi Arabien und am Golf tangieren.. und möglicherweise auch den der Israels… und.. der Türkei?

Unter diesem Aspekt wäre es nachvollziehbar, wenn die nicht Hurra schreien. Andererseits, wenn die USA mit dem Iran gute Beziehungen hätten, dann würden die Iraner nicht mit Raketen drohen und dann bräuchte es keinen US-Raketenschutzschirm in Europa;-)

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Putin mit US-Kongress gegen Obama, oder was?

15. April 2015

Der US-Kongress hat in seinem Kampf gegen die Iran-Verhandlungen der Obama-Admin unerwartete Schützenhilfe aus Russland bekommen. Der Leibhaftige, Putin himself, spielte den REPS in die Karten!

Der Vorsitzende des Aussenpolitischen Kommittees des US-Senats, Bob Corker verkündete starke, parteiübergreifende Unterstützung für ein Gesetz das dem Kongress eine Art Aufsicht über eine Iran-Vereinbarung Obamas gäbe.

Das Weisse Haus warnte vor einer Aufweichung der Kompetenzen und damit generell der Macht des US-Präsidenten in aussenpolitischen Fragen.

Was hat nun Putin damit zu tun? Putin hat sich verhalten wie die USA, damals als sie den Russen versprach, die NATO nicht über die Elbe und nach Osteuropa auszuweiten. Er hat die Finger hinter dem Rücken gekreuzt und sein Versprechen gebrochen.

Putin hat die verbalen Sanktionen seines Vorgängers Medvedev aufgehoben, der 2010 im Zusammenhang mit der Resolution 1929 des UN-Sicherheitsrates – juristisch nicht bindend – die Lieferung der russischen Luftabwehrsysteme S-300 an den Iran stoppte, der die Raketen ein Jahr zuvor bei Russland gekauft hatte und nun auf die Lieferung pochte.

Putin stellte nun also fest, dass der Grund für die Sanktionen nicht mehr bestünde und gab die blockierte Raketenlieferung an den Iran frei!

Jetzt springen die Amis im Dreieck! Israel und die USA selbst können jetzt künftig nur mit sehr viel weniger Erfolgschancen Luftangriffe auf den Iran erwägen, oder sie tun es sofort, noch bevor die russischen S-300 Systeme installiert und betriebsbereit sind.

Grund ist, dass der Vertragstext von Res. 1929 den Russen die Lieferung des bestehenden Vertrages durchaus erlaubte und Medvedev nur eine „unverbindliche“ Zusage machte, genau wie seinerzeit die USA an die Russen bezüglich der Nicht-Osterweiterung der NATO.

Dies lässt die Obama-Admin im Rückblick wie Amateure erscheinen und spielt somit den REPS in die Hände. Wer war eigentlich damals verantwortlicher US-Chef-Diplomat? War das nicht die Außenministerin Hillary Rodham Clinton, die Hillary, die sich auch für die Bewaffnung der Rebellen in Syrien gegen Assad aussprach und die jetzt mal wieder US-Präsidentin werden will?

„Quod licet Iovi, non licet bovi“ würde ich das kommentieren, wenn ich Latein gelernt hätte, in der Schule, hab’ ich aber nicht…