CAT-SEP’s setzten verzweifelt auf Vernunft und Frauen!

15. November 2017

Nachdem die Kerle Dick & Doof alias Oriol Junqueras und das „Puigdemont go!“ das Schiff der Separatisten, die ITACA, gewaltig auf Grund gesetzt und so zumindest vorläufig manövrierunfähig gemacht haben, ist guter Rat gefragt.

Eigentlich wollen Beide am 21-D erneut kandidieren, Junqueras für ERC und das „Puigdemont go!“ für die Phantasieliste JUNTOS PARA CATALUÑA.

Sie wissen aber auch, daß sie sich wohl eine verdiente Klatsche von mindestens einem Teil ihrer Gefolgschaft einfangen werden, denn sie haben jahrelang die große Klappe geführt und dann nicht geliefert.

Ausserdem laufen immer noch Ermittlungsverfahren gegen sie. Sie sitzen in U-Haft wegen Flucht-, Veruntreuungs- und Verdunklungsgefahr oder sind auf der Flucht in Brüssel untergetaucht. Sie können sich zwar zur Wahl aufstellen lassen, denn sie sind juristisch gesehen noch unschuldig bis zu einem eventuellen Urteil, irgendwann?

Die Verfahren werden sich aber nicht in Luft auflösen. Eine eventuelle Wahl gibt ihnen keine Immunität für Delikte aus ihrer Vergangenheit. Sie könnten also auch als gewählte Amtsträger vor Gericht gestellt und verurteilt werden, denn die Delikte, deren man sie verdächtigt und wegen denen man gegen sie ermittelt, liegen vor dieser Wahl des 21-D.

Auf der Gegenseite, ich nenne sie hier mal „bei den Unionisten“ steht mit Inés Arrimadas García eine junge Frau als Kandidatin fest bei den C’s (Ciutatans = Bürgern). Sie hat sich als Oppositionsführerin im katalanischen Autonomieparlament bereits einen Namen gemacht und ist trotzdem noch ein ziemlich neues und attraktives weibliches Gesicht in der katalanischen Autonomiepolitik gegen das Kataloniens CAT-SEP-Machos regelrecht Amok laufen!

Nun sind Dick & Doof anscheinend gezwungenermaßen auf den Gedanken gekommen Weiblichkeit mit Weiblichkeit zu bekämpfen? Die Attraktivität „mittelalter“, gescheiterter Männer, an der Grenze der Lächerlichkeit agierend, ist bei Kataloniens Wählern offenbar nur begrenzt wirksam?

Junqueras hat nun in einem Brief aus der Zelle seine langjährige Parteigenossin, die ERC-Generalsekretärin Marta Rovira í Vergés als Präsidentschaftskandidatin der ERC ins Spiel gebracht, sich selbst zurückgenommen und gleichzeitig Fehleinschätzungen bezüglich der Reaktion der spanischen Regierung und der EU auf die DUI, die einseitige Unabhängigkeitserklärung eingeräumt. Dafür Respekt, auch wenn er wenig Alternativen hatte! Das „Puigdemont go!“, sein „alter ego“, ist offenbar noch lange nicht soweit?

Beide Politikerinnen, Inés Arrimadas und Marta Rovira sind Juristinnen. Während Arrimadas erstmals als Spitzenkandidatin antritt, war Rovira seit 2012 bei allen Wahlen als Nummer Zwei hinter Junqueras angetreten, hatte stets gewonnen und anscheinend ohne Skandale und Probleme im Hintergrund, mehr nach Innen in die Partei hinein gewirkt. Jetzt also womöglich am 21-D als neue Nummer Eins der ERC?

NACHTRAG, 15.11. 18:35 Uhr:
Auch die abgesetzte und sich gegen eine 150.000 €uro Kaution auf freiem Fuß befindliche Ex-Autonomieparlamentspräsidentin Carme Forcadell (Erfinderin des eineinhalbfachen verbalen Rückwärtssaltos vor Gericht!) hat soeben ihre Kandidatur beim 21-D auf der Liste der ERC per Twitter verkündet. Damit haben jetzt drei prominente Frauen ihre „Damenhüte“ in den Ring geworfen. Das scheint spannend zu werden?

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https://es.wikipedia.org/wiki/Inés_Arrimadas

https://es.wikipedia.org/wiki/Marta_Rovira

https://twitter.com/ForcadellCarme/status/930843135474896896?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fwww.20minutos.es%2Fnoticia%2F3187167%2F0%2Felecciones-independencia-cataluna-15-noviembre-directo%2F

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TV3, das „Puigdemont go!“ und CAT-SEP-Aktivistinnen kämpfen mit schmutzigen Tricks und der katalanischen Sprache!

15. November 2017

Was hat das fiese Spanien sich da nur wieder zur Unterdrückung der Katalanen und ihrer Sprache ausgedacht?
Zwei Frauen im besten Alter von 72 und 59 Jahren sind am 11.11. (kein Faschingsscherz!) in Barcelona(!) vom Flugkapitän aus einem Flugzeug der Linie VUELING gewiesen worden, das als Flug 3716 nach Menorca fliegen sollte und dies nach einem einstündigen Theater der Ladies schließlich endlich auch tat.

Der CAT-SEP-Propagandasender TV3 berichtete in einen Telefonmonolog einer der Damen vor vier genervten Moderatorinnen, die kaum ein Wort dazwischen bekamen, schließlich begannen ihre Gesichter zu verziehen oder mit dem Handy zu spielen.

Das in Brüssel bestens informierte „Puigdemont go!“ reklamierte voller Entrüstung die spanische Unterdrückung der Katalanen mittels Artikel 155!

Der ebenfalls in Brüssel weilende EU-Abgeordnete Ramón Tremosa von PDeCAT brauchte den Skandal sogar vors EU-Parlament: „Was erlauben Spanien?“

Die beiden Damen saßen an den Notausgängen, für die es bei jedem Flug auf dieser Welt besondere Vorschriften gibt, deren Einhaltung und Erfüllung im Ermessen des Kabinenpersonals, letztlich also des Flugkapitäns liegt. Es gibt zudem schriftliche Anweisungen in Spanisch und Englisch für Notfälle. Das hat vermutlich jeder von uns schon mal im Flieger erlebt?

Die Ladies beschlossen jedoch ein Fass aufzumachen und brüllten die Stewardess an, sie gefälligst in Katalan anzusprechen. Sie befänden sich schließlich in Barcelona, Katalonien und hätten ein Recht darauf in Katalan angesprochen zu werden, bla, bla…

Die Stewardess verteidigte sich, sie käme aus Asturien, könne kein Katalan und brach schließlich in Tränen aus.  Auch die Leitung des Kabinenpersonals erreichte nichts und die Damen brüllten weiter auf Katalan in die Kabine.

Da kam der Flugkapitän, dessen Flieger inzwischen eine satte Verspätung hatte und verwies die beiden Damen der Maschine! Schlagartig warfen sich diese in die beliebte Opferrolle, sie seien wegen der katalanischen Sprache des Fluges verwiesen worden.Sie würden von Spanien, von Madrid unterdrückt. Da sie auf dem Flugfeld aussteigen mussten, wurden dort aus Sicherheitsgründen von der Guardia Civil (von Madrid also!) in Empfang genommen, buähh…!

Auch ihren Ausstieg aus dem Flieger zelebrierten sie durch mehrmaliges Vergessen von Gegenständen und entsprechende Rückkehr in die Maschine, wobei sie sogar von ihren tatsächlich vorhandenen Kenntnissen der spanischen Sprache Gebrauch machten, wie auch später bei einer schriftlichen Beschwerde bei VUELING, ihr ganzes Affentheater also selbst „ad absurdum“ führten!

Der Flugkapitän erklärt den genervten Passagieren seine Entscheidung, im Flieger bricht offener Jubel und Beifall aus und mit einstündiger Verspätung geht VUELING 3716 schließlich in die Luft zum 20-Minuten Flug nach Menorca…

Die Maschinerie der nationalkatalanistischen CAT-SEP-Propaganda ist jedoch sofort mit Volldampf ausgebrochen, TV3, das „Puigdemont go!“ aus dem Brüsseler Exil, EU-Abgeordnete, alle schimpfen über das böse, unterdrückerische Spanien…

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https://www.dolcacatalunya.com/2017/11/echan-avion-2-nacionalistas-recriminar-una-azafata-asturiana-les-hablara-catalan/

http://www.ccma.cat/tv3/alacarta/els-matins/una-passatgera-de-vueling-denuncia-que-la-van-fer-fora-per-adrecar-se-a-la-tripulacio-en-catala/video/5701762/

https://www.vilaweb.cat/noticies/expulsades-dun-vol-de-vueling-per-haver-parlat-en-catala/

https://www.gonzoo.com/actualidad/story/polemica-tras-la-expulsion-de-dos-pasajeras-por-supuestamente-exigir-que-les-hablaran-en-catalan-6458/

über Estrellado auf Twitter: „La mentira de la anciana expulsada de un avión de Vueling “por hablar catalán” hunde a TV3 y deja en ridículo a Nuria de Gispert, Tremosa, A… https://t.co/BMq72HtXfV“


Ganz CAT steht dann mal eben still, nur weil Carles Sastre es so will?

8. November 2017

Der Generalstreik aus sozialen Gründen „wegen Armutslöhnen“, wie er von Gericht genehmigt worden war, hat heute stattgefunden, bzw. er findet noch immer statt.

Auf Bannern und Transparenten ist allerdings (Überraschung!) nicht mehr von Armutslöhnen die Rede, sondern das volle Separatisten-Slogan-Programm (unabhängige Republik CAT, Freiheit für die politischen Gefangenen, nieder mit dem Faschistensystem Madrid) wird konsequent durchgezogen.

Wichtigstes Ziel dieses Streiks scheint es zu sein, die katalanische Zivilgesellschaft zu Geiseln zu nehmen durch gezielte Blockaden neuralgischer Verkehrsknotenpunkte an Autobahnen, Grenzen, Hauptverkehrsachsen und den Bahnhöfen der Städte, daß Menschen nicht zur Arbeit oder in die Schulen und Unis gelangen und Güter nicht in und aus den Städten zu lassen. Dies scheint weitgehend gelungen, weil auch besonders auf die Mossos d’Esquadra aus Sicht der Streikenden wieder total Verlass war! Sie schützen z.B. eine einzige Reihe von vielleicht 30-50 sitzenden Demonstranten vor tausenden wütenden Autofahrern die stundenlang auf den Autobahnen blockiert waren.

Der Ex-Terrorist und zu 48 Jahren Gefängnis (von denen er jedoch nur 11 Jahre absaß) verurteilte mehrfache Mörder an der Spitze der Separatistengewerkschaft kann mit seinem Ergebnis wohl zufrieden sein? Mit Geiselnahme kennt er sich eben aus, der Carles Sastre, auch wenn er diesmal nicht einmal ferngezündeten Bomben an den Körpern seiner Opfer befestigen musste!

Die Mossos legten das Gerichtsurteil bemerkenswert einseitig aus. Einen genehmigten Generalstreik weiteten sie ganz selbstverständlich auf Blockaden und Geiselnahme der Zivilbevölkerung aus und schützten die gewalttätigen „Streikenden“ vor ihren verärgerten Mitmenschen. Das sind die Gewaltfreien, von denen das „Puigdemont go!“ immer faselt!

Die Regierungsübernahme per Artikel 155 der spanischen Verfassung durch Madrid in Katalonien, sowie der Austausch einer (1) einzigen Person an der Spitze der Mossos, brachte offensichtlich nicht die erwünschte Wirkung. Ebenso wurden die Verhältnisse bei den Separatistenmedien nicht angetastet. Da hat sich nichts geändert in der Berichterstattung.

Die merkwürdige Tatenlosigkeit Mariano Rajoys würde für mich eigentlich nur dann Sinn machen, wenn der spanische Ministerpräsident erpressbar wäre, oder gar erpresst würde? Es gibt da eine verklausulierte Bemerkung eines Leitenden der UDEF, der für Wirtschaftsverbrechen zuständigen Ermittler, wonach es Indizien dafür gäbe, daß Rajoy Bargeld-Umschläge erhalten haben könnte, die typisch für das Schwarzgeldsystem im PP-Korruptionsfall Gürtel waren und es gab ja bekanntlich auch den Durchhalte-Tweet Rajoys an den damals gerade inhaftierten PP-Schatzmeister Barcenas, die eine gewisse Nähe Rajoys zu den Ereignissen des Skandals ( Gürtel = Correa) vermuten lassen könnten? Vermutlich wissen die Akteure beider politischer Lager gegenseitig genügend übereinander um sich im Wesentlichen in Schach halten zu können?

Jedenfalls hat Madrid bisher nichts Entscheidendes gegen die Separatisten unternommen und Rajoy selbst redet schon von einer möglichen Normalisierung nach der Wahl des 21-D mit gleichzeitiger Aufhebung des Artikels 155 und erneuter Inkraftsetzung der katalanischen Selbstverwaltung! Es ist allerdings derzeit nicht ausgeschlossen, daß das politische Bild in Katalonien sich nach der Wahl des 21-D sich vom gegenwärtigen Bild nur in Nuancen unterscheiden könnte und nicht im Wesentlichen?

Oder im Klartext: Die Separatisten könnten erneut die absolute Mehrheit an Sitzen erreichen, ohne wiederum die meisten Stimmen bekommen zu haben, eine Eigenheit des katalanischen Wahlrechtes, die sie geradezu lieben. Dann stünde Spanien UND Katalonien UND vermutlich auch die EU vor einer Krise, weil meines Erachtens beide Parteien, also Spanien und Katalonien getrennt, als zwei Staaten, wirtschaftlich nicht überlebensfähig wären und zu einem Sanierungsfall vom Typ Griechenland werden würden. Da würden Milliarden, auch deutscher Gelder, versenkt werden und den Euro zum Wackeln bringen.

Ihr merkt schon, ich habe heute einen pessimistischen Grundton, der wohl dem Wetter oder der Jahreszeit geschuldet ist?


Mittwoch den 8. November wollen die CAT-SEP’s Madrid mit einem Generalstreik in Katalonien Schaden, versteh’ ich nicht?

6. November 2017

Eine merkwürdige Minigewerkschaft, die „intersindical-csc“, angeblich 5.-größte Gewerkschaft Kataloniens, ruft unter recht allgemein gehaltenen sozialen Gründen wie „Armutslöhnen“ zum Generalstreik auf in Katalonien, eindeutig aus politischen, nationalseparatistischen Sezessions-Gründen und alle finden das anscheinend in Ordnung?

Die Intersindical-CSC versteht sich selbst als katalanische Klassengewerkschaft und will grenzüberschreitend in Frankreich und Spanien auf von ihr als katalanischem Territorium eingeforderten Gebiet tätig sein.
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http://www.intersindical-csc.cat/
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Wem soll denn damit geschadet werden? Madrid? Der spanischen Politik? Der spanischen Wirtschaft?

Ist es nicht so, daß ein solcher Streik aus rein nationalseparatischen Sezessionsgründen, der ohnehin angeschlagenen katalanischen Wirtschaft schadet, den Firmen, den Arbeitsplätzen?

Soll damit etwa, die nach der Verhängung des Artikels 155 der spanischen Verfassung etwas rückläufige Abwanderung von Unternehmenssitzen, aber auch ganzen Firmen samt Arbeitsplätzen wieder neu angefacht werden? Wem nützt das? Wie verstrahlt muss man sein, einen solchen Streik zu unterstützen?

Der Führer dieser katalanischen, separatistischen Klassengewerkschaft Carles Sastre ist ein wegen mehrfachen Mordes verurteilter Ex-Terrorist von „EPOCA“ und „Terra Lliure“, ehemaligen katalanischen Varianten des Terrorismus!

Der Mann war damals 1977 als Anführer einer Gruppe Exèrcit Popular Català (EPOCA) von sechs und 1978 in einem weiteren Fall von vier Personen daran beteiligt Industrielle zu überfallen, ihnen ferngesteuerte Bomben am Körper zu befestigen und Millionen Lösegeld für ihre unversehrte Befreiung zu verlangen. Es ging in beiden Fällen schief und mehrere Menschen kamen zu Tode. Sastre, der besser „desastre“ heissen sollte, wurde zu 30+18 Jahre Gefängnis verurteilt, von denen er nur schlappe 11 Jahre absaß!

Heute ist dieser Mann also Gewerkschaftsführer und wurde im nationalkatalanistischen Separatisten Gehirnwäsche TV3 am 16.12.2016 angekündigt als Ex-Führer der Terra Lliure (katalanische Terroristenbande!), als „politischer Gefangener“(!) und große Reserve des katalanischen Sezessionismus. Das ist unglaublich, aber wahr!
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https://www.dolcacatalunya.com/2017/11/llore-la-salvajada-cometio-40-anos-tipo-convoca-la-huelga-del-miercoles/
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Kann im folgenden Link (ab 21:30min) überprüft werden. Interessant auch seine auffälligen Ticks und offenbar unkontrollierbaren Bewegungen. Die sind sicher die Folge von übler spanischer Folter, oder?
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http://www.ccma.cat/tv3/alacarta/mes-324/mes-324-16122015/video/5572222/
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Gefängnis und Haftbefehle! Doping für den katalanischen Viktimismus.

2. November 2017

Inzwischen sind alle 9 heute Morgen vor Gericht erschienen Ex-Minister und der Vize-Präsident der rebellischen spanischen Autonomieregierung Kataloniens in Haft. Einer davon, Santi Vila, der entscheidende Aktionen nicht mitgetragen hatte und vorher zurückgetreten war, kann gegen eine Kaution von 50.000 €uro wieder freigelassen werden. Diese Haft ist vermutlich der Schwere der Vergehen, der Uneinsichtigkeit in ihre Amtsenthebung und ihrer Ankündigung, die Katalanen gegen die spanische Regierung und deren Eingriff in die Autonomie per Artikel 155 der Spanischen Verfassung zum Widerstand aufzuwiegeln geschuldet, also juristisch durchaus nachvollziehbar!

Für die fünf nach Brüssel geflüchteten Ex-Autonomie-Minister inkl. den Ex-Präsidenten „Puigdemont go!“ wurde über INTERPOL ein Internationaler Haftbefehl ausgelöst. Seine Vollziehung kann wegen der speziellen juristischen Gesetzeslage in Belgien insgesamt über alle Instanzen um etwa 60 Tage verzögert werden, also bis nach der vorgezogenen Autonomie-Wahl am 21. Dezember in Katalonien!

Da die kompletten Medienstrukturen der CAT-SEP’s bisher noch unangetastet vorhanden sind, kann der nationalkatalanistische Separatismus dies zu 100% für ihre Viktimismus-Kampagne nutzen. Ebenso können beliebig Zwischenfälle konstruiert und initiiert werden, die medial als übelste Repressionen Madrids verkauft werden können, als Unterdrückung des „katalanischen Volkes“!
Beispiel: Die Demo nach der Verhaftung wird mit Ansprachen der CAT-SP’s LIVE übertragen vom nationalkatalanistischen Separatisten-TV3!
http://www.ccma.cat/tv3/directe/tv3/

Faktisch hält Madrid damit die eigentlich in sich zerstrittenen CAT-SEP’s zusammen. Das war doch wohl nicht Rajoys Plan? Wenn es aber im Ergebnis seinen Zielen nicht nutzt, was die Richter/innen da beschließen, dann kann man Andererseits wohl nicht wie die Nationalkatalanistischen Separatisten es stets zu tun pflegen, von einer politikgesteuerten Justiz Madrids sprechen?

Die Katalanen leben in Parallelwelten. Die Umerziehung durch Jordi Pujol und Nachfolger dauert jetzt 37 Jahre, das ist eine Generation, seit 1980. Die werden ihre tief verwurzelten „Feindbilder vom Unterdrücker Madrid“ nicht in den nächsten 51 Tagen über Bord werfen, wenn ihnen scheinbar ständig Bestätigungen ihrer Überzeugung durch die nationalkatalanistisch überzeugten, oder subventionierten Medien zugespielt werden?

Auch aktuelle Umfragen deuten eher darauf hin, daß die Zustimmung zu den CAT-SEP’s dadurch steigt und wohl wieder mit einer separatistischen absoluten Mehrheit bei gleichzeitigem Fehlen einer Mehrheit an Stimmen gerechnet werden muss. Das katalanische Wahlrecht erfordert für einen Abgeordnetensitz in Barcelona fast die dreifache Stimmenzahl wie in Lérida…


Iberische Parallelwelten…

2. November 2017

Iberien als Oberbegriff für die gesamte Halbinsel südlich der Pyrenäen in Westeuropa gilt zumindest seit Francos Zeiten als verpönt. Aktuell streitet man sich über den Begriff der Nationen die Spanien bilden. Die Katalanen bezeichnen sich als Nation und leiten daraus ihr Recht auf Unabhängigkeit ab. Da wundert es dann doch schon, wenn in diesen Tagen aus der Politik der Vorschlag kommt, wie toll es doch wäre, wenn Spanien mit Portugal vereint wäre?

Dies scheint mir symptomatisch für die gegenwärtige Lage in Spanien. Viele Menschen leben in Parallelwelten und haben sich darin ideologisch häuslich eingerichtet. Wer glaubt, daß sich das Thema des katalanischen Separatismus mit der Amtsenthebung der Generalitat d’Catalunya, ihrer Präsidenten und Minister sowie derjenigen der Präsidentin und „des Tisches“ des Autonomieparlamentes sowie der Ausrufung des Artikels 155 der spanischen Verfassung über Nacht erledigt, dem muss ich leider Naivität vorwerfen!

Die Einen wollen (zu Recht!) Straftäter für ihre Vergehen bestrafen. Es gibt ein ganzes Bündel strafwürdiger Maßnahmen und Aktivitäten dieser Autonomieregierung die ihrer Bestrafung harren, nicht nur die Ereignisse seit dem 5. September bis zum 1. Oktober, die man als notdürftige Scheinlegitimierung eines Staatsstreiches bezeichnen muss.

Die Anderen sagen, daß man ihre Straftaten nicht mit dem für alle Spanier gleich geltenden Gesetz bestrafen könne, sondern nur politisch beantworten dürfe. Das bedeutet, sie verlangen nicht nur Straffreiheit für ihre Straftaten, sondern fordern damit zugleich die Beute ein, die das eigentliche Ziel ihrer Begierden  und den Auslöser für ihre Delikte darstellt! Das ist so grotesk absurd, man stelle sich einfach einen erwischten Dieb, einen Einbrecher vor, der genau mit diesen Argumenten der CAT-SEP’s seine Freiheit UND sein Beute zugleich einforderte?

Das Thema Recht und Gesetz und Justiz ist im demokratischen Spanien ein wichtiger zentraler Punkt um den sich Einerseits alles dreht und den Andererseits jede Seite, jede Partei vollkommen gegensätzlich auslegt. Man akzeptiert die Gesetze, die einem im konkreten Fall gerade in den Kram passen, beim nächsten mal tut man dies unter anderen Bedingungen dann einfach nicht. Selbst den scheinbar eindeutigen Wortlaut eines Gesetzestextes, vermag man mühelos unterschiedlich und bis hin zum genauen Gegenteil des geschriebenen Textes „umzuinterpretieren“.

Jenseits von Recht und Gesetz und Kompetenzen gibt es dann noch überirdische Naturrechte, wie über ALLES (ohne lächerliche Einschränkung der Kompetenzen) und JEDEN (was gerade so anfällt) wählen zu dürfen, wobei „diese Wahlen“ keinerlei Einschränkungen unterliegen, solange es durchsichtige Urnen gibt, in die die Stimmzettel gestopft werden können.

Stellen Sie sich einfach vor, Sie wohnten alleine in Ihrem Einfamilienhaus mit einer vermieteten Einliegerwohnung. Eines Tages klingeln sie die beiden Mieter der Einliegerwohnung heraus und bitten sie auf die Straße. Auf der Mülltonne steht eine durchsichtige Tupperdose mit einem Schlitz im Deckel. Ihre beiden Mieter eröffnen Ihnen daß sie ein Volk wären, das jahrelang von Ihnen mit Miet- und Nebenkosten unterdrückt und geknechtet worden wäre und das deshalb jetzt seine Selbständigkeit wählen wollte und fordern sie dazu auf an der freien und demokratischen Wahl der Abspaltung Ihrer Eigentumswohnung als zukünftiges Territorium der neuen Mieterrepublik teilzunehmen. Sie weigern sich. Darauf werfen die beiden rebellischen Mieter ihre Stimmzettel alleine in die Tupperdose, Verzeihung, in die Urne und schreiten dann zur Auszählung. Es geht relativ schnell: Wahlbeteiligung = 100%, „JA“ zur neuen Mieter-Republik 2 Stimmen = 100%. Ein grandioser Erfolg demokratischen Handelns!

In Deutschland würden Sie vermutlich jetzt den Mietvertrag kündigen? Das ist unter bestimmten formalen Bedingungen mehr oder weniger eine Formsache.

In Katalonien, speziell in Barcelona, dürfen Sie Hausbesetzer nicht einfach raussetzen, z.B. durch Auswechseln der Türschlösser wenn die Besetzer gerade mal nicht zu Hause sind oder gar einfach deren Möbel und Klamotten auf die Straße stellen, oh nein!

In Barcelona würden Sie ihre rebellischen Mieter, Hausbesetzer nur mit einem Gerichtsurteil wieder los werden können, das zum Einem wegen des ausgeklügelten Justizsystems und zum Anderen wegen der extremen Langsamkeit der Justiz erst nach Jahren gefällt werden würde, was aber nicht einmal sicher wäre, denn so gut wie ALLE leben halt in iberischen Parallelwelten…


155+3, erster Arbeitstag nach Absetzung der Generalitat: Puigdemont flieht nach Brüssel wg. politischem Asyl, läßt seine CAT-SEP’s im Stich! Sollen die doch für ihn in den Knast gehen!

30. Oktober 2017

155+3: Erster Arbeitstag nach Absetzung der Generalitat d’Catalunya durch Madrid. Puigdemont flieht nach Brüssel und läßt seine Kumpane im Stich!

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die abgesetzte Generalitat wegen Aufruhr, Aufstand und Unterschlagung. Gegen sie wird vor der Audiencia Nacional ermittelt. Gegen die Parlamentspräsidentin und ihren „Tisch“ wird vor dem Obersten Gericht verhandelt, weil sie der permanenten Diputation angehören. Für jeden der bisher drei Ermittlungspunkte wird eine Kaution von je 6,2 Millionen Euro, verlangt, also 18,6 Millionen Euro aufzuteilen unter den rund 20 Beschuldigten, so daß jeder Einzelne mit knapp einer Million beteiligt ist, die er entweder bezahlen kann, oder die durch Beschlagnahme von entsprechenden Eigentumswerten erbracht werden kann.

Die abgesetzten Ex-Mitglieder der Generalitat dürfen ihre ehemaligen Amtsräume nur in Begleitung der autonomen Polizei Mossos betreten um ihre persönlichen Dinge abzuholen. Die Mossos sind verpflichtet unmittelbar Alarm zu schlagen, falls einer der Ex-Autonomieminister sein Büro nicht zeitig verlässt oder versucht widerrechtlich Amtshandlungen auszuführen.

EL PERIÓDICO berichtet, daß Puigdemont heute Morgen, parallel zu den Ermittlungen gegen ihn und seine Regierung nach Brüssel geflohen sei und dort Gespräche (Asyl, vor dem spanischen Knast?) führe. Ein rechtsradikales Mitglied der flämischen Separatisten das Mitglied der belgischen Regierung ist, der Staatssekretär Theo Francken, hatte am Wochenende seinem Bruder im Geiste Asyl in Belgien angeboten, was der belgische Premierminister Charles Michel nicht rundweg abgelehnt hatte, sondern nur „als nicht auf der Tagesordnung stehend“ bezeichnet hatte. Es wäre ein Brüller, wenn ausgerechnet die EU-Hauptstadt dem mutmaßlichen katalanischen Verbrecher „politisches Asyl“ und somit Schutz vor der Justiz und Strafverfolgung durch ein EU-Land bieten würde und Spanien somit quasi auf das Niveau der Türkei stellen würde? Während also Puigdemont (und angeblich fünf weitere Ex-Minister seiner Regierung!) in Brüssel um politisches Asyl betteln, hat seine Partei PDeCAT mitgeteilt, an den vorgezogenen Autonomiewahlen am 21. Dezember teilnehmen zu wollen und auch für Koalitionen offen zu sein wie sie es zuletzt mit JxSí taten. Inzwischen hat auch die ERC von Oriol Junqueras erklärt, an den von Madrid mit dem Artikel 155 verordneten vorgezogenen Autonomiewahlen in Katalonien teilnehmen zu wollen! Damit sind die beiden größten Parteien der illegalen katalanischen CAT-SEP-Republik bei den Autonomiewahlen mit im Boot, obwohl sie weiterhin von konsituierenden Wahlen der katalanischen Republik faseln?

In ganz Spanien werden zu Ende der Woche die heiss ersehnten Regenfälle erwartet, die die prekäre Wasserversorgung verbessern und die Waldbrandgefahr senken sollen. Vielleicht kühlen sie auch die politischen Gemüter ab?

Der illegale und abgesetzte Repräsentant der CAT-SEP’s in Brüssel Amadeu Altafaj hat seine Absetzung durch den 155 akzeptiert und als traurigen Moment bezeichnet. Seine ehemaligen Repräsentationsräume will Madrid allerdings als einzige der 12 katalanischen Auslandsbotschaften erhalten. Während er also scheinbar seine Absetzung anerkannte, hat er gleichzeitig die Blitzreise oder „Flucht Puigdemonts aus Spanien“ mitorganisiert und sich so vermutlich mit strafbar gemacht?