Das „Puigdemont go!“ geht der belgischen Regierung „auf den Sack“. Sie fürchtet, die Flamen könnten auf den Geschmack kommen?

8. Dezember 2017

Belgiens Regierung versucht gerade noch den Tiefschlag der UEFA zu verdauen, die ihr für die EM 2020 das Eröffnungsspiel und weitere drei Begegnungen entzog, weil sich Brüssel nicht mit den aufsäßigen Flamen über den Bau eines neuen Stadions auf einem Gelände einigen konnte, das in die Kompetenz beider Regierungen fiel.

Einen „destruktiven Föderalismus“ in Belgien, kritisierte der ehemalige Premierminister Yves Leterme, anstatt eines notwendigen, normalen, „konstruktiven Föderalismus“ habe zum Verlust von Fußballspielen während der EM 2020 in Brüssel geführt, darunter das Eröffnungsspiel! Das habe zu einem erhebliche Prestigeverlust Belgiens geführt, fügte er hinzu.

Dies und der Tod von Johnny Hallyday waren Gestern die Hauptnachrichten. Das „Puigdemont go!“ und sein Katalanenzirkus kamen erst an dritter Stelle in den Nachrichten. Den Katalanen müssten eigentlich die Ohren geklungen haben, wenn sich sich nicht ständig victimistisch selbstbefriedigten?

Besonders die anbiedernde, rassistische Komponente der Statements einiger Demonstranten „ wir Katalanen sind Menschen des Nordens, während die Spanier Menschen des Südens sind und nur feiern und Stierkämpfe sehen wollen“ ließ sie nachdenklich werden und die Dinge, die da mitten in Brüssel geschahen, mit anderen Augen sehen. Dieser Spruch hätte direkt von dem „Knacki“ Junqueras kommen können, der die genetische, rassische Überlegenheit des Katalanen über den Spanier ständig selbst bemüht und sich selbst vermutlich als glänzendes Beispiel seiner Thesen betrachtet?

Puigdemont und sein Verhalten bringt die Flamen in Stimmung von denen eine quantitativ unbekannte Anzahl an der Katalanenzirkus-Demo teilnahm, bei der es übrigens auch Schilder in deutscher Sprache zu lesen gab.

Die flämische Partei N-VA (nein, nicht die nationale Volksarmee!) lief Gestern mit Transparenten herum auf denen stand „HEUTE(!) sind wir ALLE Katalanen“ und ist gleichzeitig Teil der belgischen Regierungskoalition! Man stellt in Belgiens Regierung unter dem francophonen Premierminister Charles Michel besorgt fest, daß sich ein Teil der Flamen in Kontakt mit dem „Puigdemont go!“ radikalisiert habe und sieht die Separatistenflagge „La Cubana“ nur ungern in Brüssel.

Man glaubt den victimistischen Sprüchen der Katalanen nicht mehr, die mit viel Geld in der Hand zu einem dreitägigen Shopping- und Demo-Trip in Brüssel einfielen mit Sonderflügen, Zügen, Bussen, teuren Wohnmobilen und Privatautos, die gute Hotels und Restaurants füllten und sich die Puente de la Constitución in Spanien ersparten.

Wenn jemand von einem katalanischen Demonstranten hört, es gäbe weder Freiheit noch Demokratie in Katalonien, der selbst seit 21 Jahren dreimal jährlich seine Tochter in Barcelona besucht und von all den Behauptungen nichts mitbekommen hat und sie deshalb in keiner Weise bestätigen kann, dann versteht er, daß es sich um das übliche katalanische Opfer-Ritual handelt, das er von seinen Flämischen Separatisten in Belgien bereits zur Genüge kennt!
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http://www.lesoir.be
http://www.lesoir.be/128322/article/2017-12-08/pas-deuro-2020-bruxelles-la-difficulte-etait-de-construire-ce-stade-bruxellois

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Katalanen belagern EU in Brüssel. Sie wollen ihr „Puigdemont go!“ zurück.

7. Dezember 2017

Heute um die Mittagszeit fand die seit Wochen angekündigte Demo der CAT-SEP’s in Brüssel statt. Wie üblich werden unterschiedliche Teilnehmerzahlen gemeldet, die je nach Interessenlage oder politischem Standpunkt mit zwischen 10.000, 20.000 und bis zu 45.000* angegeben werden. Viele der Teilnehmer sind mit Flügen, Bussen, Bahn und eigenen Autos und zahlreichen Wohnmobilen angereist. Es scheinen nicht „die ärmsten der Armen“ zu sein? Familien mit Schulkindern, die stolz lächelnd in die Kameras sagen, daß der Demo-Spaß in Brüssel sie locker drei Tage Zeit und mindestens 1.000 € an Ausgaben gekostet hätten? So schlecht unterdrückt Madrid seine katalanischen Sklaven?
Nun, Barcelona und Brüssel liegen nur schlappe 1.100km voneinander entfernt und im katalanischen Gehirnwäsche-Bildungssystem sind Kinder, die wegen Demos die Schule schwänzen, geradezu leuchtende Vorbilder. Sie wurden ja auch am 01-O vor den laufenden TV-Kameras vor die Gummiknüppel der Polizei gehalten, immer natürlich für die gute Sache der CAT-SEP’s.

Aufmerksamen Betrachtern sei aber nicht entgangen, daß darunter zahlreiche Sympathisanten flämischer, aber sogar auch korsischer Separatisten gewesen seien. So entsteht hier vielleicht gerade eine neue separatistische Internationale? Ob aber der Seeufer Horsti oder Markus Söder heute in Brüssel waren, das müsste man mal bei der CSU-Zentrale in München nachfragen?

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*Es war wohl die Brüsseler Polizei selbst, die noch um 12:24 die Teilnehmerzahl mit über 10.000 angegeben und dann anscheinend im Laufe des Tages ihre Teilnehmerzahlen auf angeblich 45.000 angehoben habe, oder die CAT-SEP’s sind auf ihrer Rundstrecke mehrmals an den Zählern vorbei gelaufen, so wie sie auch gerne mehrfach ihre Stimmen bei Wahlen abgeben und sich dabei 1, 2, 3 und 4 stolz fotografieren und ins Netz stellen ;-)
12:18
La Policía belga cifra en más de 10.000 los asistentes a la manifestación de Bruselas, según AFP.

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http://live.lesoir.be/Event/La_manifestation_des_independantistes_catalans_a_Bruxelles
http://www.lesoir.be/128211/article/2017-12-07/45000-personnes-manifestent-dans-les-rues-de-bruxelles-en-soutien-la-catalogne
http://www.standaard.be/cnt/dmf20171207_03229891
http://www.lavanguardia.com/politica/20171207/433469092074/elecciones-catalanas-manifestacion-bruselas-anc-omnium-puigdemont-jordis.html


Der Wahlkrampf für die vorgezogenen Autonomiequalen in der Panischen Autonomie Katalonien am 21-D hat begonnen!

5. Dezember 2017

Es hat manchmal etwas von einem Stück aus dem Tollhaus. In Katalonien gibt es zwei politische Lager in der Bevölkerung, die in etwa gleich groß sind. Bedingt durch das geltende Wahlrecht gelang es den nationalkatalanistischen Separatisten, verstärkt durch die Anarcho-CUP, trotz Stimmenminderheit die absolute Mehrheit an Parlamentssitzen zu erringen und „frei-nach-Schnauze“ zu regieren. Sie putschten sich selbst von selbst erfundenen Höhepunkten zu Höhepunkten auf und begannen den gesetzlichen Rahmen der Spanischen Verfassung zu brechen, zu überschreiten, zu verlassen. Consulta, Referendum, konstituierende Neuwahlen, einseitige Ausrufung der Republik.

Dies waren die politischen Eckpunkte der Nazi-CAT-SEP’s in den letzten fünf Jahren, aber diese Geschichte ist viel, viel älter. Es war „der-ewige-Jordi-3%-Pujol“, der schon seit Beginn der 1980er Jahre die Weichen in den Öffentlichen Medien und im Bildungssystem auf den Bruch mit Spanien stellte. Man ließ ihn gewähren, weil er es gaaanz langsam in kleinen Schritten umsetzte und weil man ihn als Mehrheitsbeschaffer in Madrid brauchte und seine diversen Nachfolger auch. Im Grunde ist jetzt seit über dreissig Jahren eine ganze Generation von Katalanen durch das nationalkatalanistische Bildungssystem der Hass-Erziehung auf Spanien, vom Kindergarten bis zur UNI gelaufen und dieser Gehirnwäsche unterzogen worden.

Die Reaktion Madrids war für mich höchst verwunderlich. Man rief zwar den Artikel 155 der Spanischen Verfassung aus, setzte die komplette Generalitat d’Catalunya ab, dazu die Präsidentin des Autonomieparlamentes, die zwei Jordis, die Präsidenten der sogenannten Zivilgesellschaftlichen Organisationen der CAT-SEP’s, des ANC und ODIO-Cultural, sowie den Polizeichef der Mossos. Man verkündete vorgezogene Autonomiewahlen zum frühest möglichen Zeitpunkt, dem 21-D, tastete aber weder die öffentlichen Propagandamedien, noch das Bildungssystem an? Damit hat  Madrid den CAT-SEP’s alle „bewährten Instrumente zur Propaganda- und Hasserzeugung“ gelassen! Im Prinzip musste Rajoy klar sein, daß er die jahrzehntelange Gehirnwäsche bei gleichzeitiger Fortführung deren wesentlicher Instrumente nicht bis zum 21-D aus den Köpfen der Katalanen bringen können würde?  Was aber will er dann erreichen?

Der ungewählte Ex-Autonomiepräsident und vier seiner Autonomieminister flüchteten bei Nacht und Nebel wie Kleinkriminelle im Auto über die nahe französische Grenze und flohen nach Brüssel.  Die anderen kamen in U-Haft, wegen Flucht, bzw. Wiederholungsgefahr. Die fanatische CAT-SEP-Einpeitscherin und Ex-Autonomiepräsidentin erklärte dem Richter anscheinend überzeugend, daß alles nur ein Spiel, nur Politik und keine Realität gewesen war, mit der Ausrufung der katalanischen Republik, legte 150.000 €uro Kaution auf den Tisch und konnte das Gefängnis nach einer Nacht wieder verlassen. Bei einer CAT-SEP-Demo am nächsten Tag ließ sie sich zwar noch nicht wieder blicken, aber zwei Tage später erklärte sie bei den „illegalen“, von Madrid ausgerufenen vorgezogenen Neuwahlen am 21-D wieder kandidieren zu wollen!
Fast alle Abgesetzten wollten wieder antreten, bei Rajoys „illegalen 155-er Wahlen“.

Inzwischen haben weitere sechs U-Häftlinge „eine Forcadell“ gemacht, das heisst, sie haben den Richter überzeugt, daß alles nur Spaß war. Sie haben den 155 anerkannt und damit die eigene Absetzung und jeder 100.000 €uro Kaution auf den Tisch gelegt. Das Geld kam vom ANC und ODIO-Cultural, die offenbar recht flüssig an Steuergeldern sind?

Vier weitere U-Häftlinge sind noch hinter Gittern. Sie wollten offenbar „zu cool“ sein und aus dem Gefängnis entlassen werden OHNE den Artikel 155 als Basis, als Geschäftsgrundlage anzuerkennen und ohne direkt mit dem Richter zu kommunizieren. Alle Gespräche zwischen Richter und Deliquenten liefen indirekt, über deren Anwälte, sowie Übersetzer zwischen Spanisch oder Katalanisch und Niederländisch. Das fand der Richter offenbar wenig überzeugend und damit die Wiederholungsgefahr akut gegeben? Er lehnte die Freilassung dieser letzten vier U-Häftlinge gegen Kaution ab und sie bleiben vorläufig hinter Gittern!

Zur Erinnerung: Die beiden Jordis waren als verantwortliche Einpeitscher mit Megaphon auf der Straße, als eine enthemmter Mob von ANC und ODIO-Cultural-Demonstranten die Guardia Civil in einem zu durchsuchenden Gebäude belagerte, sie die ganze Nacht dort festhielt, deren Einsatzfahrzeuge zerstörte und die sich darin befindlichen Waffen klauten. Der Ex-Vizepräsident Oriol Junqueras unterstützte dieses Vorgehen des Mobs gegen Staatsorgane des verhassten Spaniens und der Ex-Innenminister und politischer Vorgesetzter der Autonomiepolizei Mossos d´Esquadra Forn sowie der Polizeichef der Mossos Trapero sabotierten die Hilfeanforderungen der eingeschlossenen Guardia Civil!
Dies sind schon ganz handfeste, konkrete kriminelle Sachverhalte und die Phantasie des Richters reichte aus, hier Wiederholungsgefahr zu sehen. Gleichzeitig hat er damit aber auch die allseits beliebten Opfer zur Bedienung des berüchtigten katalanischen Victimismus geschaffen, deren sich die CAT-SEP’s mit Wonne bedienen werden…

Nun kommen die ersten Umfragen in die Medien. Sie zeigen leichte Verschiebungen der beiden Lager zu Gunsten der Unionisten und zu Lasten der CAT-SEP’s. Diese könnten ihre absolute Mehrheit knapp verfehlen. Das liegt Erstens innerhalb der Fehlermarge und Zweitens entstünde beim Eintreten dieses Falles die gleiche Situation wie vor der Absetzung nur unter umgekehrten Vorzeichen. Es gibt in Katalonien zwei annähernd gleich große, durch jeweils mehrere Parteien gebildete, nicht homogene Lager von Separatisten und Unionisten, die beide zu Opfern von radikalen kleinen Minderheitsparteien werden MÜSSEN um eine zumindest theoretisch regierungsfähige Mehrheit im Autonomieparlament zu erhalten. Diese Splitterparteien entwickeln durch ihre extreme Bedeutung ein enormes Ego und entsprechende Ansprüche, die so  zwangsläufig zu einer weiteren Radikalisierung der beiden Lager führen müssen.

Eine praktikable Lösung der kritischen Lage in Katalonien scheint mir das nicht zu sein? Nichts hätte sich wirklich geändert, denn auch wenn zur Abwechslung mal die Unionisten regieren, lösen sich die CAT-SEP’s und deren Propagandamedien- und Bildungssystem ja nicht einfach in Luft auf?


Junqueras, Forn und die beiden Jordis bleiben in U-Haft, die restlichen Sechs können gegen Kaution von 100.000 € pro Kopf raus!

4. Dezember 2017

Eene, meene, muuh,
raus bist du?
Raus bist du noch lange nicht,
zeig‘ mir erst wie brav du bist!

Wie es scheint, haben die mühsam ausgetüftelten Anträge auf Haftentlassung ohne die geforderte Anerkennung des Artikels 155 und damit die Absetzung der Autonomieregierung vom 27-O explizit anzuerkennen und ohne auf Fragen des Richters direkt zu antworten, sondern nur über die Anwälte zu kommunizieren, das heisst nur deren Fragen zu beantworten und den Richter, das Gericht zu ignorieren, den beabsichtigten Erfolg verfehlt? Vier „Rädelsführer“ bleiben in U-Haft, die Anderen, „welche einen auf Forcadell machten“, dürfen gegen Kaution raus.

Diese dürfte eine reine Formsache sein, haben die mit missbrauchten Steuergeldern reichlich gemästeten Zivilgesellschaftlichen Organisationen ANC und ODIO-Cultural doch schon angekündigt diese Zahlungen zu übernehmen. Anscheinend sind sie niemanden veranwortlich, zumindest solange die beiden Jordis noch in U-Haft sitzen?

ÚLTIMA HORA: El TS mantiene la prisión incondicional para Junqueras, Forn y los Jordis. El juez Pablo Llarena impone prisión eludible bajo fianza de 100.000 euros para el resto de los exconjeros catalanes, informa Nati Villanueva.

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https://politica.elpais.com/politica/2017/12/04/actualidad/1512373301_730367.html
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http://www.abc.es/espana/abci-puigdemont-junqueras-supremo-cataluna-elecciones-21d-201712040813_directo.html#ns_campaign=ticker&ns_source=abc-es&ns_mchannel=urgente&ns_linkname=el-supremo-decide-sobre-si-deja-en-libertad-a-los-exconsejeros-de-cataluna&ns_fee=0


Katalanin und Ministerin in Madrid? Unerwünschte Person?

4. Dezember 2017

Die Ratsfraktion von San Sadurní de Noya, Barcelona wollte sich an die Arbeit machen und ihre wichtigsten Probleme lösen.

Dazu gehörte offenbar ein Antrag der Anarcho-CUP die von den CAT-SEP’s selbst planvoll provozierten „sogenannten Polizeiübergriffe des 1-O“  zu verurteilen. Dafür wären im Prinzip der Innenminister oder der Präsident in Madrid als oberste Vorgesetzte verantwortlich, wenn man diesem propagandistischen Dauerbrenner denn überhaupt folgen möchte?

Dieser Antrag hatte aber einen zweiten Teil, wie es die Fragen bei Consultas und Referenden der CAT-SEP’s gerne haben. In diesem zweiten Teil forderten sie, der Rat solle die aus diesem Ort, San Sadurní de Noya, stammende spanische Gesundheitsministerin, die Katalanin Dolors Montserrat, zur „Unerwünschten Person“ in ihrem Heimatort erklären!

Es gab gegen sie keinen konkreten Vorwurf, aber sie hatte den „ungeheuren Frevel“ begangen, als Katalanin in Madrid in der Regierung des verhassten Todfeindes mitzuarbeiten…

Wie üblich, maßte sich also eine Anarcho-Ratsfraktion der CAT-SEP’s die Zuständigkeit darüber an, die Ereignisse des 1-O juristisch zu bewerten und eine Mitbürgerin für ihre Arbeit in Madrid für ALLE Spanier zu bestrafen. Ganz normale Ratsarbeit also, so ganz nach dem Motto „um alles muss man sich selber kümmern!“

Der Rat hatte kein Problem damit sich dieses Antrages anzunehmen. Alles schien also wie immer zu laufen, doch es geschah Folgendes:

02 Stimmen der CUP für den Antrag

02 Stimmen der ERC für den Antrag

04 Stimmen der PSC und PP gegen den Antrag, UND

08 Enthaltungen, darunter 02 von ERC, 04 von PDeCAT und 02 von ICV!

Der Bürgermeister machte von seinem besonderen Stimmgewicht keinen Gebrauch.
Das Ergebnis lautete 4 Pro-, 4 Contra- und 8 Enthaltungsstimmen, ein PATT!

Die Solidarität der CAT-SEP’s zerbrach, der Antrag hatte nicht die erforderliche Mehrheit und wurde mit dem knappest möglichen Ergebnis abgelehnt!

Heute beginnt ganz offiziell, der eigentlich seit 2010 tobende Wahlkampf in Katalonien, diesmal halt nur für die wie immer vorgezogenen Neuwahlen vom 21-D in der „Panischen Autonomie Katalonien“.

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http://www.abc.es/espana/catalunya/politica/abci-ayuntamiento-sadurni-danoia-rechaza-declarar-persona-grata-ministra-dolors-montserrat-201711282246_noticia.html#ns_campaign=mod-lo-mas&ns_mchannel=leido&ns_source=cataluna&ns_linkname=noticia.foto.local&ns_fee=pos-3&vtm_loMas=si


CAT-SEP’s finanzieren Separatismuswahn u.a. aus Gesundheitsetat!

2. Dezember 2017

1,6 Mio Katalanen droht die Verarmung. 400.000 sind schon wirklich arm, d.h. sie haben weniger als 6.400,-€ pro Jahr oder weniger als 530,- € pro Monat zur Verfügung! Über 90.000 Katalanen haben Anspruch auf Pflegeleistungen. Der Abbau dieses Rückstandes geht so langsam vor sich, daß es in diesem Tempo 416 Jahre dauern würde, ihn abzubauen!

Die Schere zwischen Arm, Wohlhabend und Reich öffnet sich zunehmend schneller, trotz, zumindest auf dem Papier, recht günstigen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten. Aber die Zahl der Zeitarbeiter, Subkontrakter, Scheinselbständigen und unter Mindestlohn bezahlten wächst. Das Wirtschaftswachstum kommt bei den Beschäftigten nicht mehr an. Sie sind abgekoppelt!

Aber das soziale Thema interessiert schlicht nicht. Alles ist dem nacionalcatalanistischen Separatismus-Wahn untergeordnet. Im besten Falle gibt man Madrid die Schuld an den offenkundigen Missständen und das war’s dann!

Dies alles geschah unter Artur Mas und Carles Puigdemont seit spätestens 2012.

Wohnraum ist für die Billigstlöhner und Arbeitslosen inzwischen unbezahlbar. 76% der zwischen 16- und 29-jährigen und sogar noch 22,5% der 30- bis 34-jährigen wohnen bei den Eltern. Was dies für das soziale Klima, die Lebensplanung, zum Beispiel aber auch für die Geburtenrate bedeutet, das kann sich wohl jeder selbst ausmalen!

Für einen nicht lebensnotwendigen chirurgischen Eingriff wartet der Durchschnittskatalane inzwischen 120 Tage, etwa die spanische Durchschnittswartezeit. In 2008 lag er mit den kürzesten Wartezeiten an der Spitze Spaniens. Die Werte der Nordspanier, mit denen er sich gerne vergleicht, sind 56 Tage im Rioja, 58 Tage im Baskenland und 59 Tage im verhassten Madrid. Die warten alle nur halb so lange!

Um bei einem sportlichen Bild zu bleiben: Unter den CAT-SEP’s wurden die Katalanen aus der Champions League auf einen Abstiegsplatz durchgereicht.

Aber es gibt sogar einen Bevölkerungsteil in Katalonien der mehr als sechs Monate, über 180 Tage, auf einen Eingriff warten muss. Er stieg binnen eines Jahres von 8% auf 18% der OP-Kandidaten an! Dies wird überhaupt nicht thematisiert!

Das Wachstum im Gesundheitsetat kommt nicht bei den Patienten an. Es hat da Verschiebungen gegeben. Für die Finanzierung des Separatismus? Dafür fehlen mir die Beweise. Wo ist das Geld dann hin verschwunden? Zum Beispiel in die Privatisierung?

2012 stellte CAT einen Gesundheitsetat von 1.298 € pro Kopf zur Verfügung. Der damalige CAT-SEP-Fachminister nannte das Ziel von 1.500,-€ pro Kopf als Idealziel. Heute in 2017 beträgt der Etat nur noch 1.180,- € pro Kopf. Man hat sich also vom Ziel entfernt und steht jetzt ganz hinten in der Reihe der Vergleichsregionen Navarra = 1.633,- €, oder Baskenland und Asturien beide = 1.557,-€.

Dafür flossen 25% oder 2,5 Milliarden €uro an private Einrichtiungen im Gesundheitsbereich. Madrid liegt hier mit 11,7% oder 713 Millionen an zweiter Stelle. Es hat in Katalonien also offenbar ein Raubzug der Privatisierung und des Separatismus stattgefunden und die Menschen lassen sich mit der Muleta, dem Roten Tuch des Separatismus und des Nationalismus, von ihren eigentlichen Problemen wunderbar ablenken.

Es wäre doch bestimmt nur ein wahnsinniger Zufall, wenn sich unter den privaten Investoren im Gesundheitsbereich auch einige bekannte Namen der üblichen Verdächtigen der nationalkatalanistischen Oligarchie befänden?

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https://cronicaglobal.elespanol.com/politica/listas-espera-ayudas-dependencia-416-anos_94400_102.html

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https://cronicaglobal.elespanol.com/vida/sanidad-publica-catalana-peores-espana_86228_102.html

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Nur im Dezember: Alle hereinspaziert, zur großen 155er-Show in Spanien, am 21-D!

1. Dezember 2017

Die nationalkatalanistische Separatisten-Schau war zuletzt arg aus dem Ruder gelaufen. Haben die Kerle (und Mädels!) doch tatsächlich die Unabhängigkeit ausgerufen an diesem berühmt-berüchtigten 27-O, wenngleich alles eigentlich nur ein Irrtum war, denn es war natürlich nur politisch und symbolisch, also ungültig, wie es die objektive, neutrale über jedem Verdacht der Parteilichkeit stehende Autonomiepräsidentin Carme Forcadell ihren Richtern mit Erfolg erzählte!

Zugegeben, so konnte es wirklich nicht weitergehen!

Madrid musste was tun. Es konnte sich nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen. Mariano Rajoy musste seine Zigarre ausdrücken, sich mühsam aus seinem Ohrensessel erheben und zur Tat schreiten…

Wie es scheint, hat Rajoy „die sanfte Tour“ gewählt, denn:

Er setzte zwar die alte Autonomieregierung ab, aber er verkündete sofort und innerhalb der kürzest möglichen Frist vorgezogene Neuwahlen in der Autonomie Katalonien.

Die reichte auf gar keinen Fall, irgendwelche strukturverändernde Maßnahmen z.B. im Bildungs- und Medienbereich vorzunehmen oder gar um Ungerechtigkeiten in der Behandlung von Spaniern im Öffentlichen Dienst und der Verwaltung der Autonomie zu beseitigen. Selbst bei der Autonomie-Polizei, den Mossos d’Esquadra, wurden nur ein, zwei Köpfe an der Spitze ausgetauscht. Damit blieben die stärksten Waffen des nationalkatalanistischen Separatismus vollkommen unangetastet.

Es waren Richter und Gerichte, es war die Justiz, die die abgesetzten Ex-Autonomiepräsidenten, -vizepräsidenten, -minister und die Präsidentin des Autonomieparlamentes sowie die beiden Jordis der sogenannten CAT-SEP-finanzierten Zivilgesellschaften ANC und ODIO-Cultural auf Basis konkreter Gesetzesverstösse, laut verkündeter Uneinsichtigkeit und wegen Fluchtgefahr einbuchtete!

Rajoy konnte es eigentllich nicht gefallen, Märtyrer des nationalkatalanistischen Separatismus-Projektes zu schaffen. Diese Tendenz ist zwar real vorhanden und die CAT-SEP’s versuchen dies auch, aber sie sind inzwischen längst zu einem zerstrittenen Haufen zerfallen, denn „das Schicksal“ behandelte sie höcht unterschiedlich:

„Die Einen“ sitzen seit über einem Monat im Knast und feilen an Formulierungen, die ihnen die Zellentüren öffnen sollen, ohne ihnen zugleich die politische Substanz ihres Projektes zu rauben.

„Die Andere“ saß nur eine Nacht im Knast, legte 150.000,- €uro-Kaution auf den Tisch, erklärte alles zum Humbug, zur puren Polit-Symbolik und  marschierte am nächsten Morgen frei nach Hause um zwei Tage später ihre Kandidatur bei Rajoys illegalen 155er-Neuwahlen zu verkünden.

„Der Andere“ tingelt in Brüssel frei durch die Kneipen und TV- und Radiostudios, sogar bei den russischen Exoten von RT und gibt den berühmten katalanischen Komiker das „Puigdemont go!“. Er scheint keinerlei finanziellen Probleme zu haben und attackiert abwechselnd Madrid, die belgische Regierung, die EU oder auch schon mal die UN.

Die restlichen „Knackis“ haben jetzt kunstvolle Verteidigungsstratgien miteinander abgestimmt, den Artikel 155 faktisch anzuerkennen und einseitigen Maßnahmen abzuschwören. Dies dürfte wohl helfen, aber nur gelten, bis sich die Knasttüren wieder hinter ihnen geschlossen haben?

In den nächsten Tagen beginnt offiziell der Wahlkampf in Katalonien. Es sollte mich nicht wundern, wenn sich bis dahin ALLE derzeit in Haft befindlichen wieder auf freiem Fuß befinden und munter mitmischen, fast so als wäre nichts gewesen?

Die Umfragen zeigen zwar eine Annäherung der beiden Hauptlager von Separatisten und Unionisten ziemlich genau bei je 50%. Dazu werden aber wie üblich phantasievolle Koalitionen eigentlich unverbindlicher Parteien mit eigentlich unüberbrückbaren Gegensätzen zurechtgerechnet und zu Pseudo-Mehrheiten gezaubert.

Die Probleme sind also ALLE ungelöst nur mit einem kleinen, womöglich entscheidenden Unterschied:

Jetzt herrschen Streit und Zwietracht unter den CAT-SEP’s und es bleibt abzuwarten,wie sich dies an den Wahlurnen auswirken wird?

ERC-Junqueras im Knast erklärt undemokratisch Marta Rovira zur Kandidatin. ERC-Junqueras, bald aus dem Knast heraus, würde es dann doch gerne selbst machen. PDeCAT-Puigdemont erklärt aus Brüssel, daß er selbstverständlich Präsident bleiben möchte, egal wer die Wahl gewinne! Die CUP erkennt die Wahlen nicht an und will an der doch nur politisch-symbolischen Republik weiterarbeiten.

Die PP Albiols muss weiter kleine Brötchen backen, sie gilt als Madrid-Ableger Rajoys. Die C’s haben die Chance zur stärksten Kraft der Unionisten zu werden und an der PSC Icetas vorbeizuziehen, der mit unsinnigen Wahlversprechungen, wie einem katalanischen Finanzamt, im Lager der Separatisten wildern will. Dann gibt es noch die Opportunistin Ada Colau, die sich mit ihren an den Rändern grenzenlos wuchernden Bürgerbewegungen mal hier, mal da anschmiegt, um Beute für sich persönlich zu machen…

Tja, momentan deutet alles darauf hin, daß diese Wahl keine Lösung der anstehenden Probleme bringen dürfte und, das muss auch mal gesagt werden, alle Häftlinge oder Ex-Häftlinge waren nur in U-Haft. Ihre Verfahren laufen weiter, Spaniens Justiz mahlt langsam und das kann durchaus noch ein, zwei Jahre Unsicherheit mit sich bringen…