Auch das noch! Syphilis (890 Fälle = +77%) und Tripper (996 Fälle = +70%) explodierten in 2016 im Vergleich zu 2015 in Barcelona!

13. November 2017

Also Touris, lasst die Hosen oben, wenn ihr Barcelona besucht!
______
http://www.20minutos.es/noticia/3182376/0/crecen-infecciones-transmision-sexual-barcelona-sifilis/

Advertisements

Isolierte Zufallsereignisse oder geplante Unruhen in Katalonien?

12. November 2017

In der vergangenen Nacht haben in kurzen Zeitabständen in Sabadell, Barcelona und Blanes, Girona Brandanschläge stattgefunden, bei denen in Sabadell 25 Autos und 21 Container an verschiedenen Stellen in Brand gesetzt worden sind, während es in Blanes 6 Autos und ein Stapel Abfälle und Möbel waren, die abgefackelt worden sind.

Zu den möglichen Tätern ist bisher nichts bekannt. Es gab allerdings im Netz seit der Absetzung der CAT-SEP-Regierung Kataloniens durch den Artikel 155 Madrids immer wieder mal Gruppen, die zum bewaffneten Widerstand aufriefen. Ob hier ein Zusammenhang zu den Brandanschlägen besteht ist bisher – wie gesagt – nicht bekannt!


Kein Deal zwischen Rajoy und Forcadell, sondern alles nur ein „rein zufälliger Zufall“?

12. November 2017

Die Tour der „Sonderbehandlung“ einer der radikalsten CAT-SEP’s Protagonistinnen vor dem Untersuchungsrichter erregte Aufsehen. Im Gegensatz zu ihren KampfgenossInnen die bei Madrid ohne Kautions-Option in U-Haft sitzen und auch im Gegensatz zu denen, denen dieser Umstand nach einer zu erwartenden Auslieferung durch Belgien noch bevor steht, kam sie nach einer Nacht in der Zelle gegen 150.000 €uro Kaution frei! Diese stammten zudem aus obskuren Quellen der sogenannten Organisationen der Zivilgesellschaft, in diesem Falle vom ANC, dessen Vorsitzende die Begünstigte über mehrere Jahre war und letztlich wohl also um missbrauchte Steuergelder ALLER Spanier, denn die Generalitat d’Catalunya ist längst Pleite und hängt zu 100% von Zahlungen Madrids über den FLA ab. Keiner hinterfragt die Herkunft dieser Gelder…

Ein weiterer Punkt unterstützt meinen bereits vor Tagen geäusserten Verdacht. Das katalanische Autonomieparlament wurde am 26. Oktober 2015 gebildet. Um in den Genuss der opulenten Altersversorgung zu kommen müssen Abgeordnete ihre Ämter mindestens zwei Jahre ausgeübt haben. Der Artikel 155 wurde von Madrid am 27. Oktober 2017 verhängt. Dieser eine Tag Differenz zum Stichtag sichert allen Beteiligten ihre lebenslangen Altersrenten! Hätte Rajoy den 155 zwei Tage früher verhängt, wären alle Mitglieder des Parlamentes, auch die nicht Separatisten, oder Unionisten, davon negativ betroffen gewesen.

Ich glaube, das „timing“ war ein klares Angebot von Madrid, das auch von allen verstanden wurde. Denn die Übergangsgelder von 80% der Parlamentarierbezüge für zwei Jahre und die daran anschließende Altersversorgung von rund 60% auf Lebenszeit werden auch den CAT-SEP’s in U-Haft, den berüchtigten „politischen Gefangenen“ gezahlt und auch den „Urlaubern“ im belgischen Brüssel!

______
http://elsaqueocatalan.com/forcadell-le-ha-tocado-la-loteria-lo-cobrara-partir-ahora-no-nada


Unabhängige Justiz, oder optimaler Deal zwischen Rajoy und Forcadell?

9. November 2017

Wenn man die aus ihren Regierungsämtern abgesetzten CAT-SEP’s entzweien oder gar „entdreien“ will, dann muss man sie unterschiedlich behandeln. Genau das ist heute geschehen.

Die abgesetzte Ex-Parlamentspräsidentin des katalanischen Autonomieparlamentes und die 6 Angehörigen „ihres Tisches“ standen heute als letzte Gruppe der CAT-SEP’s vor dem Richter.

Die ersten Neun um Oriol Junqueras gingen direkt ins Gefängnis und nicht über Los!

Die zweiten Fünf um das „Puigdemont go!“ gingen ins Asyl nach Brüssel und konnten so – zumindest vorerst – den Knast vermeiden.

Jetzt kamen die Dritten und vorerst Letzten der CAT-SEP’s zu ihrem großen Auftritt. Obwohl Carme Forcadell stets eine der radikalsten Einpeitscherinnen der CAT-SEP’s gewesen war und als Präsidentin des Autonomieparlamentes ganz locker gegen Recht und Gesetz verstoßen hatte, erlebte das Gericht heute eine gänzlich andere Frau.

Sie machte quasi bezüglich ihrer Position einen eineinhalbfachen Salto rückwärts aus dem Stand und fiel dabei voll auf die Schnüss! Sie erkannte die Absetzung und den Artikel 155 an und erklärte den ganzen Zinnober um die DUI als reine Symbolik und natürlich, natürlich keineswegs für eine echte, wirksame und gültige Wahl.

Das Gericht bedankte sich sehr differenziert. Einen vom Tisch sprach es ohne Einschränkung frei! Drei andere können ihre Freiheit gegen eine Kaution von je 25.000 €uro bekommen. Für die wilde Carme aber wollte das Gericht 150.000 €uro Kaution einstreichen. Keine Ahnung, ob sie diesen Betrag auf den Tisch legen kann, oder ob dieses Geld aus dubiosen CAT-SEP’s-Quellen in Spanien oder aus dem Ausland aufgetrieben werden kann. Sie hat jedenfalls die Chance dem Knast zu entgehen.

Diese Haft, bzw. die entsprechende Haftverschonung ist aber kein Freispruch. Die entsprechenden Prozesse müssen ja erst noch stattfinden. Es handelt sich lediglich um den Verzicht auf U-Haft, u.a. wegen Fluchtgefahr oder wegen Aufwiegelung zum Aufruhr. Das bedeutet, wer auf Kaution in Freiheit ist, der muss sich wohl verhalten, sonst ist er schneller drin, als er „huch“ sagen kann!

Mit dieser unterschiedlichen Behandlung dreier CAT-SEP-Truppen ist die Garantie, die Keimzelle für Zwist und Streit unter den nationalkatalanistischen Separatisten gelegt. Keiner traut mehr dem Anderen über den Weg. Misstrauen ist angesagt…


3 Millionen Spanier verdienen weniger als 1.000 €uro im Monat, die Hälfte sogar weniger als 700 €uro!

9. November 2017

Man glaubt in diesen Zeiten, daß es in Spanien nur ein Nationalismus-Problem mit den rebellischen katalanischen Separatisten gäbe, aber das ist zwar in allen Medien, aber keinesfalls das einzige Problem des gesamten Staates, inklusive der Katalanen. Es gibt nämlich in Spanien einen echten Konflikt, einen viel größeren und es ist ein sozialer Konflikt.

Ein kurzer Rückblick: Spanien hatte sich in den letzten Jahren scheinbar aus der Wirtschaftskrise von 2007 gelöst, sie gar überwunden geglaubt, weil es, begünstigt durch eine touristische Sonderkonjunktur, ständig aufwärts zu gehen schien. Nur gelegentlich wurde erwähnt, daß die Tourismuskrisen in Nordafrika, in Ägypten und der Türkei nicht ewig andauern müssten. Dass die Beschäftigten, die die Arbeitslosenstatistik nach unten drückten, oft auf prekären Zeitverträgen für Tätigkeiten mit niedriger Qualifikation beruhten und keinerlei Stabilität oder gar Sicherheit boten.

Zum ersten Mal seit der zehn Jahren, seit Beginn der Wirtschaftskrise, sank der Durchschnittslohn(!) der Spanier auf 1.878 € Brutto pro Monat!

Frauen, Jugendliche, Personen mit weniger Bildung, Teilzeitarbeiter und solche mit befristeten Zeitverträgen, das sind die Verlierer am Arbeitsmarkt.

„Mileuristas“, die „Tausend-Euro-Verdiener“, das waren einmal die Exoten auf dem spanischen Arbeitsmarkt, heute sind davon 3.056.500 Menschen betroffen in Spanien. Das sind 20% aller Beschäftigten!

Die Hälfte dieser 3 Millionen liegt sogar unter 710 €uros Verdienst pro Monat. Die Frauen sind davon besonders betroffen. 15,5% aller beschäftigten Frauen fällt in diese Gruppe und weitere 13% liegen im Bereich zwischen 700 und 1.000 €uro pro Monat! Von allen Männern fallen nur 5% in die 700 €uro-Gruppe und nur 7,3% in die 1.000 €uro-Gruppe.

60% aller in 2017 abgeschlossenen Arbeitsverträge entfielen auf Ladenpersonal, Kellner, Knechte in der Landwirtschaft, Fahrer und Putzkolonnen!

Von den Beschäftigten mit Zeitverträgen fallen 50,9% unter 1.229,-€uro Brutto-Monatsverdienst. Von den unbefristeten Arbeitsverträgen hingegen nur 22,6%. 40% aller Frauen fallen in die Gruppe unter 1.229,- €uro pro Monat aber nur 20% aller Männer.

Aber 71,2% aller Jugendlichen unter 25 Jahren fallen in diese prekären Arbeitsverträge. Nur 3,8% der unter 25 Jährigen verdienen über 2.137 €uro pro Monat. Insgesamt gibt es in Spanien 15,3 Millionen Arbeitsplätze. Nur 8% aller in 2017 abgeschlossenen Arbeitsverträge sind unbefristete Verträge!

Die höchsten Durchschnittsgehälter werden bei Banken und Versicherungen, den Finanzdienstleistern gezahlt mit 3.126,- €uro Brutto. Der Durchschnitt, bekommt wie erwähnt1.878,- €uro und am unteren Ende liegt die Agrarwirtschaft und die Fischerei mit durchschnittlich 1.159,- €uro Monatsgehalt.

Nach Autonomien und Comunidades gegliedert liegen die Basken mit 2.235 €uro an der Spitze gefolgt von Madrid, Navarra, Asturias und den Katalanen abgeschlagen auf dem 5. Platz mit 1.952,- €uro nur um 32,- €uro über dem spanischen Landesdurchschnitt!

Es war Artur Mas, der mit massiven Kürzungen begonnen hatte und nach den beginnenden sozialen Protesten auf den Straßen Kataloniens den Protest in die nationalkatalanistische Richtung umleitete, woraus das heutige Separatismusproblem resultierte!

Während ganz Spanien und mittlerweile auch ganz Europa gebannt auf den Spanien vs. Katalonien-Konflikt starrt, baut sich auf der iberischen Halbinsel ein gewaltiges soziales Problem auf auf das beide(!) konservative, bzw. neoliberale Konfliktparteien, weder in Madrid noch in Barcelona, eine Anwort haben, außer daß später – irgendwann einmal –  alles besser werden soll…
______
http://www.20minutos.es/noticia/3181323/0/decil-salarios-ine-2016-tres-millones-no-llegan-mileurista/


Wird die linke Spur auf der A2 in Richtung Berlin künftig für die NATO reserviert?

9. November 2017

Wie wir alle wissen manövriert der böse Russe direkt an der Grenze des NATO-Territoriums provokant mit riesigem Militäraufgebot herum, derzeit noch auf seinem Territorium zwar, aber es ist bekanntlich nur eine Frage der Zeit, bis wir dem Ruf der unterdrückten Ukrainer, der Russen und Weissrussen folgen und ihnen die Freiheit bringen, die bekanntlich aus den Gewehrläufen von M16 & Co. kommt, wie es in den USA jeder texanische Kirchgänger schon im Vorschulalter weiss!

Ausserdem bietet sich aus dieser dringenden militärischen Anforderung heraus die Chance, diesen verkommenen Sauhaufen, diese EU, über ihre Unterstellung unter logistische NATO-Anforderungen endlich wieder unter US-Kontrolle zu bekommen.

Alle Straßen und Brücken, die Häfen, Flughäfen und Bahnhöfe, zumindest wenn sie in Ostwest-Richtung liegen sind für einen totalen, einen reinen Verteidigungs-Notwehr-Blitzkrieg gegen Russland einsatzfähig zu machen, aber Ratzfatz, bitteschön!

Nicht mehr dieser ADAC sondern die NATO müsse künftig auf deutschen Autobahnen das sagen haben, findet anscheinend ein gewisser Jens Stoltenzwerg?
______
https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_148417.htm


Wer steht – wie – am 21-D zur Wahl in CAT?

8. November 2017

Der zentrale Wahlausschuss Junta Electoral Central (JEC) hat für die vorgezogenen Autonomiewahlen in Katalonien am 21-D vier Koalitionsvorschläge erhalten. Die Anmeldefrist zur Wahl lief Gestern ab.

Unter dem wenig einprägsamen Bandwurm-Namen En Comú Podem-Catalunya en Comú (ECP-CatComú) tritt die Koalition aus Podemos, Catalunya en Comú, Barcelona en Comú, Iniciativa per Catalunya Verds und Esquerra Unida i Alternativa, also aus fünf (5!) sehr individuellen Linksparteien – um nicht zu sagen Sekten – zur Wahl an.

Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) und Catalunya Sí bilden die Koalition  Esquerra Republicana-Catalunya Sí, oder abgekürzt ERC-CatSí. Die ERC gilt als wahrscheinlicher Gewinner, als größte Einzelpartei bei dieser Wahl. Ihr Vorsitzender Oriol Junqueras, der Ex-Vizepräsident der Generalitat d’Catalunya, sitzt derzeit bei Madrid in U-Haft wegen Fluchtgefahr.

Die dritte bei der JEC registrierte Koalition wird aus der Partit Demòcrata Europeu Català (der Partei des derzeit in Brüssel abgängigen „Puigdemont go!“) und der Convergència Democràtica de Catalunya (den Resten ihrer Vorgängerpartei unter dem alten Namen CDC), unter dem Namen Partit Demòcrata-Pacte Democràtic (PDeCAT-PACTE) gebildet. Damit soll vermutlich überspielt werden, daß niemand sonst mit dem „Puigdemont go!“ koalieren wollte?

Zuletzt hat die Junta Electoral die Einschreibung der Koalition Recortes Cero-Grupo Verde, gebildet aus Unificación Comunista de España, den Grünen Grupo Verde der Partido Demócrata Social Autonomista billigend zur Kenntnis genommen.

Die Junta Electoral Central hat die geplanten Wahlen  elecciones catalanas del 21D seit ihrer Neu-Gründung am 2. November überwacht. Sie ist für Transparenz, Sauberkeit und Objektivität bei Wahlen verantwortlich.

Die hier nicht aufgezählten „Unionistischen Parteien“ PPC und PSC und C’s treten einzeln an.

Wie ich das einschätze treten alle o.g. Koalitionen für eine Sezession einer unabhängigen Republik Katalonien an. Bei den Einzelparteien ist dies im Prinzip nicht der Fall, wobei es bei den katalanischen Sozialisten der PSC durchaus „einzelne Umfaller“ geben könnte? Durch die Koalitionen sollen die sonst unter den Tisch fallenden Stimmen kleiner und kleinster Splitterparteien im „Dienste der Sache des Separatismus“ gesammelt werden. Der Nachteil für ihre sehr differenzierten Wähler ist es, daß sie nie genau wissen können, was sie nach der Wahl genau bekommen werden. Die Einzelparteien haben dieses Problem nicht. Bei ihnen wissen die Wähler in der Regel genau, wofür sie stehen und was man nach der Wahl erwarten kann, oder muss!