Wie Putin jetzt auch die Wahlen in Frankreich gewinnt!

1. April 2017

Dieser Putin! Er ist das Böse auf zwei Beinen und heckt ständig Neues aus um den Westen zu spalten, zu destabilisieren und zu kontrollieren.

Zuerst die Wahlen in den USA als Probelauf:
Putins Mann hat tatsächlich gewonnen, obwohl er einen ausgesucht lächerlichen Eindruck vermittelte, was wiederum ein Teil des Planes war um dessen Wirksamkeit unter erschwerten Bedingungen zu prüfen. Vielleicht ist der US-Wähler aber auch schon zu abgebrüht für optische und intellektuelle Reize? Nach diesem Probelauf in den USA und getreu dem Motto von Putins heimlichen Vorbild Frank Sinatra (..if you can make it there you can make it everywhere..) ging Putin dann erstmals in einer komplexeren Gemengelage zum Einsatz über, denn es folgten dann…

…die Wahlen im Saarland:
Putins Frau AKK+* hat unter den erschwerten Bedingungen des Saarlandes gewonnen, obwohl es dort echte Linke, angeführt von ihrem leibhaftigen Großvater Lafontaine als Alternative gegeben hätte. (*AKK, als Anlehnung an AK47, die berühmte Kalashnikov und das zweite „K“ steht für „krass“, weil Putins Kandidatin schneller reden als die AK47 schießen kann!) nach diesem schönen Erfolg im Saarland leistete Putin sich eine leichtere Aufgabe, nämlich den Dank zentralistischer Präsidialdemokratie ihm vertrauteren,..

…den Wahlen in Frankreich:
Sie finden für Putin unter erschwerten Bedingungen statt, denn der Westen ist angeführt von den USA aufgewacht, sensibilisiert und alarmiert: Was erlauben Putin?
So hat sich Putin eine neue teuflische Strategie der Wahlbeeinflussung ausgedacht um seinen Kandidaten durch zu bringen: Er unterstützt einfach alle Kandidaten! Sie stehen Schlange in Moskau und kommen immer der Reihe nach, Einer nach dem Anderen dran, beim Zaren.

Aber, so drängt sich sogleich die bange Frage auf, wieso will Putin unbedingt die Wahlen in Deutschland manipulieren, indem er es so anstellt, daß wir deutschen Wählerschafe brav mähähähend Merkel wieder wähähählen?**

Mensch, Putin! Respekt, darauf muss man erst mal kommen…

(Dieser Beitrag ist zwar primär dem heutigen Datum geschuldet, aber er könnte bei der derzeitigen Panik-Propaganda der USA durchaus Ernst gemeint sein, traurig genug…)

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http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-frankreich/putins-einfluss-auf-den-wahlkampf-in-frankreich-14951674.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/vor-wahl-in-frankreich-putin-empfaengt-front-national-chefin-le-pen-im-kreml-14940622.html
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** (Hier greift Putin zum unerlaubten Hilfsmittel der Manipulation, sozusagen zum Polit-Doping: Da er persönlich zutiefst von Merkels Wiederwahl überzeugt ist und seinen Wahlbeeinflussungs-Rekord unbefleckt und makellos sauber halten will, unterstützt er einfach das Unabänderliche, das Merkel!)

 


Kaum im Amt, lässt Trump es so richtig krachen?

30. März 2017

In diesem heute zu Ende gehenden Monat März 2017 haben die USA im Yemen mehr bombardiert als im ganzen vergangenen Jahr 2016.

In Syrien haben sich die USA uneingeladen, unerwünscht und selbst ermächtigt mit US-Kommandotruppen, „gemäßigten Kopfabschneidern“ aus den übelsten Ecken Nordafrikas, Arabiens und Zentralasiens und mit – natürlich –  Air-Force-Bombardements von kolateralen Zivilisten und Infrastruktur in Erinnerung gebracht.

Im Irak bombardierten und unterstützen die US-Air-Force und US-Army hach Herzenslust der Rüstungsindustrie die Stadt Mossul und führen hunderte von Zivilisten der letalen Befreiung zu. Als vor einem Jahr die falschen Leute, die falsche Stadt Aleppo befreiten, ging ein monatelanger Aufschrei durch unsere westlichen Medien und allabendliche, zu Herzen gehende Bilder von heldenhaften Weisshelmen, die verstörte und verstaubte  kleine Kinder aus Trümmern bargen, da wurden auch damals schon mal Szenen aus Mossul hineingeschnitten, merkt doch keiner? Wie wird das Sterben in Mossul medial behandelt, wenn die USA Zivilisten abschlachten?

In Europa wundern, erschrecken und barmen wir wegen der seit Jahren andauernden Flüchtlingswellen aus all jenen Ländern südöstlich Europas deren Herkunftsländer bereits „das Glück, das zweifelhafte Vergnügen hatten, von den selbstlosen USA mit Einmärschen, Bombenteppichen und vor allem mit tausenden ermordeten Zivilisten befreit zu werden. Da routinemäßig stets auch die Infrastruktur dieser Länder systematisch zerstört wird, wird sich dort auch Nichts so schnell zum Guten wenden.

In Afghanistan sind noch über 14.000 US- und NATO-Truppen und die USA senden weitere Marines dort hin!

Man muss der Wahrheit in so fern die Ehre geben, als diese Strategieänderung bereits zu Zeiten des heute nachträglich beinahe heilig gesprochenen demokratischen Ex-Präsidenten Obama erfolgte und ein Wahlsieg von Sankt Hillary ihn nicht gestoppt, sondern eher noch beschleunigt hätte.

Dies alles geschieht hinter dem Rücken der Europäer, die wie gebannt auf das Böse, die russische Gefahr, den Leibhaftigen Putin starren, während das Böse in Deutschland doch mit über 70.000 Truppen, Ausrüstung, Übungsplätzen  und Infrastruktur für Drohnenkriege und EUCOM und AFRICOM unbehelligt sein Unwesen treibt…

PS: Das hab’ ich mir nicht ausgedacht, das hat sich die NEW YORK TIMES ausgedacht, diese verweichlichten Ostküsten-Putinversteher und Trump-Hasser ;-)
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https://www.die-anstifter.de/veranstaltungen/krieg-beginnt-in-stuttgart-africom-und-eucom-schliessen/


Berichte: US-Luftangriffe töteten über Nacht 230 Zivilisten in Mosul (Jason Ditz )

25. März 2017

Über 130 Zivilisten getötet bei Angriff auf ein Gebäude im Westen von Mosul!

Während die US-Luftangriffe in der irakischen Stadt Mosul sich zunehmend auf dicht bevölkerte Wohngebiete im Westen der Stadt konzentrieren, gerät die Zahl der durch diese Luftangriffe Getöteten rapid außer Kontrolle, wobei die neuesten Angaben aus dem Gebiet darauf hinweisen, dass rund 230 Zivilisten über Nacht durch Luftangriffe der Vereinigten Staaten von Amerika und deren Koalition in nur einem einzigen Wohngebiet getötet wurden.

Das ist natürlich eine gewaltige Opferzahl, wird aber berichtet aus verschiedenen Quellen, die weitgehend dieselbe Geschichte behandeln, darunter einen US-Luftangriff gegen ein großes Gebäude voller Zivilisten in Mosul, der über 130 Menschen tötete, während die weiteren 100 oder so in der Umgebung getötet worden sind.

Das Zentralkommando (CENTCOM) sagte, dass ihm „der Verlust von Leben bewusst sei“ und dass „weitere Untersuchungen“ durchgeführt würden, während es dabei blieb, dass alle Angriffe über Nacht gegen Mosul „dem Gesetz des bewaffneten Konflikts entsprechen.“ Der offizielle CENTCOM-Bericht über die nächtlichen Angriffe behauptete, dass man „11 Kampfstellungen“ getroffen habe und erwähnte nicht, dass hunderte Zivilisten getötet wurden.

Der britische Daily Telegraph berichtete, dass hauptsächlich Frauen und Kinder getötet wurden und sagte, dass der Großteil der Körper aus nur drei aneinander grenzenden Wohngebäuden im Wohnviertel Jadida geborgen wurden. Es wurde spekuliert, dass die Zivilisten als „menschliche Schutzschilder“ für ISIS-Scharfschützen verwendet wurden.

Das ergäbe natürlich eine furchtbare Anzahl von menschlichen Schutzschilden, wobei es wenig Sinn hätte, diese innerhalb von Gebäuden zu verstecken, wo die US-Kräfte eindeutig weder wussten, wo sie waren, noch davon ausgehen konnten, dass die Bombardierung dieser Gebäude eine abschreckende Wirkung haben könnte.

Wenn die Opferzahl letztendlich von CENTCOM bestätigt wird, wobei das „wenn“ äußerst fraglich ist, geht man davon aus, wie oft gut dokumentierte Vorfälle niemals in den offiziellen Berichten auftauchen, dann würde sie ungefähr die Zahl der Zivilisten verdoppeln, die die Vereinigten Staaten von Amerika im Verlauf des Kriegs gegen ISIS zugaben getötet zu haben. NGOs haben darauf hingewiesen, dass die Angriffe der Vereinigten Staaten von Amerika bereits weit über 2.000 Zivilisten getötet haben, und dass die massiven Opferzahlen der vergangenen Nacht darin nicht enthalten sind.

Artikel erschien am 23.03.2017 auf antiwar.com
http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/us-air-strikes-mosul-230-civilians-killed-dead-isis-held-iraq-battle-islamic-state-a7646011.html


Familienklitsche USA?

25. März 2017

Der Merkel-Besuch bei Trump zeigte es deutlich. An der Tafel saß Präsident Trump der Kanzlerin Merkel gegenüber und an deren rechten Seite saß Trumps Tochter Ivanka. Welche Rollen spielen sie und ihr Ehemann Jared Kushner in der Trump-Administration?

Beide, so heisst es sollen Büros im Westflügel des Weissen Hauses und Zugang zu klassifizierten, vertraulichen Informationen bekommen. Sie fungieren offenbar als offizielle Berater (nebst entsprechenden Gehältern vermutlich, man hat ja sonst nichts?) und können eng an der Seite des Präsidenten ihren Interessen und Geschäften nachgehen, der wiederum sich aus Allem total raushält, Ehrenwort…

Gewählt worden ist keiner von ihnen, das nur nebenbei erwähnt! Spezielle Kompetenzen in politischen Zusammenhängen haben sie auch nicht. Ihr einziger Verdienst: Sie gehören zum Trump-Clan, zur offenbar kleinen Schar von Vertrauten des Präsidenten der Familienklitsche USA.

Dieses Arrangement hat natürlich „ein Geschmäckle“ wie der Schwabe sagen würde. „Regieren“ die Ehegatten Trump/Kushner die USA mit? Welchen Wert hat die Beratung durch Familienangehörige eines offenbar resoluten, beratungsresistenten „Familiendespoten“? Bekommt der Präsident statt objektiver, vielfältiger Beratung nur redundant die eigene Meinung über die Familienmitglieder reflektiert? Hört Trump, was er hören will?

Es gäbe, so wird kolportiert, ein neues politisches Format in den USA, das „Sechs-Augen-Gespräch“, daß das bisher übliche „Vier-Augen-Gespräch“ ablöse, weil praktischerweise so immer Vier-Augen, eine „Zwei-Drittel-Mehrheit“ dem Trump-Clan angehörten!

Aber, beruhigt euch Leute, die Rechtsabteilung des Weissen Hauses findet das alles „voll okay“!

Die Story und Ereignisse um die Bekleidungsmode-Serie von Ivanka Trump, wo Beraterinnen des Weissen Hauses im TV verbotenerweise zum Kauf von Ivankas Klamotten aufriefen, spricht dagegen…


USA fordern EU dazu auf den Ton gegenüber der Türkei zu mäßigen!

24. März 2017

Das US-State-Department hat offenbar keine Probleme mit Erdogans Rhetorik, seinen Nazi-Vergleichen, seinen Drohungen und seinem Demokratieverständnis und fördert nach wie vor die Annäherung der Türkei an Europa und die nordatlantische Gemeinschaft? Ein Diktator mehr, was soll’s? Immerhin gestehen Sie uns zumindest offiziell zu, daß ein EU-Beitritt Sache der EU sei. Aber klar ist auch, sie fordern BEIDE SEITEN im Streit Erdogan gegen den Rest der Welt dazu auf, den Ton zu mäßigen. Lesen Sie selbst…

Auszug aus einer Pressekonferenz des US-State-Departments von Gestern, 23. März 2017:

QUESTION: Turkey and EU – tension continues between the Turkey and EU. Does the Trump administration supports Turkey’s EU membership currently?
MR TONER: Look, I mean, Turkey is an ally, obviously, a strong partner, certainly, with respect to ISIL, and a friend. We support Turkey’s aspirations to engage with Europe. I’m not going to speak to what is an issue between Turkey and Europe, and the EU, rather, specifically. That’s for them to work out, but as much as Turkey wants to pursue that integration with the Euro-Atlantic community on an economic level, we’d encourage that.
QUESTION: And is —
QUESTION: Mark, I have a follow-up.
QUESTION: There is a report that Secretary Tillerson is —
MR TONER: You’re very good at follow-ups.
QUESTION: — going to Turkey on end of – end of March.
MR TONER: Yeah, nothing to announce. When we do, we will.
QUESTION: I have follow about – a follow-up on this. (Inaudible) and everything now. President of Turkey is threatening the European every day. Today, he accuse – he attacked Germany, Norway, Austria, Greece, Cyprus, every European country.
MR TONER: Yeah, I’m aware of —
QUESTION: No, no, no, one second.
MR TONER: Yeah, that’s okay. Go ahead.
QUESTION: Do you agree with his behavior?
MR TONER: I think what we’ve said about some of the back and forth that we’ve seen over the past couple of weeks – that we want to see everyone get along and to tone down the rhetoric.

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https://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2017/03/269062.htm


Wurde die Türkei in Syrien von den USA und Russland ausgebremst?

18. März 2017

Im schönen Antalya an der türkischen Mittelmeerküste fand am 7. und 8. März ein denkwürdiges Geheimtreffen mit Seltenheitswert statt. Unter großen Sicherheitsmaßnahmen und unter Geheimhaltung trafen sich die NATO-Partner, der türkische Generalstabschef Hulusi Akar und der Vorsitzende der Vereinigten Stabchefs der US-Streitkräfte General Joseph Dunford mit dem Generalstabschef der Russischen Streitkräfte General Valery Gerasimov.

Es stand vorher also Zwei zu Eins für die NATO und das Treffen fand auf türkischem Boden statt, da erwartet man vermutlich nicht den Kürzeren zu ziehen?

Es sollte um die Einnahme, bzw. die Rückeroberung der syrischen Stadt Raqqa von ISIL, bzw. DAESH gehen, unter der Bedingung bzw. Forderung der Türkei dabei die Zusammenarbeit mit dem kurdischen PKK-Ableger YPG zu beenden.

Es war eine ebenso seltene wie bizarre Situation: Ein NATO-Staat, die Türkei, breitet vor einem anderen NATO-Staat, den USA, in Anwesenheit des potentiellen Feindes der NATO, Russlands ,ihren Plan aus! Das Treffen, so hieß es in Ankara, sei unter Bedenken der USA letztlich nur auf Basis der persönlichen Freundschaft von Akar und Dunford zu Stande gekommen.

Der türkische Plan sah vor, daß die USA die YPG als Partner aufgeben sollten, die arabischen Elemente aus der SDF entfernen und den Rest mit der von der Türkei unterstützten FSA verbinden sollten. Dann würden diese mit der Unterstützung der türkischen und der US-Army Raqqa von ISIL befreien, der gemäßigten Opposition übergeben und dann an die neue, noch zu bildende, syrische Regierung abgeben.

Es konnte von Ankara nicht bestätigt werden, daß sich der Russe Gerasimov zu Akar wandte und diesem in freundlichem Ton erklärte, daß es vielleicht an der Zeit sei, daß sich die Türkei aus Syrien zurück zöge? Er hatte vielleicht erkannt, daß sich der Amerikaner Dunford nicht gerade enthusiastisch für den unter seiner Aufsicht seit Monaten entwickelten Plan einsetzte?

Die Türkei hatte ihre Syrien-Operation „Euphrat-Schild“ am 24. August 2016 begonnen als Unterstützung der FSA um ISIL von der türkischen Grenze weg zu bekommen und um zu verhindern daß die kurdische YPG in diesen leeren Raum vorstieße. Die Initiative kam damals nur fünf Wochen nach dem gescheiterten „Militär-Putsch“ in der Türkei und nur zehn Tage nachdem die syrische Stadt Manbij von ISIL durch die SDF und dem US-CENTCOM befreit wurde.

Das Antalya-Meeting war auf seine Weise vielleicht der letzte Versuch der Türkei um ihre Ansicht zu werben, daß es falsch sei Terroristen durch andere Terroristen zu bekämpfen?

Am 2. März hatte der türkische Aussenminister Mevlüt Çavuşoğlu starke Worte an die Adresse der USA gerichtet und angekündigt, die türkische Armee würde  nach Manbij marschieren und die YPG da schlagen, wenn noch welche von ihnen dort wären. Die Antwort kam am nächsten Tag von Russlands Gerasimov, der ankündigte, die YPG-Kräfte würden unter Russlands Überwachung ihre Stellungen räumen und am gleichen Tag an Assads Militär übergeben. Das war eine klare russische Ansage an die Türkei sich raus zu halten und sich die Idee aus dem Kopf zu schlagen. Die Türkei hatte damals also für Manbij ein ganz ähnliches Modell vorgeschlagen, wie jetzt wieder für Raqqa!

Tags darauf kursierten in den sozialen Medien Bilder von Russischen Special Forces mit SDF-Wappen auf ihren Uniformen, ganz ähnlich wie es US-Special Forces Monate zuvor mit Wappen der YPG auf ihren Uniformen getan hatten.

Auf gewisse Weise hatten also US- und Russische Spezialkommandos zusammen mit der YPG die Stadt Manbij vor ihrer Befreiung durch die Türkei gerettet. Sie operierten dabei zwar räumlich getrennt aber strategisch genau abgestimmt und dies für türkischen Generalstäbler vollkommen klar und unverkennbar.

Zwei Tage nach dem Antalya-Meeting und während Erdoğans Besuch bei Putin in Moskau beschwerte sich Assad offiziell bei der UN über die Anwesenheit des türkischen Militärs in Syrien und verlangte dessen sofortigen Abzug. Am selben Tag gab es noch zwei offizielle Erklärungen von US-Seite. Das State Department unter John Kerry sagte daß es die YPG nicht als Terror-Organisation wie die PKK  ansähe, weshalb man weiter mit ihr arbeiten wolle und das CENTCOM kündigte die Entsendung  einer Artillerieeinheit mit 400 Mann und „schwerem Scheissgerät“ nach Syrien an. Damit wurde die Türkei zur Befreiung Raqqas schlicht nicht mehr benötigt! (Allerdings waren jetzt offizielle US-Truppen in Syrien!)

Eine anonyme Quelle aus dem türkischen Militär wertete gegenüber der HÜRRIYET DAILY NEWS, daß man nicht sagen könne, daß das Antalya-Treffen die türkischen Chancen verbessert hätten an der Befreiung Raqqas teilzunehmen. Im Gegenteil, die Quelle glaube, daß sich die Chancen verschlechtert hätten!

Es hat also den Anschein, als hätten hier Russen und Amerikaner einträchtig dabei zusammen gearbeitet, die Türken aus Syrien hinaus zu bugsieren, sie zumindest „kalt zu stellen“?

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http://www.hurriyetdailynews.com/antalya-meet-fails-to-convince-us-russia-on-turkish-role-in-raqqa.aspx?PageID=238&NID=110960&NewsCatID=409


Theresa May VS. Nicola Sturgeon: Damen-Catchen um Schottlands Zukunft?

4. März 2017

Bisher war die SNP-Lady Nicola Sturgeon sozusagen alleine im Ring. Sie verlangte für den Brexit Zusagen, Garantien von London und drohte mit einem erneuten Referendum über Schottlands Verbleib im UK. Die ganze Bühne gehörte ihr alleine. Bis Gestern!

Nun keilte Theresa May erstmals verbal zurück und sie tat es am Freitag von schottischem Boden aus, anläßlich der Konferenz der Schottischen Konservativen in Glasgow:

Erst einmal hielt sie der SNP, der Scottish National Party,  Misswirtschaft, besonders im Bildungsbereich vor und daß diese nur das Mono-Thema „Weg-vom-UK“ bediene und die wahren Interessen der Schotten nicht berücksichtige, so wie sie das tue!

Dann bezichtigte sie Sturgeon der Lüge, wenn sie ständig – wider besseren Wissens – die entscheidende Bedeutung der EU für Schottlands Wirtschaft beschwöre. Wahr sei hingegen, daß das Volumen der Geschäfte Schottlands mit dem UK viermal (4x!) so hoch seien, als die zwischen Schotten und der „Rumpf-EU der 27“, ohne das EU-Mitglied UK! Nach dem UK käme auf Platz Zwei zuerst der „Rest der Welt“ und erst auf Platz Drei läge der Handel und Austausch mit der Rumpf-EU! So, das wäre nun mal klar gestellt, alte schottische Lügenschlampe…

Dann wies sie die von ihrem Weichei-Vorgänger David Cameron in Aussicht gestellten neuen Kompetenzen und finanziellen Mittel für Schottland vehement zurück, denn das neue UK, das ohne EU-Mitgliedschaft, müsse seine ganze Kräfte konzentriert zusammenhalten und dürfe sich nicht selbst schwächen und verzetteln.

Damit stellte May die wirtschaftlichen Vereinbarungen Schottlands mit London von 1998, die Basis der aktuellen Zusammenarbeit, generell in Frage und erteilte den Forderungen der Schottischen Liberalen und Labour Parteien nach einem mehr föderalen UK mit größeren Kompetenzen für Schotten, Waliser und Iren, eine klare Absage!

Dann wies sie auf Sturgeons eigene Worte hin, nach denen nur ein Drittel der Schotten derzeit ein erneutes Referendum vor dem BREXIT wolle und daß es mit maximal 45% Unterstützung generell keine Mehrheit für den Austritt Schottlands aus dem UK gäbe.

Zuletzt kündigte sie an, bei einem erneuten Versuch ein Referendum durchzuführen sich auf das Heftigste einzumischen gedächte bezüglich dessen Konditionen wie OB, WARUM, WANN und WIE und darum mit aller Kraft kämpfen wolle.

Mays oberste Tory-Schottin Ruth Davidson unterstützte ihre Chefin mit dem Hinweis, ein ventuelles erneutes Referendum der Schotten können frühestens nach dem erfolgten EU-Austritt des UK im Jahre 2019 erfolgen! Gleichzeitig wolle Theresa May die Beziehungen zu Schottland nach dem BREXIT nach dem Motto „Schluss mit lustig“ generell von ihrer Seite aus überprüfen und Kompetenzen die man wegen EU-Standards an die Schotten bzw. an die EU abgegeben habe, nach London zurückholen. (Dies ist nebenbei das erste mir bekannte offizielle Eingeständnis, daß sich der BREXIT negativ auf Teile der UK-Bürger auswirken könnte?)

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https://www.theguardian.com/politics/2017/mar/03/theresa-may-lays-down-independence-vote-challenge-to-sturgeon