ESP/CAT-Konflikt: Hoffnung, doch die Zeit läuft davon…

2. Juli 2017

Wie wird es in Katalonien weitergehen? Eskaliert der Konflikt zum einseitigen Referendum mit letztlich unkalkulierbaren Folgen, gibt es eine Verhandlungslösung oder mal wieder vorgezogene Neuwahlen mit denen die CAT-SEP’s ihre Ämter, Pfründe und hohen Rekordgehälter fürs Nichtstun in eine neue Runde retten könnten? Dazu:

GAD3-Umfrage für LAVANGUARDIA erstellt vom 23. bis 29. Juni 2017, also brandaktuell!

Die Grafiken und Charts im verlinkten Artikel sprechen für sich selber und sind eigentlich trotz spanischer Sprache gut verständlich. Ich werde den Artikel bzw die Charts in der Reihenfolge von Links nach Rechts und Oben nach Unten deshalb nur komprimiert zusammenfassen:

Auf die geplante Referendums-Frage „Wollen Sie, daß Katalonien ein unabhängiger Staat in Form einer Republik sein soll?“ antworteten:

42,5% mit JA
37,6% mit NEIN
10,2% nicht wählen würden
09,7% nicht wussten oder sagten, was sie wählen würden.

Auf die Frage, wären Sie damit einverstanden, wenn endlich ein Referendum in Katalonien stattfinden könnte um über die Unabhängigkeit zu entscheiden? (in Klammern Ergebnis der April 2017 Umfrage!)

71,7% (75,0%) JA
24,3% (23,6%) NEIN
04,0% (01,4%) nicht wussten oder sagten, was sie wählen würden.
Die Unterstützung des Referendums ist also leicht rückläufig!

Wenn Sie ein Referendum unterstützen, wie sollte dieses durchgeführt werden?

58,4% (66,0%) mit der Regierung in Madrid abgesprochen
37,8% (28,8%) einseitig
03,8% (05,2%) nicht wussten oder sagten, was sie wählen würden.

Die Befürworter radikalisieren sich, wollen ein einseitiges Referendum!

Die katalanische Autonomieregierung hat ein einseitiges Referendum für den 1. Oktober 2017 angekündigt. Was glauben Sie, daß geschehen wird?

47,6% glauben, sie wird es zu Ende bringen
06,3% glauben, sie wird es widerrufen aus juristischen Gründen
11,1% glauben, Madrid wird es durch Verhandlungen stoppen
26,3% glauben, es wird nicht stattfinden und durch Massenproteste ersetzt werden.

Was glauben Sie, ist die beste Lösung für Katalonien und den Rest Spaniens?

26,2% (20,5%) die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien.

Der Rückhalt für das Referendum ist leicht rückläufig.
Beinahe 60% erwarten entweder vorgezogene Neuwahlen oder Verhandlungen mit Madrid.
17,4% können sich vorstellen, daß Madrid die Autonomie Kataloniens aufhebt und sich direkt unterstellt.
12% glauben, daß Katalonien am Ende unabhängig sein wird.
Die Radikalisierung wird durch Zuwachs der Befürwortung eines einseitigen Referendums ausgedrückt.
Gleichzeitig geht die Unterstützung für ein abgesprochenes Referendum zurück.
Die Befürworter einer Unabhängigkeit steigen von 20% auf 25%.
Die Befürworter einer Verfassungsänderung fallen von 47% auf 36%.

10% sehen sich ganz oder überwiegend als Spanier
42,6% sehen sich spanisch und katalanisch, die knapp größte Gruppe!
42,5% sehen sich ganz oder überwiedend als Katalanen, ein Patt!

60% erwarten, daß der Konflikt durch Verhandlungen oder Neuwahlen gelöst werden wird.

Eine große Mehrheit für eine Verständigungslösung ist (noch!) vorhanden. Die Radikalisierung schreitet jedoch fort.
Die Einschätzung der Lage durch die Katalanen ist ziemlich realisistisch.

Damit, und das könnte letztlich das Ziel der Umfrage zumindest der LA VANGUARDIA gewesen sein, liegt der Ball wieder im Feld von Madrid…

 

 

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http://www.lavanguardia.com/politica/20170702/423834402373/el-54-de-los-catalanes-esta-dispuesto-a-participar-en-una-consulta-unilateral.html?

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So tickt die nationalkatalanistische Separatisten-Sekte!

5. Dezember 2016

Der unbegreifliche Wahnsinn der nationalkatalanistischen Separatistenlogik:

Sie halten sich für Demokraten, während sie ihre Gegner alle als Faschisten beschimpfen.

Sie halten sich ihren Gegnern als genetisch (früher sagte man rassisch!) überlegen. Das schrieb der unselige Jordi Pujol (ein studierter Arzt!) schon vor Jahrzehnten in einem Buch über die mindere Humanqualität der andalusischen Untermenschen und das äußerte Oriol Junqueras kürzlich in einem Interview, daß die Katalanen sich genetisch klar von den Spaniern unterscheiden würden und eigentlich eher (höherwertige?) Franzosen seien.

Sie sind ihrer Meinung nach Angehörige einer nicht anerkannten, unterdrückten, Jahrtausende alten Hochkultur, der die Menschheit unendlich viel zu verdanken hätten, mehr als Ägyptern, Griechen und den Römern.

Sie erfinden sich „ihre Geschichte“ neu, historisch und heraldisch gerade so passend für ihre separatistischen Ziele. Dazu betreiben sie in Barcelona sogar das INH, das „Institut Nova Història“, das ständig mit neuen Sensationen wie katalanische Könige, Reiche und demokratische Institutionen aufwartet und inzwischen die Herren Leonardo da Vinci, Miguel de Cervantes, Cristobal Colón und neuerdings auch den Portugiesen Fernão de Magalhães (Magellan) zu Katalanen umwidmen! An Jesus arbeiten sie noch, sind ihrem Ziel aber schon recht nahe, hieß dessen Mutter doch Marí, einer der häufigsten katalanischen Frauennamen!

Sie wollen Referenden, Volksbefragungen, doch sie wollen gleichzeitig bestimmen wer oder was das Volk ist, wer dazu gehört und wer, worüber, wann und wie abstimmen darf.

Gleichzeitig nehmen sie diese Referenden aber nicht ernst, denn sie würden sie beliebig oft wiederholen, bis das Ergebnis ihren Vorstellungen entspricht!

Sie nehmen Ämter und entsprechende Leistungen des „verhassten“ Staates und seiner Regierungs- und Verwaltungsstrukturen gerne und einseitig in Anspruch und verletzen gleichzeitig und systematisch daraus resultierende Pflichten und Kompetenzen.

Sie dürfen alles, der Andere, ihr Gegner, darf nichts. Sie haben kindliche Freude an dieser Form des Anarchismus.

Sie leiten aus ihren hierarchisch untergeordneten Ämtern, z.B. im Kommunalbereich, generelle suprastaatliche Kompetenzen ab.

Sie erkennen die Gerichte und die Rechtsprechung nicht an, wenn diese nicht gerade in ihren Plan passen, drohen damit übergeordnete Gerichte anzurufen, deren Rechtssprechung sie wiederum dann nicht anerkennen, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Sie nennen Missbrauch bzw. Überschreitung von Kompetenzen, öffentlichen Mitteln und Rechten und Gesetzen, zivilen Ungehorsam und eine lässliche Sünde, wenn nicht gar ihre heilige Bürgerpflicht.

Sie unterdrücken die in der spanischen Autonomie Katalonien gleichberechtigte spanischen Landes- und Weltsprache Castellano im Erziehungs-, Bildungs-, Gesundheitssektor sowie in der Autonomieverwaltung zu Gunsten des Katalan.

Sie unterdrücken andere Ansichten, Meinungen und Initiativen mit ALLEN auch ungesetzlichen Mitteln, denn der höhere Zweck rechtfertigt ALLE Mittel.

Innerhalb ihres eingeforderten Staatsgebietes der sogenannten „Katalanischen Länder“, versuchen sie undemokratisch die in Barcelona verbreitete Version des Katalan als verbindlich durchzusetzen gegenüber den Varianten die im Landesinneren, auf den Balearen und in Teilen Valencias gesprochen werden, wofür es keinerlei historische Begründungen oder Notwendigkeiten gibt, nicht einmal frei erfundene…

Sie erkennen demokratische Prozesse, Mehrheitsbildungen und Entscheidungen nicht an, die nicht ihren Zielen entsprechen.

Wo sie in der Minderheit sind, was sehr häufig der Fall ist, da leiten sie sich Sonderrechte ab mit der Begründung, die Avantgarde einer guten Sache zu sein.

Sie sind diskussionsunwillig, bzw. -unfähig und blenden andere Ansichten konsequent und komplett nach der Art von Sekten aus ihrem Weltbild aus. Dazu haben sie sich aus missbrauchten Steuermitteln ALLER Katalanen eine subventionierte Umwelt aus wirtschaftlich Abhängigen in den Regionalmedien der spanischen Autonomie Katalonien (TV, Radio und Print) und an den Universitäten Barcelonas gebildet, aus denen sie ständig das gewünschte, selbst initiierte Feedback erhalten und sich derart nach der Art von Sekten bestärken.

Sie unterdrücken auch Andere, die innerhalb ihres Wirkungsbereiches ihre eigenen gegensätzlichen Ziele mit den gleichen oder ähnlichen Mitteln erreichen wollen: „Wenn Zwei das Gleiche wollen, dann ist es noch lange nicht das Selbe!“ Separation von den Separatisten, wie sie z.B. in den Metropol-Regionen Barcelona und Tarragona denkbar und möglich wäre, die ist selbstverständlich verboten!

Sie gerieren sich professionell als Opfer, selbst dann, wenn sie als Täter agieren!

Sie agieren höchst merkantil und gestehen sich die höchsten Gehälter und Vergütungen zu, welche diejenigen höchster staatlichen Stellen um fast das Doppelte überschreiten.

Sie sind dazu bereit zur Erlangung ihrer Ziele die höchsten Opfer ihrer Untertanen, äh.. ihrer Mitbürger in Anspruch zu nehmen, solange es keine eigenen Opfer sind.
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PS: Sie schafften es bisher nicht, ihre Wunschpartner in der Wirtschaft, der EU und in der Welt davon zu überzeugen, daß sie sich NACH Erlangung ihrer Unabhängigkeit, sofort am nächsten Tag, an Recht und Gesetz, an Regeln, Kompetenzen und Pflichten halten würden…


CAT-Umfrage straft Puigdemont ab!

10. Oktober 2016

Convergència, die alte Partei der CAT-SEP’s Artur Mas, „Quickie“ Homs und Karle Putschdämon (Carles Puigdemont), ist nach 4 Jahre Separatistenwahnsinn zerschlissen und nach einer aktuellen Umfrage nur noch die vierte (4!) Kraft in Katalonien. Sie wurde von Platz eins nach unten durchgereicht!

Dies zeigte das Risiko das Karle Putschdämon gedroht hätte, wenn er seinen Misstrauensantrag am 28. September im katalanischen Parlament NICHT überstanden hätte.

Die Umfrage war im Vorfeld der Vertrauensfrage von der ERC veranlasst worden, dem mehr und mehr misstrauischen JxSí-Verbündeten und zeigte Ergebnisse, die auf eine eher geringe weitere Lebensdauer des Bündnisses JxSí (Gemeinsam für die 3%, JA!) aus CDC und ERC u.a. wetten lassen.

Derzeit stellt die ERC 20 Abgeordnete für das Bündnis JxSí im katalanischen Parlament. Würde sie JETZT UND ALLEINE ALS ERC antreten könnte sie ihre Stimmen auf 39-40 Abgeordnete verdoppeln!

Die ehemalige CDC hingegen leitete unter Artur Mas einen Sturzflug von 64 über 50 auf 29 (im JxSí-Bündnis mit der ERC) und jetzt in der aktuellen Umfrage auf 17-20 Sitze unter Karle Putschdämon ein!

Würde es also in naher Zukunft Neuwahlen geben in der spanischen Autonomie Katalonien, dann könnte die ERC ihren Einfluß, hauptsächlich zu Lasten der Ex-CDC, verdoppeln.

Die größten Gewinner NEBEN der ERC wäre das Bündnis EN COMÚ (Zusammen!) die katalanische Variante von PODEMOS, die von Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau angeführt wird. Sie würde von 11 auf 21-22 Sitze verdoppeln.

Die CUP würde 50% verlieren und von 10 auf 5-6 Sitze fallen.

CIUDADANOS (C’s) würden eventuell von 25 auf 23-25 Sitze um bis zu 10% fallen. Wegen dieser trüben Aussichten dreht die zunächst stets aufsäßige CUP am Ende aber stets bei um keine Neuwahlen riskieren zu müssen.

Die PSC (die katalanischen PSOE-Variante) würde wohl ihre Stammbasis von 14-17 Sitzen (derzeit sind es 15 Sitze) mehr oder weniger halten? Hier muss man allerdings berücksichtigen, daß diese Umfrage vor dem gescheiterten Putschversuch von Pedro Sánchez in Madrid erfolgte. Im Moment sieht es eher so aus, als ob die PSC sich dabei die Finger verbrannt hätte. Unklar ist weiter, ob die Katalanen sie für ihre Beteiligung an Pedro Sánchez Putschversuch eher belohnen oder eher bestrafen würden?

Die PP würde ihre 11 Sitze vom Vorjahr halten oder bestenfalls um einen auf 12 Sitze erhöhen was immerhin auch „satte 9% Erhöhung“ bedeutete.

Kurz zusammengefasst:
(Sitze aktuell / Umfrage / Änderung, Sitze, %)

29 / 17-20 = -12 = -030% CDC
20 / 39-40 = +20 = +100% ERC
11 / 21-22 = +11 = +100% EN COMÚ
10 / 05-06 = -05 = -050% CUP
25 / 23-25 = -02 = -010% CIUDADANOS
15 / 14-17 = +01 = +006% PSC
11 / 11-12 = +01 = +009% PP
04 Diverse

Daraus ergäbe sich mit Einschränkungen zwar erneut eine rechnerische Mehrheit für die Separatisten, diese verfolgen aber sehr unterschiedliche Wege zu unterschiedlich weit entfernten Zielen, sodass sich kein eindeutiges Bild einer Verbesserung des nationalkatalanistischen Separatistenprojektes ergäbe. Es gäbe aber gravierende Verschiebungen innerhalb der CAT-SEP’s, weg von der CDC, hin zu ERC. Man könnte diese Verschiebung wohl zu Recht als eine Radikalisierung der nationalkatalanistischen Separatisten bezeichnen?

NACHTRAG 10.10.2016:
PODEMOS lehnt die spätestens für September 2017 geplante einseitige Unabhängigkeitserklärung (DIU) der CAT-SEP’s ab!

Generalsekretär Pablo Iglesias will dies dem Autonomiepräsidenten Karle Putschdämon heute in Madrid persönlich mitteilen, wie der PODEMOS-Führer heute bekannt gab:

PODEMOS sei immer für ein Referendum gewesen, aber mit der Sicherheit dessen garantierter Anerkennung durch den spanischen Staat. Hierzu sei umgekehrt die Anerkennung eines Teiles der spanischen Institutionen durch die nationalkatalanistischen Separatisten erforderlich, erklärte Iglesias, der betonte, FÜR einen Verbleib von Katalonien in Spanien zu sein!

Dies meinte ich weiter oben mit unterschiedlichen Wegen zu unterschiedlichen Zielen

 


Rette sich wer kann! Homs liefert Mas ans Messer vor dem Tribunal Supremo.

6. Oktober 2016

Vor Gericht hört bekanntlich der Spaß auf. Das wusste auch Francesc Homs, als Ex- Autonomieminister und jetzige Sprecher des CDC-Nachfolgers, der vorläufigen PDC (falls dem Namen der Partei letztendlich stattgegeben werden sollte!) sozusagen die rechte Hand des Artur Mas, des damaligen Autonomiepräsidenten auf untreuen, separatistischen Abwegen.

Natürlich wählte Francesc Homs die übliche viktimistische Strategie und stilisierte sich als Opfer, das alles richtig gemacht zu haben glaubte, das sich im demokratischen Rahmen bewegt hätte, DENN die ganze Zeit vor dem Fake-Referendum des 9-N 2014 habe es telefonische Kontakte zwischen den Separatisten und der Regierung Rajoy in Madrid gegeben, wohl auch zur Opposition der PSOE des Pedro Sánchez.

Diese Kontakte seien damals von allen Seiten geheim gehalten worden.

Es habe am 7. November, zwei Tage vor dem geplanten Referendum, ein Angebot des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gegeben, daß die Zentralregierung NICHTS gegen die Separatisten unternähme, wenn Artur Mas das von angeblich Freiwilligen Helfern geplante und durchgeführte Referendum nicht öffentlich kommentiere.

Also habe er, Francesc Homs, davon ausgehen können, daß es einen Deal gäbe zwischen Madrid und Barcelona, zwischen Rajoy und Mas und er sich deshalb auf festem Boden befände.

Artur Mas sei aber dieser Absprache widrig zusammen und ungeplant mit der Vice-Präsidentin der Generalitat Joana Ortega vor die Medien gegangen und habe sich heftig selbst gefeiert zu seinem „totalen Erfolg“. Sein Ego habe offenbar dieser Versuchung nicht widerstehen können.

Darauf erst sei aus Madrid die Anweisung erfolgt, die Planer und Hintermänner dieses Referendums zu ermitteln.

Er, Homs, sei die total reine Unschuld. Er habe im Auftrag des urdemokratischen Separatistenparlamentes, des ehemaligen Autonomieparlamentes von Katalonien gehandelt und sich in Übereinstimmung mit Madrid geglaubt und nun wolle man ihm etwas Böses. Das Urteil liege bereits geschrieben in der Schublade, heulte und jammerte Homs in bester viktimistischer Tradition der CAT-SEP’s in die Mikrophone und Kameras der Medien.

Interessanterweise bestritt der Egomane Artur Mas diesen Sachverhalt der Absprache mit Madrid vollständig und beteuerte, es habe keine Kontakte mit Madrid gegeben. Wer hat nun Recht?
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http://ccaa.elpais.com/ccaa/2016/10/06/catalunya/1475752909_108419.html?rel=mas


Schmierenkomödie von Francesc Homs vor dem Obersten Gericht in Madrid.

20. September 2016

Der harte Kern des politischen Separatismus der ehemaligen CiU marschierte solidarisch aber ziemlich unbeachtet und – vor allem – völlig unbehelligt durch’s feindliche Madrid. Hatten die von ERC und CUP keine Zeit zur Solidarität?

Nach beinahe zwei Jahren muss sich Francesc Homs, damals rechte Hand von Artur Mas und einer der Organisatoren des Pseudo-Referendums vom 9-N 2014, vor Gericht verantworten, u. a. wegen Ungehorsams.

Homs spulte das volle Programm des katalanischen Viktimismus ab und spielte gleichzeitig seine infantilen Spielchen weiter:

Er sei als Abgeordneter des Spanischen(!) Kongresses immun für den Obersten Gerichtshof, beantworte die Fragen des Richters aus reiner Höflichkeit und diejenigen des Staatsanwaltes natürlich nicht…

…Niemals hätten sie die Absicht gehabt ungehorsam zu sein oder gar etwas ungesetzliches, etwas illegales zu tun…

…Er stehe hier als (selbst ernannter!) Vertreter Kataloniens. Dies sei kein juristisches sondern ein rein politisches Verfahren dessen Urteil bereits feststünde, niedergeschrieben sei und das deshalb von ihm natürlich nicht akzeptiert werden würde…

…Die Demokratie sei in Gefahr in Spanien, wenn sich die separatistischen Nationalkatalanisten jetzt auch noch für ihre Taten juristisch verantworten müssten, wo käme man denn da hin?

Die Befragung soll lebhaft gewesen sein und eineinhalb Stunden gedauert haben. Der Richter habe es einfach nicht verstanden, daß das Oberste Gericht damals etwas total unmögliches von ihnen verlangt hätte, nämlich Recht und Ordnung über ihre separatistische nationalkatalanistische Auffassung von Demokratie und Freiheit zu stellen. Dem Obersten Gericht warf er vor, zu Diensten der spanischen Regierung und der PP zu sein…

Homs zeigte exemplarisch den typischen Fall der CAT-SEP’s: Sie lassen sich vom verhassten Spanien sehr gut bezahlen und genießen die Immunität dieses Staates und seines (extrem langsamen) Rechtssystems. Sie unterlaufen geltendes Recht und Gesetz, picken sich opportunistisch nur die jeweils günstig zur Situation passenden Gesetze heraus und kreiieren anarchistisch eigenes Recht aus selbstverliehenen Kompetenzen unter Berufung auf Demokratie und Menschenrechte. Dies gelten natürlich nur für sie. Vor den Medien lassen sie sie sich wie stolze Schulbuben für ihre Gesetzesüberschreitungen feiern und vor Gericht bestreiten sie dann Jahre später kleinlaut je etwas verbotenes getan zu haben.

Erinnern wir uns:
Die CAT-SEP’s hatten damals ein Urteil des Obersten Gerichtes unterlaufen, indem sie heimlich an der Planung und Organisation ihres Pseudo-Referendums weiter arbeiteten und dann zuletzt dessen Durchführung „Freiwilligen“ überliessen, die sie natürlich überhaupt nicht kannten oder gar hätten irgendwie beinflussen können. Das Ergebnis dieses illegalen Referendums erklärten sie dann aber sofort als rechtmäßig zu Stande gekommen und erkannten es an, obwohl sie insgeheim doch mit weit höherem Zuspruch gerechnet hatten.


Die ANC mit 4,5 Promille erwischt!

30. Mai 2016

Das von den nationalkatalanistischen CAT-SEP’s mit missbrauchten, fehlgeleiteten, veruntreuten Steuermitteln ALLER Katalanen finanzierte „Feigenblatt“ der Separatisten, die ANC, die selbsternannte Katalanische National-Versammlung, hat nur 33.817 Mitglieder unter den 7,5 Millionen Katalanen! Das entspricht 4,5 Promille…

Von diesen wählten am Sonntag, den 15. Mai ganze 7.247 oder 21,4% ihre neue Führung, bzw. sie taten zumindest so. Bei der Wahl kam es beinahe wieder zu dem berühmten Patt, denn auf die Herausforderin (wie auch im Vorjahr!) Liz Castro entfielen 4.071 Stimmen und auf den Amtsinhaber Jordi Sánchez 4.005 Stimmen. Damit war dann die Basis raus aus der Entscheidung, denn der Präsident wird nicht von der Basis sondern von den 77 Mitgliedern des Generalsekretariats gewählt, wobei er im ersten Wahlgang eine 2/3-Mehrheit oder 52 Stimmen benötigt um gewählt zu sein. Im zweiten Wahlgang genügt dann eine einfache Mehrheit. Hier mischen die CAT-SEP-Parteien kräftig mit und die 4,5 Promille-Basis der Mitglieder dient nur der Bereitstellung eines demokratischen Mäntelchens.

Die Katalanische National Versammlung bietet ein Bild der Zerstrittenheit und des Klüngels. Offenbar tobt ein offener Streit um die Kontrolle dieses „demokratischen Feigenblattes“ zwischen den CAT-SEP-Parteien ERC, CDC(noch!) und CUP?

Die Vorgängerin im Präsidentenamt des ANC, die radikale Separatistin Carme Forcadell, residiert heute als hochbezahlte Präsidentin des Parlaments der Spanischen Autonomie Katalonien und arbeitet emsig daran zur „persona non grata“ beim nördlichen Nachbarn Frankreich zu werden.

Die ANC ist das politische Gegenstück zu einer Briefkastenfirma hinter der sich die CAT-SEP-Parteien ERC, CDC und CUP verstecken und sich so selbst die zivilgesellschaftliche Legitimation zu verleihen suchen…


CAT-SEP’s führen Schwarze Listen für Zeit nach Sieg! NEU: Doch kein Spanisch im CAT-SEP-Staat?

10. Mai 2016

Sie verfolgen anscheinend immer mehr eine faschistoide Agenda? Wie jetzt bekannt wurde, kursieren in ihren Kreisen Schwarze Listen über die politischen Ansichten von katalanischen Intellektuellen, Wissenschaftlern, Universitätsprofessoren, Politikern und Journalisten. Sie sind konsequent in Freund/Feind-Schemata angelegt.

Wie wollen die CAT-SEP’s im (hypothetischen) Fall eines Separatistenstaates diese Listen einsetzen, sie gegen die gelisteten Personen verwenden? Berufsverbote? Haft? Ausweisung?

Diese Schwarzen Listen wurden zufällig im Zuge der Ermittlungen wegen der illegalen Parteifinanzierung der CDC über den Umweg ihrer Stiftung CatDem entdeckt, beschlagnahmt und jetzt ausgewertet.

Jetzt distanziert man sich bei der CDC eilfertig von diesen Schwarzen Listen, welche die Partei niemals in Auftrag gegeben habe und die wahrscheinlich durch die übereifrige Hyperaktivität Einzelner, höherer Funktionäre entstanden sein könnten?

Diese Schwarzen Listen sind in Freund/Feind Schemata „WIR und DIE ANDEREN gegliedert und darunter in Untergruppen geteilt, wie z.B. „dialogbereite ANDERE“.

CAT-SEP-Verfassungsentwurf sieht Castellano als gleichberechtigte Amtssprache nicht vor!

Als offizielle Sprachen eines hypothetischen Separatistenstaates sieht der Verfassungsentwurf nur Katalan und Aranesisch vor, das von den Einwohnern des Pyrenäentales „Val d’ Aran“ gesprochen wird (die aber womöglich per Referendum und „Recht sich zu Entscheiden“ einen Verbleib bei Spanien vorziehen werden, wenn denn die CAT-SEP’s, einmal an der Macht, ein solches Recht zulassen und akzeptieren würden?). Die Sprache der „Anderen, der zu 51% spanisch-sprechenden-Minderheit von Katalanen“ (die man in anderen Ländern eine absolute, wenn auch knappe Mehrheit nennen würde, wird schlichtweg gewaltsam unterdrückt!

Unberücksichtigt bleibt bei den „Katalanazis“ auch das jüngste Umfrageergebnis in der CAT-SEP-nahen Tageszeitung EL PERIÓDICO, wonach sich 72% aller Befragten für eine Gleichrangigkeit des Castellano zum Katalan aussprachen. Was bedeuten schon Befragungen, die Meinung des Volkes, wenn die faschistoide Elite es mal wieder besser weiss, was für das Volk das Beste ist?

Der angeblich aus 148 Artikels bestehende Verfassungsentwurf, erstellt von 17 „Vätern und Müttern“, darunter der suspendierte Richter Santiago Vidal i Marsal, wird Morgen, am Mittwoch, den 11. Mai, der ultraradikalen Separatistenhexe im (mit 11.000 Euro pro Monat plus Spesen honorierten) Präsidentenamt des Parlaments der spanischen Autonomie Katalonien, Carme Forcadell überreicht und von dieser über alle Maße gelobt werden.

Es wird dann auch keine Rolle spielen, daß diese Carme Forcadell, wie alle anderen CAT-SEP’s auch, am 27-S unter anderem mit dem Versprechen der Gleichrangigkeit von Castellano und Katalan sich in ihre Ämter gelogen haben! Die Halbwertszeit der Aussagen und Versprechungen der CAT-SEP’s ist extrem kurz, weil extrem opportunistisch.

Dann soll eine Endfassung erstellt und diese in Englisch und Französisch, nicht aber in Spanisch (Castellano) übersetzt werden. Diese wollen die CAT-SEP’s dann mit großem Propaganda-Spektakel in den USA, der Schweiz, Schottland, Deutschland und Griechenland(!) vorstellen, nicht aber, trotz der französischen Übersetzung, in Frankreich, da der Separatistenstaat mittelfristig territoriale Forderungen an Frankreich stellen wird, bezüglich des nördlich der Pyrenäen in Frankreich liegendenden Gebietes „Nord-Katalonien“, ebenso wie Forderungen auf große Teile der Comunidad Valenciana und der Balearen…