Hat die EU in ihrer heutigen Form eine Zukunft?

25. Juli 2017

Die EU hat in den letzten Jahren praktisch ausschließlich Wirtschaftspolitik betrieben. Dabei hat sie vergessen sich der Interessen der kleinen Leute, ihrer Bürger in den verschiedenen Mitgliedstaaten, anzunehmen. Diese sind durchaus unterschiedlicher, aber stets nachvollziehbarer Natur und unterscheiden sich von denen der Wirtschaft oft diametral. Die Unterstützung, die Akzeptanz dieser EU bei den Bürgern der Mitgliedstaaten, dürfte darum heute wohl niedriger denn je sein und dies obwohl die „Verwirtschaftlichung“ der Politik kein Phänomen der EU, sondern international ist?

Dazu wurde sie indirekt durch die Auswahl entsprechenden Führungspersonals von den USA ferngesteuert. Die maßlosen EU-Erweiterungen nach Mittel-, Nord- und Südosteuropa waren eher strategische Maßnahmen gegen Russland als erforderliches und erklärbares Eigeninteresse der Europäer.

Doch, je uneinheitlicher diese EU wurde, desto mehr tauchten Risse an alten und ganz alten Stellen wieder auf, die man längst überwunden, abgehakt und erledigt glaubte. Man hatte eben ersichtlich keine gemeinsame Basis der Völker.

Der BREXIT, der Absprung der Insel-Briten von der Festlands-EU, war die Initialzündung, der Startschuss für schlummernde Uraltkonflikte entlang hysterisch-historischer Bruchstellen. Wir erleben gerade eine Dezentralisierung der EU bei der Skandinavien und die Benelux-Staaten sich wohl wieder stärker am UK orientieren werden. Die Visegrad-Staaten, verstärkt durch das Baltikum, Österreich und den Balkan, werden eine Art parlamentarischer Donaumonarchie 2.0 anstreben und sich von Russland und Deutschland klar abgrenzen. Griechenland, Zypern, Malta, Italien, Spanien und Portugal werden eine Art Mittelmeerzone bilden, der ähnliche Traditionen, Seefahrt und Handel und vor allem ähnliche Probleme zugrunde liegen. Das Mittelmeer, heute die Flüchtlings-Abschreckungs- und Todesfalle der EU, wird wieder was es über Jahrtausende war, ein verbindendes Verkehrselement ihrer Anrainerstaaten und -völker.

Vor dieser Ausgangsposition haben stärkere EU-Integrationsversuche einen schweren Stand. Outside-Player wie die USA, das UK, Russland, China aber auch die Türkei, können gezielt IHRE Interessen an die jeweiligen nationalen EU-Staaten und -Fraktionen herantragen und so zumindest eine stärkere EU blockieren. Was Erdogan mit seinen EU-Türken vorexerzieren will, können die anderen Outside-Player mit ihren spezifischen EU-Ansprechpartnern nachvollziehen und das Ergebnis wird ein heillos untereinander zerstrittener, handlungsunfähiger „Sauhaufen“ sein!

Die USA haben schon seit Zeiten von Henry Kissinger, Donald Rumsfeld und Dick Cheney, aber besonders jetzt wieder seit Donald Trump, auf nationale Karten gesetzt anstatt auf eine geschlossene, starke EU, lieber auf viele kleine Bantustans, die gebückt Befehle entgegen nehmen. Die widersprechen nicht, haben keinen komplizierten Meinungsbildungspreozess und funktionieren einfach nach dem Motto: „Wegtreten!“

Die EU setzt dagegen auf Zentralisierung. einen EU-Wirtschaftsminister, Etats, steuerliche Anpassungen. Zugegeben, das wäre zumindest AUCH eine Lösung, so die USA sie denn ließen. Es wäre aber eine Lösung der Vereinheitlichung NACH UNTEN, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Mitteleuropäer müssten praktisch auf allen Feldern Federn lassen um die Ost- und Südeuropäer mit ins Boote zu holen. Die derzeitige wirtschaftliche Ausbeutung Süd- und Osteuropas wäre zu Ende, denn sie würde künftig gleich hier vor Ort, in unserem Mitteleuropa stattfinden und wir wären nicht Zuschauer sondern Betroffene….

Dann will die EU noch eine Armee, zumindest militärische Oberstrukturen, ein HQ über die diversen nationalen Armeen. Sie will anscheinend Kriege führen? Für wen und warum? Wenn man sich so umsieht, wer bliebe da als böser Feind außer Russland, Weissrussland und der Türkei?

Eine Art von „kontrolliertem WW3“, begrenzt auf das eurasische Territorium wäre wohl der „feuchte Traum“ der US-Finanz- und Rüstungsindustrien. Ich fürchte, ein, zwei weitere „vollkommen überraschend-unerwartete“ Flüchtlingsmillionen in die EU und wir werden die Initialzündung der Spaltung LIVE erleben müssen..?

 

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Wie NATO-Sekretär Stoltenzwerg in Istanbul der General abhanden kam!

21. November 2016

Er ist halt doch nur ein Sekretär und keineswegs ein General, wie er es uns gerne mit seinen markigen Nordatlantischen Propaganda-Reden weis machen möchte!

So machte er sich jüngst in Istanbul, in der Höhle des Pascha ErdoWahn, in die Hosen und alle konnten es riechen…

Er sagte öffentlich, die Türkei (er meinte natürlich ErdoWahn!) habe das Recht, gegen die Hälfte des türkischen Volkes wegen deren unterstellten Beteiligung am Putschversuch(?) gegen ErdoWahns „Diktatur in progress“ mit aller Härte vorzugehen. Das wäre auch voll okay, denn die türkische Führung habe ihm versichert (mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken vermutlich?), daß sie Massenverhaftungen, Berufsverbote, Sippenhaft und Enteignungen nur streng nach rechtstaatlichen Regeln ausübe. Dann sei doch wohl alles gut, oder?

Vielleicht ergibt sich ja durch Donald Trumps Regierungsübernahme – sozusagen als Nebeneffekt – die Möglichkeit, solche Figuren in der NATO nach Norwegen in Rente zu schicken und diesen von Clinton, Obama und den Neocons seit mindestens 20 Jahren vollkommen enthemmten Haufen irgendwie wieder unter demokratisch-politische Kontrolle zu bekommen?


Putins Horror-Clown Kusnezow, oder Arbeitsteilung bei der NATO!

27. Oktober 2016

Da schickt Putin den einzigen russischen Flugzeugträger, den über 30-jährigen, aus Zeiten der Sowjetunion stammenden „Admiral Kusnezow“, auf den langen Weg von der Barentsee ins Mittelmeer um die russische Präsenz vor der syrischen Küste um dessen 15 moderne Kampfjets zu verstärken. Der Träger ist den ganzen Weg über in der Reichweite von NATO-Staaten, Norwegen, Niederlande, Belgien, Frankreich, dem UK, Spanien und Portugal, die ihn zur See und in der Luft bewachen und begleiten.

Seit 2011 ist es anscheinend Usus der Russen ihre Schiffe in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika aufzutanken, zumindest was Wasser und Lebensmittel betrifft und diese Einkäufe bar zu bezahlen zur Freude des betroffenen Hafens. Dies sollen die Russen und die Spanier seitdem um die 60 Mal zur gegenseitigen Zufriedenheit so gehandhabt haben, so ist zu hören?

Diesmal jedoch ist alles anders. Der aufgeregte Sekretär der NATO, der Norweger Jens Stoltenberg, der sich so gerne für einen General hält, ruft des Nachts in Madrid an und fordert von den verdutzten Spaniern, diesmal den Russen spanische Gastfreundschaft in ihren Häfen zu verweigern:

„Es könne doch nicht sein, daß ein NATO-Land (feindliche) Kriegschiffe logistisch unterstütze, das danach womöglich vor Syrien liegend, wehrlose Frauen und Kinder in Aleppo in den Tod bombe?“ (Niemand weiss, was Kriegschiffe später tun werden. Logistisch unterstützt werden sie in den Häfen aller Länder dieser Welt, die damit bis heute nicht das geringste Problem hatten!)

Es beginnt ein diplomatisches Gezerre hinter den Kulissen und schließlich ziehen die Russen ihr Gesuch gesichtswahrend zurück, dann kann oder muß dies von Spanien auch nicht verweigert werden.

Die Russen werden sich also mit ihrem Träger  und seiner aus acht Schiffen bestehenden Begleitflotte zu dessen möglicherweise ersten Kampfeinsatz seit seiner Indienststellung symbolisch in den NATO-Tümpel Mittelmeer begeben, wo sie im Ernstfall jedoch hoffnungslos unterlegen wären, denn die gesamte Nord-Ost-Seite des Meeres wird von NATO-Staaten, ihren Marinen und Luftwaffen begrenzt, darunter mindestens einem halben Dutzend US-Stützpunkten. Ein militärisches Selbstmordkommando, das wohl mehr als politische Geste zu verstehen ist?

Die USA haben – nebenbei sei es erwähnt – derzeit zwei Tragerverbände im Mittelmeer stationiert, dazu kommen Portugiesen, Spanier, Italiener, Griechen und Türken, die Israelis „niemals nicht“ zu vergessen. Die Russen schaffen mit der Admiral Kusnezow gerade mal 15 Jets vor Ort. Da hat die Charles-de-Gaulle, der kleine Franzosen-Träger sogar 50% mehr Mirages unter Deck gestapelt und alleine die beiden US Träger dürften für die achtfache Menge, nämlich ca. 120 Jets gut sein?

Die bomben übrigens überall im Irak und Syrien medial völlig geräuschlos herum und hinterlassen nur glückliche toten Frauen und Kinder. (Soviel zur Objektivität unserer Medien!)

Während der Diplomhektiker, NATO-Methangassekretär Stoltenberg, also die Gefahr vor den bösen Russen erfolgreich an die Wand schreibt, macht die NEW YORK TIMES arbeitsteilig den Russenträger  geradezu lächerlich: „Er sei ein alter Schrotthaufen, der die größte Gefahr für die eigene Besatzung darstelle, unter dessen Begleitschiffen sich ein hochseetauglicher Schlepper befände, denn der „Admiral“ neige zu häufigen Ausfällen und müsse dann an den Haken genommen werden…
…Die Kusnezow sei seit ihrer verspäteten Indienststellung ein Flop gewesen, das Schiff sei „gefoltert“ worden, habe sich von 1996-1998, von 2001-2004, 2008 und von 2014-216 in der Werft befunden. Nach seinem jetzigen Syrien-Abenteuer müsse es erneut in das Dock, denn Antriebsystem müsse ausgewechselt werden. Bei jedem seiner bisheringen sieben Ausflüge habe es Pannen gegeben und einmal, im Jahr 2006, habe es sogar im Mittelmeer von der US-Navy gerettet werden müssen!
(An dieser Stelle sei auf die durchaus vergleichbaren Pleiten, Pech und Pannen von entsprechenden NATO-Trägern verwiesen, die man bei wikipedia lesen kann!)

Um die echten Zahlen wird ein bißchen Geheimnistuerei betrieben, aber man darf wohl zu Recht annehmen, daß Russland in, vor und um Syrien nicht mehr Kampfjets in die Luft bringen kann als das NATO-Land Frankreich alleine. Die Amis, Türken, Griechen, Italiener, Dänen, Holländer, Belgier und die Saudis kommen dann als Zugabe obendrauf, fast so, also würde Putin alleine zu einem Fußballmatch gegen eine Nato-Auswahl antreten, doch vorsicht, der Mann kann Judo und Russland betreibt bekanntlich Staatsdoping ;-)


Warum verplempert Putin seine Zeit mit Merkel und Hollande?

20. Oktober 2016

Es gab wieder mal ein Vierer-Gespräch im sogenannten „Normandie-Format“, das heisst zwischen Merkel, Hollande, Poroschenko und Putin. Man unterhielt sich darüber, ob Russland und Putin wegen Poroschenkos Nichteinhaltung des Minsk-II-Abkommens neue Sanktionen verpasst bekommen sollten oder eventuell doch noch nicht – zumindest jetzt.

Danach gab es ein Dreier-Gespräch Merkel-Hollande-Putin über die furchtbaren russischen Kriegsverbrechen in Syrien, speziell in Aleppo. Merkel und Hollande stehen 2017 vor Wahlen und bedürfen der US-Unterstützung um überhaupt antreten zu dürfen.

Hollande wird Putin erklärt haben, wie man es anstellt als humanistischer Menschenfreund seit mindestens fünf Jahren im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika und in der Subsahara-Zone Westafrikas mit der Force de Frappe „auf-Teufel- komm-raus“ zu bombardieren, ohne daß dabei Menschen verstümmelt und getötet , ohne daß dabei Kriegsverbrechen begangen werden. Vielleicht erklärt er ihm auch, wie Frankreich in den „schrägen Film“ kam, im Syrien-Konflikt überhaupt eine Rolle spielen zu müssen?

Merkel wird Putin (auf Englisch?) erklärt haben, warum die Bundesregierung die weltweite Ausweitung der NATO als US-Vasallen-Hilfstruppe unterschrieben hatte und sich seitdem in Afghanistan, in der Türkei, im Irak, in Syrien, im Mittelmeer, im Baltikum, in Osteuropa allgemein und neuerdings auch in der Subsahara-Zone Afrikas breit macht?

Einmal unterstellt, Putin wäre der böse Schurke den Merkel aus ihm macht, dann wäre er als Diktator ja ähnlich schneller Entschlüsse fähig wie Merkels Freund Erdogan. Dann hätte er ja in dem Dreier-Gespräch in Berlin „Nägel-mit-Köpfen-machen-können“ und Absprachen treffen?

Dumm nur, daß Merkel und Hollande dazu keine Kompetenz haben! Die können reden worüber sie wollen und solange sie wollen, wenn es denn konkret wird, dann müssen die Beiden den Amis die Vorschläge unterbreiten und auf deren Plazet hoffen. Die Interessen der USA sind aber ganz andere und eigene und kollidieren häufig mit den deutschen Wünschen. Um dabei nicht vollkommen trottelig dazustehen, prescht Merkel dann nach vorne, verkauft US-Forderungen als ihre eigenen und droht dem finsteren Russen Putin streberhaft mit erneuten Sanktionen für die Deutschen. So hat sie sich noch immer über die Runden gerettet, die opportunistische Streberin aus Meck-Pomm, die ehemalige Siegerin der Russisch-Olympiade mit Reiseerlaubnis in den Westen , angeblich ganz ohne der Stasi anzugehören? Ob es wohl in Russland irgendwo noch eine Merkel-Akte gibt?

Putin wird seinerseits nicht aus Langeweile oder mangelnder Termine nach Berlin geflogen sein, sondern um zu versuchen diese US-Knechte gegen ihre Herren aufzuwiegeln, ihnen zentraleurasische Alternativen auszumalen oder sie zumindest gegeneinander auszuspielen. Die Zeit wird zeigen, wer erfolgreicher darin war…

 

 

 

 

 

 

 


Russland hat keine Partner im Westen!

18. September 2016

Ein Artikel von Paul Craig Roberts, erschienen am 18. September 2016 auf Paul Craig Roberts Website http://www.paulcraigroberts.org/
 
Die russische Regierung tut immer wieder das Gleiche und erwartet unterschiedliche Ergebnisse. Die russische Regierung schließt weiterhin Abkommen mit Washington, und Washington bricht sie weiterhin.

Die letzte Darbietung dessen, was Einstein als Wahnsinn definierte, ist das jüngste syrische Waffenstillstandsabkommen. Washington brach das Abkommen, indem es die Luftwaffe der Vereinigten Staaten von Amerika schickte, um Stellungen des syrischen Militärs zu bombardieren, tötete 62 syrische Soldaten und verwundete 100, und machte auf diese Weise den Weg für ISIS frei, den Angriff noch einmal zu unternehmen.

Russland überraschte Washington im September 2015, als die russische Luftwaffe eingesetzt wurde, um ISIS-Positionen in Syrien zu bombardieren, wodurch die syrische Armee in die Lage versetzt wurde, wieder die Initiative zu gewinnen. Russland hatte den Krieg gegen ISIS gewonnen, zog sich aber unerwartet zurück, ehe die Sache abgeschlossen war. Das ermöglichte es den Vereinigten Staaten von Amerika oder deren Handlangern, den Islamischen Staat wieder aufzurüsten, welcher aufs Neue angriff.

Russland musste also nach Syrien zurückkehren. In dem Zeitraum, den Washington selbst abgesteckt hatte. Jetzt sind die russischen Luftangriffe gegen ISIS komplizierter, wie auch der Luftraum über Syrien. Russland informiert Washington über geplante Angriffe, und Washington warnt ISIS und vielleicht die Türkei, die ein russisches Flugzeug abgeschossen hat. Dennoch machte die syrische Armee Fortschritte.

Aber jedes Mal wurde der Sieg behindert durch „Friedensgespräche“ oder einen „Waffenstillstand,“ in dessen Verlauf die von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten Gruppen sich neu formierten. In der Folge geht ein Krieg weiter, den Russland und Syrien bereits gewinnen hätten können, und zwar mit einem neuen Element. Jetzt hat Washington die syrische Armee direkt angegriffen.

Das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika behauptet, es wäre der Meinung gewesen, ISIS anzugreifen. Denken Sie eine Minute darüber nach. Die Vereinigten Staaten von Amerika behaupten, eine militärische Supermacht zu sein. Sie bespitzeln die gesamte Welt, sogar die privaten E-mails und Telefongespräche ihrer europäischen Vasallen. Dennoch war all diese Schnüffelmacht nicht in der Lage, eine bekannte Position der syrischen Armee vom ISIS zu unterscheiden. Wenn wir das glauben, müssen wir zum Schluss kommen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika militärisch inkompetent sind.

Das ist geschehen: vor dem derzeitigen „Waffenstillstand” konnten die Russen die von den Vereinigten Staaten unterstützten Jihadisten angreifen, aber die Vereinigten Staaten von Amerika konnten die syrischen Streitkräfte nicht direkt angreifen, sondern nur durch ihre jihadistischen Handlanger. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den „Waffenstillstand“ benützt, um einen Präzedenzfall für direkte Angriffe der Vereinigten Staaten von Amerika gegen die syrische Armee zu schaffen.

Die Russen, die den Krieg fast gewonnen hatten, verlegten ihren Schwerpunkt auf „Friedensverhandlungen” und „Waffenstillstände,“ die die Vereinigten Staaten von Amerika benützt haben, um Washingtons direkte Teilnahme an dem Konflikt in die Wege zu leiten.

Es ist unbegreiflich, dass die russische Regierung glaubt, Washington und Moskau hätten irgendwelche gemeinsamen Interessen an dem, was in Syrien herauskommen soll. Washingtons Interesse ist, Assad loszuwerden und Syrien in das Chaos zu stürzen, das in Libyen und im Irak herrscht. Russlands Interesse besteht darin, Syrien als Bollwerk gegen die Verbreitung des Jihadismus zu stabilisieren. Es ist außergewöhnlich, dass die russische Regierung so falsch informiert ist, dass sie glaubt, Moskau und Washington hätten ein gemeinsames Interesse, den Terrorismus zu bekämpfen, wo der Terrorismus doch Washingtons Waffe für die Destabilisierung des Mittleren Ostens ist.

Wie kann Russlands Gedächtnis nur so kurz sein. Washington versprach Gorbatschow, dass die NATO keinen Millimeter nach Osten gehen würde, wenn er die Wiedervereinigung Deutschlands zuließ. Aber das Clintonregime platzierte die NATO an Russlands Grenze.
Das George W. Bush-Regime verstieß gegen den ABM-Vertrag, indem es ihn aufkündigte, und das Obamaregime errichtet Raketenbasen an Russlands Grenze.

Die Neokonservativen versenkten den Nicht-Ersteinsatz von Atomwaffen und machten daraus den präventiven Ersteinsatz in der Kriegsdoktrin der Vereinigten Staaten von Amerika.

Das Obamaregime stürzte die ukrainische Regierung und installierte eine Marionettenregierung der Vereinigten Staaten von Amerika in einem ehemaligen Bestandteil Russlands. Die Marionettenregierung begann einen Krieg gegen die russische Bevölkerung in der Ukraine und verursachte Sezessionsbewegungen, die Washington falsch als „russische Invasion und Annexion“ charakterisiert hat.

Trotz alledem glaubt die russische Regierung, dass Washington ein „Partner” ist, mit dem sie gemeinsame Interessen hat.
Das verstehe, wer will.
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Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!


2016 fängt gut an: Spanien geht mit vier Eurofightern auf Russenjagd im Baltikum!

29. Dezember 2015

Sie haben es schon zweimal getan. Sie wollen es wieder tun.  Nach Litauen 2006 und Estland 2014 will die spanische Luftwaffe ab dem 4. Januar 2016 erneut Litauen vor den bösen Russen verteidigen, die da einfach so im internationalen Luftraum herumfliegen, anstatt ihr Luftwaffe hinter den Ural zurück zu ziehen, wie es die NATO gerne hätte. Die 120 Spanier, hauptsächlich aus dem Ala 14 (Albacete), sollen die Führung dieser NATO-Operation übernehmen.

Die Spanier werden in Siauliai, einer Stadt im Norden Litauen stationiert, rund 250 Kilometer von der russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) entfernt, welche die bösen Russen im abgelaufenen Jahr doch tatsächlich verstärkt(!) angeflogen haben, ohne zuvor die NATO um Erlaubnis zu fragen.


EU verschiebt Verlängerung der Russland Sanktionen!

15. Dezember 2015

Dies geschah Gestern in Brüssel auf Wunsch von Italien, das Gesprächs-, bzw. Diskussionsbedarf anmeldete, so schrieb die INTERNATIONAL NEW YORK TIMES. In deutschen Medien habe ich dazu bisher nicht viel gelesen?

Türkei will sich mit Saudi Arabien und Ägypten den Nahen Osten teilen!

Eine Koalition aus angeblich 34 Staaten wollen die Saudis zur Terrorismus-Bekämpfung aufbringen und von einem militärischen Hauptquartier in Riad aus den Nahen Osten befrieden, umgestalten, vom Terror befreien. Die militärischen Interventionen in Syrien und im Irak sollen garantiert ohne UN-Mandat und „Menschenrechtsfaseleien“ stattfinden. Wie das geht, macht die NATO ihnen ja seit Jahren vor. Zufälliger Weise sind alle 34 Teilnehmerstaaten Sunniten. Die Schiiten des Iran und des Irak hingegen gehören der Allianz nicht an. Da will doch wohl keiner einen Glaubenskrieg starten?

Damit scheinen „Gollums“ Pläne von einer Wiedererweckung des Ottomanischen Empires vorläufig eingebremst zu sein, denn „Gollum“ unterstellt sich anscheinend dem Saudischen Oberkommando?

Gegner dürften neben den jeweils von den Saudis als Terroristen markierten Gruppen die Russen und der Iran sein? Den USA scheinen diese Pläne bekannt zu sein und dort anscheinend nicht auf Widerstand zu stoßen? Welche Implikationen die Beteiligung eines NATO-Mitgliedes in einem Kopf-ab-Bündnis haben werden, das ist abzuwarten. Jedenfalls dürfte in diesem Fall die NATO-Beistandspflicht im Falle eines Angriffs auf die Türkei nicht greifen?

Ebenso abzuwarten bleibt die Haltung dieses Bündnisses gegenüber dem Staat Israel, sollten denn die saudischen Aktivitäten von mehr Erfolg als im Jemen gekrönt sein. Hat der BND am Ende doch Recht?

Nur Comedy ist komischer: Luftwaffen-Tornados für Syrien untauglich!
Die ersten zwei Tornado-Kampfjets der Bundeswehr, die in der vergangenen Woche unter großem öffentlichen Interesse in den deutschen Einsatz gegen die islamistischen ISIS-Milizen zur türkische Luftwaffenbasis Incirlik gestartet waren, werden keine Aufklärungsmissionen über Syrien fliegen. Die beiden Maschinen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 Immelmann aus Jagel seien technisch nicht dafür ausgerüstet, die elektronischen Kameras zu tragen, bestätigte ein Luftwaffensprecher am .. Montag auf Anfrage von Augen geradeaus!. Die beiden Flugzeuge sollten im Januar durch andere Tornados ersetzt werden. (nachdenkseiten, dort von einer empfehlenswerten Schnellübersicht http://www.nachdenkseiten.de/?p=29566#more-29566

Auch das noch: OLAF ermittelt gegen VOLKSWAGEN!
Berichten der SZ und EL PAÍS zu Folge ermittle die Antibetrugsbehörde der EU OLAF gegen den VW-Konzern. Dieser habe seit 1999 von der Europäischen Investitionsbank BEI insgesamt 4,6 Milliarden Euro an sehr vorteilhaften Kreditlinien erhalten die zweckgebunden zur Entwicklung  sauberer Motoren eingeräumt worden seien. Es bestehe der Verdacht auf Zweckentfremdung dieser Kredite durch VOLKSWAGEN…

Türkei belebt Ottomanisches Imperium mit neuem Leben!
Die Türkei wird eine komplexe Militärbasis mit über 3.000 Infanteristen,  Luft- und Marineeinheiten, Ausbildern und Special Forces im Golfstaat Qatar errichten. Derzeit gibt es dort nur 100 türkische Ausbilder jedoch die US-Base Al Udeid mit über 10.000 Soldaten. Die Ursprünge dieser Vereinbarung gehen auf 2014 zurück. Der Vertrag wurde im Juni 2015 unterzeichnet. Man habe gemeinsame Interessen, Ansichten und Feinde in der Region, die von wachsender Instabilität und schwindendem US-Interesse gekennzeichnet sei.

Beide Staaten haben die Moslem-Brüder in Ägypten unterstützt, syrische Anti-Assad-Rebellen-Terroristen unterstützt, die russische Anwesenheit in Syrien verdammt und vor wachsendem iranischen Einfluss in der Region gewarnt.

Es wird die erste türkische Militärbasis  außerhalb der Türkei werden. Qatar wird im Gegenzug eine Basis in der Türkei errichten.

Dies sei keine neue Allianz  sondern die Wiederentdeckung gemeinsamer historischer und brüderlicher Verbindungen aus der Zeit des Ottomanischen Empires. Na also, wer sagt’s denn!

Diese Verbindung scheint unabhängig von der kürzlich von Saudi Arabien verkündeten 34-Moslem-Staaten-Allianz gegen den Terrorismus zu sein, der beide Staaten ebenfalls angehören?

Sicher ist sicher! Frankreich verstaatlicht die Firma AREA AT. Diese stellt die Nuklearantriebe des Französischen Flugzeugträgers Charles de Gaulle und der Atom-U-Boote der Französischen Marine her. Im Juni noch hatte die Regierung Valls diese Absicht verneint…