Kommt er zum Sterben nach Hause, oder will die Fleischbranche ihm an’s Leder?

3. November 2015

Manchmal schaffen auch eher behäbige Regionalzeitungen (beinahe) tolle Schlagzeilen! Mein Favorit von Heute ist zweifellos die LZ, wie der Lipper sie kurz und bündig nennt:

SteiniBI

Ich frage mich, worüber sich die Fleischbranche beim stets ruhigen Steinmeier so erregt, daß sie ihm den Kampf ansagt ?

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Noch’n Glückwunsch im Angebot!

31. Dezember 2013

Allen Lesern, Kommentatoren, Gelangweilten, Genervten und Empörten, die meinem Blog in diesem Jahr 2013 trotzdem gefolgt sind, verleihe ich symbolisch meine total pazifistische Tapferkeitsmedaille!

Für 2014 wünsche ich euch allen da draussen Frieden, Glück, Gesundheit, zumindest aber Zufriedenheit und denen, die unbedingt Geld brauchen, einen fetten Lottogewinn.

Wer aber spezielle, individuelle Glückwünsche wünscht, der kann es über die Kommentarfunktion probieren, zumindest so lange, bis die übliche, exzessiv-Orgienartige Sauerei Feierei* beginnt.

Was ich mir für 2014 wünsche:

Obama, Merkel, Erdogan,
stellt euch bitte hinten an!

Ahoi, Rajoy, hier spricht der Mas,
wann trinken wir ein Friedens-Glas?

Wann hält dieser Putin, bei der EU den Hut hin?

Warum unser Bundespräsident
im Februar nicht nach Sotschi rennt:

Bei den USA sei, also ich glaub‘ das nicht,
in Sotschi sogar Schwulsein Pflicht!

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*(Mir wurde sogar angedroht, dass ich tanzen müsse!)


Detmold: Freiheit für S. und schönes Wochenende!

20. Juli 2013

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Gegen die am kommenden Montag drohende Abschiebung des seit zehn Jahren in Deutschland, davon seit 2008 in Detmold lebenden Ausländers nach Kasachstan, wo ihm als ehemaligem Oppositionellen Haft droht, protestierten heute Mittag engagierte Lipper. Die Detmolder Ausländerbehörde hatte den 66-jährigen S., der in einer Asylunterkunft in der Heldmannstraße ein Zimmer bewohnt, dort eine Stunde vor einem vereinbarten Termin von der Polizei verhaften und in die Abschiebehaft nach Büren verbringen lassen.

Damit sollte vermutlich ein Exempel für die anderen Insassen der Asylunterkunft Heldmannstraße statuiert werden, denn S. hätte schließlich auch eine Stunde später, bei dem geplanten Termin bei der Detmolder Ausländerbehörde, ganz ohne Aufsehen zu erregen, festgenommen werden können?

Seine für Montag, den 22. Juli sehr kurzfristig angesetzte Ausweisung kann mit rechtlichen Mitteln wohl kaum mehr gestoppt werden. Zwar gäbe es in NRW einen Erlass keine Menschen diesen Alters auszuweisen, aber kein entsprechendes Gesetz, an das Gerichte gebunden wären. So könne nur durch eine zeitaufwendiges Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Ausweisung vorgegangen werden.

Die Regionalzeitung „ziert sich“, wie man hört, Leserbriefe abzudrucken, die Stadt sieht sich völlig im Recht und der Bürgermeister von Detmold, der demnächst wiedergewählt werden möchte, kalkuliert womöglich mit dem Empfinden und den Stimmen der meist schweigenden Mehrheit in dieser Frage? Man weiss es nicht…

Ein mögliches Mitglied dieser schweigenden Mehrheit stand mit hochrotem Kopf auf der Treppe vor einer Kneipe, fuchtelte mit den Armen und skandierte laut: „Alle weg, alle weg!“

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Am Bruchberg sammelten sich die Demo-Teilnehmer, darunter auffallend viele Altersgenossen des von der Abschiebung bedrohten S.. Sie können sich vielleicht besonders gut in die Lage versetzen mit „Mitte Sechzig“ in eine ungewisse Zukunft nach Kasachstan abgeschoben zu werden?

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Dieses schlichte, improvisierte Schild brachte die Meinung der Demonstranten genau auf den Punkt!

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Vor dem Gebäude, in dem die Ausländerbehörde untergebracht ist, fand die eigentliche Kundgebung statt. Die Beamten, denen der Besuch galt, hörten natürlich wieder einmal nichts, denn „sie genossen ihr verdientes Wochenende“!


Bundesjustizministerin bei Vögeln in Bielefeld fotografiert!

19. Juli 2013

Nein, es ist kein Schreibfehler! Nein, da fehlt kein „m“! Die Bundesjustizministerin brauchte ein paar positiv besetzte Bilder für den Wahlkampf, die nichts mit dem NSA-Skandal zu tun haben, in den sie anscheinend naiv-nichtsahnend hinein geschlittert ist? Da bot sich ein Patenschaftsprojekt in einem Bielefelder Tierpark, in ihrer ostwestfälischen Urheimat geradezu ideal an:

Sie taufte einen jungen Pinguin auf den Namen „Leutheusser“ und einen zweiten Pinguin auf den Namen „Schnarrenberger“. Aber erst als sie einen dritten Pinguin auf den Namen „Bindestrich“ taufen wollte, gab es einen mächtigen Auffruhr der Empörung unter den Schwarzbefrackten und die Ministerin suchte erschrocken das Weite…


Detmolder soll nach Kasachstan abgeschoben werden, wo ihm Gefängnis droht!

19. Juli 2013

Aufruf zur Demonstration für S.N.

am Samstag, den 20.7.2013, 11:30 Uhr, ab Bruchberg, Detmold

Am Donnerstag, 11. Juli 2013 wurde S. N.in der Asylunterkunft Heldmanstraße in Detmold überraschend und vor aller Augen verhaftet. Er wurde ins Abschiebegefängnis Büren verbracht und soll am 22. Juli nach Kasachstan abgeschoben werden, obwohl er eine freiwillige Ausreise vorbereitete. Viele Menschen empfinden dieses Vorgehen der Stadt Detmold als erschütternd

S.N. lebt seit insgesamt 10 Jahren in Deutschland. Seit 2008 lebt er durchgehend in Detmold und kooperiert mit der Ausländerbehörde. Er ist 66 Jahre alt und 2003 als damaliger Oppositionspolitiker aus Kasachstan geflohen. In den letzten Jahren hat er sich auch für Asylbewerber in Detmold und in Lippe engagiert.

Nachdem zwischenzeitlich deutlich geworden, dass das deutsche Ausländerrecht ihm kein dauerhaftes Bleiben in Deutschland ermöglichen wird, plante er zuletzt eine freiwillige Ausreise. Nach einem Vorgespräch im April sollte entscheidender Botschaftstermin in Berlin am Freitag, 19. Juli stattfinden, um mögliche persönliche Sicherheiten abzuklären.

Eine Stunde vor einem vereinbarten Vorsprechen beim Ausländeramt wurde S.N. am 11. Juli in aller Öffentlichkeit der Asylunterkunft verhaftet und in Abschiebehaft genommen. Das Haus wurde umstellt, er durfte nichts mitnehmen, auch nicht Brille oder Adressbuch. Die Abschiebung ist für kommenden Montag (22.7.) fest terminiert. Die Option einer geordneten Ausreise mit Sicherheitsgarantien ist jetzt zerstört, selbst die Möglichkeit einer Weiterreise in ein anderes Land ist verhindert. Gefängnis im Herkunftsland droht konkret.

Bei einer kurzfristig angesetzten Mahnwache auf dem Detmolder Marktplatz drückten am Montag, 15. Juli über 100 Menschen ihre Erschütterung über dieses Handeln aus. Sie forderten von der Stadt Detmold:

S. N.muss unverzüglich aus der Abschiebehaft freigelassen werden!
Die Abschiebung am 22.7. muss ausgesetzt werden!

Wenn nichts anderes mehr geht, muss zumindest eine freiwillige Ausreise ermöglicht werden.
Die Gespräche mit der Stadt Detmold laufen sehr stockend. Bisher hat diese keinerlei Signale gesendet, eine Freilassung aus der Abschiebehaft und eine humanitäre Lösung ermöglichen zu wollen. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass die Abschiebung am kommenden Montag wirklich durchgeführt werden soll.

Darum ruft die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. stellvertretend für viele Unterstützer/innen von S.N. zu einer Demonstration am kommenden Samstag, 20.Juli 2013 auf, mit der die Anliegen noch einmal bekräftigt werden sollen.

Die Demonstration beginnt um 11.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Detmolder Bruchberg. (Bruchstrasse / Ecke Wallgraben, Brücke über Wallgraben) Nach einem Marsch durch die Innenstadt und an der Ausländerbehörde vorbei findet die Abschlusskundgebung an der Kreuzung Lange Str./Externstr./Krumme Straße statt.


Pfarrer Dieter Bökemeier
Beauftragter der Lippischen Landeskirche für Flüchtlinge und Asylsuchende
Am Eichenpohl 56
32760 Detmold
Tel.:     05231-28562
Fax:     05231-32547
Email: dieter.boekemeier@lippische-landeskirche.de


Skudden: Osterlämmer sind da!

23. März 2013

Beinahe pünktlich zu Ostern bekamen die Skudden von Freunden Nachwuchs. Auf dem Foto waren die beiden Lämmer einen Tag alt. Sie wissen schon, was das Wort „Schafskälte“ bedeutet und hoffen, dass der Frühling bald kommt…

Osterlämmer 2013

Osterlämmer 2013

Die Ostpreußische Skudde gehört zu den ältesten und bedrohten Hausschafrassen. Sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen.


Potz Blitz: Brits quits, Krauts graut’s!

6. März 2013

Der britische Verteidigungsminister Philip Hammond kündigt umfassende Neuordnung der britischen Streitkräfte an, bei der 30.000 Soldaten innerhalb des UK umquartiert werden würden.

Dabei müsste ein Rest von bisher noch in Deutschland stationierten 16.000 Soldaten sowie tausend aus Afghanistan heimkehrende Soldaten berücksichtigt werden.

Bis 2019 sollen dann die letzten der seit 1945 in Deutschland stationierten britischen Militärs abgezogen sein. Dazu kämen rund 17.000 Angehörige und Unterstützungskräfte der aus Deutschland zurückkehrenden Truppen. Für sie alle müssten neue Plätze auf der Insel gefunden werden. Die Armee will sich künftig an sieben Hubs konzentrieren.

Trotz der schottischen Unabhängigkeitsbestrebungen sollen Teile der British Army auf schottischem Gebiet verbleiben. Den Schotten können es angeblich gar nicht genug sein, was zwar finanziell verständlich ist, aber so gar nicht zu den schottischen Unabhängigkeitsbestrebungen zu passen scheint?

In Deutschland begann inzwischen das übliche Gejammer der vom Abzug betroffenen Städte über den erwarteten Kaufkraftverlust.

http://www.guardian.co.uk/politics/2013/mar/05/seven-military-barracks-army-restructuring