Warum Franca Viola einen Orden bekam?

12. Januar 2017

Vor kurzem sollte in der Erdogan-Retro-Türkei das Strafgesetz dahingehend geändert werden, daß ein Vergewaltiger, der sein Opfer nach der Tat heiratet, straffrei bleiben würde. Da könnte MANN praktisch heiraten, wen MANN wollte, denn wenn FRAU nicht will, muss sie halt zuerst vergewaltigt und so zu ihrem GLÜCK(!) gezwungen werden…

Die Empörung in der Türkei (und im Ausland, u.a. auch bei mir!) war groß und man zog den Gesetzesentwurf (vorläufig?) zurück.

2014 bekam eine Italienerin den höchsten italienischen Verdienstorden, wofür?

Sie war im Dezember 1965 als 17-jährige von einem Mafia-Bengel aus ihrem Dorf entführt, mehrere Tage festgehalten und dabei vergewaltigt worden, nachdem der bei ihrem Vater vergebens um die Hand dessen Tochter angehalten hatte.

Die Tat wurde angezeigt und sollte durch Hochzeit bereinigt werden, denn auch im christlich-katholischen Italien war dieser Vergewaltigungsfreibrief bis 1981 als Paragraph 544 Teil des italienischen Strafgesetzbuches!

Franca Viola und ihre Eltern, eine einfache Bauernfamilie, hielten ihre Anzeige aufrecht und weigerten sich strikt, die Angelegenheit per Heirat nachträglich zu bereinigen. Da die Familien der Vergewaltiger ebenfalls im Dorf wohnten, mussten die Violas jahrelang mit Polizeischutz leben. Der Täter bekam eine mehrjährige Gefängnisstrafe und verübte Suizid im Gefängnis. Es dauerte dann noch 16(!) Jahre bis das italienische Strafgesetz um den Paragraphen 544 bereinigt wurde!

Diese unglaubliche Gesetzesregelung von Vergewaltigung ist also reiner Machismus und nicht auf bestimmte Religionen beschränkt, wie man nach der türkischen Eskapade hätte denken können!

Gegenwärtig gibt es solche Gesetze in:
Libanon, Nicaragua, Guatemala, Malasia und Afghanistan. In Marokko wurde es vor zwei Jahren abgeschafft!

Erdogans Retro-Türkei wollte dieses rückständige Gesetz gegen Frauen aber NEU einführen: ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT mit Recep Tayip Erdogan!
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http://www.elmundo.es/cronica/2017/01/12/5870d3c4e2704ed4578b4570.html

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Wollen Merkel und vdL uns Deutsche an der Seite von Saudi Arabien und der Türkei in einen Krieg gegen Syrien und den Iran ziehen?

12. Dezember 2016

Die Rolle von Saudi Arabien im Nahen und Mittleren Osten könnte schlimmer kaum sein und dies seit den Zeiten von Osama bin Laden. Die Auspeitscher, Amputeure, Kopfabschläger, Steiniger und „vergewaltigte-Frauen-Bestrafer“ sind wohl eines der repressivsten Regime auf diesem Planeten, aber anscheinend halt auch ein interessanter Kunde für deutsche Rüstungsprodukte (derzeit mit knapp einer halben Milliarde im ersten Halbjahr 2016 auf Platz 3!)  und sie haben wohl auch so manchen Petrodollar in der deutschen Wirtschaft investiert. Das verpflichtet!

Dort in SA wird gerade ein militärisches Hauptquartier einer angeblich 40 Staaten umfassenden sunnitischen Koalition (inklusive des NATO-Mitglieds Türkei!) aufgebaut, mit dem endlich der ersehnte Religionskrieg gegen die Schiiten in Syrien, im Irak und – last but not least – im Iran geführt und natürlich gewonnen werden soll. Da dürfen wir Deutsche nicht fehlen, auf gar keinen Fall, denken Merkel und vdL anscheinend? Wir sind wohl wieder wer?

Die saudische Sunnismus-Variante der Wahabismus ist eine Art Steinzeit-Islam oder man könnte ihn auch eine Form von zum Staat gewordenen IS-Jihadismus bezeichnen. Die mittlerweile verschuldeten Saudis rüsten wie bekloppt auf und haben ihre Armee auf 200.000 Soldaten und die Marine auf 25.000 (fast) verdoppelt, rund 300 Kampfflugzeuge am Start und bauen ein Raketenabwehrsystem auf. Was fehlt ist Kampferfahrung und da kann die Bundeswehr einspringen, die seit Gründung Gottseidank in Friedenzeiten lebte und – von ein bißchen Balkan und Afghanistan abgesehen – keine Kampferfahrung hat, was hoffentlich noch sehr lange so bleiben möge, obwohl andere in Deutschland anscheinend intensiv in eine andere Richtung arbeiten?

So soll makabrerweise der Jemen-Krieg der Saudis, dem nun auch schon tausende Menschen zum Opfer fielen, als eine Art von „Training mit scharfer Munition unter Gefechtsbedingungen“ gegen einen ungleichen, krass unterlegenen Gegner als „Erfahrung sammeln“ betrachtet werden? Im Hauptquartier dieser Religionskrieger soll künftig ein deutscher Verbindungsoffizier sitzen. Saudische Stabsoffiziere sollen an der Führungsakademie der BW in HH ausgebildet werden.

Aber auch Frankreichs Ausnahmezustandspräsident Hollande ist an den Saudis nahe dran, nimmt sogar an deren Kabinettsitzungen teil und auch die Briten sollen Stützpunkte am persischen Golf aufbauen und sogar mit Sack und Pack und Frauen und Kinder da runter ziehen, wo wohl bald die Kugeln fliegen? Was passiert eigentlich, wenn NATO-Mitglieder auf Abwegen im wahabitischen Religionskrieg „etwas auf die Schnauze kriegen“, tritt dann der Bündnisfall ein?

Es hat irgendwie den Anschein, als sei die grundsätzliche Entscheidung für den Beginn eines WW3 im Nahen und Mittleren Osten bereits gefallen und die Figuren werden in ihre Ausgangspositionen gebracht. Da wird von Frauen geführt werden, die grundsätzlich immer friedlich handeln, schlafen wir alle wohl ruhig weiter bis es endlich alternativlos knallt?


Proteste in der Türkei: Vergewaltigung kann man nicht legalisieren!

20. November 2016

Am kommenden Dienstag soll in der Türkei ein Gesetz verabschiedet werden, dem zu Folge Vergewaltiger von Minderjährigen von ihren Haftstrafen begnadigt werden sollen, wenn sie das Opfer heiraten!

Die AKP rechnet selbst mit etwas dreitausend betroffenen Familien! In den meisten Fällen kamen diese Vergewaltigungen von Minderjährigen erst ans Tageslicht, wenn das Opfer zur Entbindung in ein Krankenhaus kam. Erst danach wurden die Behörden tätig, die Täter zu Haftstrafen verurteilt. Die Ärzte sind zur Meldung verpflichtet, wenn eine Minderjährige entbindet. Aber so wird argumentiert, dies ließe die junge Mutter mit ihrem Kind in einer verletzlichen Situation zurück. In einigen ländlichen Gebieten werden Ehen sowieso ab einem Brautalter von 15 Jahren praktiziert. In vielen Fällen erfolgt nur eine religiöse Zeremonie und kein offizieller Eintrag ins Zivilregister.

Die AKP versucht also den „Macho-Pragmatismus“ gesetzlich zu verankern, daß wenn die minderjährige, vergewaltigte Mutter vom Täter geheiratet würde, so schließlich für Mutter und Kind „gesorgt sei“ und der Staat fein aus der Sache raus wäre. Dazu müsse der Vergewaltiger aber aus dem Gefängnis entlassen werden „um sich so überhaupt erst um seine Familie kümmern zu können“!

Frauenbewegungen laufen in zahlreichen Städten Sturm gegen diese Pläne.  Teile der AKP treten sowieso aktiv für Absenkung des Heiratsalters ein, die Religion erlaube die Verheiratung von 13-jährigen (wahrscheinlich auch gegen deren Willen und ohne der späteren „Gatten“ vorher zu kennen?).

Wenn wir in Bälde wegen Erdogans Säuberungen in der Türkei eventuell verstärkt mit türkischen Asylsuchenden in Deutschland rechnen müssen, wie werden sich unsere Behörden dann verhalten, wenn ein Asylant mit minderjähriger Ehefrau einreist oder eine solche per Familienzusammenführung nachholen möchte?
Wird sie einfach augenzwinkernd ein paar Jahre älter gemacht und alles ist gut?
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http://www.lavanguardia.com/internacional/20161120/411995551497/turquia-ley-violadores-menores-matrimonio-victima.html


Jordaniens bemerkenswerte „religiöse Toleranz“!

22. Dezember 2015

Das kleine Königreich Jordanien gilt als Hort der Stabilität und Toleranz im arabischen Teil des Nahen Ostens und selbst unser Bundespastor Gauck „kriegte sich jüngst kaum ein“ bei seinem Staatsbesuch.

Wirklich alles super? Schau’n wir mal:
Wenn ein Mann der rund 180.000 jordanischen Christen sich schnell und günstig scheiden lassen will, dann konvertiert er am Besten zum Islam.

Das hat für ihn folgende erfreuliche Konsequenzen:
Nach Artikel 172 des Zivil-Gesetzes  bekommt ein muslimischer Mann automatisch die Vormundschaft, das Sorgerecht für alle Kinder* über 7 Jahre. Kinder unter sieben Jahren kann der Mann spätestens dann „einfordern“, wenn sie dieses Alter erreicht haben. 95% der Jordanier sind Muslime – wen wundert’s – auch dank dieser Sitten und Gebräuche!

Die Frau bekommt entsprechend keinen/wenig Unterhalt.
Der Mann kann sofort erneut heiraten. Der Christin bleibt dieser Weg verwehrt, es sei denn, sie konvertiert ebenfalls zum Islam oder von Römisch-Katholisch zur Griechisch-Orthodoxen Variante des Christentums, die mit etwas Hin und Her auch eine Scheidung ermöglicht.
Der Grund für diese Ungleichbehandlung ist eine fehlende Gleichheit durch ein identisches Zivilrecht für alle und statt dessen unterschiedliche religiöse Rechte diverser Religionen.

Die Christin und ihre christlich gebliebenen Kinder, also die unter sieben Jahren, können ihren jetzt muslimischen Ex-Gatten auch nicht beerben. Aber in der Praxis können anscheinend auch Kinder die jünger als 7 Jahre alt sind, vom muslimischen Vater eingefordert werden?

Die Christin kann den ganzen Schlamassel „easy“ umgehen, wenn sie ebenfalls konvertiert.

Ob Bundespastor Gauck das alles wusste, als er Jordanien mit seinem Besuch beehrte? Wir wissen es nicht!
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http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/12/jordan-law-christians-convert-muslims-women-divorce.html?utm_source=Al-Monitor+Newsletter+%5BEnglish%5D&utm_campaign=2a4ea05342-December_22_2015&utm_medium=email&utm_term=0_28264b27a0-2a4ea05342-102306473


Wird’s dem IS in Syrien zu heiss, dann geht er halt nach Libyen?

18. November 2015

Weicht der IS unter dem Druck des Bombardements von Russen, Franzosen und der USA(?) demnächst nach Libyen aus?

Das glaubt zumindest der libysche „Außenminister“ Mohamed Dayri. Seine Regierung verfüge über glaubwürdige  Infos, wonach der IS von seinen neu rekrutierten Kämpern verlange sich nach Libyen zu orientieren und nicht mehr nach Syrien zu reisen!

La Libye, nouvelle base de Daech ? «Je crains que la Libye ne devienne dans un avenir proche le prochain sanctuaire de Daech», avertit le ministre libyen des Affaires étrangères, Mohamed Dayri, dont le gouvernement est reconnu par la communauté internationale.. (LE PARISIEN).

Sollte diese Info zutreffend sein, dann dürfte man diese Entwicklung in Syrien, dem Iran, dem Irak, der Türkei, bei der NATO* und in Israel mit einer gewissen Erleichterung sehen?
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*Im Libyen-Krieg haben die nahen NATO-Staaten Portugal, Spanien, Frankreich und Italien wie Flugzeugträger für die Bomber fungiert.


Separatistische katalanische Kampf-Nonnen besorgen den Vatikan!

19. Mai 2015

Grundsätzlich gibt es mindestens zwei von ihnen und diese bekanntesten Nonnen Kataloniens gehören gegensätzlichen politischen Lagern an, wenn gleich beide Separatistinnen sind!

Lucía Caram, 1966 in Argentinien geborene Dominikanerin aus einem Kloster in Manresa, wurde zur Rechenschaft gebeten zu ihren Oberen in Rom. Sie fanden, dass ihre ständige Medienpräsenz u.a. als TV-Köchin und ihre Nähe zu den Separatisten von CiU nicht mit ihren Ordensregeln vereinbar seien. Immerhin wurde sie aber so zur Katalanin des Jahres 2014 gewählt! Eine Abmahnung hat sie schon hinter sich…

Teresa Forcades, 1966 in Barcelona geborene, doppelt promovierte Ärztin, Theologin, Feministin und Benediktinerin aus dem Kloster Montserrat, denkt laut darüber nach, ein, zwei Sabath-Jahre vom Klosterleben zu nehmen und in dieser Zeit als Präsidentin der Generalitat de Catalunya zu kandidieren! Die Mitbegründerin der Bewegung Procés Constituent steht politisch links, der katalanischen Unabhängigkeit aber positiv gegenüber und wirbt für eine gemeinsame linke Liste von CUP, Guanyem, ICV, EUiA und Podemos für die Präsidentschaftswahlen in Katalonien am 27-S. an Teresa Forcades Vila hat in New York und Harvard studiert und vertretend an der Berliner Humboldt-Universität gelehrt. Ihr könnte eine besondere Rolle zukommen, da sie die überwiegend nicht separatistische und zersplitterte Linke in Katalonien zusammenführen und dem Ziel des Separatismus zu führen will, ohne zugleich die neoliberalen CiU-Positionen des Artur Mas zu vertreten?

Über das Wirken dieser beiden rührigen Nonnen sollen ihre (zumeist männlichen) Kirchenhierarchie-Oberen nun richten mit dem Ziel die Nonnen einzubremsen?
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http://www.lavanguardia.com/politica/20150519/54431324977/vaticano-examina-activismo-monjas-caram-forcades.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Teresa_Forcades_i_Vila

http://www.fr-online.de/leute/nonne-teresa-forcades-i-vila–im-herzen-bin-ich-anarchistin-,9548600,27798360.html

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http://www.ara.cat/estils_i_gent/Lucia-Caram-Catalana-lAny_0_1340266225.html


Katalonien: Marokko und Katar wetteifern um Moscheebauten!

26. April 2015

Die Regierung in Rabat, Marokko will eine „islamisch gemäßigte“ , große Moschee in Badalona, Provinz Barcelona, bauen um dem grassierenden Salafismus oder Wahabismus in Katalonien eine muslimische Alternative für ihre rund 240.000 Ex-Bürger in Katalonien entgegen zu setzen! Von den ca. hundert als salafistisch geltenden (und den Behörden bekannten!) Moscheen in Spanien befinden sich rund 50 in Katalonien!

Der marokkanische Geheimdienst (DGED) hat die Migrantenszene in Spanien großflächig unter Observation, weil befürchtet wird, daß die radikalen Salafisten das Königreich Marokko bedrohen könnten.

Beide Seiten, Salafisten und Geheimdienst, werden vom spanischen Geheimdienst (CNI, früher CESID) überwacht. In Spanien leben ca. 2 Millionen Muslime, davon 400.000 oder 20% in Katalonien. Auch bei der Anzahl der Moscheen insgesamt in Spanien hält Katalonien einen 20%-Anteil, entsprechend seinem muslimischen Bevölkerungsanteil. Nur wenn es um die radikalen Salafisten und ihre Moscheen geht, dann ist Katalonien mit seinem 50%-Anteil um das 2,5-fache überproportional beteiligt, bzw. betroffen!

Kann dies eventuell mit den extrem günstigen Bedingungen zu tun haben, die Kataloniens Generalitat seinen potentiellen Neu-Bürgern einräumt? Wir wissen es nicht, einen Grund wird dieses Missverhältnis aber bestimmt haben?

Die salafistische Moschee von Salt versucht zur religiösen Referenz dieser Islam-Strömung für ganz Europa zu werden. Die salafistisch geprägte Regierung des Emirates Katar will eine Großmoschee in Barcelona bauen auf dem Gelände der historischen Stierkampfarena in der sich heute ein Einkaufszentrum befindet und unter Nutzung der  neoarabischen Baustruktur der historischen Außenhülle des Gebäudes.

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http://www.abc.es/espana/20150424/abci-mezquita-auge-salafista-barcelona-201504241253.html