Trumpdeuter & Trumpfänger, neueste Formen politischer Wahrsager und Angstlöser!

21. Januar 2017

Jedes Land, jede Regierung, jedes Medium muss sich ab sofort welche leisten, am besten mehrere Dutzend von ihnen. Sie sollten die verrutsche Mimik und die ebenso verrutschte Frisur von „The Donald“ lesen, deuten, interpretieren und kommunizieren. Sie sollen ab jetzt täglich zu Worte kommen, egal ob nun tatsächlich verbal oder ersatzweise halt auch schriftlich.

Der Sadomaso-Hype um den-sich-Alleinunterhalter scheint die mediale Öffentlichkeit in geradezu ängstlich lustvolle Erregung zu versetzen: „Unseren täglichen Trump gib‘ uns heute!“

Es scheint, daß ganze Gesellschaften ihre latenten Ängste auf diese Figur projizieren? Mal unterstellt, das wäre so, würde uns ein solches Verhalten weiterbringen? Ich denke nicht!

Aber Trumps Ansagen und Verhalten bieten auch Chancen. Da er uns schon den Gefallen tat die NATO zu hinterfragen, könnten wir zum Beispiel diesen Umstand dazu nutzen den Abzug aller US-Truppen, Lager, Kommunikationseinrichtungen und last not least A-Bomben aus Deutschland zu fordern. Damit müssten wir bei „The Donald“ doch eigentlich offene Türen einrennen, oder?

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Wer setzt eigentlich noch auf Merkel, außer der CDU?

17. Januar 2017

In der EU hielt sich die Begeisterung für die „Eiserne Uckermark-Lady“ zumindest in der EU-Südschiene schon seit Jahren in engen Grenzen. Merkels starrre Wirtschaftspolitik zwingt diese verschuldeten Staaten auf inabsehbare Zeit in die Knie. Weder Griechenland, noch Portugal an den Peripherien, noch die zentraleren Südstaaten Spanien und Italien sind von der „Alternativlosen“ Kanzlerin und der Politik für die sie steht begeistert.

Das BREXIT-UK muss sich mit Merkel als EU-Hauptgegnerin beim Kampf für einen möglichst günstigen EU-Ausstieg beschäftigen. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Theresa May sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wird, Frau Dr. Merkel etwas zu rupfen?

Wer immer in Frankreich oder in den Niederlanden die anstehenden Wahlen gewinnen will, der wird sich zu Merkel deutlich abgrenzen müssen.

Jetzt machte Donald Trump in seiner ersten PK, noch bevor er als Präsident im Amt ist, die ersten Absetzbewegungen sowohl von Merkel als auch von der EU und scheinbar auch von der NATO?

Ja, soll denn Merkel ihren Krieg gegen Putin künftig ganz alleine führen? Wir Deutschen wollen ihn ja auch nicht, nicht einmal dämliche Sanktionen, die ins eigene Fleisch schneiden? Sie ruft „alle mir nach“ und stürmt nach Osten und außer Panzer-Uschi von der Leine folgt ihr niemanden?

Gut, die SPD wird ihr vielleicht – aus alter Gewohnheit – im Stil einer Hammelherde nachlaufen? Wahre Ewigkeiten der GroKo prägen eben…

Die CSU des Seeufer Horsti künftig wohl eher nicht? Der sucht wohl eher einen Weg sich an die Spitze der AfD zu setzen und dort alte Bekannte zu entdecken?

Die LINKEn sind wie so oft moralisch im Recht, es hört und befolgt nur keiner.

Die GRÜNEN scheinen derzeit die Meinungshoheit und Deutungskontrolle über Gut und Böse zu verlieren und geben eher ein ratloses Bild ab?

Wird es am Ende also eine „AlPaLuKo“ geben, wo Jeder hemmungslos mit dem Anderen herumkoaliert, wie auf Parties der 60er und 70er Jahren? Kommt endlich wieder Spaß und Lust in die Politik?

Aber jetzt mal ehrlich, könnten Sie sich unter diesen Bedingungen Frau Dr. Alternativlos Angela Merkel vorstellen? Ich auch nicht…

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AlPaLuKo = All-Parteien-Lust-Koalition.


Zurück in die Zukunft mit Donald Trump?

17. Januar 2017

Globale Wirtschaft? Die Welt, ein Dorf? Das war einmal! Angesagt sind jetzt anscheinend Nationalismen, Zollschranken, unüberwindbare Landesgrenzen, Mauern, Zäune, Visa, kurz Abgrenzung, Ausschluß. Alle Boote sind überall voll! Wer hat die bloß aus der Mottenkiste geholt, was ist nur so schön daran? Viele Staaten, gerade auch in der EU, wären nicht einmal in der Lage ohne Importe ihre Bevölkerungen zu ernähren.

Donald Trump, ab Freitag unser aller Schicksal, setzt auf das volle Retro-Programm. Er wolle Industriearbeitsplätze in die USA zurückholen, die seine Vorgänger im Dienste der US-Finanzwirtschaft und der Rendite, einst nach Asien und Mexiko verlegt hatten.

Da die USA ein gewaltiger Markt sind, geht uns das alle an. Speziell aber die geradezu fanatisch exportabhängigen Deutschen sind von freien Zugängen in die Exportmärkte betroffen. Ist das bei Trump nur Populismus, mit dem man Wahlen gewinnt, oder schon Regierungsprogramm? Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen vorerst wohl nur die Industriearbeitsplätze? Die Unternehmen, die diese Arbeitsplätze weltweit zur Verfügung stellen, haben sehr oft US-Kapital in erheblicher Höhe investiert, wie es z.B. Blackrock weltweit anlegt. Diese US-Anleger verdienen natürlich gut an den aktuellen Umständen und Trump weiss dies auch ganz genau. Sein nächster Schritt wird also wohl sein, den Wechsel weg von den unzufriedenen Wählern der US-Unter- und Mittelschicht zu tun, hin zu den Anlegern der Wall Street. Auch in vielen deutschen Unternehmen, denen jetzt mit Zöllen und Steuern gedroht wird, steckt US-Kapital. Ist dessen Verzinsung gefährdet, dann werden sich diese Kreise bei Donald Trump melden und ihm ein Angebot machen, das er wohl nicht ablehnen kann…

Wenn es aber einen „EU-Destruktionsplan“ als bewusst exekutiertes politisches Konzept geben sollte und – wer auch immer – diesen aktiv verfolgt, dann stünden mit den Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland (NRW und Bund) genug Gelegenheiten der Weichenstellung von außen zur Verfügung. Das wird richtig spannend, dieses 2017 in der EU…


Man wird doch wohl mal spinnen dürfen?

3. Dezember 2016

Wenn man nach den Gründen der angeblich unvermeidlichen Globalisierung schaut, dann sind da der Wunsch, ach was, der Zwang, des Kapitals unbehindert wie ein Tsunami um die Welt zu schwappen und den kleinsten Zinsvorteil mitzunehmen. Ein wesentliches Element sind dabei unterschiedliche Produktionskosten und unterschiedliche Besteuerung. Es besteht auch die Notwendigkeit seltene Rohstoffe und Energie aus den Förderstaaten in die Verbraucherstaaten zu leiten.

Was meines Erachtens nicht notwendig wäre, ist die Erzeugung von Waren in sogenannten „verlängerten Werkbänken“ von Industriestaaten , in Billiglohnländern unter Ausbeutung der dort lebenden Menschen. Gleichzeitig dient genau diese Billigkonkurrenz als ständiges Druckmittel auf die einheimischen abhängig Beschäftigten.

Wenn nun die Dinge hauptsächlich vor Ort und nur für den Bedarf vor Ort produziert werden würden, dann würden gewaltige Transportkosten wozu auch die negativen Umweltaspekte zu rechnen sind, einfach entfallen.

Warum geht das nicht? Was steht diesem Weg entgegen? Praktisch nur der blanke Egoismus das kapitalistische Gewinnstreben zu Lasten der Anderen.

Ja, ich weiss! Ja, ich habe auch schon mal gehört, daß der vollkommen enthemmte Kapitalismus das alternativlos allerbeste Gesellschaftssystem für zumindest die Kapitalisten sei.

Aber lasst uns doch einmal einfach „spinnen“! Warum müssen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung eigentlich sein und warum sollen sie zunehmend nur von den abhängig Beschäftigen getragen werden, während das Kapital nicht nur seine Beiträge deckelt und seine Gewinne zumindest auf dem Papier dahin verschiebt, wo es minimale, am liebsten gar keine Steuern bezahlen muss.

Warum gibt es da eine Klasse von globalen Profithopsern und eine Masse von sich in einer Abwärtsspirale gegenseitig bedrohende Masse von Abhängigen auf der Welt. Was ist damit gewonnen, im Abwärtswettbewerb mit den Ärmsten dieser Welt am Schnellsten unten anzukommen. Werden wir am Ende alternativlos alle am Hungertuch nagende Tagelöhner ohne jegliche Absicherung sein? Das wäre nämlich die Konsequenz der gegenwärtigen Verhältnisse…

In fortschrittlicheren Ländern wie der Schweiz gab es sogar schon Volksabstimmungen über ein bedingungsloses menschenwürdiges Grundeinkommen, wodurch die absolute Arbeitspflicht entfiele, zumindest die Pflicht in die höchstbezahlten Berufe zu drängen und die Menschen nach der Höhe ihrer Einkommen zu beurteilen, kategorisieren, zu bewerten. Die Schweizer lehnten dieses Grundeinkommen mehrheitlich ab. Die Gründe wären zu evaluieren? Aber immerhin wurde in eine Richtung gedacht, um die wir im Interesse einer gleichberechtigten Menschheit nicht herum kommen werden. Das war ein sehr fortschrittlicher Ansatz. Würden die Menschen sich als Gemeinschaft verstehen und entsprechen handeln, dann bekäme jeder die Leistung die er benötigt, aber nicht das fünfzig-, hundert- oder tausendfache seiner Mitmenschen. Warum müssen Erziehung, Bildung und Gesundheit nach dem Gewinnprinzip und nicht nach den humanitären Erfordernissen organisiert sein?

Aberwitzige Situationen wie hohe Jugendarbeitslosigkeit bei gleichzeitigen staatlich subventionierten Niedriglöhnen und verhältnismäßig gut bezahlten älteren Arbeitnehmern, die demnächst bis 70 arbeiten sollen, sind verrückte Abbilder des kapitalistischen Wahnes!

Dies alles wird uns von den Merkels und Schäubles dieser Welt als alternativlos verkündet? Das ist es natürlich nicht!

Gleichzeitig würde auf höherer gesellschaftlicher Ebene das Risiko, die Notwendigkeit von Kriegen minimiert, die ausnahmslos der Gier und Ausbeutung geschuldet sind, auch wenn man sie uns stets anders, moralisch zu verkaufen sucht…


Wie NATO-Sekretär Stoltenzwerg in Istanbul der General abhanden kam!

21. November 2016

Er ist halt doch nur ein Sekretär und keineswegs ein General, wie er es uns gerne mit seinen markigen Nordatlantischen Propaganda-Reden weis machen möchte!

So machte er sich jüngst in Istanbul, in der Höhle des Pascha ErdoWahn, in die Hosen und alle konnten es riechen…

Er sagte öffentlich, die Türkei (er meinte natürlich ErdoWahn!) habe das Recht, gegen die Hälfte des türkischen Volkes wegen deren unterstellten Beteiligung am Putschversuch(?) gegen ErdoWahns „Diktatur in progress“ mit aller Härte vorzugehen. Das wäre auch voll okay, denn die türkische Führung habe ihm versichert (mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken vermutlich?), daß sie Massenverhaftungen, Berufsverbote, Sippenhaft und Enteignungen nur streng nach rechtstaatlichen Regeln ausübe. Dann sei doch wohl alles gut, oder?

Vielleicht ergibt sich ja durch Donald Trumps Regierungsübernahme – sozusagen als Nebeneffekt – die Möglichkeit, solche Figuren in der NATO nach Norwegen in Rente zu schicken und diesen von Clinton, Obama und den Neocons seit mindestens 20 Jahren vollkommen enthemmten Haufen irgendwie wieder unter demokratisch-politische Kontrolle zu bekommen?


BREXIT und Trump: Ein globaler Stadt- gegen-Land Konflikt?

10. November 2016

Es wäre eine Analyse wert, einmal das Potential des rechten und linken Populismus in Europa auf deren Lebensmittelpunkte hin zu prüfen, sofern das noch nicht schon irgendwo geschehen ist?

Es wurde sehr auffällig, bei den großen Verwerfungen der letzten Zeit, dem BREXIT des UK aus der EU und Gestern bei den US-Wahlen, wo offenbar Land gegen Stadt gewann.

Aber auch im Falle des nationalkatalanistischen Separatismus, „der Katalanazis“, fällt auf, daß er vorwiegend vom profitierenden ländlichen Raum und nicht von den Metropolregionen Barcelona und Tarragona getragen wird.

Ich war zwar ewig nicht in den USA, aber schon vor 14 Jahren fiel mir in Florida auf, daß der Staat nur wenige Kilometer außerhalb der größeren Städte wie irgendeine namenlose Drittweltregion wirkte, die überall hätte sein können und wo man nicht sofort deren Zugehörigkeit zu den USA ahnte. Es verband sie offenkundig wenig mit den nahen Großstädten?

Ich kenne ähnliche Regionen aus Spanien und Deutschland. Es gibt sie sicher an vielen Orten, vieler Länder? Gibt es also das globale Phänomen „des Landes innerhalb eines Landes“, weil aus fundamentalen sozialen Unterschieden unterschiedliche Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele quasi zwangsläufig entstehen?
Dann ensteht der „Hillary-Clinton-Effekt“, wo eine anscheinend hochgradig favorisierte (von Städtern, sprich Eliten, Medien und Demoskopen!) Kandidatin ihre ländliche Zielgruppe einfach nicht mehr erreicht?
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Ich sehe gerade, den Beitrag hätte ich mir schenken können, da hat schon einer gründlicher geschrieben ;-) https://form7.wordpress.com/2016/11/08/usa-europa-wie-das-kaninchen-vor-der-schlange/


Wer nimmt die Meute an die Leine?

8. Oktober 2016

In den USA nähern sich die Präsidentschaftswahlen im November und die Regierungsübernahme der ersten Präsidentin steht im Februar an. In diesen Wahlkampfzeiten scheinen verschiedene Teile der US-Administration völlig ungehemmt und unkontrolliert in internationalen, meist von ihnen selbst verursachten und angeheizten  Konflikten wie Ukraine, Syrien, Lybien, Irak, Jemen, Sudan zu agieren, was die Situation für die Menschheit nicht sicherer macht.

Das Militär, die Geheimdienste, die Rüstungsindustrie, der Energiesektor, die diversen Think-Tanks und die US-Lobbyisten ausländischer Staaten verfolgen offen ihre individuellen egoistischen Ziele eine laute Kakophonie aus der nur immer wieder die Worte Russland und Putin und Böse zu verstehen sind.

Darauf springen dann, wie dressierte Hunde, die gleichgeschalteten Medien an. Diese funktionieren sogar in diesem Sinne weit über die Grenzen der USA hinaus, wie wir in Deutschland derzeit wieder unschwer erkennen können…