Urlaubsparadies 2016: Das Mittelmeer der 5.000 Ertrunkenen!

27. Dezember 2016

In den Hafenstädten der Westtürkei wird immer noch angeboten, was der Flüchtling fürs Überleben auf dem Mittelmeer für ausreichend hält. Trotz EU-Türkei-Vertrag scheint sich das Geschäft für die Händler noch zu lohnen? Sicher ist es erheblich zurück gegangen, man rechnet mit etwa 100 Bootsflüchtlingen pro Tag, die es von hier aus auf die nahen griechischen Inseln versuchen, doch es wird weiterhin verkauft…

Die weit größeren Zahlen machen Subsahara-Afrikaner aus, die es auch jetzt, mitten im Winter, in überladenen Booten über Libyen nach Italien versuchen. Dies Geschäft blüht und macht libysche Schlepper reich…

Seit dem Untergang zweier Boote am 22. Dezember ist die Zahl der BEKANNT GEWORDENEN OPFER der Mittelmeerfluchtrouten erstmals über die schauerliche Grenze von 5.000 Ertrunkenen angestiegen. 2014 waren es 3.279 und 2015 dann 3.777 Ertrunkene. Dürre Zahlen schrecklichen Leides, zu denen noch eine unbekannte Dunkelziffer hinzuzurechnen ist…

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Wird Algerien zum Syrien 2.0?

24. Februar 2016

Der Verfall der Gas- und Ölpreise beeinträchtigt erheblich die finanzielle Basis der algerischen Wirtschaft und könnte eine zusätzliche Migrationsbewegung (vulgo Flüchtlingswelle) nach Europa auslösen!

60% des algerischen Staatshaushaltes werden durch die Einnahmen aus dem Energiegeschäft abgedeckt. Die Regierung kann den sozialen Frieden nicht mehr durch großzügige Ausgaben nach dem Gießkannen-Prinzip gewährleisten. Für die Algerier wächst mit den Synonymen „Inflation“ und „Sparkurs“ die Unzufriedenheit in einen Bereich „der kritischen Masse“.

Der Präsident Bouteflika ist durch Krankheit ernthaft beeinträchtigt. Die ersten Stimmen im Land, die Chaos, Terror und Massenflucht nach Europa für eine reale Möglichkeit halten, sind bereits vernehmbar.

Hinter der libyschen Grenze breitet sich gerade DEASH (arabisch für den IS, oder ISIS) aus, rechtzeitig aus Syrien zurück importiert, bevor dort womöglich nach fünf Jahren des Krieges „der Frieden ausbricht“.

Da trifft es sich doch gut, daß Frankreich, zusammen mit dem UK und den USA, in Libyen bereits heimlich mit Spezialkräften am Boden DAESH/IS/ISIS bekämpfen.* Sollte der Terror aber auf Algerien überschwappen und dort eine neue Flüchtlingswelle auslösen, so wäre diese nur ein unvermeidlicher Kollateralschaden im „Kampf gegen den Terror“. Die Frage, wer diese „humanitären Angriffe“ auf Europa eigentlich orchestriert, wäre somit auch beantwortet…
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*Französische Behörden ermitteln ob diese von LE MONDE veröffentlichte Meldung Geheimnisverrat und Gefährdung der Sonderkommandos darstelle, worauf bis zu 3 Jahre Haft und 45.000 €uro Strafe stünden. Ob das schon eine Folge des Ausnahmezustandes ist?