Schluss mit lustig! Schweden führt Wehrpflicht wieder ein und überlegt NATO-Beitritt wegen Putin.

2. März 2017

Die Schweden fühlen sich ja SOOO bedroht von Putins Russen, daß man die erst 2010 abgeschaffte allgemeine Wehrpflicht zu 2018 wieder einführt.

Gemeinsam mit den ebenfalls von Putins Russen ganz hundsgemein bedrohten Finnen möchte man die Verteidigung gegen den bösen Feind im Osten verstärken und es gibt sogar Kräfte, die dazu einen NATO-Beitritt befürworten. Dann wäre endlich Schluß mit dieser „unnatürlichen skandinavischen Weicheier-Neutralität“.

Als Erste betroffen wären die etwa 4.000 Jungs und Mädchen der Geburtsjahrgänge 1.999 und 2.000. Sie müssten im Juli 2017 gemustert und zum 1. Januar 2018 für mindestens 11 Monate am Stück eingezogen werden. Schweden orientiert sich dabei an den NATO-Mitgliedern, den Nachbarländern Norwegen und Dänemark und auch am (noch) neutralen Finnland.

Nach dem voll-korrekten US-Putsch in Kiew und dem darauf folgenden ungültigen, gedopten „Fake-Referendum“ der Krim zum Beitritt zu Russland sei die Spannung im Baltikum ins Ungeheure gestiegen. Obwohl die NATO sofort ihren ganzen Schrott ins Baltikum verschiffte, ließ Putin nicht nach, veranstaltete sogar Manöver in seinem eigenen Land und ließ seine Flugzeuge und Schiffe ständig vor den russischen Grenzen gefährlich-unprofessionelle Angebermanöver vor ihren friedliebenden US-Pendants durchführen, die sich zufällig gerade auch da aufhielten!

Die Balten und die Polen rechnen bekanntlich stündlich mit dem Angriff von Putins Russen und wenn die schon mal dabei sind, dann würden die gewiss Finnland und Schweden geradezu in einem Aufwasch mit erobern, wenn dem nicht die geballte Macht der NATO entgegenstünde, sowie die 4.000 Jungs und Mädels der Jahrgänge 1.999 und 2.000, die mit der Arschkarte…

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Schweden, jetzt ein bißchen NATO!

28. Mai 2016

Schweden unterzeichnete – wie auch Finnland – am 09. September 2014 auf dem NATO-Gipfel von Wales, UK das sogenannte „Host Nation Support Agreement“. Dieses Abkommen wurde jetzt am 25. Mai 2016 vom schwedischen Parlament in Stockholm mit satter Mehrheit von 245 zu 40 Stimmen ratifiziert.

Damit ist das bisher neutrale Schweden  zwar auch künftig kein formelles NATO-Mitglied – höchstens NATO-light – räumt aber dem US-Vasallen-Bündnis weitgehende Vollmachten ein. So kann die NATO auf schwedischem Territorium Militärübungen absolvieren und Stützpunkte unterhalten zu deren Versorgung die Schweden beitragen dürfen, ohne jedoch „den militärischen Schutzanspruch eines Vollmitgliedes zu genießen“.

Damit hat die NATO alle nordischen Staaten entweder als Vollmitglieder oder als „Hiwi“ unter Vertrag und am Haken…

Eine Umfrage von Anfang Mai ergab erstmals eine scheinbare Mehrheit für das Abkommen, denn wenn man die Aussagemöglichkeiten in Pro, Contra und keine Meinung zum NATO-Abkommen gliedert, dann hatten die Befürworter erstmals mit 38% Pro gegen 31% Contra die Mehrheit. Wenn man jedoch die Schweden mit keiner Meinung berücksichtigt, dann haben sich 62%, fast zwei Drittel der Schweden, in der Umfrage NICHT für das Abkommen ausgesprochen! Das war den Parlamentariern egal, die Gelegenheit war günstig, die Mitte der politischen Parteien stimmte für das Abkommen, die extremen Linken und Rechten stimmten dagegen.

Dann haben die geheimnisvollen U-Boote in schwedischen Territorialgewässern am Ende wohl ihren Zweck erfüllt?
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http://thebarentsobserver.com/security/2016/05/sweden-votes-closer-contact-nato
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Hurra, EU hat bereits 272 Flüchtlinge „umverteilt“!

7. Januar 2016

Im September 2015 hat die EU-Kommission die Umverteilung von 160.000 Flüchtlingen innerhalb der nächsten zwei Jahre beschlossen. Wenn sie die aktuelle Stückzahl und das Tempo beibehält, dann wird sie diese Zusage bereits in 193 Jahren eingelöst haben. Das kann sie wohl schwerlich als Erfolg feiern?

Spanien zum Beispiel hat von seinen zugesagten  9.323 Flüchtlingen schon ganze 18 Stück ins Land gelassen!

Norwegen und England, keine Schengen Staaten, aber auch die Schengen-Staaten Schweden, Dänemark, Österreich, Deutschland und Frankreich sowie die asoziierte Schweiz führen aktuell Grenzkontrollen durch und weisen Flüchtlinge zurück.

Von den umverteilten 272 Personen hat das kleine Finnland alleine mit 111 Personen über ein Drittel aufgenommen. Nach aktuellen Zahlen vom 4. Januar 2016 sind 39 in Schweden, 30 in Luxembourg, 24 in Portugal, 21 in Deutschland, 19 in Frankreich, 18 in Spanien, 6 in Belgien und 4 in Littauen untergekommen. Das ist eine lächerliche Zahl und eine Schande für die EU, deren Kommission und deren Mitgliedstaaten!

Bezüglich der verfügbaren Plätze für Flüchtlinge sind nur 18 der 27 Mitgliedstaaten  der vereinbarten Meldung an die EU überhaupt nachgekommen und haben dabei geradezu lächerliche Zahlen gemeldet. Bulgarien immerhin noch 1.302, Frankreich nur 900, Lettland 467 und Spanien, das fünftgrößte Land der EU ganze 50 Plätze!

Jean-Claude Juncker nannte die Umverteilung der 160.000 Flüchtlinge im September die „oberste Priorität der EU“ und nun das. „Wir sprechen über 0,11% der Bevölkerung der EU“, so tönte er damals.

Inzwischen ertrinken wieder – oder noch immer – Menschen im Mittelmeer. Die drei Milliarden Euro an Erdogan haben daran wohl nichts verändert? Im Jahr 2015 sind – ohne die sicher ganz erhebliche, unbekannte Dunkelziffer – 3.771 Menschen im Mittelmeer ertrunken und es geht so weiter! Von diesen Menschen entfielen 74 auf die Westroute von Nordafrika nach Spanien. Weitere 32 Tote starben beim Versuch von Westfarika auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Der Rest entfiel auf den zentralen und östlichen Bereich des Mittelmeeres. Der erste Tote des Neuen Jahres war ein zweijähriger Junge aus Syrien.

FRONTEX agiert im Mittelmeer nicht als spezielle Rettungsaktion sondern als Grenzkontrolle, bzw. -sicherung.

Der Ex-Hohe Kommissar der UN für Flüchtlinge, António Guterres erklärte am Dienstag, daß das EU-Asylsystem in diesem Jahr (nach dem Winter) kollabieren könnte! Er hat sein Amt zum Jahresende nach zehn Jahren niedergelegt und weiss sicher, worüber er redet?

http://www.20minutos.es/noticia/2643029/0/reparto-refugiados-estancados/union-europea/#xtor=AD-15&xts=467263


Die USA absolute Spitze!

26. Dezember 2015

Vor einigen Tagen diskutierten wir an anderer Stelle, in anderem Zusammenhang, die Zahlen über Rüstungsdeals, die von angeblich renommierten NGO’s nur in prozentualen Veränderungen genannt wurden und denen zu Folge Russland, Deutschland und die Türkei die bösen Rüstungsdealer seien.

Jetzt hat die NEW YORK TIMES andere Zahlen einer US-Kongress-Studie, des Annual Report des Congressional Research Service für 2014 veröffentlicht und diesmal das Ranking mit absoluten Zahlen und deren prozentualer Veränderung zum Vorjahr 2013 dargestellt. Schon sieht die Sache anders aus!

1.) $36,2 Mia USA (+35% von $26,7). Das entsprach einem 50%igen Weltmarktanteil. Die Hälfte aller Rüstungsverkäufe der Welt werden also durch die USA getätigt. Hauptabnehmer, wen wundert’s, waren Qatar, Saudi Arabien und Südkorea, die alle mit Hilfe der USA diverse Krisen anfachen und befeuern „müssen“.

2.) $10,2 (-1% $10,3) Mia an Waffen verhökerten „die bösen Russen“. Das war mit 28% nicht einmal ein Drittel des US-Anteils oder rund 14% des Weltmarktanteils.

3.) $5,5 Mia Schweden, oder 7,6% Weltmarktanteil.
4.) $4,4 Mia Frankreich, oder 6,1% Weltmarktanteil.
5.) $2,2 Mia China, oder 3,0% Weltmarktanteil.
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http://www.nytimes.com/2015/12/26/world/middleeast/us-foreign-arms-deals-increased-nearly-10-billion-in-2014.html?emc=edit_ee_20151226&nl=todaysheadlines-europe&nlid=66731401


Schwedische Reichstagswahlen: Brauner Schiss jetzt unübersehbar!

15. September 2014

Bei den schwedischen Parlamentswahlen konnte die extreme Rechte (Schweden Demokraten) unter ihrem Vorsitzenden Jimmie Åkesson (35) mit ihrer betonten Migrationsfeindlichkeit ihr Ergebnis im Vergleich zu den letzten Wahlen von 5,7% auf 12,9% mehr als verdoppeln und wurden zur drittstärksten politischen Kraft in Schweden!

Die rot-rot-grünen Parteien haben bei den Parlamentswahlen in Schweden einen knappen Sieg errungen. Die drei Parteien aus dem linken politischen Lager erzielen 43,3 Prozent gegenüber den vier bürgerlichen Allianzparteien mit gemeinsam 39,4 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,4 Prozent. (vorläufiges Endergebnis vom 14.09.2014, Sonntagabend, Stand 24 Uhr.

An der Spitze lagen die Sozialdemokraten mit 31,2%. Ihr Vorsitzender Stefan Löven (57) will darum die Möglichkeit einer Regierungsbildung prüfen. Sollte ihm dies gelingen, wäre er der schwedische Premierminister mit dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten.

„Es gäbe keine Zusammenarbeit mit den Schweden Demokraten“, machte Löven sich Mut, „denn immerhin hätten 87% der Wähler nicht für sie gestimmt!“

Nach acht Jahren an der Regierung musste der konservative Premierminister Fredrik Reinfeldt seine Niederlage eingestehen und will heute wohl seinen Rücktritt ankündigen:

„Die Schweden haben ihre Entscheidung getroffen. Morgen werde ich meine Entscheidung treffen“, maulte er beleidigt.

Die Schweden Demokraten sind mit ihren jetzt wohl 49 Sitzen im Reichstag als Schmuddelkinder isoliert, mit denen weder die Linken und Grünen (159 Sitze) noch Mitte-Rechts (142 Sitze) zusammen arbeiten wollen. Trotzdem könnte ihnen bei diesem Wahlergebnis eine Schlüsselrolle zu kommen?

Die Unzufriedenheit der Schweden mit der großzügigen Einwanderungspolitik der letzten Jahre wird für das Wahlergebnis als Grund betrachtet. So würden auch in diesem Jahr wieder bei 9,7 Millionen Einwohner 80.000 Einwanderer ins Land gelassen.

Womöglich wurden Fredrik Reinfeldt und Carl Bildt vom Wähler aber auch für ihre extreme US- und NATO-Freundlichkeit abgestraft und abgewählt?