CAT-SEP’s setzten verzweifelt auf Vernunft und Frauen!

15. November 2017

Nachdem die Kerle Dick & Doof alias Oriol Junqueras und das „Puigdemont go!“ das Schiff der Separatisten, die ITACA, gewaltig auf Grund gesetzt und so zumindest vorläufig manövrierunfähig gemacht haben, ist guter Rat gefragt.

Eigentlich wollen Beide am 21-D erneut kandidieren, Junqueras für ERC und das „Puigdemont go!“ für die Phantasieliste JUNTOS PARA CATALUÑA.

Sie wissen aber auch, daß sie sich wohl eine verdiente Klatsche von mindestens einem Teil ihrer Gefolgschaft einfangen werden, denn sie haben jahrelang die große Klappe geführt und dann nicht geliefert.

Ausserdem laufen immer noch Ermittlungsverfahren gegen sie. Sie sitzen in U-Haft wegen Flucht-, Veruntreuungs- und Verdunklungsgefahr oder sind auf der Flucht in Brüssel untergetaucht. Sie können sich zwar zur Wahl aufstellen lassen, denn sie sind juristisch gesehen noch unschuldig bis zu einem eventuellen Urteil, irgendwann?

Die Verfahren werden sich aber nicht in Luft auflösen. Eine eventuelle Wahl gibt ihnen keine Immunität für Delikte aus ihrer Vergangenheit. Sie könnten also auch als gewählte Amtsträger vor Gericht gestellt und verurteilt werden, denn die Delikte, deren man sie verdächtigt und wegen denen man gegen sie ermittelt, liegen vor dieser Wahl des 21-D.

Auf der Gegenseite, ich nenne sie hier mal „bei den Unionisten“ steht mit Inés Arrimadas García eine junge Frau als Kandidatin fest bei den C’s (Ciutatans = Bürgern). Sie hat sich als Oppositionsführerin im katalanischen Autonomieparlament bereits einen Namen gemacht und ist trotzdem noch ein ziemlich neues und attraktives weibliches Gesicht in der katalanischen Autonomiepolitik gegen das Kataloniens CAT-SEP-Machos regelrecht Amok laufen!

Nun sind Dick & Doof anscheinend gezwungenermaßen auf den Gedanken gekommen Weiblichkeit mit Weiblichkeit zu bekämpfen? Die Attraktivität „mittelalter“, gescheiterter Männer, an der Grenze der Lächerlichkeit agierend, ist bei Kataloniens Wählern offenbar nur begrenzt wirksam?

Junqueras hat nun in einem Brief aus der Zelle seine langjährige Parteigenossin, die ERC-Generalsekretärin Marta Rovira í Vergés als Präsidentschaftskandidatin der ERC ins Spiel gebracht, sich selbst zurückgenommen und gleichzeitig Fehleinschätzungen bezüglich der Reaktion der spanischen Regierung und der EU auf die DUI, die einseitige Unabhängigkeitserklärung eingeräumt. Dafür Respekt, auch wenn er wenig Alternativen hatte! Das „Puigdemont go!“, sein „alter ego“, ist offenbar noch lange nicht soweit?

Beide Politikerinnen, Inés Arrimadas und Marta Rovira sind Juristinnen. Während Arrimadas erstmals als Spitzenkandidatin antritt, war Rovira seit 2012 bei allen Wahlen als Nummer Zwei hinter Junqueras angetreten, hatte stets gewonnen und anscheinend ohne Skandale und Probleme im Hintergrund, mehr nach Innen in die Partei hinein gewirkt. Jetzt also womöglich am 21-D als neue Nummer Eins der ERC?

NACHTRAG, 15.11. 18:35 Uhr:
Auch die abgesetzte und sich gegen eine 150.000 €uro Kaution auf freiem Fuß befindliche Ex-Autonomieparlamentspräsidentin Carme Forcadell (Erfinderin des eineinhalbfachen verbalen Rückwärtssaltos vor Gericht!) hat soeben ihre Kandidatur beim 21-D auf der Liste der ERC per Twitter verkündet. Damit haben jetzt drei prominente Frauen ihre „Damenhüte“ in den Ring geworfen. Das scheint spannend zu werden?

______

https://es.wikipedia.org/wiki/Inés_Arrimadas

https://es.wikipedia.org/wiki/Marta_Rovira

https://twitter.com/ForcadellCarme/status/930843135474896896?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fwww.20minutos.es%2Fnoticia%2F3187167%2F0%2Felecciones-independencia-cataluna-15-noviembre-directo%2F

Advertisements

TV3, das „Puigdemont go!“ und CAT-SEP-Aktivistinnen kämpfen mit schmutzigen Tricks und der katalanischen Sprache!

15. November 2017

Was hat das fiese Spanien sich da nur wieder zur Unterdrückung der Katalanen und ihrer Sprache ausgedacht?
Zwei Frauen im besten Alter von 72 und 59 Jahren sind am 11.11. (kein Faschingsscherz!) in Barcelona(!) vom Flugkapitän aus einem Flugzeug der Linie VUELING gewiesen worden, das als Flug 3716 nach Menorca fliegen sollte und dies nach einem einstündigen Theater der Ladies schließlich endlich auch tat.

Der CAT-SEP-Propagandasender TV3 berichtete in einen Telefonmonolog einer der Damen vor vier genervten Moderatorinnen, die kaum ein Wort dazwischen bekamen, schließlich begannen ihre Gesichter zu verziehen oder mit dem Handy zu spielen.

Das in Brüssel bestens informierte „Puigdemont go!“ reklamierte voller Entrüstung die spanische Unterdrückung der Katalanen mittels Artikel 155!

Der ebenfalls in Brüssel weilende EU-Abgeordnete Ramón Tremosa von PDeCAT brauchte den Skandal sogar vors EU-Parlament: „Was erlauben Spanien?“

Die beiden Damen saßen an den Notausgängen, für die es bei jedem Flug auf dieser Welt besondere Vorschriften gibt, deren Einhaltung und Erfüllung im Ermessen des Kabinenpersonals, letztlich also des Flugkapitäns liegt. Es gibt zudem schriftliche Anweisungen in Spanisch und Englisch für Notfälle. Das hat vermutlich jeder von uns schon mal im Flieger erlebt?

Die Ladies beschlossen jedoch ein Fass aufzumachen und brüllten die Stewardess an, sie gefälligst in Katalan anzusprechen. Sie befänden sich schließlich in Barcelona, Katalonien und hätten ein Recht darauf in Katalan angesprochen zu werden, bla, bla…

Die Stewardess verteidigte sich, sie käme aus Asturien, könne kein Katalan und brach schließlich in Tränen aus.  Auch die Leitung des Kabinenpersonals erreichte nichts und die Damen brüllten weiter auf Katalan in die Kabine.

Da kam der Flugkapitän, dessen Flieger inzwischen eine satte Verspätung hatte und verwies die beiden Damen der Maschine! Schlagartig warfen sich diese in die beliebte Opferrolle, sie seien wegen der katalanischen Sprache des Fluges verwiesen worden.Sie würden von Spanien, von Madrid unterdrückt. Da sie auf dem Flugfeld aussteigen mussten, wurden dort aus Sicherheitsgründen von der Guardia Civil (von Madrid also!) in Empfang genommen, buähh…!

Auch ihren Ausstieg aus dem Flieger zelebrierten sie durch mehrmaliges Vergessen von Gegenständen und entsprechende Rückkehr in die Maschine, wobei sie sogar von ihren tatsächlich vorhandenen Kenntnissen der spanischen Sprache Gebrauch machten, wie auch später bei einer schriftlichen Beschwerde bei VUELING, ihr ganzes Affentheater also selbst „ad absurdum“ führten!

Der Flugkapitän erklärt den genervten Passagieren seine Entscheidung, im Flieger bricht offener Jubel und Beifall aus und mit einstündiger Verspätung geht VUELING 3716 schließlich in die Luft zum 20-Minuten Flug nach Menorca…

Die Maschinerie der nationalkatalanistischen CAT-SEP-Propaganda ist jedoch sofort mit Volldampf ausgebrochen, TV3, das „Puigdemont go!“ aus dem Brüsseler Exil, EU-Abgeordnete, alle schimpfen über das böse, unterdrückerische Spanien…

______
https://www.dolcacatalunya.com/2017/11/echan-avion-2-nacionalistas-recriminar-una-azafata-asturiana-les-hablara-catalan/

http://www.ccma.cat/tv3/alacarta/els-matins/una-passatgera-de-vueling-denuncia-que-la-van-fer-fora-per-adrecar-se-a-la-tripulacio-en-catala/video/5701762/

https://www.vilaweb.cat/noticies/expulsades-dun-vol-de-vueling-per-haver-parlat-en-catala/

https://www.gonzoo.com/actualidad/story/polemica-tras-la-expulsion-de-dos-pasajeras-por-supuestamente-exigir-que-les-hablaran-en-catalan-6458/

über Estrellado auf Twitter: „La mentira de la anciana expulsada de un avión de Vueling “por hablar catalán” hunde a TV3 y deja en ridículo a Nuria de Gispert, Tremosa, A… https://t.co/BMq72HtXfV“


Wer zündelt an der Zeitbombe des katalanisch/spanischen Konfliktes?

14. November 2017

Nach US-Senatoren, dem US-Kongress und Senat, der UN, der EU, nach EL PAÍS und der spanischen Regierung steigen immer mehr andere spanische Medien auf die Hypothese ein, daß die Krise mit Katalonien durch Russland und über Venezuela durch entfesselte Cyber-Guerillas angefeuert und so womöglich verschärft wurde?

RT und SPUTNIK werden als die üblichen Propaganda-Medien Putins bezeichnet, wie es CNN und FOX-News bei Trump seien und über die Hälfte der Fake-News zum Thema Katalonien sollen auf russischen und venezuelanischen Ursprung zurück verfolgt werden können?

Es gab es Besuche von führenden CAT-SEP’s in der Ecuadorianischen Botschaft in London, wo ein gewisser, gut vernetzter, Julian Assange in Hausarrest einsitzt.

Auch behauptet ein ehemaliges Führungsmitglied von PODEMOS / PODEM, daß Pablo Iglesias Anfangs mit Bargeldbündeln von 500er Scheinen venezuelanischen und iranischen Ursprungs bezahlt worden sei. Seine Bewegung, die aus der Volksbewegung der Indignados, der „Empörten“ entstanden ist, sei also gefördert, wenn nicht gar gekauft worden?

Was ist von diesen Behauptungen zu halten? Unmöglich wäre das nicht! Eindeutige Beweise gibt es anscheinend aber auch nicht, denn auf dem Feld der virtuellen Auseinandersetzung sind natürlich auch „Beweise“ praktisch nach Belieben „zu faken“.

Nehmen wir also (zunächst nur als Arbeitshypothese) einmal an, diese Vorwürfe stimmten. Was hätten die bösen Russen also, ausser einer gewissen Destabilisierung eines wichtigen EU- und NATO-Mitgliedes und in deren Folge eventuell etwas Zwietracht zwischen einzelnen EU-Staaten, gewonnen?

Zwar gehört die systematische Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, gerne auch über NGO’s und sogenannte Philantropen, heute zum Standardrepertoire aller Akteure in West, Ost und Fern-Ost. Erinnern wir uns an den Balkankrieg, an den US-Putsch in der Ukraine, die Besetzung und Heimführung der Krim, und an die von US-Top-Politikern handgefütterten Aktivisten auf dem Maidan, den man sich angeblich 5 Milliarden Dollar kosten ließ? Den sogenannten Syrischen Bürgerkrieg an dem sich seit sechs Jahren halb Europa, halb Vorderasien, sowie die USA, Kanada, Russland, der Iran und angeblich sogar Israel beteiligten und die ganzen üblichen Verdächtigen NGO’s?

Gäbe es übrigens nicht auch Akteure im Westen, die grundsätzlich an einer Destabilisierung der EU und des Euro so ganz allgemeines Interesse haben könnten? Warum setzten die Katalanen so sehr auf die USA, auf Kanada und das UK, sowie einige Skandinavier, besonders die Dänen? Hier wird auf keiner Seite ehrlich und mit offenen Karten gespielt. Auch speziell die so unabhängigen Medien dieser Staaten fielen Anfangs immer wieder, nur in scheinbarer Dämlichkeit, auf die katalanische Propaganda herein und ließen sich dann immer so eine knappe Woche Zeit zur Einwirkung, um die Dinge dann im Hintergrund wenigstens formal richtig zu stellen. Was waren z.B. die medial hochgespielten Polizei-Übergriffe des 1-O in Katalonien im Vergleich zum Agieren der Polizei beim G-20 in Hamburg, in Paris, London oder irgendwo in den USA? Hier wurde erkennbar mit zweierlei Maß gemessen!

Die offensichtichen Ähnlichkeiten der nationalkatalanistischen Separatisten mit dem deutschen Nationalsozialismus vor dessen „Machtergreifung“ sind kaum zu übersehen, werden aber nicht thematisiert? Massenaufmärsche, Führerfiguren, Fackeln, Fahnen, Rassismus, Feindbilder, Sündenböcke, Indoktrinierung bis hin zur Gehirnwäsche und dies seit fast 40 Jahren!

Aber auch dieser Hypothese ist derzeit nicht zu beweisen. Es ist ein bißchen wie bei Religionen oder Sekten, man muss es letztlich glauben und nicht wissen!

Wozu also die Beschuldigung der Russen? Vielleicht weil es eine Entlastung der Katalanen sein könnte? Sie wurden getäuscht, verführt, in die Irre geführt? Eigentlich sind sie gar nicht so verbohrt wie es scheint, in diesem Konflikt, gar unschuldig wie Carme Forcadell? Sie haben doch nur gespielt, einfach nur „herumsymbolisiert“?

Dieser Konflikt, der keineswegs zu Ende sein wird am Abend des 21-D, nach der Auszählung der Wahlzettel der vorgezogenen Autonomiewahl in Katalonien, der hat immer noch das latente Potential, Spanien insgesamt oder gar Spanien UND Katalonien in die wirtschaftliche Katastrophe zu schicken, denn beide Staaten würden sich über die Aufteilung der gemeinsamen Schulden zerstreiten und beide Staaten wären Pleite*, nicht überlebensfähig! Da hängen dann viele europäische Banken*, darunter viele Deutsche, mit vielen Milliarden Euro an verlorenen Krediten mit drin, was dem Euro den Todesstoß versetzen könnte?

Jetzt, wo die EU gerade erst damit anfängt, sich eine gemeinsame Armee zu basteln und von mehr Unabhängigkeit von USA und NATO träumt, wäre den unterschiedlichsten Kräfte, in allen Ecken der Welt, eine politische, wirtschaftliche und militärische Destabilisierung der EU zumindest nicht vollkommen unwillkommen…
______
*(Spanische Banken sichern sich Cash bei der EZB! Der Bedarf spanischer Banken an Liquidität bei der EZB stieg um 4 Milliarden €uro auf insgesamt 175 Milliarden €uro an. Offensichtlich hat dies etwas mit dem Bargeld-Verhalten der Menschen in Spanien durch die Katalonien-Krise zu tun? Von den 21,3 Milliarden die für die ganze Euro-Zone vorgesehen waren ging ein erheblicher Teil nach Spanien. Die Schulden der spanischen Banken bei der EZB sind im Oktober zum Vormonat um 1,92% gestiegen liegen bei 175 Milliarden und 29% höher als vor einem Jahr! Die Spanier nähern sich mit jetzt 22,66% so langsam einem Viertel ALLER Schulden des Eurosystems bei der EZB! Die aufgekauften spanischen Schulden machen einen Anteil von 12,8% aller aufgekauften Schulden durch die EZB aus. Mario Draghis Aktionen lösten besonders in Deutschland Kritik aus. Inoffiziell wurde „hinter vorgehaltener Hand“ eingeräumt, daß es mehrere Wochen im Oktober „delikate Momente mit katalanischen Banken“ gegeben habe)


Kein Deal zwischen Rajoy und Forcadell, sondern alles nur ein „rein zufälliger Zufall“?

12. November 2017

Die Tour der „Sonderbehandlung“ einer der radikalsten CAT-SEP’s Protagonistinnen vor dem Untersuchungsrichter erregte Aufsehen. Im Gegensatz zu ihren KampfgenossInnen die bei Madrid ohne Kautions-Option in U-Haft sitzen und auch im Gegensatz zu denen, denen dieser Umstand nach einer zu erwartenden Auslieferung durch Belgien noch bevor steht, kam sie nach einer Nacht in der Zelle gegen 150.000 €uro Kaution frei! Diese stammten zudem aus obskuren Quellen der sogenannten Organisationen der Zivilgesellschaft, in diesem Falle vom ANC, dessen Vorsitzende die Begünstigte über mehrere Jahre war und letztlich wohl also um missbrauchte Steuergelder ALLER Spanier, denn die Generalitat d’Catalunya ist längst Pleite und hängt zu 100% von Zahlungen Madrids über den FLA ab. Keiner hinterfragt die Herkunft dieser Gelder…

Ein weiterer Punkt unterstützt meinen bereits vor Tagen geäusserten Verdacht. Das katalanische Autonomieparlament wurde am 26. Oktober 2015 gebildet. Um in den Genuss der opulenten Altersversorgung zu kommen müssen Abgeordnete ihre Ämter mindestens zwei Jahre ausgeübt haben. Der Artikel 155 wurde von Madrid am 27. Oktober 2017 verhängt. Dieser eine Tag Differenz zum Stichtag sichert allen Beteiligten ihre lebenslangen Altersrenten! Hätte Rajoy den 155 zwei Tage früher verhängt, wären alle Mitglieder des Parlamentes, auch die nicht Separatisten, oder Unionisten, davon negativ betroffen gewesen.

Ich glaube, das „timing“ war ein klares Angebot von Madrid, das auch von allen verstanden wurde. Denn die Übergangsgelder von 80% der Parlamentarierbezüge für zwei Jahre und die daran anschließende Altersversorgung von rund 60% auf Lebenszeit werden auch den CAT-SEP’s in U-Haft, den berüchtigten „politischen Gefangenen“ gezahlt und auch den „Urlaubern“ im belgischen Brüssel!

______
http://elsaqueocatalan.com/forcadell-le-ha-tocado-la-loteria-lo-cobrara-partir-ahora-no-nada


Unabhängige Justiz, oder optimaler Deal zwischen Rajoy und Forcadell?

9. November 2017

Wenn man die aus ihren Regierungsämtern abgesetzten CAT-SEP’s entzweien oder gar „entdreien“ will, dann muss man sie unterschiedlich behandeln. Genau das ist heute geschehen.

Die abgesetzte Ex-Parlamentspräsidentin des katalanischen Autonomieparlamentes und die 6 Angehörigen „ihres Tisches“ standen heute als letzte Gruppe der CAT-SEP’s vor dem Richter.

Die ersten Neun um Oriol Junqueras gingen direkt ins Gefängnis und nicht über Los!

Die zweiten Fünf um das „Puigdemont go!“ gingen ins Asyl nach Brüssel und konnten so – zumindest vorerst – den Knast vermeiden.

Jetzt kamen die Dritten und vorerst Letzten der CAT-SEP’s zu ihrem großen Auftritt. Obwohl Carme Forcadell stets eine der radikalsten Einpeitscherinnen der CAT-SEP’s gewesen war und als Präsidentin des Autonomieparlamentes ganz locker gegen Recht und Gesetz verstoßen hatte, erlebte das Gericht heute eine gänzlich andere Frau.

Sie machte quasi bezüglich ihrer Position einen eineinhalbfachen Salto rückwärts aus dem Stand und fiel dabei voll auf die Schnüss! Sie erkannte die Absetzung und den Artikel 155 an und erklärte den ganzen Zinnober um die DUI als reine Symbolik und natürlich, natürlich keineswegs für eine echte, wirksame und gültige Wahl.

Das Gericht bedankte sich sehr differenziert. Einen vom Tisch sprach es ohne Einschränkung frei! Drei andere können ihre Freiheit gegen eine Kaution von je 25.000 €uro bekommen. Für die wilde Carme aber wollte das Gericht 150.000 €uro Kaution einstreichen. Keine Ahnung, ob sie diesen Betrag auf den Tisch legen kann, oder ob dieses Geld aus dubiosen CAT-SEP’s-Quellen in Spanien oder aus dem Ausland aufgetrieben werden kann. Sie hat jedenfalls die Chance dem Knast zu entgehen.

Diese Haft, bzw. die entsprechende Haftverschonung ist aber kein Freispruch. Die entsprechenden Prozesse müssen ja erst noch stattfinden. Es handelt sich lediglich um den Verzicht auf U-Haft, u.a. wegen Fluchtgefahr oder wegen Aufwiegelung zum Aufruhr. Das bedeutet, wer auf Kaution in Freiheit ist, der muss sich wohl verhalten, sonst ist er schneller drin, als er „huch“ sagen kann!

Mit dieser unterschiedlichen Behandlung dreier CAT-SEP-Truppen ist die Garantie, die Keimzelle für Zwist und Streit unter den nationalkatalanistischen Separatisten gelegt. Keiner traut mehr dem Anderen über den Weg. Misstrauen ist angesagt…


Wer steht – wie – am 21-D zur Wahl in CAT?

8. November 2017

Der zentrale Wahlausschuss Junta Electoral Central (JEC) hat für die vorgezogenen Autonomiewahlen in Katalonien am 21-D vier Koalitionsvorschläge erhalten. Die Anmeldefrist zur Wahl lief Gestern ab.

Unter dem wenig einprägsamen Bandwurm-Namen En Comú Podem-Catalunya en Comú (ECP-CatComú) tritt die Koalition aus Podemos, Catalunya en Comú, Barcelona en Comú, Iniciativa per Catalunya Verds und Esquerra Unida i Alternativa, also aus fünf (5!) sehr individuellen Linksparteien – um nicht zu sagen Sekten – zur Wahl an.

Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und Catalunya Sí bilden die Koalition  Esquerra Republicana-Catalunya Sí, oder abgekürzt ERC-CatSí. Die ERC gilt als wahrscheinlicher Gewinner, als größte Einzelpartei bei dieser Wahl. Ihr Vorsitzender Oriol Junqueras, der Ex-Vizepräsident der Generalitat d’Catalunya, sitzt derzeit bei Madrid in U-Haft wegen Fluchtgefahr.

Die dritte bei der JEC registrierte Koalition wird aus der Partit Demòcrata Europeu Català (der Partei des derzeit in Brüssel abgängigen „Puigdemont go!“) und der Convergència Democràtica de Catalunya (den Resten ihrer Vorgängerpartei unter dem alten Namen CDC), unter dem Namen Partit Demòcrata-Pacte Democràtic (PDeCAT-PACTE) gebildet. Damit soll vermutlich überspielt werden, daß niemand sonst mit dem „Puigdemont go!“ koalieren wollte?

Zuletzt hat die Junta Electoral die Einschreibung der Koalition Recortes Cero-Grupo Verde, gebildet aus Unificación Comunista de España, den Grünen Grupo Verde der Partido Demócrata Social Autonomista billigend zur Kenntnis genommen.

Die Junta Electoral Central hat die geplanten Wahlen  elecciones catalanas del 21D seit ihrer Neu-Gründung am 2. November überwacht. Sie ist für Transparenz, Sauberkeit und Objektivität bei Wahlen verantwortlich.

Die hier nicht aufgezählten „Unionistischen Parteien“ PPC und PSC und C’s treten einzeln an.

Wie ich das einschätze treten alle o.g. Koalitionen für eine Sezession einer unabhängigen Republik Katalonien an. Bei den Einzelparteien ist dies im Prinzip nicht der Fall, wobei es bei den katalanischen Sozialisten der PSC durchaus „einzelne Umfaller“ geben könnte? Durch die Koalitionen sollen die sonst unter den Tisch fallenden Stimmen kleiner und kleinster Splitterparteien im „Dienste der Sache des Separatismus“ gesammelt werden. Der Nachteil für ihre sehr differenzierten Wähler ist es, daß sie nie genau wissen können, was sie nach der Wahl genau bekommen werden. Die Einzelparteien haben dieses Problem nicht. Bei ihnen wissen die Wähler in der Regel genau, wofür sie stehen und was man nach der Wahl erwarten kann, oder muss!

 


Ganz CAT steht dann mal eben still, nur weil Carles Sastre es so will?

8. November 2017

Der Generalstreik aus sozialen Gründen „wegen Armutslöhnen“, wie er von Gericht genehmigt worden war, hat heute stattgefunden, bzw. er findet noch immer statt.

Auf Bannern und Transparenten ist allerdings (Überraschung!) nicht mehr von Armutslöhnen die Rede, sondern das volle Separatisten-Slogan-Programm (unabhängige Republik CAT, Freiheit für die politischen Gefangenen, nieder mit dem Faschistensystem Madrid) wird konsequent durchgezogen.

Wichtigstes Ziel dieses Streiks scheint es zu sein, die katalanische Zivilgesellschaft zu Geiseln zu nehmen durch gezielte Blockaden neuralgischer Verkehrsknotenpunkte an Autobahnen, Grenzen, Hauptverkehrsachsen und den Bahnhöfen der Städte, daß Menschen nicht zur Arbeit oder in die Schulen und Unis gelangen und Güter nicht in und aus den Städten zu lassen. Dies scheint weitgehend gelungen, weil auch besonders auf die Mossos d’Esquadra aus Sicht der Streikenden wieder total Verlass war! Sie schützen z.B. eine einzige Reihe von vielleicht 30-50 sitzenden Demonstranten vor tausenden wütenden Autofahrern die stundenlang auf den Autobahnen blockiert waren.

Der Ex-Terrorist und zu 48 Jahren Gefängnis (von denen er jedoch nur 11 Jahre absaß) verurteilte mehrfache Mörder an der Spitze der Separatistengewerkschaft kann mit seinem Ergebnis wohl zufrieden sein? Mit Geiselnahme kennt er sich eben aus, der Carles Sastre, auch wenn er diesmal nicht einmal ferngezündeten Bomben an den Körpern seiner Opfer befestigen musste!

Die Mossos legten das Gerichtsurteil bemerkenswert einseitig aus. Einen genehmigten Generalstreik weiteten sie ganz selbstverständlich auf Blockaden und Geiselnahme der Zivilbevölkerung aus und schützten die gewalttätigen „Streikenden“ vor ihren verärgerten Mitmenschen. Das sind die Gewaltfreien, von denen das „Puigdemont go!“ immer faselt!

Die Regierungsübernahme per Artikel 155 der spanischen Verfassung durch Madrid in Katalonien, sowie der Austausch einer (1) einzigen Person an der Spitze der Mossos, brachte offensichtlich nicht die erwünschte Wirkung. Ebenso wurden die Verhältnisse bei den Separatistenmedien nicht angetastet. Da hat sich nichts geändert in der Berichterstattung.

Die merkwürdige Tatenlosigkeit Mariano Rajoys würde für mich eigentlich nur dann Sinn machen, wenn der spanische Ministerpräsident erpressbar wäre, oder gar erpresst würde? Es gibt da eine verklausulierte Bemerkung eines Leitenden der UDEF, der für Wirtschaftsverbrechen zuständigen Ermittler, wonach es Indizien dafür gäbe, daß Rajoy Bargeld-Umschläge erhalten haben könnte, die typisch für das Schwarzgeldsystem im PP-Korruptionsfall Gürtel waren und es gab ja bekanntlich auch den Durchhalte-Tweet Rajoys an den damals gerade inhaftierten PP-Schatzmeister Barcenas, die eine gewisse Nähe Rajoys zu den Ereignissen des Skandals ( Gürtel = Correa) vermuten lassen könnten? Vermutlich wissen die Akteure beider politischer Lager gegenseitig genügend übereinander um sich im Wesentlichen in Schach halten zu können?

Jedenfalls hat Madrid bisher nichts Entscheidendes gegen die Separatisten unternommen und Rajoy selbst redet schon von einer möglichen Normalisierung nach der Wahl des 21-D mit gleichzeitiger Aufhebung des Artikels 155 und erneuter Inkraftsetzung der katalanischen Selbstverwaltung! Es ist allerdings derzeit nicht ausgeschlossen, daß das politische Bild in Katalonien sich nach der Wahl des 21-D sich vom gegenwärtigen Bild nur in Nuancen unterscheiden könnte und nicht im Wesentlichen?

Oder im Klartext: Die Separatisten könnten erneut die absolute Mehrheit an Sitzen erreichen, ohne wiederum die meisten Stimmen bekommen zu haben, eine Eigenheit des katalanischen Wahlrechtes, die sie geradezu lieben. Dann stünde Spanien UND Katalonien UND vermutlich auch die EU vor einer Krise, weil meines Erachtens beide Parteien, also Spanien und Katalonien getrennt, als zwei Staaten, wirtschaftlich nicht überlebensfähig wären und zu einem Sanierungsfall vom Typ Griechenland werden würden. Da würden Milliarden, auch deutscher Gelder, versenkt werden und den Euro zum Wackeln bringen.

Ihr merkt schon, ich habe heute einen pessimistischen Grundton, der wohl dem Wetter oder der Jahreszeit geschuldet ist?